Épisodes

  • 060: Das war’s! Highlights aus 60 Folgen und wie es weitergeht
    Aug 11 2026
    Wir nutzen diese Folge um auf unsere Highlights aus 2 Jahren Podcasting zu besprechen und “Auf Wiedersehen” zu sagen. Anselm verlässt schweren Herzens das Produktmanagement Im.puls Team. Wir schwelgen gemeinsam in Erinnerungen und schauen nach vorn. Denn es geht natürlich weiter. Viel Spaß beim Hören. Wenn du auch zukünftig keine News und weitere Impulse zu Produktmanagement verpassen willst, dann abonniere unseren PRODUCT LETTER auf https://productlounge.net/. Hier bekommst du regelmäßig von uns kostenfreie Tipps, Tools und Templates fürs Produktmanagement, außerdem exklusive Einblicke, Updates und Einladungen zu unseren Events, Meetups und Webinaren. Außerdem meldet euch gerne mit Feedback oder Themenwünschen bei Bernadette und Jonathan.
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    34 min
  • 059: Gehälter im Produktmanagement: Marktwert erkennen, richtig verhandeln
    Jul 28 2026
    Jürgen Bühler ordnet zunächst die aktuelle Marktlage ein: Trotz Umbrüchen in Leitindustrien wie dem Automobilbau ist die Zahl der PM-Stellen insgesamt nicht eingebrochen, allerdings verschieben sich die Chancen in andere Branchen wie Verteidigung, Kältetechnik oder Energieinfrastruktur. Anschließend geht es um konkrete Gehaltsgrößenordnungen für Einsteiger, erfahrene und seniorige Produktmanager sowie um die Frage, wie ein Branchenwechsel gelingt, ohne beim Gehalt große Abstriche zu machen. Den größten Raum nimmt die Gehaltsverhandlung selbst ein: Jürgen erklärt, wie man intern wie extern einen überzeugenden Business Case für sich aufbaut, welche Rolle Ankerwerte spielen und warum Timing entscheidend ist. Zum Abschluss ordnet er die Ergebnisse seiner Umfrage zu Future Skills im Produktmanagement ein. **Key Takeaways** - Der PM-Arbeitsmarkt ist nicht geschrumpft, aber er verschiebt sich: Branchen wie Automobilbau und Zulieferindustrie bauen ab, während Verteidigung, Energieinfrastruktur, Bau und Kältetechnik gerade Produktmanager suchen. - Ein Branchenwechsel ist möglich, wenn mindestens drei von vier Kernkompetenzen erhalten bleiben: Methodenwissen im Produktmanagement, technisches Verständnis, Applikationswissen und Branchennetzwerk. - Gehälter bewegen sich laut Jürgens Erfahrung bei Einsteigern und Quereinsteigern zwischen 60.000 und 75.000 Euro, bei erfahrenen PMs zwischen 80.000 und 100.000 Euro, mit Luft nach oben in den sechsstelligen Bereich bei entsprechender Verantwortung und Sichtbarkeit. - Eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung basiert auf einem selbst erarbeiteten Business Case: konkrete Erfolge, übernommene Verantwortung und der eigene Beitrag zum Unternehmenserfolg zählen mehr als reine Kostenargumente. - Teilzeit ist im Produktmanagement selten und wirkt sich häufig negativ auf die Karriereentwicklung aus – ein struktureller Faktor, der Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen eher erklärt als individuelles Verhandlungsverhalten. - Für die Zukunft zählen laut Jürgens Umfrage vor allem Datenkompetenz, Technologie- und KI-Verständnis, Applikationswissen sowie Storytelling, Kommunikation und Change-Management-Fähigkeiten. **Über den Gast** Unser heutiger Gast weiß, was Produktmanager wert sind — und zwar nicht aus Gehaltsportalen, sondern aus hunderten von Gesprächen mit PM-Profis und Hiring Managern. Jürgen Bühler ist geschäftsführender Inhaber von CAVISIO, einer Personalberatung mit klarer Spezialisierung: ausschließlich Produktmanagement. Er vermittelt Produktmanager und Führungskräfte im PM, vor allem in der Industrie und im B2B, und versteht die Rolle von innen. Was jemanden wirklich zum guten Produktmanager macht, welche Skills gerade gefragt sind, was Unternehmen zahlen und was nicht — das ist sein tägliches Geschäft. Die in dieser Folge angesprochenen Future Skills lassen sich alle erlernen. Und genau dafür gibt es bei PRODUCT LOUNGE passende Formate, zum Beispiel die KI MASTERY oder das PM UPGREAT Trainingsprogramm. Beide starten im Herbst wieder.
