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De : Bernadette von Wittern Jonathan von Wittern & Anselm Zebner
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Hier geht es um modernes Produktmanagement, strategisches Wissen für Produktleadership, Transformation zu mehr Marktorientierung, oder kurz: wie Du den nächsten Umsatzbringer kreierst. Dieser Podcast richtet sich an ambitionierte Produktmanager*innen und Führungskräfte, die mit ihrer Arbeit und ihren Produkten mehr Impact für sich, das Unternehmen, die Kunden und Anwender erreichen wollen. Wir sind Bernadette, Jonathan und Anselm und wir sind deine Podcast-Hosts. Das Thema Produktmanagement verbindet uns und wir möchten Führungskräften, Produktmanagern und Produktmanagerinnen in der Industrie dabei unterstützen, nachhaltig erfolgreiche Produkte zu gestalten und auf den Markt zu bringen. Bernadette von Wittern ist Expertin und Trainerin für strategisches Produktmanagement, Jonathan von Wittern für technisches Produktmanagement und agile Produktentstehung im regulierten Umfeld. Gemeinsam bringen sie mit ihrer PRODUCT LOUNGE Produktmanager*innen vorwärts - für mehr Wirksamkeit im Unternehmen und nachhaltig erfolgreiche Produkte. Anselm Zebner ist Gründer der Evolute CX GmbH, der ersten Software, die speziell für Produktmanager*innen in der Industrie entwickelt wird und 30x schnellere Kundenbefragungen ermöglicht.Bernadette von Wittern, Jonathan von Wittern & Anselm Zebner Economie Management Management et direction Marketing et ventes Réussite personnelle
Épisodes
  • 059: Gehälter im Produktmanagement: Marktwert erkennen, richtig verhandeln
    Jul 28 2026
    Jürgen Bühler ordnet zunächst die aktuelle Marktlage ein: Trotz Umbrüchen in Leitindustrien wie dem Automobilbau ist die Zahl der PM-Stellen insgesamt nicht eingebrochen, allerdings verschieben sich die Chancen in andere Branchen wie Verteidigung, Kältetechnik oder Energieinfrastruktur. Anschließend geht es um konkrete Gehaltsgrößenordnungen für Einsteiger, erfahrene und seniorige Produktmanager sowie um die Frage, wie ein Branchenwechsel gelingt, ohne beim Gehalt große Abstriche zu machen. Den größten Raum nimmt die Gehaltsverhandlung selbst ein: Jürgen erklärt, wie man intern wie extern einen überzeugenden Business Case für sich aufbaut, welche Rolle Ankerwerte spielen und warum Timing entscheidend ist. Zum Abschluss ordnet er die Ergebnisse seiner Umfrage zu Future Skills im Produktmanagement ein. **Key Takeaways** - Der PM-Arbeitsmarkt ist nicht geschrumpft, aber er verschiebt sich: Branchen wie Automobilbau und Zulieferindustrie bauen ab, während Verteidigung, Energieinfrastruktur, Bau und Kältetechnik gerade Produktmanager suchen. - Ein Branchenwechsel ist möglich, wenn mindestens drei von vier Kernkompetenzen erhalten bleiben: Methodenwissen im Produktmanagement, technisches Verständnis, Applikationswissen und Branchennetzwerk. - Gehälter bewegen sich laut Jürgens Erfahrung bei Einsteigern und Quereinsteigern zwischen 60.000 und 75.000 Euro, bei erfahrenen PMs zwischen 80.000 und 100.000 Euro, mit Luft nach oben in den sechsstelligen Bereich bei entsprechender Verantwortung und Sichtbarkeit. - Eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung basiert auf einem selbst erarbeiteten Business Case: konkrete Erfolge, übernommene Verantwortung und der eigene Beitrag zum Unternehmenserfolg zählen mehr als reine Kostenargumente. - Teilzeit ist im Produktmanagement selten und wirkt sich häufig negativ auf die Karriereentwicklung aus – ein struktureller Faktor, der Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen eher erklärt als individuelles Verhandlungsverhalten. - Für die Zukunft zählen laut Jürgens Umfrage vor allem Datenkompetenz, Technologie- und KI-Verständnis, Applikationswissen sowie Storytelling, Kommunikation und Change-Management-Fähigkeiten. **Über den Gast** Unser heutiger Gast weiß, was Produktmanager wert sind — und zwar nicht aus Gehaltsportalen, sondern aus hunderten von Gesprächen mit PM-Profis und Hiring Managern. Jürgen Bühler ist geschäftsführender Inhaber von CAVISIO, einer Personalberatung mit klarer Spezialisierung: ausschließlich Produktmanagement. Er vermittelt Produktmanager und Führungskräfte im PM, vor allem in der Industrie und im B2B, und versteht die Rolle von innen. Was jemanden wirklich zum guten Produktmanager macht, welche Skills gerade gefragt sind, was Unternehmen zahlen und was nicht — das ist sein tägliches Geschäft. Die in dieser Folge angesprochenen Future Skills lassen sich alle erlernen. Und genau dafür gibt es bei PRODUCT LOUNGE passende Formate, zum Beispiel die KI MASTERY oder das PM UPGREAT Trainingsprogramm. Beide starten im Herbst wieder.
