Couverture de Transgenerational. Der Podcast

Transgenerational. Der Podcast

Transgenerational. Der Podcast

De : Leah Juliana Muff und Weronika Vogel
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Transgenerational ist der Podcast über das Dazwischen. Die Gastgeberinnen Leah und Weronika laden in neun Folgen jeweils zwei Menschen aus unterschiedlichen Generationen ein, dieselben zehn Fragen zu beantworten: Fragen aus dem Fragenkatalog von Max Frisch, die nicht erklären, sondern öffnen wollen. Fragen nach Glück und Verlust, nach Geld und Freundschaft, nach Heimat, Zeit und Sterblichkeit. Der Podcast ist im Rahmen des Themenjahres « Generationen im Wandel » entstanden, das die Mitglieder der Jungen Akademie der Katholischen Akademie in Berlin im Jahr 2025 durchgeführt haben.Leah Juliana Muff und Weronika Vogel Sciences sociales
Épisodes
  • Folge 5: Julia Muff und Dr. Silvia Richter
    May 1 2026

    In der fünften Folge von Transgenerational treffen Julia Muff und Dr. Silvia Richter aufeinander. Entstanden ist ein wunderbares Zeugnis dessen, wie die Fragen Max Frischs aus den Perspektiven zwei inspirierender Frauen heute in ein neues Licht gerückt werden können.


    Julia Muff ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Nach dem Umzug mit ihrer Familie nach Deutschland und nach ihrem Abitur in München hat sie über ihre erste akademische Station in Hamburg ihr Studium in Bayreuth gefunden und in diesem Monat ihren Bachelor in den Fächern Philosophie und Wirtschaft abgeschlossen. Für ihren Master in der Volkswirtschaftslehre wird sie im Herbst nach Freiburg ziehen. Julia bringt nicht nur einen wirtschaftlich denkenden Horizont, sondern auch ein Interesse an philosophischen Fragestellungen mit – beides vereint sie in diesem Podcast. Sie freut sich auf eine lebendige Diskussion und neue, inspirierende Perspektiven von Silvia Richter. Julia Muff ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 23 Jahre alt.

    Dr. Silvia Richter ist in Darmstadt geboren und aufgewachsen und hat ihr Studium in den Fächern Mittlere und Neuere Geschichte, Philosophie und Jüdische Studien an der Universität Heidelberg sowie an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg absolviert. Nach ihrer Promotion in Heidelberg und diversen akademischen Stationen in Paris, am Mémorial de la Shoah, und in Berlin, wo sie von 2013 bis 2021 an der Humboldt-Universität als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ugo Perone an der Guardini-Professur arbeitete, ist sie heute Koordinatorin des Forschungsverbundes «Dynamiken des Religiösen» an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Am dortigen Buber-Rosenzweig-Institut, das 2021 vom Gründungsdirektor Christian Wiese ins Leben gerufen wurde, arbeitet sie unter seiner Betreuung an ihrem Habilitationsprojekt zum Thema «Jüdische Theologien der Ohnmacht Gottes während der Shoah: Der Fall Etty Hillesum» . Dr. Silvia Richter ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 46 Jahre alt.


    Das Gespräch zwischen Julia Muff und Dr. Silvia Richter beginnt in einer Vermessung europäischer Identität. Die Frage nach der Kultur als Fundament der Nation, in der kulturelle Einflüsse sich als Bereicherung und Grenze manifestieren, führt zu einer Analyse von Macht im Patriarchat und der Frage nach dem Matriarchat oder der Gleichberechtigung als ihre Negation respektive ihr Gegensatz. Von einer Anekdote der Gleichberechtigung stellt sich die Frage des situativen Aushandlungsprozesses dessen in einer jeden Demokratie. Die Polyvalenz des Reichtums und die Perspektive auf die Freiheit als ‚gemünztes Geld‘ öffnet den Raum für die Last des Geldes und die Bedeutung zu wissen, wann genug sei.

    In dem Lichte der Begegnung der beiden Frauen, deren beeindruckende Persönlichkeiten den Dialog bereichern, wird das Verhältnis von Freundschaft und Geld, die Aufrichtigkeit der Kommunikation in Tonalität und Schrift sowie die Pluralität von Heimat betrachtet. In der Eigentumsfrage – erworben, geerbt oder erschaffen – führen die divergierenden Meinungen in eine höhere Symmetrie, um das Gespräch letztlich in der Frage der Relation von Tod und Sterben in einem Sinne des Carpe Diem kumulieren zu lassen : Die Signatur des Menschen ist die Endlichkeit.

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    54 min
  • Folge 4: Dr. Armin Triebel und Johan Filip Lokau
    Apr 10 2026

    In der vierten Folge von Transgenerational treffen Dr. Armin Triebel und Johan Filip Lokau aufeinander. Die großen Fragen Max Frischs besprechen sie gemeinsam in historischer wie philosophischer Vielschichtigkeit und sie stimmen in ihren Antworten in melancholischer Brillanz überein.

