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Stufen.aufs.Ohr

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De : Stufen des Lebens
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Stufen.aufs.Ohr – Stufen zum Lauschen - für Zwischendurch jede Woche 3 gute Minuten mit verschiedenen ImpulsgebendenStufen des Lebens Spiritualité
Épisodes
  • Unter Druck
    May 4 2026

    Manchmal kommen wir in Situationen, denen wir uns nicht gewachsen fühlen. Wir sehen keinen Ausweg oder andere wollen etwas von uns, dass wir nicht geben können oder möchten. Wir fühlen uns angegriffen oder überfordert.

    Was machen wir, wenn die Stimmung aufgeheizt ist? Wenn wir glauben, dass uns sowieso keiner mehr zuhört oder uns das Herz bis zum Hals schlägt.

    Mir fällt die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin ein, die in Johannes, Kapitel 8 steht.

    Jesus war im Tempel und das Volk kam zu ihm und er lehrte sie. Eine schöne, eine entspannte Situation. Und dann ändert sich die Szene komplett. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer bringen eine Frau, die man beim Ehebruch ertappt hat und stellen sie in die Mitte, präsentieren sie und konfrontieren Jesus mit Fragen: Mose hat geboten, solche Frauen zu steinigen, also ohne weitere Verzögerung zu töten. Was sagst Du?

    In der Bibel steht auch, dass sie das sagten, damit sie etwas hätten, um ihn zu verklagen. Es geht also nicht um die Sache. Es geht auch nicht um die Frau. Sie ist nur Mittel zum Zweck. Ihre Geschichte soll dazu dienen, Jesus eine Falle zu stellen.

    Ich kann spüren, wie die Stimmung kippt. Wie aus einer Lehrstunde eine todesbedrohliche Situation entsteht, wie viel Druck aufgebaut ist.

    Und Jesus bückt sich nieder und schreibt mit dem Finger auf die Erde.

    Wie kann mir dieses Beispiel helfen, wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle?

    Ich muss nicht direkt reagieren. Ich muss die Sache auch nicht sofort lösen. Jesus zieht die Aufmerksamkeit weg von der Frau und nimmt sich die Zeit etwas völlig anderes, verspielt und nutzlos wirkendes zu tun.

    Ich kann in meinem Kopf auch Jesus in den Fokus stellen. Atmen wir durch, wiederholen wir im Kopf eine Zusage Gottes, die uns einfällt. Übergeben wir im Gebet die Situation an Jesus. Wenn es möglich ist, schreiben wir den Zuspruch, der uns einfällt auf ein Blatt Papier. Oder wir malen den Liedvers, der uns ermutigen kann mit dem Finger auf unser Hosenbein.

    Die Pharisäer und Schriftgelehrten in der Bibel geben nicht so schnell auf. Auch das werden wir erleben. Aber wir können durch den Fokus auf Jesus wieder freier atmen und wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geist uns unterstützt. Durch Ruhe, durch innere Gelassenheit oder auch durch die Wahl der richtigen Worte.

    Jesus antwortet den Herausforderern schließlich: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Jesus gelingt es, mit diesem Satz weder selbst zum Angriffspunkt zu werden noch die Frau ungeschützt auszuliefern.

    Ich bin mir bewusst, dass wir nicht in jeder Situation eine solche weise, schnelle und wunderbare Lösung erhalten werden. Aber wir haben immer die Chance den Druck herauszunehmen und uns an Gott auszurichten, nicht an unserer Schwachheit.

    Eine gesegnete Woche wünscht Christine Sommer

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  • Hoffnung trotzt allem!
    Apr 27 2026

    Ostern ist noch gar nicht so lange her.

    Wie geht es Ihnen und Euch?

    Begleitet euch der Glanz von Ostern noch und immer wieder in den Alltag hinein?

    Ist es nicht so?: Karfreitag und Ostern liegen so nahe beieinander.

    Vielleicht komme ich zur Osterfreude gar nicht ohne den Karfreitag?

    Vielleiht halte ich den Karfreitag nur aus, weil ich die Aussicht auf Ostern habe?

    „Hoffnung trotzt allem!“, das war in Heidelberg eine stadtweite ökumenische Aktion, unsere christliche Hoffnungsbotschaft zu verbreiten.

    Überall, auf den Plakaten und Bierdeckeln strahlte dieses Motto.

    Öffnete man den QR Code, dann fand man alle Informationen über Ostern und alle Osterveranstaltungen.

    Hoffnung trotzt allem! Welch eine Botschaft.

    Kurz nach Ostern durfte ich wieder mal eine Andacht in der Klinik halten.