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    1 h et 17 min
  • 058: Buyer's Journey im B2B: Wie KI-Suche das Kaufverhalten deiner Kunden verändert
    Jul 14 2026
    Thorsten Krebs und Bernadette von Wittern besprechen, wie sich die Buyer's Journey im B2B-Umfeld durch zunehmende Informationsverfügbarkeit verlängert und wie sich das Buying Center in den letzten Jahren vergrößert hat. Ein zentrales Thema ist die zunehmende Rolle von KI-Suche: Wenn strukturierte, themenbezogene Inhalte fehlen, tauchen Anbieter in KI-generierten Antworten gar nicht erst auf. Am Beispiel variantenreicher und konfigurierbarer Produkte zeigt Thorsten, warum Produktfinder und Konfiguratoren nicht erst am Ende, sondern bereits während der Produktentwicklung mitgedacht werden müssen. ### Key Takeaways - **Die Kaufentscheidung fällt vor dem ersten Kontakt.** B2B-Käufer legen zwei Drittel bis drei Viertel ihrer Kaufreise eigenständig zurück, bevor sie einen Anbieter kontaktieren – wer hier nicht sichtbar ist, wird gar nicht erst in Betracht gezogen. - **Erklärungsbedarf ist relativ.** Ob ein Produkt erklärungsbedürftig ist, hängt vom Wissensstand des jeweiligen Suchenden ab – nicht vom Produkt selbst. Unternehmen brauchen deshalb unterschiedliche Kontaktpunkte für unterschiedlich informierte Zielgruppen. - **Das Buying Center ist gewachsen.** Kaufentscheidungen werden heute oft von fünf bis sieben Personen getroffen, die jeweils unterschiedliche Kriterien anlegen (Technik, Preis, ROI) – überzeugt werden müssen am Ende alle. - **KI-Suche verändert die Sichtbarkeit grundlegend.** KI-Systeme bewerten primär, was ihnen an strukturierten, thematisch verknüpften Inhalten vorliegt – wer hier keine gut aufbereiteten Informationen liefert, wird in KI-generierten Antworten schlicht nicht genannt. - **Die häufigste Ursache für gescheiterte Produktneuheiten ist keine Technikfrage.** Bis zu drei Viertel aller neuen Produkte erfüllen nicht die Erwartungen – meist, weil die Markteinführung erst nach Produktfertigstellung mitgedacht wird statt von Anfang an. - **Bei variantenreichen Produkten braucht es einen Produktfinder statt eines Datenblatts.** Kunden suchen nach ihrem Anwendungsfall, nicht nach technischen Spezifikationen – ein guter Produktfinder führt vom Kundenproblem zur passenden Lösung, ohne Fachwissen vorauszusetzen. ### Über den Gast Dr. Thorsten Krebs beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Variantenmanagement und Produktkonfiguration – zunächst wissenschaftlich, seit 2009 bei encoway, dem führenden CPQ-Anbieter in der D-A-CH-Region. Dort unterstützt er in seiner Rolle als Head of Consulting Unternehmen dabei, ihre Produktvielfalt strategisch zu analysieren, marktgerecht anzubieten und effizient zu steuern. Sein Ziel: die passende Varianz für die Zielgruppe finden – und intern schlank abbilden. Wenn dich das Thema Buyer's Journey und KI-Sichtbarkeit im Produktmanagement genauso beschäftigt wie uns, trag dich gerne in den **PRODUCT LOUNGE Newsletter** (https://productlounge.net/ ) ein. Dort teilen wir regelmäßig Infos und Impulse rund um das Thema Produktmanagement. Und wenn du Fragen an Thorsten hast oder deine eigenen Erfahrungen teilen möchtest, melde dich gerne bei uns.
