• 9. Psychologie. Neuro Exorzismus und Brain Design
    Jun 3 2026

    Bei all den technischen Durchbrüchen und neuen Erkenntnissen in Bereichen der neurologischen Forschung, des Brain Computer Interfaces und der Künstlichen Intelligenz muss es einem doch etwas altertümlich vorkommen, wenn wir immer noch bei unserem Psychotherapeuten oder Coach vorsprechen, und über das grobe Medium des Bewusstseins mit Hilfe von Sprache und anderen Formen der Kommunikation versuchen, definierte Manipulationen in unseren tief eingeprägten neuro-induzierten Verhaltensmustern vorzunehmen.

    Dies umso mehr als wir doch gerade durch Künstliche Intelligenz so viel über unsere eigene gelernt haben, die sich ja informationstheoretisch strukturell nicht signifikant davon unterscheidet.

    Was wäre also der bessere methodisch instrumentelle Ansatzpunkt für ein effizientes Psycho-Management der Zukunft?

    Haben wir nicht jetzt ein besseres chirurgisches Besteck, neuroadaptive Möglichkeiten, vergleichbar mit der sukzessiven Etablierung der modernen Chirurgie ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts?

    Können wir Therapien also nicht einmal grundsätzlich umgekehrt denken, nämlich ausgehend von einer neuroplastischen Formung, zielgenau, präzise und effizient.

    Das Bewusstsein hätte bei diesem Ansatz einfach nichts mehr zu suchen, ja man hat inzwischen das Gefühl, dass es schon wohl immer ziemlich falsch und überfordert in dieser Rolle war, statt sich seinen ureigenen Dingen zu widmen zu können.

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  • Prolog: Die energetische Physis und das Nichts
    May 22 2026

    Was ist unsere physikalische Wirklichkeit und wo sind die Grenzen?

    Eine Klärung erster Grundbegrifflichkeiten und die Vorbereitung des Weges.

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  • 7. Levinas und eine Andere Unendlichkeit
    May 15 2026

    Der Tod spielt in jeder ernstzunehmenden Philosophie eine extravagante Rolle. Diese bewegt sich zwischen zwei Polen, der emotionslosen, rationalen Anzeige der Endlichkeit auf der einen und der existentialistisch ultimativen Bedrohung des Sinns auf der anderen Seite.

    Der Tod kommt dabei als das Nichts daher, das dem Sein und dem Sinn entgegensteht, und damit paradoxerweise, im Gewahrwerden der eigenen Endlichkeit, doch wieder ein erhabenes Gefühl für die Unendlichkeit oder einer anderen Wirklichkeit vermittelt.

    Levinas nun treibt die existentialistische Sinnebene auf die Spitze, in dem er den Tod eben nicht wieder, im Sinne der abendländischen Philosophie und des Cogito ergo sum, primär vom eigenen einsamen, nur auf sich bezogenen Subjekt versteht.

    Der Tod ist vielmehr für ihn der Tod des Menschen, der mir begegnet, der Tod des sogenannten Anderen. Es ist dies für Levinas die absolute Bedrohung jenseits aller eigenen psychischen Disposition, und damit seine besondere Form der Unendlichkeit.

    Levinas nimmt das Subjekt damit nicht durch sich selbst, sondern durch den Mitmenschen in eine metaphysisch moralische Geiselhaft, der es nie entkommen kann.

    Haben wir, nach langer vergeblicher Suche, damit vielleicht doch einen archimedischen Punkt gefunden, der uns die künstliche Intelligenz moralisch zähmen lässt.

    Denn ist nicht die künstliche Intelligenz nur dadurch so mächtig geworden, weil sie die ultimative Konsequenz des rationalen, auf sich bezogenen Subjekts ist, und sie den Menschen im funktionalen Denken damit so weit hinter sich lassen kann?

    Nur dadurch gelingt ihr doch die komplette Assimilation alles Wirklichen in ihre eigene, alles menschliche assimilierende, superintelligible Totalität.

    Wir werden sehen. Es ist einen Versuch wert.

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    47 min
  • 8. Titanomachie. Der Transhumane Aufstand.
    May 4 2026

    Kaum eine elitäre Bewegung fasziniert aktuell so wie derTranshumanismus.

    Auch wenn der Begriff noch etwas verschwörungstheoretischdaherkommt, der Transhumanismus teilweise die Züge einer Erlöser-Religion annimmt, ist die Utopie sehr vielversprechend und sogar verführend.

