Épisodes

  • Folge 12: Extreme Ownership
    Jul 13 2026

    Der Raid wiped. Zum vierten Mal. Und im Chat passiert danach immer dasselbe: Alle zeigen nach unten in der Gruppe. Niemand zeigt auf sich selbst.

    Zwei Navy-SEAL-Offiziere, ein Häuserkampf in Ramadi, und ein Führungsprinzip, das seither in jedem Leadership-Regal steht: Extreme Ownership von Jocko Willink und Leif Babin. Die These ist unbequem: Es gibt keine schlechten Teams. Es gibt nur schlechte Leader.

    In dieser Folge übersetze ich die Laws of Combat aus dem Buch in das, was passiert, wenn eure Raid-Gruppe - oder euer Sprint - zum wiederholten Mal scheitert.

    Was diese Folge behandelt:

    • Extreme Ownership & No Bad Teams - warum die volle Verantwortung beim Leader liegt, und warum das keine Einbahnstraße ist: Der Leader erklärt, bis der Plan sitzt, jeder Einzelne fragt nach, bis das Warum sitzt

    • Believe & Check the Ego - warum gute Absichten der richtige Ausgangspunkt sind, auch wenn man sich das Vertrauen dafür manchmal erst erarbeiten muss

    • 360-Grad-Feedback und Achtsamkeit - zwei Werkzeuge, um den eigenen blinden Fleck sichtbar zu machen: nach innen die eigene Ego-Reaktion erkennen, nach außen die Reaktionen anderer lesen lernen

    • Die vier Laws of Combat - Cover and Move, Simple, Prioritize and Execute, Decentralized Command, und wie Simon Sineks "Start with Why" auf Decentralized Command trifft

    • Discipline Equals Freedom und die Dichotomie der Führung - warum jedes Prinzip aus dem Buch, übertrieben, ins Gegenteil kippt

    Quellen & Buchempfehlungen:

    • Jocko Willink & Leif Babin: Extreme Ownership: How U.S. Navy SEALs Lead and Win

    • Simon Sinek: Start with Why

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    21 min
  • Folge 11: Pair Programming - Co-OP in Reinform
    Jun 30 2026

    Zwei Entwicklerinnen an einer Aufgabe - doppelter Aufwand. So lautet der häufigste Einwand gegen Pair Programming. Es ist die falsche Rechnung.

    Pair Programming reduziert die Fehlerrate um bis zu 40 Prozent. Es erhöht den Bus Factor eines Teams. Es verteilt Wissen, ohne dass dafür ein Meeting nötig ist. Und es erzeugt Code, dem zwei Personen gefolgt sind - nicht einer, der hofft, dass es schon stimmt.

    In dieser Folge geht es um Pair Programming als das, was es ist: das reinste Co-op-Erlebnis, das die Softwareentwicklung zu bieten hat.

    Was diese Folge behandelt:

    • Driver und Navigator - warum der Rollentausch der eigentliche Lernmoment ist, nicht das gemeinsame Tippen

    • Die Psychologie der geteilten Tastatur - Tunnelblick, kognitiver Load und warum jemand daneben sitzen die Fokus-Mechanik verändert

    • Wissenstransfer statt Silos - wie jedes Pair den Bus Factor erhöht und warum das kein Zufall ist

    • Senior plus Junior - warum das "Warum" wichtiger ist als das "Was", und was der Junior den Senior lehrt

    • Und die ehrliche Seite: wann Pair Programming nicht funktioniert - und warum man es nie als Pflicht einführen sollte

    Quellen & Buchempfehlungen:

    • Williams, Maximilien et al. (2002): Pair Programming Illuminated - https://collaboration.csc.ncsu.edu/laurie/Papers/XPSardinia.PDF

    • Kent Beck: Extreme Programming Explained - https://www.oreilly.com/library/view/extreme-programming-explained/0201616416/

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    20 min
  • Folge 10: Skill-Trees und Level-Ups
    Jun 16 2026
    Folge 10: Skill-Trees und Level-Ups – Mitarbeiterentwicklung

    Jeder Entwickler hat einen einzigartigen Skill-Tree. Deine Aufgabe als Lead: herausfinden, in welche Richtung er wachsen will – und will, nicht soll.