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    51 min
  • 057: Warum Ziele scheitern und was Produktmanager stattdessen tun sollten
    Jun 30 2026
    Radhika erklärt, dass Zielsysteme wie MBOs und OKRs ihre Wurzeln in der Fabrikarbeit des frühen 20. Jahrhunderts haben und weshalb diese Logik für komplexe Produktarbeit nicht funktioniert. Sie stellt den Mindset-Shift von Zielsetzung zu Puzzle Setting vor: Statt Targets zu verfolgen, formulieren Teams offene Fragen und lösen diese iterativ mit dem OHLA-Framework (Objectives, Hypotheses, Learnings, Adaptations). Am Beispiel einer maritimen Softwareplattform zeigt sie, wie Puzzle-Solving-Wochen mit nur fünf bis acht Kundeninterviews zu echten Durchbrüchen führen – und wie dieser Ansatz auch ohne Executive Buy-in von unten wachsen kann. **Key Takeaways** - **OKRs sind kein neues Framework.** Sie gehen auf Peter Druckers Management by Objectives aus den 1940ern zurück – entwickelt für angelernte Fabrikarbeit, nicht für komplexe Produktentwicklung. Was damals revolutionär war, ist heute ein veraltetes Dogma. - **Ziele erzeugen das falsche Verhalten.** Wenn Teams auf Targets optimieren, werden schlechte Zahlen versteckt statt analysiert. Führungskräfte sind dadurch systematisch die Letzten, die die Wahrheit erfahren. - **Puzzle Setting schafft anderen Fokus.** Statt eines Ziels steht eine offene Frage im Mittelpunkt: Was passiert hier eigentlich, und warum? Das aktiviert Neugier und Eigenverantwortung – statt Druck und Compliance. - **OHLA ersetzt den Zielzyklus durch einen Lernzyklus.** Observe, Hypothesize, Learn, Adapt – das Framework strukturiert Iteration ohne den Umweg über starre Targets und ermöglicht Kurskorrekturen in Echtzeit. - **Fünf bis acht Kundeninterviews in einer fokussierten Woche reichen.** Eine Puzzle-Solving-Woche ist kein Luxus, sondern effizienter als wochenlange Zielplanungs- und Reviewmeetings – mit direktem Lerneffekt für das Team. - **Puzzle Solving ist der menschliche Differentiator gegenüber KI.** Empathie, Kreativität und das Formulieren der richtigen Fragen lassen sich nicht automatisieren. Genau das macht Puzzle Setting zur Kernkompetenz für Produktmanager in der KI-Ära. **Über unseren Gast** Radhika Dutt ist Autorin des Buchs *Radical Product Thinking* und hat damit ein praktikables Framework zur Entwicklung kundenorientierter Produktstrategien geschaffen. Sie ist Unternehmerin, Produktstrategin und Speaker und hat in ihrer Karriere fünf Unternehmensübernahmen begleitet, zwei davon als Gründerin. Heute berät sie unter anderem die Monetary Authority of Singapore und arbeitet mit Organisationen unterschiedlichster Größe, von Startups bis zu multinationalen Konzernen. Ihr Hintergrund ist breit: Sie hat Produkte in Bereichen wie Robotik, Broadcast, Adtech und sogar Wein verantwortet. Ausgebildet wurde sie am MIT in Elektrotechnik – und spricht nebenbei neun Sprachen. Gerade entsteht ihr zweites Buch, über dessen Inhalt wir in dieser Episode sprechen.
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    59 min
  • 056: Make it Shitty: Warum Produkte durch Enshittification absichtlich schlechter werden und was Produktmanagement dageg
    Jun 16 2026
    Bernadette und Jonathan erklären, was Enshittification bedeutet, und zeigen anhand von drei konkreten Mustern – dem Verfall digitaler Plattformen, Bloatware bei Hardware-Produkten und Feature Creep – wie Mehrwert systematisch vom Nutzer zum Unternehmen verschoben wird. Sie analysieren die drei zentralen Hebel, die dabei zum Einsatz kommen: steigende Wechselkosten, maximale Intransparenz sowie Lock-in-Effekte. Abschließend diskutieren sie, was Produktmanagerinnen und Produktmanager konkret tun können, um diese Entwicklung transparent zu machen und gegenzusteuern. **Key Takeaways** - **Enshittification folgt einem Muster:** Zuerst wird echter Nutzen geboten, um Vertrauen und Nutzerbasis aufzubauen. Dann werden Nutzer instrumentalisiert, um Geschäftskunden anzulocken und schließlich werden auch diese ausgepresst. Am Ende verdient nur noch die Plattform. - **Bloatware verkürzt Produktlebenszyklen künstlich:** Software-Updates machen Hardware mit begrenzten Ressourcen schleichend unbrauchbar, z.B. Smartphones, Smart-TVs und zunehmend auch softwarelastige Autos sind davon betroffen. - **Feature Creep erhöht Kosten ohne proportionalen Nutzen:** Was als exklusive Individualisierung beginnt, wird zum teuren Standard – mit mehr Fehleranfälligkeit, höheren Servicekosten und einem Lock-in, aus dem Kunden kaum mehr herauskommen. - **Drei Hebel treiben Enshittification an:** Hohe Wechselkosten, intransparente Preismodelle und Lock-in-Effekte sorgen dafür, dass Kunden nicht mehr kaufen, weil das Produkt das beste ist, sondern weil sie keine echte Alternative mehr haben. - **Produktmanager können Transparenz schaffen:** Der Hebel liegt nicht in der Entscheidungsgewalt, sondern in der richtigen Wahl von KPIs – Kundenzufriedenheit, Serviceanfragen, Beschwerden – und darin, bei jedem Produktupdate sichtbar zu machen, welchen Nutzen oder Schaden es für den Anwender tatsächlich erzeugt. - **Nachhaltiges Geschäft braucht ausgeglichene Wertverteilung:** Produkte mit echtem Mehrwert, transparenten Preisen und niedrigen Wechselkosten sind kein Widerspruch zu wirtschaftlichem Erfolg – sie sind die stabilere Grundlage dafür. Was denkst du? Eerkennst du Enshittification in Produkten, mit denen du täglich zu tun hast? Schreib uns, wir freuen uns über deine Gedanken und Beispiele. Und wenn du regelmäßig Impulse rund um Produktmanagement bekommen möchtest, trag dich in den **PRODUCT LOUNGE Newsletter** (https://productlounge.net/) ein.
