Épisodes

  • Veränderungen
    Oct 12 2026

    Kennt Ihr die Faszination des Neuen? Etwas Neues erleben, einen Tapetenwechsel, mal ein neues Outfit kaufen oder neue Gedankenansätze hören.

    Das wollen wir doch immer wieder. Menschen suchen Neues. Wir lesen in den Evangelien, dass sich viele aufmachten, um Johannes den Täufer zu hören und später, um Jesus zu hören. Da hat jemand etwas Spannendes, Neues zu bieten.

    Und auf der anderen Seite tun wir uns mit Veränderungen so schwer. Selbst kleine Routinen, wie das Aufstehen zu einer anderen Uhrzeit oder mit dem anderen Bein zuerst in die Hose zu steigen, kosten uns Überwindung.

    Große Veränderungen wie ein Umzug oder eine Lebensstilveränderung machen uns Angst. Wir versuchen diese Veränderungen zu vermeiden.

    Ich denke, es sind viel mehr Menschen aus Neugier zu Johannes in die Wüste gegangen, als seiner Aufforderung nach Umkehr, nach Veränderung auch zu entsprechen.

    Aber was ist der Unterschied zwischen unserem Wunsch nach Neuem und der mir erst einmal unangenehmen Veränderung?

    Einmal geht es um die Entscheidung bzw. die Freiwilligkeit. Es ist etwas anderes, ob ich mich entscheide umzuziehen, weil ich einen Tapetenwechsel brauche oder ob ich umziehen muss, weil ich mit dem Bestehenden überfordert bin oder der Vermieter kündigt.

    Der andere Aspekt sind die Konsequenzen. Wenn ich mir etwas Neues kaufe, so sind die Konsequenzen, der Preis bekannt. Ich weiss, was ich opfern, einbringen muss. Ist mir der Preis zu hoch, verzichte ich auf das Neue.

    Bei größeren Veränderungen ist uns häufig der Preis zu hoch. Damit ist nicht Geld gemeint, sondern Verzicht auf etwas, was uns wichtig ist. Das kann zum Beispiel die gute Nachbarschaft sein, die Schokolade am Abend oder das Loslassen von Feindbildern. Die Veränderung ist es mir nicht wert, darauf zu verzichten.

    Oder ich kenne die Konsequenzen nicht. Die Unsicherheit, wie es sein wird, ist oft noch schlimmer, als zu wissen, was passiert.

    Was hilft trotzdem eine Veränderung einzugehen oder auch zu akzeptieren:

    Erstens: Begleitung. Jesus verspricht uns, jeden Weg mitzugehen und mitzutragen. Egal, was passiert, Jesus ist bei mir und hält zu mir. Wir müssen nicht allein durch, auch dann nicht, wenn wir einen Fehler gemacht haben; auch den müssen wir nicht allein ausbaden.

    Zweitens: Erlauben wir uns den Verlust zu betrauern und dann auch bewusst loslassen. Dazu gehört auch ehrlich zu mir selbst zu sein, was ich als Verzicht erlebe. Trauen wir uns, diesen Verlust an Gott zu klagen.

    Drittens: Sehen wir das Positive, das die Veränderung bringt. Bringt sie mir mehr Lebendigkeit, mehr Freiheit, mehr Liebe? Führt sie mich mehr zu mir selbst oder näher zu Jesus? Wir brauchen die positive Perspektive, ein Ziel.

    Ich wünsche uns allen den Mut, uns an Jesu Hand auf Veränderungen einzulassen. Eure Christine Sommer

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    3 min
  • Erntedanke-Urlaub-Quellen
    Oct 5 2026

    Dreierlei bewegt mich. Könnte das zusammenfließen in einen großen Strom der Dankbarkeit und Ermutigung, dachte ich. Ich versuch’s.

