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Ostern

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Seit einigen Jahren gestalte ich bei uns in der Gemeinde die Ostergottesdienste mit und so stellt sich mir die Frage immer wieder neu:

Was ist es dieses Jahr, das mich an der Ostergeschichte berührt oder begeistert?

Was ist es, dass ich als Frohe Botschaft erkenne und gerne in die Welt hinaustrage zu den Menschen?

Vielleicht ist das auch eine gute Frage für dich:

Welche Geschichte,

welches Bild aus den Erzählungen oder

welche Aussage Jesu auf seinem Weg von Palmsonntag bis zu seiner Auferstehung

ist es dieses Jahr, bei der du hängen bleibst - bei der dir ein Satz „im Ohr bleibt“ - wie wir auch so oft in den Kursen sagen.

Haltet doch kurz an und schenkt euch selbst 5 min, um dieser Frage nachzugehen…

Mich begleiten dieses Jahr 2 Textstellen.

„noch heute wirst du mit mir im Paradies sein“ sagt Jesus in Lukas 23,43

zu dem Verbrecher, der mit ihm am Kreuz an seiner Seite hängt.

Für mich klingt in diesem Satz mit:

Du wirst heute noch erlöst sein,

erlöst von dem, was dich hier auf Erden geprägt, geplagt, in Verhaltensmustern bestimmt und festgehalten hat

erlöst von dem, wie du selbst hier auf Erden andere geprägt, geplagt, in Verhaltensmustern bestimmt und festgehalten hast.

Davon wirst du frei sein und du wirst heute noch Gott nahe sein.

Das ist doch himmlisch.

Das gilt mir und dir - jetzt schon - durch Jesu Auferstehung: Freiheit und Gottes Nähe.

Das wahrzunehmen - dazu lädt Jesus uns immer wieder ein.

Ich kann mir vorstellen, dass Jesus auch deshalb nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern an den See Tiberias kam, wie es in Joh 21 erzählt wird.

Er suchte sie auf. Er sprach zu ihnen, bis es ihnen dämmerte und sie wieder erkannten: Es ist der Herr.

Und Jesus macht das ihnen sogar noch schmackhaft - indem er für sie Brot und Fisch am Kohlenfeuer bereitet und sich mit ihnen zusammensetzt. Zeit verbringt. Ihnen wieder nahe kommt.

Jedes Jahr Ostern kommt Jesus uns nahe, setzt sich zu uns und hilft uns, uns zu erinnern und zu erkennen,

wie der Verbrecher am Kreuz

wie die Frauen am Grab

wie die Jünger auf dem Weg nach Emmaus

wie Thomas, der die Wunden sah,

wie Petrus, der vor Freude ins Wasser sprang:

Jesus ist Gott. Jesus ist unser Herr. Jesus hat alles vollbracht und ist uns nahe.

Er ist die Liebe in uns. Er ist die Gnade in uns. Er ist das Brot des Lebens.

Bleiben wir doch nahe bei ihm.

Bleiben wir dieses Ostern ein bisschen länger oder ganz bewusst an seinem Feuer sitzen, stärken uns, spüren die Nähe und die Freiheit und tragen diese gute Nachricht hinaus zu den Menschen:

Es ist vollbracht. Gott ist da. Gott ist nahe. Komm, setz dich zu uns. Iss und trink.

Schon jetzt bis in alle Ewigkeit.

Eine gesegnete Osterzeit

Damaris Friedrich

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