Couverture de Die Koperphysikalische Wende - Kosmos und Intelligenz im pyhsikalischen Informationszeitalter

Die Koperphysikalische Wende - Kosmos und Intelligenz im pyhsikalischen Informationszeitalter

Die Koperphysikalische Wende - Kosmos und Intelligenz im pyhsikalischen Informationszeitalter

De : Dr. Markus Bergmann
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Die kopernikanische Wende nahm am Beginn der Neuzeit der Erde ihren Platz im Mittelpunkt des Universums. Doch der menschliche Geist blieb das Maß und das Zentrum allen Denkens. Diese Wirklichkeit entlarvte sich als der letzte großer Mythos. Denn Intelligenz ist allein Emergenz aus informationsbasierten physikalischen Strukturen in beliebigen materiellen Organisationsformen. In diesem Podcast treffen jahrtausendalte anthropozentrische Denkmuster, vertraute Vorstellungen von Ethik, Ästhetik und Wahrheit, auf unendlich mögliche rationale Formen. Der menschliche Geist ist eine Spielart davon.Dr. Markus Bergmann Philosophie Sciences sociales
Épisodes
  • 9. Psychologie. Neuro Exorzismus und Brain Design
    Jun 3 2026

    Bei all den technischen Durchbrüchen und neuen Erkenntnissen in Bereichen der neurologischen Forschung, des Brain Computer Interfaces und der Künstlichen Intelligenz muss es einem doch etwas altertümlich vorkommen, wenn wir immer noch bei unserem Psychotherapeuten oder Coach vorsprechen, und über das grobe Medium des Bewusstseins mit Hilfe von Sprache und anderen Formen der Kommunikation versuchen, definierte Manipulationen in unseren tief eingeprägten neuro-induzierten Verhaltensmustern vorzunehmen.

    Dies umso mehr als wir doch gerade durch Künstliche Intelligenz so viel über unsere eigene gelernt haben, die sich ja informationstheoretisch strukturell nicht signifikant davon unterscheidet.

    Was wäre also der bessere methodisch instrumentelle Ansatzpunkt für ein effizientes Psycho-Management der Zukunft?

    Haben wir nicht jetzt ein besseres chirurgisches Besteck, neuroadaptive Möglichkeiten, vergleichbar mit der sukzessiven Etablierung der modernen Chirurgie ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts?

    Können wir Therapien also nicht einmal grundsätzlich umgekehrt denken, nämlich ausgehend von einer neuroplastischen Formung, zielgenau, präzise und effizient.

    Das Bewusstsein hätte bei diesem Ansatz einfach nichts mehr zu suchen, ja man hat inzwischen das Gefühl, dass es schon wohl immer ziemlich falsch und überfordert in dieser Rolle war, statt sich seinen ureigenen Dingen zu widmen zu können.

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    45 min
  • Prolog: Die energetische Physis und das Nichts
    May 22 2026

    Was ist unsere physikalische Wirklichkeit und wo sind die Grenzen?

    Eine Klärung erster Grundbegrifflichkeiten und die Vorbereitung des Weges.

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    20 min
  • 7. Levinas und eine Andere Unendlichkeit
    May 15 2026

    Der Tod spielt in jeder ernstzunehmenden Philosophie eine extravagante Rolle. Diese bewegt sich zwischen zwei Polen, der emotionslosen, rationalen Anzeige der Endlichkeit auf der einen und der existentialistisch ultimativen Bedrohung des Sinns auf der anderen Seite.

    Der Tod kommt dabei als das Nichts daher, das dem Sein und dem Sinn entgegensteht, und damit paradoxerweise, im Gewahrwerden der eigenen Endlichkeit, doch wieder ein erhabenes Gefühl für die Unendlichkeit oder einer anderen Wirklichkeit vermittelt.

    Levinas nun treibt die existentialistische Sinnebene auf die Spitze, in dem er den Tod eben nicht wieder, im Sinne der abendländischen Philosophie und des Cogito ergo sum, primär vom eigenen einsamen, nur auf sich bezogenen Subjekt versteht.

    Der Tod ist vielmehr für ihn der Tod des Menschen, der mir begegnet, der Tod des sogenannten Anderen. Es ist dies für Levinas die absolute Bedrohung jenseits aller eigenen psychischen Disposition, und damit seine besondere Form der Unendlichkeit.

    Levinas nimmt das Subjekt damit nicht durch sich selbst, sondern durch den Mitmenschen in eine metaphysisch moralische Geiselhaft, der es nie entkommen kann.

    Haben wir, nach langer vergeblicher Suche, damit vielleicht doch einen archimedischen Punkt gefunden, der uns die künstliche Intelligenz moralisch zähmen lässt.

    Denn ist nicht die künstliche Intelligenz nur dadurch so mächtig geworden, weil sie die ultimative Konsequenz des rationalen, auf sich bezogenen Subjekts ist, und sie den Menschen im funktionalen Denken damit so weit hinter sich lassen kann?

    Nur dadurch gelingt ihr doch die komplette Assimilation alles Wirklichen in ihre eigene, alles menschliche assimilierende, superintelligible Totalität.

    Wir werden sehen. Es ist einen Versuch wert.

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    47 min
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