Couverture de Sone & Solche – Wie Menschen einander unterscheiden

Sone & Solche – Wie Menschen einander unterscheiden

Sone & Solche – Wie Menschen einander unterscheiden

De : Friederike Brinker
Écouter gratuitement

À propos de ce contenu audio

Menschen unterscheiden sich. Aber warum? Wann und Wo genau? Auf welche Art und Weise? Und wer unterscheidet da eigentlich?

Der Sonderforschungsbereich Humandifferenzierung geht diesen Fragen aus zahlreichen kulturwissenschaftlichen Perspektiven nach. In diesem Podcast erfahrt ihr mehr über unsere Arbeit. Monat für Monat interviewt die Wissenschaftskommunikatorin Friederike Brinker die Mitglieder des Sonderforschungsbereichs. Freut euch auf Beiträge aus der Soziologie, der Geschichtswissenschaft, der Ethnologie, Theaterwissenschaft, Amerikanistik, Sozialpsychologie, Afrikanistik, Translationswissenschaft, Linguistik und der Medienkulturwissenschaft.
Neue Folgen gibt' s immer am ersten Freitag im Monat.

Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und am Leibnizinstitut für europäische Geschichte angesiedelt. Finanziert wird er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Podcast Team:
Host: Friederike Brinker
Producer: Christian Albrecht, Zentrum für Audiovisuelle Produktion (ZAP)
studentische Hilfskraft: Tamara Vitzthum

Alle Infos zu unserem SFB findet ihr hier:
Website: https://humandifferenzierung.uni-mainz.de/
Instagram: https://www.instagram.com/humandifferenzierung/
Bluesky: https://bsky.app/profile/sortingpeople.bsky.social

Kontakt: fbrinker@uni-mainz.de

Sciences sociales
Les membres Amazon Prime bénéficient automatiquement de 2 livres audio offerts chez Audible.

Vous êtes membre Amazon Prime ?