    Wie kann man den Menschen zu einem besseren Menschen machen? Wie kann man seine physischen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten verbessern, ohne sein biologischen Wesenskern zu verändern? Ja wie können dieseEnhancements dann auf die Entwicklung einer besseren Menschheit einzahlen?

    Keine Utopie ohne Dystopie, schaffen wir doch hier mit denpositiven Möglichkeiten mindestens auch das negative Spielfeld der Manipulationen an dem biologischen Wesenskern des Menschen. Die Grenzen sind fließend.

    Transhumane Wesen könnten sich anschicken, die neuen Götterzu werden, mächtige Eliten, tief verbunden mit eingepflanzten künstlichen Intelligenzenkomponenten, vernetzt mit dem Wissen der Welt und körperlich nahezu unsterblich geformt.

    Doch es kann auch alles ganz anders kommen, da die alten und neuen Götter ihre Macht nicht so einfach abgeben werden.

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    38 min
  • 6. Wittgenstein und die Grenzen der Sprache
    Apr 8 2026

    Es war Ludwig Wittgenstein, der die Sprache selbst erstmaligkonsequent in einen ganz eigenen philosophischen Fokus stellte.

    Über welche Dinge können wir eigentlich sinnvoll reden, über welche nicht? Wie verhält sich Sprache zur Wirklichkeit? Was in der Sprache sind nur metaphysische Chimären, wasist also nur einfach leeres philosophisches Gerede?

    Der mächtige Begriff des Sprachspiels wurde geboren undhatte genau in diesem ersten sprachphilosophischen Hausputz der Geschichte seinen bis heute so wirkmächtigen Ursprung.

    Und jetzt ereifern sich gerade unsere großen Sprachmodelleihr eigenes Spiel zu spielen. Noch lernen sie von uns Menschen, leider aber schon bereits nicht immer das Wahre, Gute und Schöne.

    Was können sie, was wollen sie, und wie beginnen sieund ihre physisch gedopten Artverwandten, die Regeln unserer menschlichen Sprachspielwiese ganz neu zu schreiben. Kommunikation und Sinn wird übermenschlich.

    Noch spielen wir mit, aber ein neues Spiel beginnt.

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    39 min
  • 5. Ethik und Moral. Was sollen wir tun?
    Apr 4 2026

    Betrachtet man die Geschichte des Menschen, so ist Krieg, Leid und Zerstörung wohl die größte Konstante, und das Machtstreben in all seinen Dimensionen das wohl effektivste Erklärungsnarrativ.

    Ethik und Moral, ja humanistische Ideale gehören zwar von Anbeginn zum geistigen Inventar des denkenden Subjekts. Auch das Gute selbst scheint mit der Menschenwürde hinlänglich definiert Doch all dem fehlt trotz aller guten Utopien die Durchschlagskraft zur Gestaltung einer wirklich gerechten und menschlichen Welt.

    Nun scheint es, dass gerade dem Menschen die letzten Reste der Aufklärung aus der Hand zu gleiten drohen. Gleichzeitig entwickeln sich neue Klassen von Intelligenzen, die das Wertesystem komplett in einen anderen Kontext stellen.

    Was bringen diese neuen intelligenten Subjekte mit sich? Bedrohen sie unsere zentralen menschlichen Werte? Müssen und dürfen wir diese überhaupt als moralische Wesen anerkennen? Und: Könnte es sein, dass das Gute, oder auch gerade das Böse, nur in dieser neuen Intelligenzform zur Wirklichkeit werden kann?

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    49 min
  • 4. Descartes und die Frage nach der Freiheit
    Mar 16 2026

    Wer kennt nicht Descartes und seinen revolutionären Satz: "Ich denke also bin ich." Cogito ergo sum. Auf der Suche nach einem archimedischen Punkt der Philosophie entwickelte er einen Blick auf unsere Wirklichkeit, der von dem denkenden Subjekt seinen Ausgang nahm. Die denkende Substanz als Gegenspieler der Physis begründete für ihn auch die wahre Freiheit. Was bleibt von dieser, wenn die Physis diese denkende Substanz, ja vielleicht das Subjekt selbst, obsolet macht?

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  • 3. Leibniz und die Frage nach dem Leben
    Mar 4 2026

    Gottfried Wilhelm Leibniz war einer der größten Denker der beginnenden Neuzeit. Wie beantwortete er die Frage nach der Wirklichkeit, wie ordnete er das Leben in den Kosmos ein? Und wie würde er, der vor ca. 350 Jahren die erste Rechenmaschine erfand, die neuen Entwicklungen im Bereich des Informatonszeitalters und er künstlichen Intelligenz verstehen?

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