    In der Vorbereitung entdeckte ich eine Einheit aus einem Kurs von „Stufen des Lebens“, in der die innere Auferstehungsgeschichte von Händel beschrieben wurde.

    Dies in Anlehnung an Stefan Zweig´s „Sternstunden der Menschheit“!

    Es wird der Weg von Händel aus seiner Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit heraus in ein neues Leben beschrieben.

    In dem Moment, als er das Wort „sei getrost“ vor sich liegen sieht, weiß er, dass Gott zu ihm spricht, ihn sieht, ihn meint.

    Daraufhin erwacht er zu neuem Leben und Schaffenskraft und komponiert den „Messias“.

    Ich fragte die Patientinnen, ob sie darin auch für sich österliche Momente entdeckten, sich erinnerten in ihrem Leben.

    Eine erinnerte sich an ihre Taufe mit 25 Jahren, wo ihr der Bibelvers aus Jes. 41,10 zu gesprochen wurde: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.

    Eine andere Patientin entdeckte, dass Dunkel und Licht, Schmerz und Freude so nah beieinander liegen dürfen , sich immer wieder verwandeln.

    Hoffnung trotzt allem!

    Eine betagte Freundin von mir befand sich gerade in der Osterzeit in einer traurigen, depressiven Stimmung, sie fiel in eine tiefe Einsamkeit.

    Zwei Begegnungen nach Ostern haben sie aufblicken lassen.

    Sie entdeckte in aller Tiefe, dass durch Jesu Leiden, sie in ihrem nicht allein war.

    Es war ein Ringen, aber dann erwachte sie wieder zum Leben,

    Ein Geschenk, für das sie sehr dankbar ist.

    Hoffnung trotzt allem.

    Möge diese Haltung uns immer wieder helfen, den Blick aufzurichten, auch wenn es oft ein Kampf ist.

    Freude und Dankbarkeit stimmen uns um und haben hoffnungsfrohe Ausstrahlung trotz allem!

    Das wünsche ich uns allen und grüße hoffnungsfroh ,

    Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg

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  • Auf auf mein Herz und singe
    Apr 20 2026

    Zur Osternacht gehört für mich das schöne Osterlied: „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“. Schwungvoll ist die Melodie mit tänzerischer Leichtigkeit. Sie schwingt sich immer zu neuen Höhen auf, blickt von der Spitze des hohen C hinunter auf die tiefen Töne. Da klingt die traurige Grablegung von Karfreitag nach. Aber Ostern verkündigt, Christus ist auferstanden von den Toten. Das ist spürbar gegen Ende jeder einzelnen Strophe. Punktierte Viertelnoten Der dieses Lied singt, dem verleiht es Flügel.

    EG 112,1
    Auf, auf, mein Herz, mit Freuden, nimm wahr, was heut geschieht;
    wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht!
    Mein Heiland war gelegt, da wo man uns hinträgt,
    wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist.

    „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ ist ein munteres Lied mit einem kecken Text. Ich höre den Spottvers vom Apostel Paulus heraus: „Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Hölle, wo ist dein Stachel?“ Dabei übergehen die Worte des Liedes nicht die Schwere des Todes. Wir werden alle einmal ins Grab gelegt. Schmerz und Trauer sollen nicht überspielt werden. Aber wir haben der Schwerkraft des Todes eine unglaubliche Gegenwelt entgegen zu setzen. Paul Gerhardt schildert das mit kindlichen Bildern. Christus hat den Tod besiegt.
    Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen
    vor allem, was mir will entnehmen meine Mut.
    So gewaltig die Macht des Todes und des Bösen ist, sie soll mich nicht lähmen und zum Verzweifeln bringen. Ich setze darauf, dass sie nicht das letzte Wort haben. Ich vertraue dem auferstandenen Christus.

    Es gibt so vieles, was uns Angst machen will. Eine furchterregende Schar wird in den Strophen 4 und 5 aufgezählt: Hölle, Sünden, Tod, Welt, Trübsal, Unglück. Wir können diese Bilder mit konkreten Schreckensnachrichten füllen. Die machen Angst und lähmen.
    Paul Gerhardt setzt dem einen verwegenen Glauben entgegen. Ich soll mir nicht die Lebensfreude und den Lebensmut nehmen lassen. „Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn. Und die Hölle krümmt mir kein Haar.
    Was macht zuversichtlich trotz der Schreckensszenarien unserer Zeit. Das verkündet die drittletzte Strophe des Lieds.

    Strophe 7
    Ich hang und bleib auch hangen an Christus als ein Glied;
    wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit.
    Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not,
    er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell.

    Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja

    Mit herzlichen Grüßen, Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten

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