    Am Sonntag haben wir Erntedank gefeiert. Das spricht immer noch viele Menschen an. Wir spüren, trotz aller Mühen, trotz aller Widrigkeiten in unserer Zeit, da bleibt noch viel zu danken in unserem Leben. Es gibt das Unverdiente. Er könnte es Gnade nennen, wenn er an Gott glauben würde, sagte Wolf Biermann jetzt in einem Interview zu seinem 90. Geburtstag. Ich sage: Gott sei Dank, dass ich mit Gott rechnen darf, auch in unserer wirren Zeit.
    Darum feiere ich von Herzen Erntedank. Und ich singe mein Lieblingslied immer wieder:
    Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust.
    Ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewusst.
    Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist,
    daraus uns alle früh und spat viel Heil und Gutes fließt.

    Erntedank feiert Gott den Schöpfer und Paul Gerhardt nennt ihn den Brunn der Gnad und die ewige Quelle.

    Was sind die Quellen, aus denen wir leben? Das ist das Zweite, was mich bewegt. Denn zurzeit führen wir in unserer Gemeinde den Kurs von Stufen des Lebens durch mit dem Motto: Quellen, aus denen Leben fließt. Eingestimmt mit Vivaldis vier Jahreszeiten sprudelten die Beiträge in unserer großen Gruppe. Einige haben sehr spontan genannt, was für sie Quellen sind, aus denen ihnen Leben zufließt. Immer wieder waren es Bilder aus der Natur, das Wachsen der Pflanzen im Garten, an einem See sitzen, Vögeln zusehen, zur Stille finden, ein gutes Buch lesen, ein persönliches Gespräch führen und Musik hören und selbst singen. Quellen aus denen Leben fließt. Grund zur Dankbarkeit, nicht nur an Erntedank, aber da erst recht.

    Meiner Frau und mir ist der Erlebnisurlaub im September zu einer Quelle der Freude geworden, die in unseren Alltag weiterströmt. Am See sitzen. Baden. Standup paddeln ausprobieren. Lauthals lachen bei unserem Fallen ins Wasser. Und abends einen riesigen Schwarm von Hunderten von Schwalben am Himmel beobachten. Das hat uns erfüllt. Und nachts der klare Sternenhimmel.

    Also bei mir fließen zusammen: Erntedank, Erlebnisurlaub und der Kurs. „Quellen, aus denen Leben fließt“. Gut, wenn ich weiß, wo meine Quellen sind. Besser noch, wenn ich sie aufsuche, mich dort niederlasse, von ihnen lebe. Was ist dir Quelle, aus denen dir Leben zufließt?
    Unser ältester Teilnehmer und Klavierbegleiter mit seinen demnächst 95 Jahren sagte: Für mich ist das Gebet eine Lebensquelle.

    Mit quellfrischen Grüßen zu Erntedank

    Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten

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    3 min
  • Lobe den Herrn
    Sep 28 2026

    Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!

    Damit überschreibe ich das Stufen.aufs.Ohr, das ich heute am 27.9.26 schreibe - 44 Jahre nachdem im Wohnzimmer von Waltraud Mäschle der erste Stufen-Kurs stattfand.

    In diesen 44 Jahren hat Gott durch und mit diesen Kursen viel Segen fließen lassen.

    Mich freut es immer riesig, wenn Menschen mir erzählen, wie Gott nachhaltig durch die Bodenbilder, die biblischen Geschichten, die Impulse, die Mitgebsel … in ihr Leben gesprochen hat und immer wieder spricht. Manchmal kommt ein Bild nach Monaten oder Jahren wieder in den Sinn und erinnert Menschen daran, dass Gott bei Ihnen ist; dass die schwierige Situation JETZT nicht das Ende ist. Was für ein Segen. Was für eine Kraft.

    Der Herr hat so viel Gutes getan -in diesen 44 Jahren im Miteinander unterwegs sein und durch das Erleben dieser Kurse.

    Was hat Gott DIR Gutes getan?

    Pausiere doch einen kurzen Moment und lass deine Seele sich erinnern, an das GUTE, das Gott dir durch die Stufen-Arbeit zufließen hat lassen -

    und dann schicke das Lob gleich nach „oben“ zu Gott.

    Stell dir mal vor, dass unser LOB wie bunte Luftballons dem Himmel entgegensteigen - voller Dankbarkeit und Freude! Was für ein schönes, lebendiges und buntes Bild. Ein Luftballonstart zur Ehre Gottes!