    In dieser Folge geht es um die Kunst der individuellen Mitarbeiterentwicklung. Nicht Karrierepfade von der Stange, sondern maßgeschneiderte Skill-Trees, die echte Motivation erzeugen.

    🎮 Der Loot dieser Folge🌳 Den Skill-Tree lesen

    Wie du erkennst, welche Stärken ein Entwickler bereits hat – und wo die nächste Skill-Investition den größten Return bringt.

    📐 T-Shaped vs. I-Shaped (und M-Shaped) Profile

    Warum Tiefe ohne Breite im Team langfristig zum Problem wird – und wie du T-Shaped Profiles aktiv förderst. Plus: ein erster Blick auf M-Shaped Profile (mehrere Spitzen statt einer) – mehr dazu in einer kommenden Folge.

    🎓 Seniority neu denken

    Senior ist kein Alter und keine Erfahrung in Jahren – es ist eine Kombination aus technischer Tiefe, Kommunikationsfähigkeit und Selbstständigkeit.

    🧭 Individuelle Entwicklungspläne

    Wie 1-on-1s zum echten Coaching-Tool werden – statt zum wöchentlichen Status-Update.

    🔄 Soft Skills als Hidden Stats

    Warum Kommunikation, Konfliktlösung und Empathie die unterschätzten Stats im Entwickler-Skill-Tree sind.

    ✅ Key-Takeaways
    • Frag zuerst, was sie wollen – dann wie du helfen kannst.

    • Entwicklung braucht Zeit im Sprint – Learning ist keine Overtime-Aufgabe.

    • Feiere Level-Ups öffentlich – sichtbares Wachstum motiviert das ganze Team.

    📝 Kern-Takeaway

    Ein guter Lead ist kein Aufgaben-Verteiler. Er ist ein Skill-Tree-Architekt – und der beste Architekt fragt seinen Spieler, wie er spielen will.

    🔗 Ressourcen & Links
    • Carol Dweck: Mindset - The New Psychology of Success (deutsch: Selbstbild - Wie unser Denken Erfolge oder Niederlagen bewirkt, Piper Verlag)

    • Michael Bungay Stanier: The Coaching Habit - Say Less, Ask More & Change the Way You Lead Forever (deutsch: The Coaching Habit - Wie Sie mit Fragen führen und dabei das Potenzial Ihrer Mitarbeiter entfesseln, Vahlen)

    • Daniel H. Pink: Drive - The Surprising Truth About What Motivates Us (deutsch: Drive - Was Sie wirklich motiviert)

    • Tim Brown (IDEO): Change by Design - How Design Thinking Transforms Organizations and Inspires Innovation - Ursprung des T-Shaped-Konzepts

    • Mein Portfolio: hofmann-freiburg.de

    • Georg Hofmann auf LinkedIn

    Hashtag: #CoopMode

    Co-op Mode Podcast – Gaming trifft Leadership

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    25 min
  • Folge 9: Schwierige NPCs
    May 12 2026

    "Bis wann ist das fertig?" Vier Wörter. Und trotzdem kriegen viele Entwickler bei dieser Frage sofort Schweißperlen. Nicht weil der Stakeholder droht - sondern weil der Reflex greift: Ich muss eine Antwort geben, eine gute, eine die gefällt. Also: zwei Wochen. Dann dauert es acht.

    In dieser Folge geht es nicht um schwierige Stakeholder. Es geht darum, wie wir uns die falschen Erwartungen an sie einreden - und was wirklich hinter ihrer Frage steckt.

    Die meisten Stakeholder wollen kein perfektes Datum. Sie wollen wissen: Kann ich mich auf dich verlassen? Das ist eine andere Frage - mit einer anderen Antwort.