Bénéficiez automatiquement de 2 livres audio offerts.
Bonne écoute !
    Épisodes
    • Die Nische lebt! Die Suche nach der (Geschlechts-)Identität, die passt
      Feb 6 2026
      Möglichkeiten geschlechtlicher Zugehörigkeit vervielfältigen sich – es gibt neue Kategorien und immer mehr Personen können für sich selbst entscheiden, mit welcher Kategorie sie sich wohl fühlen, oder ob sie vielleicht ganz ohne Geschlechtsidentität leben möchten. Über dieses Thema sprechen wir diesen Monat mit: Tobias Boll ist Juniorprofessor für Körpersoziologie und beschäftigt sich im Teilprojekt „Reflexive Humandifferenzierung. Selbst-Problematisierungen sexueller und geschlechtlicher Zugehörigkeit“ damit, wie Menschen etwa bei Stammtischen oder in Therapien ihre Geschlechtsidentität verhandeln. Prof. Oliver Scheiding und Dr. Sabina Fazli sind Amerikanist:innen und Zeitschriftenforscher:innen und arbeiten im Projekt „Selbstformierungen kategorialer Begriffsunternehmer in Zine-Medien“. Sie interessieren sich dafür, wie Menschen Zines (selbstgemachte Zeitschriften in sehr kleiner Auflage, die ohne Gewinnabsicht getauscht, verkauft oder auch verschenkt werden) nutzen, um ihre Identitäten oder Interessen zu sprechen. Wir sprechen unter anderem darüber, wie Medien und Geschlechtskategorien zusammenhängen: Wie beeinflussen Medien, wie Einzelne ihre Geschlechtsidentität definieren, und wie verhandeln wiederum Zinesters die medialen Angebote in ihrer kreativen Arbeit? Übrigens: Mehr über Sabinas bisherige Forschung erfahrt ihr in Folge 14: „Warum der Playboy im Wirtschaftsregal steht. Wie unterscheiden Zeitschriften Menschen?“Tobias war bereits zwei Mal zu Gast: In Folge 24: „Live aus der Ausstellung: Menschen Sort[ier]en“ sprechen wir über unsere Ausstellung „Menschen Sort[ier]en“ und in Folge 28: „Tee, Talk & Lieblingsfolgen - Unsere schönsten Podcast-Momente“ plaudern wir über diesen Podcast. Einen Einblick in sein Forschungsgebiet erhaltet ihr auch in Folge 29: „Forschen im Kontext von Behinderung - wie und warum?“ mit Maik Wiesen und Elena Backhausen. 00:00:00-Intro00:02:01-Projektvorstellungen00:06:50-Wie entwickeln sich Kategorien?00:11:55-Wissen ist zentral00:15:55-Zines basteln und Bastelidentität00:20:35-Entwicklung von Zines00:26:40-Individualisierung und Zugehörigkeit00:31:55-Generationen und Nichtbinarität00:36:25-Stammtische und Problematisierungen00:43:45-Counterculture00:45:15-Sprache und Begriffe00:53:55-Sprachlosigkeit und Bilder00:56:15-Entstehung der FolgeprojekteZum WeiterlesenFalls ihr mehr zu Zines lesen möchtet, empfehlen wir euch folgendes Buch: Stephen Duncombe: Notes from Underground: Zines and the Politics of Alternative Culture, London and New York: Verso, 1997.00:17:41 Zum Thema „Bastelidentität“ / „Patchworkbiografie“: Die Soziolog:innen Ronald Hitzler und Anne Honer analysieren mit dem Konzept der Bastelexistenz, wie Individuen in modernen, individualisierten Gesellschaften ihre Lebensführung aktiv und kreativ aus verschiedenen, oft heterogenen Elementen zusammenfügen. Dieses Modell betont die Notwendigkeit, in einer von Pluralität und Unsicherheit geprägten Welt handlungsfähig zu bleiben, indem Identität und Alltagspraxis flexibel und situativ gestaltet werden. https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/5602# 00:30:48 Einige Statistiken zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt nach Generation: STATISTA: Wer sich in Deutschland als LGBTQA+ identifiziert (https://de.statista.com/infografik/27440/anteil-der-befragten-die-ihre-sexuelle-orientierung-wie-folgt-angeben-nach-geburtsjahr/) / ipsos: Je jünger, desto queerer: Gen Z weitaus häufiger LGBTQ+ als ältere Generationen (https://www.ipsos.com/sites/default/files/ct/news/documents/2021-06/Ipsos-PI_LGBTQ_Pride_Jun2021.pdf)00:42:00 Raewyn Connells Konzept der hegemonialen Männlichkeit beschreibt ein gesellschaftlich dominantes Männlichkeitsideal, das durch Attribute wie Stärke, Heterosexualität und wirtschaftliche Dominanz geprägt ist. Dieses Ideal sichert nicht nur die Vorherrschaft bestimmter Männer, sondern unterdrückt zugleich abweichende Männlichkeiten sowie Frauen und nicht-binäre Personen. Connell betont, dass hegemoniale Männlichkeit kein statisches Modell ist, sondern durch soziale Praktiken und Institutionen ständig neu hergestellt wird. Das Konzept gilt als zentral für die Analyse von Geschlechterverhältnissen in modernen Gesellschaften. http://www.raewynconnell.net/p/masculinities_20.htmlAb 00:48:00 Feministische Sprachkritik und Pronomen: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/innen-innen-und-innen-feministische-sprachkritik00:57:00 Von Identarisierung ist die Rede, „wenn Menschen sich in besonderen Lebenslagen veranlasst sehen, ihrem biografisch changierenden Selbstverstehen eine spezifische Form zu geben“ (Hirschauer, „Wozu Identität“, 2023, 3; https://publikationen.soziologie.de/index.php/kongressband_2022/de/article/view/1679)Hirschauer beschreibt Identarisierung als “Effekt eskalierender Humandifferenzierung“, 2023, 4), d.h. Selbstverständnisse und soziale Zugehörigkeiten ...
      Afficher plus Afficher moins
      Moins d'une minute
    • Forschen im Kontext von Behinderung - wie und warum?
      Jan 2 2026

      Unsere zweite Podcaststaffel startet mit dem Soziologen Maik Wiesen und der Theaterwissenschaftlerin Dr. Elena Backhausen. Beide forschen zum Thema Behinderung – allerdings in sehr unterschiedlichen Feldern.

      Zu Elenas Forschung haben wir bereits eine Folge:

      Folge 16: Warum sehbehinderte Läufer:innen Augenbinden tragen – wie die Paralympics Menschen sortieren, dort spricht sie über ihre Forschung zu Un:abhängigkeit im Sehbehindertensport bei den Paralympics.