    Ich bin mir sicher, Gott sieht alle unsere bunten, DANKtragenden Luftballons und freut sich über unser Lob.

    Und so wie beim Luftballonstart hoffe ich, dass unsere Lob-und Danke-Ballons auch hinausfliegen ins Land - zu den Menschen um uns herum - und sie von unseren Lob- und Dank-Botschaften hören, die einladen: Komm und sieh - erlebe selbst in einem der Kurse oder Stufen-Angeboten: Es gibt diesen Gott, der dich sieht. Es gibt diesen Gott, der mit dir durchs Tal geht. Es gibt einen Gott, der dich herauslockt und will, dass du lebst. Es gibt diesen Gott, dessen JA über deinem Leben steht und unter allem, dass du erlebt hast. Denn unsere Botschaft ist heute immer noch dieselbe, wie damals vor 44 Jahren - gegründet auf ein Wort aus Jesaja 61: Gott hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, das sie frei und ledig sein sollen, zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn, zu trösten alle Trauernden.

    Beten wir, dass Gottes Segen weiter fließt, zu uns, durch uns und über uns hinaus in diese Welt.

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    3 min
  • Der Segen bleibt
    Sep 21 2026

    Es ist nun 10 Jahre her, dass mein Mann verstorben ist. 10 Jahre. Eine lange Zeit, so kommt es einem vor und dann doch wieder nicht. Manche Gefühle kommen in Erinnerung von den letzten Abschiedswochen. Es gibt so einige Situationen, die ich noch haargenau vor meinen inneren Augen habe. Ich fühle manche Gefühle des Schmerzes, der Ohnmacht, der Trauer, auch mit und für die anderen.

    Gleichzeitig staune ich, wie ich damals mit der Diagnosestellung jeden Tag mein Herz und Kopf aufgerichtet habe zu Dem hin, Der mir jeden Tag Anlass zur Dankbarkeit auch nur für die kleinsten Dinge gab. Immer wieder sind mir liebe Worte, Unterstützungen durch Familie und Freunde, Begegnungen und Begebenheiten „zugefallen“!

    Ja, das hat MIR geholfen.

    Ich kann nur sagen MIR, denn jeder geht einen solchen Weg ganz individuell.

    Mir hat geholfen, Trauer, Schmerz und Ohnmacht zuzulassen. Auch zu erkennen, dass jedes Familienmitglied seinen eigenen Weg durch diesen Abschied finden muss, der ihnen nicht erspart bleibt.

    Getragen hat mich die tägliche Suche nach Gottes Wort. Ich weiß noch, ich habe in der Bibel, vor allem in den Psalmen gesucht, wie und wer Gott ist. Ich habe mich festgehalten an Worten, die mir und uns zugesagt wurden.

    Es gab Gottesdienste, die gestärkt haben und ermutigt.

    Es war die Gemeinde und unser Pfarrer, der uns liebevoll begleitete.

    Am Tag der Beerdigung tröstete mich unser Trauspruch als Losungswort: wandelt als Kinder des Lichts. Die Frucht des Lichts ist lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit, drum prüft was da sei wohlgefällig vor dem Herrn.

    Eine der größten Freude und Grund zur Dankbarkeit heute ist, wenn mir Menschen begegnen, die von meinem Mann erzählen, über sein segensreiches Wirken in der Familie, Kirche, bei Feiern und unter Freunden. Ja, der Segen bleibt und hinterlässt seine Spuren, denen wir zu Seiner Zeit begegnen dürfen. Welch Freude!!!!

    So ist die Dankbarkeit das stärkste Wort, auch wenn manches ungeklärt und unausgesprochen blieb. Dann bin ich dankbar für die Möglichkeit, bei Gott um Vergebung zu bitten. Mir ist so wichtig geworden, Klärungsmöglichkeiten im Miteinander, wenn möglich, direkt anzusprechen.

    Mir ist so wichtig geworden, die kleinen Augenblicke, Momente, Erlebnisse, Eindrücke zu genießen. Dies im Bewusstsein der Einmaligkeit dieser Momente.

    Der Segen bleibt.

    So viel ist seitdem geschehen, so viel Neues ist geworden, eine neue Generation wächst inzwischen heran.