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    1 h et 17 min
  • 058: Buyer's Journey im B2B: Wie KI-Suche das Kaufverhalten deiner Kunden verändert
    Jul 14 2026
    Thorsten Krebs und Bernadette von Wittern besprechen, wie sich die Buyer's Journey im B2B-Umfeld durch zunehmende Informationsverfügbarkeit verlängert und wie sich das Buying Center in den letzten Jahren vergrößert hat. Ein zentrales Thema ist die zunehmende Rolle von KI-Suche: Wenn strukturierte, themenbezogene Inhalte fehlen, tauchen Anbieter in KI-generierten Antworten gar nicht erst auf. Am Beispiel variantenreicher und konfigurierbarer Produkte zeigt Thorsten, warum Produktfinder und Konfiguratoren nicht erst am Ende, sondern bereits während der Produktentwicklung mitgedacht werden müssen. ### Key Takeaways - **Die Kaufentscheidung fällt vor dem ersten Kontakt.** B2B-Käufer legen zwei Drittel bis drei Viertel ihrer Kaufreise eigenständig zurück, bevor sie einen Anbieter kontaktieren – wer hier nicht sichtbar ist, wird gar nicht erst in Betracht gezogen. - **Erklärungsbedarf ist relativ.** Ob ein Produkt erklärungsbedürftig ist, hängt vom Wissensstand des jeweiligen Suchenden ab – nicht vom Produkt selbst. Unternehmen brauchen deshalb unterschiedliche Kontaktpunkte für unterschiedlich informierte Zielgruppen. - **Das Buying Center ist gewachsen.** Kaufentscheidungen werden heute oft von fünf bis sieben Personen getroffen, die jeweils unterschiedliche Kriterien anlegen (Technik, Preis, ROI) – überzeugt werden müssen am Ende alle. - **KI-Suche verändert die Sichtbarkeit grundlegend.** KI-Systeme bewerten primär, was ihnen an strukturierten, thematisch verknüpften Inhalten vorliegt – wer hier keine gut aufbereiteten Informationen liefert, wird in KI-generierten Antworten schlicht nicht genannt. - **Die häufigste Ursache für gescheiterte Produktneuheiten ist keine Technikfrage.** Bis zu drei Viertel aller neuen Produkte erfüllen nicht die Erwartungen – meist, weil die Markteinführung erst nach Produktfertigstellung mitgedacht wird statt von Anfang an. - **Bei variantenreichen Produkten braucht es einen Produktfinder statt eines Datenblatts.** Kunden suchen nach ihrem Anwendungsfall, nicht nach technischen Spezifikationen – ein guter Produktfinder führt vom Kundenproblem zur passenden Lösung, ohne Fachwissen vorauszusetzen. ### Über den Gast Dr. Thorsten Krebs beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Variantenmanagement und Produktkonfiguration – zunächst wissenschaftlich, seit 2009 bei encoway, dem führenden CPQ-Anbieter in der D-A-CH-Region. Dort unterstützt er in seiner Rolle als Head of Consulting Unternehmen dabei, ihre Produktvielfalt strategisch zu analysieren, marktgerecht anzubieten und effizient zu steuern. Sein Ziel: die passende Varianz für die Zielgruppe finden – und intern schlank abbilden. Wenn dich das Thema Buyer's Journey und KI-Sichtbarkeit im Produktmanagement genauso beschäftigt wie uns, trag dich gerne in den **PRODUCT LOUNGE Newsletter** (https://productlounge.net/ ) ein. Dort teilen wir regelmäßig Infos und Impulse rund um das Thema Produktmanagement. Und wenn du Fragen an Thorsten hast oder deine eigenen Erfahrungen teilen möchtest, melde dich gerne bei uns.