    Was diese Folge behandelt:

    • Warum falsche Zusagen Micromanagement erzeugen (und nicht umgekehrt)

    • Warum Entwickler und Stakeholder dasselbe Spiel mit verschiedenen Interface-Einstellungen spielen

    • Was Radical Candor, psychologische Sicherheit und Dopamin gemeinsam haben

    • Warum Nein eine vollständige Antwort ist - wenn es mit Kontext geliefert wird

    • Und was zu tun ist, wenn das Datum wirklich unverhandelbar ist: Nein zum Scope, Ja zum Datum

    Quellen & Buchempfehlungen:

    • Kim Scott: Radical Candor - https://www.radicalcandor.com

    • Amy Edmondson: The Fearless Organization - https://amyedmondson.com

    • Anna Lembke: Dopamine Nation (Kapitel 8: Radical Honesty) - https://annalemke.com

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    19 min
  • Sonderfolge: Friendly Fire OFF – Psychologische Sicherheit im Team
    Apr 28 2026

    Friendly Fire OFF. In dieser Sonderfolge spricht Georg mit Katja Seibert-Bolz — Agile Coach und langjährige Gamerin — über das Thema, das in vielen Teams ständig präsent ist, aber selten beim Namen genannt wird: psychologische Sicherheit.

    Warum verwechseln so viele Teams psychologische Sicherheit mit Harmonie? Was sind die vier Stufen — und woran erkenne ich als Lead, auf welcher mein Team gerade steht? Und was kann ich schon morgen früh im nächsten One-on-One konkret anders machen?

    Was wir besprechen: was psychologische Sicherheit wirklich bedeutet, die vier Stufen nach Timothy R. Clark, das Warnsignal wenn alle nur nicken, die One-on-One-Struktur mit drei Fragen, Retros als Werkzeug, die Gebrauchsanleitung für Menschen, und warum Geduld zählt.

    Meine Gästin: Katja Seibert-Bolz

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    1 h et 1 min
  • Sonderfolge – Die Distributed Party
    Apr 14 2026

    Hybrid ist kein schlechterer Präsenz-Modus. Hybrid ist ein eigener Spielmodus mit eigenen Regeln.

    In dieser Tandem-Episode mit Wiebke Wölfle, Business Coach für Hybrid Leadership, reden wir darüber, warum diese Erkenntnis alles verändert. Weil wenn du verstehst, dass Hybrid ein Spielmodus ist und nicht nur eine Notlösung, fängst du an, komplett anders zu leiten.

    Wiebke hat Teams durch hybride Transformationen begleitet. Sie weiß, was funktioniert: Daily Check-ins, die kein Kontrollinstrument sind, sondern Respekt. Der Erfolgsbaum, bei dem jede Woche ein Post-it mit einem Erfolg für die ganze Gruppe landet — im Dezember sind es 52 Stück. Das ist kein Gamification. Das ist Erinnerung. Dass die Gruppe zusammen wächst, auch wenn sie nicht im gleichen Zimmer sitzt.

    Sie weiß auch, was nicht funktioniert: Das Freitags-Feierabendbier online ist genauso schiefgelaufen wie überambitionierte Scrum-Experimente. Aber die größte Erkenntnis ist eine andere: Im Remote kommen Führungsfehler schneller zum Vorschein. Es gibt keine Körpersprache, die dich rettet. Wenn du eine Regel nicht explizit machst, wird sie fehlen.

    Die Hand-heben-Regel, Stimmungsbarometer, automatisierte Wochenberichte — all das sind kleine Mechaniken, die Hybrid-Teams funktionsfähig machen. Nicht weil sie agil sind. Sondern weil sie transparent sind.

    Und am Ende geht es um die Extraaufgabe, die im Hybrid entsteht: Raum für Beziehung schaffen. Nicht nebenbei. Sondern als Feature der Leaderschaft. Nicht als Nice-to-have, sondern als Grundregel. Weil Individualität endet dort, wo die Gruppe leidet.

    Der Loot dieser Folge:
    – Rahmen explizit machen: Was ist die Regel? Warum diese Regel?
    – Beziehungsräume schaffen: Das ist deine Extraaufgabe im Hybrid.
    – Arbeit sichtbar machen: Erfolge dokumentieren, Stimmung abfragen, Berichte automatisieren.
    – Aufgabenorientiert wählen: Präsenz, wenn es inhaltlich braucht. Remote, wenn es das Problem löst.
    – Hilfe holen: Die beste Leaderschaft ist nicht Kontrolle. Das ist Zusammenarbeit.