    Das Leben geht weiter, der Schmerz, der Verlust ist immer eine Wunde, die bleibt. Aber auch die Erfahrung, im Schmerz gehalten zu sein von Dem Gott, der sagt: ich bin bei dir.

    Diese Erfahrung wünscht Ihnen immer wieder, Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg

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    3 min
  • Ewigkeit
    Sep 14 2026

    Der aktuelle Stufen-Newsletter spricht mich spontan an. Damaris Friedrich teilt ihre Gedanken zum Thema Ewigkeit. Sie erreicht mich bei dem Thema, das mich schon mein ganzes Leben elektrisiert.

    Bevor ich mit siebzehneinhalb Jahren zum ersten Mal mit Jesus Bekanntschaft gemacht habe, war ich überzeugt davon, dass die Christen lediglich auf die Ewigkeit vertrösten. Auf einer missionarischen Veranstaltung sagte mir dann jemand, dass ewiges Leben hier und jetzt anfängt. Jetzt, wenn ich mein Leben mit Jesus Christus teile und ihm vertraue. Das war ein völlig neuer Gedanke für mich und damit waren meine Argumente gegen Gott wie weggefegt. Bis heute ist es so, dass das Thema Ewigkeit für mich entscheidend ist.

    Damaris zitiert den Song: „Die Ewigkeit ist mein Zuhause. Gott hat sie mir ins Herz gelegt.“ Ich spüre dem nach – und ja, das trifft es. Die Ewigkeit ist mein Zuhause, meine Heimat und mein Anker. Gott Vater, Sohn und der Heilige Geist stehen für diese Ewigkeit.

    Alles was ich erlebe, teile ich mit dem, der mich hält. All die wunderbaren Erfahrungen mit Familie und Freunden, mit Natur, Jahreszeiten und all den Wundern des Lebens. Und gleichzeitig geht es immer darum, ob ich auch bereit wäre, das alles loszulassen.

    Auch das Schwere, was ich nicht verstehe, halte ich dem hin, zu dem ich eine feste Beziehung habe, eine Verbindung. ER ist mein Fixpunkt, ohne den ich mir das Leben und das Sterben nicht vorstellen kann.

    Das alles gehört schon zu ewigem Leben. Es ist ein Vorgeschmack auf die Ewigkeit. Oder der Geschmack der Ewigkeit? Jetzt sehen wir erst bruchstückhaft. Wir erleben schon etwas davon, was wir einst in der Vollendung sehen werden.

    Vielleicht ist es wie bei den Israeliten, die 40 Jahre durch die Wüste gewandert sind. Sie erlebten, wie Gott sie ernährte mit dem Honig des Himmels, dem Manna und zu trinken fanden sie auch. Gott führte sie durch trockenes Land und versorgte sie. Es war noch nicht das versprochene Land, aber sie erlebten schon die Versorgung und die Güte Gottes.

    Und uns sagt Jesus zu: „Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben und sie werden nimmermehr umkommen und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“

    Dieser gute Hirte ist vertrauenswürdig, in Zeit und Ewigkeit.

    Ihre und Eure Traudel Krause

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    3 min
  • Raum zu sein
    Aug 31 2026

    Bei meiner morgendlichen Andacht hörte ich einen Vers aus Offenbarung 3: Hör doch! Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten. Ich werde mit ihm das Mahl einnehmen und er mit mir.

    Allerdings hörte ich den Vers in Englisch und da lautet der letzte Satz: Ich werde bei ihm eintreten und mit ihm zusammen essen und er mit mir.

    Ich hörte diesen Satz während des Frühstücks. Ganz gemütlich saß ich auf unserer Terrasse, leckeren Kaffee und Marmeladenbrot vor mir, der Wind rauschte, angenehme Temperaturen, grün um mich herum - und mein Herz horchte auf.

    Jesus klopft bei mir an. Freut sich, wenn ich ihn einlasse - um dann mit mir zusammen am Tisch zu sitzen und zu essen. Gemeinschaft mit mir zu haben. Zu sein.