    Dr. Armin Triebel ist in Düsseldorf geboren und aufgewachsen und hat Geschichtswissenschaften, Philosophie, Germanistik und Linguistik an den Universitäten Düsseldorf, Bonn und Bielefeld studiert. In Bielefeld war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Historikers Reinhart Koselleck als auch des Zentrums für Interdisziplinäre Forschung. Nach seiner Promotion zu einem quantitativen Forschungsprojekt zu Lebensstandard und Konsumeinstellungen an der Freien Universität in Berlin arbeitete er unter anderem in einem französisch-englischen Projekt über Auswirkungen des Ersten Weltkriegs in Berlin, London und Paris. Seine Forschung führte ihn in den Nuller-Jahren in die Hochschulpartnerschaft der Universität Potsdam mit verschiedenen Universitäten im Iran, und an seine Lehrtätigkeit an der Humboldt-Universität Berlin und an der Universität Potsdam. Heute ist er Vorsitzender des Sozialwissenschaftlichen Studienkreises für interkulturelle Perspektiven und engagiert sich für eine Politik des Friedens. Dr. Armin Triebel gehört der unmittelbaren Nachkriegsgeneration an und ist noch über die Erfahrungen seiner Eltern mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden.

    Johan Filip Lokau ist in Freiburg i. Br. geboren und verbrachte seine Jugend in Berlin, Chicago und München, bevor er zum Studium wieder in die deutsche Hauptstadt zurückgekehrt ist. Hier an der Humboldt-Universität zu Berlin verbindet er sein Studium der Rechtswissenschaft mit seiner Leidenschaft für die Philosophie, in der er seine Studien nach dem juristischen Staatsexamen fortsetzen möchte. Theoretisch beschäftigte er sich bisher mit Immanuel Kant, Jacques Lacan und vor allem mit Hannah Arendt. Er schrieb seine juristische Schwerpunktarbeit zu den Medien von Schrift und Stimme in der Spannung von Kants Rechts- und Tugendlehre. Johan Filip Lokau ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 23 Jahre alt.

    Wenn das Gespräch von jenem Vernunftbegriff der Aufklärung über den Optimismus von Realität heute, in Gesellschaft als auch Politik, bis zur historischen Gestiftetheit der Welt kreist, so wird nicht nur die Frage der Kluft des Begriffes und der Realität von Revolutionen, sondern auch diejenige nach der Beschaffenheit der Revolution als solcher aufgeworfen.

    In diesem Zuge wird die sogenannte Alternativlosigkeit von Revolution, als auch die der Revolution stets immanente Gefahr von Diktatur, außer- wie auch innereuropäisch, diskutiert. Die Frage eines klassenlosen Humors verbindet Gottesbeweise mit einem Zitat Reinhart Kosellecks : « Der Mensch dachte, aber Gott lachte».

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    47 min
  • Folge 3: Alicia Strobach und Aileen Pinkert
    Mar 20 2026

    In der dritten Folge von Transgenerational sprechen Aileen und Alicia miteinander: persönlich, direkt und ohne große Inszenierung. Schnell wird klar, dass es hier nicht um fertige Antworten geht, sondern um echte Erfahrungen.


    Alicia Strobach ist in Brandenburg geboren und aufgewachsen. 2024 schloss sie ihren Bachelor in Staats-Sozialwissenschaften und Literaturwissenschaften an der Universität Erfurt ab. Aktuell studiert sie den Master Staats-Sozialwissenschaften, ebenfalls in Erfurt. Sie arbeitet als Redaktionsassistentin beim Berliner Journal für Soziologie und ist Gründungsmitglied der Hochschulgruppe Linksjugend und des Stipendiennetzwerkes Erfurt. Sie mag Musik in verschiedenen Formen und ist ein großer Literaturfan. Alicia Strobach ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 23 Jahre alt.


    Aileen Pinkert kommt aus Erfurt. Nach ihrem Studium der Medienkultur an der Bauhaus-Universität Weimar hat sie einige Jahre als Leiterin für Filmproduktionen und als Redakteurin in Hessen gearbeitet. An der Universität Hamburg hat sie mit großer Freude im Fach Medienwissenschaft gelehrt und auch ein wenig geforscht ... Die vergangenen Jahre war sie beruflich Pressereferentin und -sprecherin, zuletzt bei der Wissenschaftsbehörde in Hamburg. Seit ein paar Monaten ist sie an der Pressestelle der Universität Erfurt tätig. Ehrenamtlich hat sie sich viele Jahre bei einem Freien Radio und bei einem Filmfestival engagiert. Aileen Pinkert ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 40 Jahre alt.


    Die beiden erzählen von prägenden Momenten, von Unsicherheiten, Erwartungen und dem Druck, den man sich selbst macht oder von außen spürt. Es geht um Identität, um Beziehungen, um das Erwachsenwerden und darum, wie unterschiedlich zwei Menschen ähnliche Situationen erleben können.

    Das Gespräch bleibt nahbar und ehrlich. Manche Themen sind leicht, andere schwerer, aber nichts wirkt aufgesetzt. Eine Folge, die zeigt, wie viel entsteht, wenn man sich wirklich zuhört und Dinge ausspricht, die sonst oft unausgesprochen bleiben.

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    36 min
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