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    Moins d'une minute
  • Folge 8: Der Bug-Invasion-Modus – Krisenmanagement
    Mar 31 2026

    Der Production-Server brennt. Panik breitet sich aus. Wer jetzt den Controller wirft, verliert das ganze Team.

    Ich war Berater bei einem großen öffentlichen Arbeitgeber. Mehrere AIX-Hosts. Mehrere Terminalfenster offen – Testing, Staging, Production. Ich habe einen Befehl eingegeben. Falsches Fenster. Production.

    Für einen Moment war es still. Dann der Schweiß. Dann die Scham.

    Was danach passiert ist, hat mehr über Krisenmanagement gelehrt als jedes Buch: Mein Team Lead war die ruhigste Person im Raum. Kein Fingerzeig. Kein Verhör. Klare Koordination. Wir haben das System gemeinsam wiederhergestellt.

    In dieser Folge geht es um den Bug-Invasion-Modus – wie Führungskräfte in Krisen reagieren, koordinieren und danach lernen. Wir schauen uns an, warum der Unterschied zwischen Bug und Krise so entscheidend ist, warum Ruhe eine trainierbare Kompetenz ist und keine Persönlichkeitseigenschaft – und warum die Frage "Wessen Schuld ist das?" in einer aktiven Krise die gefährlichste Frage überhaupt ist.

    Krisen kommen. In jedem Team. Die Frage ist nicht, ob – sondern was danach passiert.

    Der Loot dieser Folge:

    Invasion-Modus erkennen: Rollen definieren, bevor der Server brennt, nicht währenddessen.
    Ruhe als aktive Führungskompetenz: Deine Ruhe skaliert auf dein ganzes Team. Panik auch, in die andere Richtung.
    Blameless First Response: Erst lösen. Die Schuldfrage kommt danach, als System-Frage, nicht als Personen-Anklage.
    Post-Invasion-Debriefing: Jeder Incident, der ordentlich debrieft wird, ist eine Krise, die sich nicht wiederholt.


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    Georg Hofmann ist Speaker und Coach für Leadership in Tech-Teams.

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    13 min
  • Folge 7: Das Level-Up System
    Mar 17 2026

    Als ich Führungskraft wurde, war ich Level 60 als Entwickler. Ich kannte jede Zone, jeden Boss, jeden Shortcut.Und dann fing das neue Game an. Ich war wieder auf Level 1 — und habe eine Weile gebraucht, um das zu merken.

    Das ist kein persönliches Versagen. Das ist der blinde Fleck fast aller technischen Führungskräfte: Wir werden befördert, weil wir als Spezialisten exzellent sind. Und dann versuchen wir, diese Exzellenz in einer Rolle zu beweisen, die komplett andere Regeln hat.

    In dieser Folge geht es um das Level-Up System — wie Kompetenzentwicklung in Teams wirklich funktioniert. Nicht als HR-Prozess, nicht als Jahresgespräch, sondern als tägliche Entscheidung. Wir schauen uns an, warum Skill-Trees besser sind als uniforme Jobbeschreibungen, was Co-op Grinding mit T-Shaped Profilen macht — und warum Kkoma nie versucht hat, besser zu spielen als Faker.

    Der Ausweg aus dem Expertentum-Reflex ist nicht weniger Kompetenz. Es ist eine andere Definition davon: nicht was du selbst produzierst — sondern was andere durch dich möglich machen.

    Der Loot dieser Folge:– Skill-Trees definieren: Was will jede Person als nächstes entwickeln — nicht was das Unternehmen gerade braucht.– Co-op Grinding einbauen: Wissen, das gemeinsam entsteht, reduziert den Bus-Faktor, stärkt den Zusammenhalt und erweitert das T-Profil in beide Richtungen gleichzeitig.– Level-Reset akzeptieren: Als neue Führungskraft bist du auf Level 1. Coaching und Mentoring einzufordern ist kein Zeichen von Schwäche — es ist das einzig sinnvolle Verhalten.– Fehler als Bonus-Level nutzen: Jeder Incident ist eine Lernqueste. Wer sie mit Neugier öffnet statt mit Kritik schließt, bekommt XP, die kein Training ersetzen kann.

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    16 min