    Es hat mich an einen Satz einer mir lieben Pfarrerin erinnert - als sie das Kirchenfest „Die Kirche bleibt im Dorf“ mit folgenden Worten eröffnete: In unseren Häusern haben wir viele Räume. Jeder Raum hat einen bestimmten Zweck - so wie wir auch bestimmten Rollen in unserem Leben haben.

    Die Kirche - das Gotteshaus - ist ein Raum, der zwecklos ist. Ein Ort, wo wir einfach kommen dürfen - und sind. Wo Gott da ist - am Tisch sitzt und mit uns ist.

    Wie oft meine ich, dass es in Gottes Haus darum geht heiler, reifer, lebendiger, gottesfürchtiger, frommer zu werden… gestärkt zu werden, Klarheit zu bekommen, Angst hinter mir zu lassen, keinen Mangel mehr zu empfinden, Bedürfnisse gestillt zu bekommen…

    JA, das ist für mich eigentlich das RADIKALE an Jesus - an dem Dreieinigen Gott - dass ICH sein darf vor ihm. Er empfängt mich, nimmt mich in die Arme - ohne dass ich irgendwas davor oder danach tun muss. Ich muss nicht erst „rein, fromm“ werden, um zu kommen, sozusagen richtig „christlich“ leben - und ich muss auch danach nicht „sündfreier“, heiler, richtiger leben -

    Ich darf sein, weil JESUS zu mir kommt, weil JESUS überwunden hat.

    Ich glaube und erlebe - dass die Gemeinschaft mit Jesus, das mit ihm am Tisch sitzen, SEIN, immer etwas in mir wirkt - das geht mit Gott gar nicht anders -

    ABER das ist nicht der Grund des Zusammenseins - das ist nicht der Zweck der Gemeinschaft.

    Ich merke, wie schwer mir das im Tiefen zu leben fällt: mit Gott zu sein - am Tisch zu sitzen, Zeit mit ihm zu genießen - OHNE dass es mir oder ihm zu irgendetwas „dienen“ muss.

    Das buchstabiere ich diesen Sommer. Zu sein. Mich auszuhalten mit meinen unangenehmen Gefühlen - ohne sie „wegzubeten“ oder von Jesus zu erwarten, dass er sie wegnimmt. Sondern mit ihm zusammen da zu sein - in seinem Haus, in seiner Gegenwart.

    Wie schön, dass unsere Kirche im Dorf ist, die Tür offen - so dass ich einfach eintreten kann und mich zu ihm setzen kann. Er ist da und wartet. Auch auf dich.

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    4 min
  • Was hinkt ihr?
    Aug 17 2026

    In der Bibel in 1. Könige ab Kapitel 16 können wir über König Ahab und den Propheten Elia lesen. Über Ahab steht dort, dass er tat, was dem Herrn missfiel, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren. Er hatte eine ausländische Frau geheiratet und deren Götterkult von Baal und Aschera übernommen und diese Götter durch den Bau von Anbetungsstätten und staatlich finanzierter Priester so etabliert, dass auch das Volk diesem Kult folgte.

    Elia will die Zustände wieder geraderücken und nach einer schweren Dürrekatastrophe fordert er eine Volksversammlung einschließlich aller fremden Priester auf dem Berg Carmel. Über ein Wunder sollte sich der wahre Gott herausstellen.

    Doch zuerst wandte Elia sich an das Volk. In 1. Könige 18, Vers 21 steht:

    21 Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist’s aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts. 

    Wie lange hinkt ihr auf beide Seiten? Oder nach anderen Übersetzungen: Wie lange schwankt ihr noch hin und her? Wie lange noch wollte ihr auf zwei Hochzeiten tanzen? Wie lange braucht ihr noch, um Euch zu entscheiden?

    Und das Volk antwortete nichts.

    Ich kann das Volk gut verstehen. Warum sollte man alles nur auf ein Pferd setzen? Lieber sichere ich mich ab, und halte mir mehrere Optionen offen.

    Und sich klar gegen die Überzeugung der Machtinhaber, derjenigen, die gerade das Sagen haben, deren Urteil wir fürchten, zu positionieren kann gefährlich sein.