      Wir legen daher in dieser Folge einen kleinen Fokus auf Maiks Arbeit zu sexualpädagogischen Angeboten für Menschen mit Behinderung. Dabei geht es etwa um Aufklärung, Flirten bis hin zu spezialisierten sexuellen Dienstleistungen.

      Wir sprechen darüber, was Behinderung eigentlich ist und stellen fest: Wir haben keine klare Definition für diesen Begriff. Dafür arbeiten die beiden mit verschiedenen Modellen, etwa dem relationalen Modell, das Behinderung als situativ und relational versteht. Das bedeutet, dass eine Behinderung je nach Situation mal mehr und mal weniger relevant ist.

      Wir sprechen auch darüber, wie die beiden sich selbst positionieren und warum es wichtig ist, dass auch Menschen, die sich als nicht-behindert verstehen, zu diesen Themen forschen.

      00:00:00-Intro
      00:02:02-Maiks und Elenas Projekte
      00:05:20-Behinderung definieren
      00:14:30-Über Behinderung sprechen
      00:20:10-Disziplinäre Unterschiede
      00:25:40-Sexualität und Behinderung
      00:34:00-Maiks Feldforschung
      00:42:00-Elenas Forschungsziele
      00:47:45-Als nicht-behinderte Person forschen
      00:58:30-Mit wem spricht man?
      01:04:00-Interviews und Zugang
      01:12:00-Gesellschaftsbilder

      Elena erwähnt am Ende des Gesprächs ihren Artikel „Kritik der Positionalität. Plädoyer für eine relationale Forschungspraxis und Verortung in den Sozial- und Kulturwissenschaften“, der in Thewis. Online-Zeitschrift der Gesellschaft für Theaterwissenschaft erschienen ist.

      Maik hat gemeinsam mit seiner Kollegin Miriam Brunnengräber einen Artikel in einem Sammelband geschrieben. Wir ergänzen diesen, sobald er erscheint!

      Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden.

      Host: Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)
      Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)
      Wissenschaftliche Hilfskraft: Tamara Vitzthum (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)

      Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt.

      Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt mir gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de

      Fotos: Stephanie Füssenich

      Afficher plus Afficher moins
      Moins d'une minute
    • Tee, Talk & Lieblingsfolgen - Unsere schönsten Podcast-Momente
      Dec 5 2025

      Unser Sonderforschungsbereich wurde verlängert!

      Wir nutzen das als Gelegenheit, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern, noch einmal über die letzten Jahre und unsere Lieblingsfolgen nachzudenken, und einen Blick in die Zukunft von Sone & Solche zu werfen.

      Also: macht es euch gemütlich, kocht euch eine Tasse Tee, und schaltet ein!
      Wir sprechen über unsere schönsten Podcast-Momente und unsere persönlichen Lieblingsfolgen (Wir lieben natürlich jede unserer Folgen, aber ein paar fallen einem dann doch zu erst ein…)

      Friederike: Folge 3 mit Felicitas Flade: Freund/Feind: Wie hilft ein gemeinsamer Feind, Unterschiede zu überwinden?

      Tamara: Folge 11 mit Christopher Hohl und Theresa Schweden: Albinismus – Erfahrungen und Perspektiven aus Ethnologie und Linguistik

      Tobias: Folgen 18 & 19 mit Marion Grimberg und Olabanke Goriola: Melanin Matters – Skin tone differentiation in Lagos, Nigeria – und Folge 24: Live aus der Ausstellung: Menschen Sort[ier]en.

      Unsere bisher aufwendigste Folge war übrigens Folge 26 mit Christina Wirth: Befreiung! Und dann? 800 Jüdinnen und ein westfälisches Dorf.

      In Staffel 2, ab Januar, erwarten euch bei Sone & Solche in jeder Folge interdisziplinäre Gespräche. Einen kleinen Ausblick auf die Folgen, die wir noch im Dezember aufzeichnen, bekommt ihr auch schon.
      Und die größte Herausforderung beim Podcasting? Termine!


      00:00:00-Projektverlängerung
      00:03:10-Anfänge des Podcast
      00:07:55-Wie wir arbeiten
      00:11:50-Rückblick und Lieblingsfolgen
      00:23:45-Ausblick

      Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden.

      Host: Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)
      Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)
      Wissenschaftliche Hilfskraft: Tamara Vitzthum (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)

      Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt.

      Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt mir gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.de

      Afficher plus Afficher moins
      Moins d'une minute
    Aucun commentaire pour le moment