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    51 min
  • 057: Warum Ziele scheitern und was Produktmanager stattdessen tun sollten
    Jun 30 2026
    Radhika erklärt, dass Zielsysteme wie MBOs und OKRs ihre Wurzeln in der Fabrikarbeit des frühen 20. Jahrhunderts haben und weshalb diese Logik für komplexe Produktarbeit nicht funktioniert. Sie stellt den Mindset-Shift von Zielsetzung zu Puzzle Setting vor: Statt Targets zu verfolgen, formulieren Teams offene Fragen und lösen diese iterativ mit dem OHLA-Framework (Objectives, Hypotheses, Learnings, Adaptations). Am Beispiel einer maritimen Softwareplattform zeigt sie, wie Puzzle-Solving-Wochen mit nur fünf bis acht Kundeninterviews zu echten Durchbrüchen führen – und wie dieser Ansatz auch ohne Executive Buy-in von unten wachsen kann. **Key Takeaways** - **OKRs sind kein neues Framework.** Sie gehen auf Peter Druckers Management by Objectives aus den 1940ern zurück – entwickelt für angelernte Fabrikarbeit, nicht für komplexe Produktentwicklung. Was damals revolutionär war, ist heute ein veraltetes Dogma. - **Ziele erzeugen das falsche Verhalten.** Wenn Teams auf Targets optimieren, werden schlechte Zahlen versteckt statt analysiert. Führungskräfte sind dadurch systematisch die Letzten, die die Wahrheit erfahren. - **Puzzle Setting schafft anderen Fokus.** Statt eines Ziels steht eine offene Frage im Mittelpunkt: Was passiert hier eigentlich, und warum? Das aktiviert Neugier und Eigenverantwortung – statt Druck und Compliance. - **OHLA ersetzt den Zielzyklus durch einen Lernzyklus.** Observe, Hypothesize, Learn, Adapt – das Framework strukturiert Iteration ohne den Umweg über starre Targets und ermöglicht Kurskorrekturen in Echtzeit. - **Fünf bis acht Kundeninterviews in einer fokussierten Woche reichen.** Eine Puzzle-Solving-Woche ist kein Luxus, sondern effizienter als wochenlange Zielplanungs- und Reviewmeetings – mit direktem Lerneffekt für das Team. - **Puzzle Solving ist der menschliche Differentiator gegenüber KI.** Empathie, Kreativität und das Formulieren der richtigen Fragen lassen sich nicht automatisieren. Genau das macht Puzzle Setting zur Kernkompetenz für Produktmanager in der KI-Ära. **Über unseren Gast** Radhika Dutt ist Autorin des Buchs *Radical Product Thinking* und hat damit ein praktikables Framework zur Entwicklung kundenorientierter Produktstrategien geschaffen. Sie ist Unternehmerin, Produktstrategin und Speaker und hat in ihrer Karriere fünf Unternehmensübernahmen begleitet, zwei davon als Gründerin. Heute berät sie unter anderem die Monetary Authority of Singapore und arbeitet mit Organisationen unterschiedlichster Größe, von Startups bis zu multinationalen Konzernen. Ihr Hintergrund ist breit: Sie hat Produkte in Bereichen wie Robotik, Broadcast, Adtech und sogar Wein verantwortet. Ausgebildet wurde sie am MIT in Elektrotechnik – und spricht nebenbei neun Sprachen. Gerade entsteht ihr zweites Buch, über dessen Inhalt wir in dieser Episode sprechen.
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    59 min
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