    Baal und Aschera sind Fruchtbarkeitsgötter oder auch Wettergötter, die eine gute Ernte sicherstellen. In der Verehrung hoffte man auf Erfolg, auf materielle Sicherheit, auf ein gutes Leben.

    Mein Eindruck ist, dass wir in einer Zeit leben, in der verschiedene religiöse Einflüsse sich mischen. Ich sehe eine wachsende Anzahl von buddhistischen Dekoelementen, verschiedene Ansätze von Wiedergeburtsglauben werden immer verbreiteter, Schmuckstücke als Glücksbringer oder im Urlaub in fremden Tempeln kleine Rituale auszuführen sind völlig normal.

    Und wenn es um innere Einstellungen geht, ist die Frage, welche Opfer ich dem Erfolg bringe, mit welcher Intensität ich mich für mein Glück nach allen Richtungen absichere.

    Gott macht immer wieder deutlich, dass er ein eifersüchtiger Gott ist und möchte, dass wir ausschließlich auf ihn vertrauen. Das fällt schwer, weil es unmodern ist, auf Unverständnis stößt und weil es bedeutet, dass ich auf manche Absicherungsmechanismen verzichten muss.

    Ich wünsche uns allen den Mut, uns eindeutig für Gott zu entscheiden.

    Eure Christine Sommer

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    3 min
  • Ich will überrascht werden!
    Aug 3 2026

    Die Ferien haben begonnen. Wie haben wir als Kinder darauf hin gefiebert! Eine große Sehnsucht ist mit Ferien und Urlaub verbunden. Eine Unterbrechung des Alltags – und auch eine große Sehnsucht nach einer überraschenden Berührung der Seele.

    In Lukas 18, Vers 35 bis 43 wird die Geschichte vom blinden Bartimäus erzählt. Sein Alltag ist das Betteln und Abhängig-Sein. Er hört, dass Jesus in der Stadt ist und Bartimäus weiß, dem muss ich, dem will begegnen. Er schreit einen Notschrei. Jesus fragt ihn: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Er antwortet : ICH WIILL UNBEDINGT SEHEN.

    Was wir uns ersehnen von den freien Tagen?– ein tiefes Erfrischt-Werden aus der Quelle und die überraschenden Wunder, die direkt vom Himmel her in unser Leben fallen…. Das wollen wir sehen und erleben.

    Wir waren in unseren Urlaub unterwegs auf den Spuren Luthers. Wir haben erlebt, wie wir tief erfrischt wurden. Zum Beispiel an einem extrem heißen Tag konnten wir uns um die Mittagszeit nur noch in die kühle Kirche in Weimar flüchten. Drinnen eine völlig andere Atmosphäre mit Gänsehautfeeling. Wir wurden begrüßt von einem Chor, der für das bevorstehende Konzert am Abend probte: „Denn er regiert auf immer und ewig“….Händels Halleluja erfüllte die ganze kühle Herderkirche. Unvergesslich dieser Gruß vom Himmel her.

    Ein anderes Mal waren wir in der Predigerkirche in Erfurt. Auf der Suche nach Luther stießen wir auf Meister Eckhard, der Jahrhunderte vor Luther in dieser Kirche gewirkt hat. Er überraschte mich mit seiner Aktualität. Zum Beispiel sagte er: “Du brauchst Gott weder hier noch da zu suchen. Er ist nicht weiter als vor der Tür deines Herzens und dort steht er und harrt und wartet.“

    Schließen möchte ich mit einem Gebet von Martin Luther, das in der Marktkirche in Wittenberg ausliegt:

    Siehe Herr, ich bin ein leeres Gefäß, fülle es! Ich bin schwach im Glauben, stärke mich!

    Ich bin kalt in der Liebe, lass mein Herz brennen! Lass meine Liebe herausströmen auf meinen Nächsten.

    Ich habe keinen starken, festen Glauben, ich zweifle zuweilen und kann dir nicht völlig vertrauen.

    Ach Herr, hilf mir.

    Mehre meinen Glauben,

    lass mich dir vertrauen.

    Ich bleibe bei dir;

    Denn von dir darf ich nehmen und muss nicht geben. Amen

    Eine gesegnete Sommerzeit wünscht Traudel Krause

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    3 min