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Ich bin da, die Quelle in dir

Ich bin da, die Quelle in dir

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Ein Satz von Martin Schleske hat mich in der Passionszeit aufhorchen lassen. Er schreibt: „Es ist ein Irrtum zu glauben, wir könnten frei entscheiden, auf welche Weise wir mit Gott zu tun bekommen.“ Die biblischen Geschichten, die uns zurzeit begleiten, bestätigen dies. Petrus, der Fels in der Jüngerschar, greift bei Jesu Gefangennahme zum Schwert und später am Feuer behauptet er, Jesus nicht zu kennen. Immer tiefer gerät er in eine Krise. Dann der dunkelste Tag, Jesus sein Herr wird gekreuzigt. Petrus versteht seine Welt nicht mehr.

Später sagt Petrus, ich will fischen gehen. Zurück ins Gewohnte. Ist es die Frage, wie es jetzt überhaupt weitergehen kann? Wo Gott ist? Wo Jesus ist? Was all das Gewesene für einen Sinn haben könnte?

Jesus gibt ihm eine „Sonderbehandlung.“ Er fragt: „Simon Petrus, hast du mich lieb?“ Dreimal fragt er ihn. Es geht hier nicht um das Versagen, das Petrus sich selbst wohl nicht verzeihen kann. Es geht Jesus um die Liebe.

Das hätte sich Petrus nicht vorgestellt, dass er es auf diese Weise mit Jesus zu tun bekommt – und gleichzeitig war genau dies seine tiefe Sehnsucht. Wir sehnen uns danach, in diese direkte Ansprache mit Jesus zu kommen. Wir sehnen uns danach, egal ob wir wie Petrus in der Krise sind und nur noch schreien können. Oder ob es im Moment so ist wie bei den zwei Jüngern, denen es vor lauter Trauer zum Davonlaufen war. Nach Emmaus, nach irgendwohin. Sie werden von Jesus angesprochen – und sie erkennen ihn nicht. Erst als Jesus das Mahl austeilt, fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen.

Wir sehnen uns nach dem „Ich bin da“. Das ist Gottes Name. Das ist zutiefst sein Wesen. „Ich bin da“ – in deiner Gegenwart. In deiner Verzweiflung, in deiner Trauer, Ich bin da – in dir! Ich bin da, die sprudelnde Quelle in dir. Aus dieser Quelle strömt dir zu, was dich satt macht und noch viel mehr. Es sprudelt weit über dich hinaus.

Aus dieser Quelle strömt die Freude der Gottesgegenwart. Die Lebenskraft der Seele. Ich wünsche uns, dass wir mehr und mehr aus dieser Quelle leben.

Eine frohe nachösterliche Zeit wünscht Traudel Krause

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