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Fortbildungen für Psychotherapeuten - wir reden darüber! Jeden Donnerstag eine neue Folge mit News aus der Forschung und Psychotherapie.Psycho-Vision
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    Épisodes
    • Glücksspiel – Sucht, Zwang und die Psychologie der Verstärkung
      Jan 29 2026

      Ist pathologisches Glücksspiel wirklich immer eine reine Sucht? Oder handelt es sich oft eher um eine Zwangsstörung, die ganz andere Ursachen hat?


      In dieser detaillierten Audio-Analyse tauchen wir tief in die klinischen Erkenntnisse von Prof. Dr. Iver Hand ein und beleuchten ein faszinierendes psychologisches Modell.


      Wir erklären den entscheidenden Unterschied zwischen „positiver“ und „negativer“ Verstärkung. Ihr werdet erfahren, warum es wichtig ist, zwischen dem „Action-Sucher“, der den Nervenkitzel will, und dem „Vermeidungsspieler“, der vor Ängsten und Depressionen in das Spiel flieht, zu unterscheiden.


      Diese Episode hinterfragt traditionelle Therapieansätze: Warum ist die strikte Forderung nach Abstinenz für manche Betroffene kontraproduktiv? Und warum müssen wir zuerst verstehen, welche Funktion das Spielen für die Seele hat, bevor wir es erfolgreich behandeln können?


      Hört rein für einen fundierten Einblick in die Mechanismen von Verhaltensexzessen, die weit über das bloße Gewinnen von Geld hinausgehen.


      Quelle: Hand, I. (2004). Negative und positive Verstärkung bei pathologischem Glücksspielen: Ihre mögliche Bedeutung für die Theorie und Therapie von Zwangsspektrumsstörungen. Verhaltenstherapie, 14, 133–144

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      17 min
    • Zwischen Rezept und Resonanz: Warum Medikamente mehr als nur Chemie sind
      Jan 22 2026

      In dieser Folge werfen wir einen tiefen Blick hinter die Kulissen der modernen Psychiatrie und beleuchten das oft unterschätzte Zusammenspiel von Psychotherapie und medikamentöser Behandlung. Wir gehen der Frage nach, warum eine Tablette weit mehr ist als die Summe ihrer chemischen Wirkstoffe und welche unbewussten Botschaften bei der Verschreibung mitschwingen.


      Erfahren Sie, warum die Gabe eines Medikaments als ein „Handlungsdialog“ zwischen Arzt und Patient verstanden werden kann. Wir besprechen spannende theoretische Konzepte wie die Resomatisierung und das Medikament als Übergangsobjekt, das – ähnlich wie ein Anker – Sicherheit in der therapeutischen Beziehung geben kann.


      Die Highlights der Folge:

      Der unbewusste Dialog: Wie Erwartungen, Ängste und Hoffnungen die Wirkung von Medikamenten beeinflussen.

      Herausforderungen in der Kommunikation: Warum es bei Erkrankungen wie der Schizophrenie zu Missverständnissen zwischen Arzt und Patient kommen kann und wie Symbole dabei eine Rolle spielen.

      Nähe und Distanz: Wie die Besprechung einer Dosierung zum Schauplatz für den inneren Konflikt zwischen Bindung und Autonomie wird.

      Ganzheitliche Heilung: Warum eine erfolgreiche Therapie den Patienten in seiner gesamten Lebenswelt abholen muss, statt nur Symptome zu bekämpfen.


      Diese Episode ist eine Einladung an Fachleute und Interessierte, die medikamentöse Therapie nicht als bloße Routine, sondern als wertvolle Chance für Beziehungsarbeit und tieferes Verständnis zu begreifen.--------------------------------------------------------------------------------Ein hilfreiches Bild zum Abschluss: Man kann sich die medikamentöse Behandlung in der Psychotherapie wie ein Geländer an einer steilen Treppe vorstellen. Das Geländer (das Medikament) gibt den nötigen Halt und die Sicherheit, damit der Patient die Kraft findet, die Stufen der Selbsterkenntnis und Veränderung (die Psychotherapie) überhaupt erst aus eigener Kraft zu erklimmen. Das Ziel ist nicht das Festhalten am Geländer, sondern das sichere Erreichen der nächsten Etage.Quelle: Löffler-Stastka, H., Zigic, N., & Bauer, M. (2022). Psychotherapie und medikamentöse Behandlung. psychopraxis. neuropraxis. https://doi.org/10.1007/s00739-022-00873-x

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      16 min
    • Die digitale Couch: Wie wirksam ist Online-Therapie bei Depressionen?
      Jan 15 2026

      Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit, doch die Realität ist ernüchternd: Nur ein Bruchteil der Betroffenen erhält tatsächlich eine angemessene Behandlung. Lange Wartezeiten, die Angst vor Stigmatisierung oder geografische Hürden verhindern oft den Weg in eine klassische Praxis. In dieser Folge untersuchen wir, wie internetbasierte psychologische Behandlungen diese Lücke schließen können.


      Wir beleuchten die verschiedenen Gesichter der digitalen Hilfe: von rein computergestützten Selbsthilfeprogrammen bis hin zur geleiteten Online-Therapie, bei der Therapeuten per E-Mail oder Chat zur Seite stehen. Dabei gehen wir der spannenden Frage nach, ob eine Behandlung aus der Ferne tatsächlich so wirksam sein kann wie das klassische Gespräch unter vier Augen. Die aktuelle Studienlage liefert hier überraschende Ergebnisse und zeigt, dass die digitale Form der Therapie insbesondere dann überzeugt, wenn sie eine menschliche Komponente behält.


      Zudem erfahren Sie, wie diese Programme nicht nur in der akuten Krise helfen, sondern auch erfolgreich in der Prävention und Rückfallprophylaxe eingesetzt werden. Wir diskutieren die Vorteile der zeitlichen Flexibilität und Anonymität, ohne dabei die Herausforderungen wie Datenschutz und Krisenmanagement aus den Augen zu verlieren. Eine unverzichtbare Folge für alle, die wissen wollen, wie die Digitalisierung die psychologische Versorgung von morgen prägt.--------------------------------------------------------------------Man kann sich internetbasierte Therapie wie ein modernes Navigationssystem vorstellen: Während ein einfaches Selbsthilfeprogramm wie eine statische Straßenkarte funktioniert, bei der man den Weg allein finden muss, wirkt die geleitete Online-Therapie wie ein interaktives GPS. Es gibt die Route vor, bietet aber durch den Therapeuten immer wieder wertvolle Hinweise und Kurskorrekturen in Echtzeit, damit man sicher ans Ziel gelangt.Quelle: Klein, J. P. & Berger, T. (2013). Internetbasierte psychologische Behandlung bei Depressionen. Verhaltenstherapie, 23, 149–159

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      19 min
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