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    47 min
  • 055: Vom Produktmanager zur Führungskraft: Mindset, Selbstführung und die ersten 100 Tage in der disziplinarischen Führu
    Jun 2 2026
    Bernadette von Wittern spricht mit Jasmin Schweiger, Führungskräfte-Coach und Mentorin, über den Wechsel von der lateralen zur disziplinarischen Führungsrolle. Sie diskutieren, welche typischen Fehler Führungseinsteiger machen, warum Selbstführung der notwendige Ausgangspunkt ist und wie das Modell des „Inneren Führungsteams" dabei helfen kann, das eigene Führungsverständnis zu schärfen. Ergänzend beleuchten sie, wie man mit einem Team aus autonom arbeitenden Produktmanagerinnen und Produktmanagern umgeht, welche Rolle Bedürfnisse im Teamkontext spielen und worauf es in den ersten Wochen in der neuen Rolle wirklich ankommt. **Key Takeaways** - **Der Wechsel zur Führungskraft ist ein echter Rollenbruch.** Die Beziehung zu ehemaligen Kollegen verändert sich strukturell – Nähe und Distanz müssen neu kalibriert werden. Wer zu lange Kollege bleiben will, zahlt später den Preis. - **Führung ist ein eigener Job.** Fachexpertise allein trägt die Führungsrolle nicht. Der zentrale Shift: nicht mehr Probleme selbst lösen, sondern Probleme durch andere lösen – und dafür die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. - **Das Innere Führungsteam als Reflexionswerkzeug.** Das Konzept beschreibt vier Rollen, die jede Führungskraft einnimmt: Unternehmerrolle, Fachexpertenrolle, mitarbeiterorientierte Rolle und die eigene Persönlichkeit als Mensch. Wer diese vier bewusst reflektiert, bekommt Klarheit über das eigene Führungsverständnis. - **Selbstführung beginnt mit Persönlichkeitskenntnis.** Führungsverhalten ist lernbar – Persönlichkeit nicht ablegbar. Wer seine Stressmuster, Motive und Verhaltenspräferenzen kennt, kann seinen Führungsalltag gezielt darum herum bauen. - **Bedürfnisse statt Konflikte managen.** Das SCARF-Modell (Status, Certainty, Autonomy, Relatedness, Fairness) bietet einen praktischen Rahmen, um Teamdynamiken und Widerstände zu verstehen und konstruktiv zu adressieren. - **Drei Fragen für den Start als Teamlead:** Warum arbeiten wir daran? Wie arbeiten wir zusammen? Und: Sehen wir Ergebnisse – und wenn nicht, woran liegt das? **Über den Gast** Jasmin Schweiger ist Mentorin und Ausbilderin für Führungskräfte-Coaches sowie wissenschaftlich fundiertes Leadership. Sie hat einen Master of Science in Wirtschaftspsychologie & Leadership, war selbst Personalleiterin in mittelständischen Unternehmen und begleitet heute Führungskräfte sowie Coaches, die sich auf Führungsthemen spezialisieren. Ihr Ansatz verbindet Erkenntnisse aus der Führungsforschung mit Wirtschaftspraxis und Coaching-Methodik. Sie ist Hochschuldozentin, Business Trainerin und Gründerin der Leadership Coaching Akademie.
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    54 min
  • 054: Risikomanagement und Produktsicherheit: Was Produktmanager wissen und tun müssen
    May 19 2026
    Bernadette und Jonathan analysieren, warum Produktsicherheit in vielen Unternehmen zum Bauchgefühl verkommt und was dagegen hilft. Sie zeigen, wie eine strukturierte Risikostrategie mit gemeinsamer Sprache und klaren Kriterien das Spannungsfeld zwischen Risikoaversion und Marktdruck auflöst. Der Schwerpunkt liegt auf der konkreten Rolle des Produktmanagements: als Moderator zwischen den Lagern, als Stimme des Nutzers in der Risikoanalyse und als treibende Kraft hinter sicherheitsrelevanten Anforderungen – von der ersten User Research bis zur Marktzulassung. ### Key Takeaways - **Produktsicherheit ist ein Geschäftsrisiko.** Nutzerrisiken werden immer auch zu Reputations- und Haftungsrisiken – das sollte jeder im Unternehmen verstehen, nicht nur die Entwicklung. - **Die Risikostrategie gehört zur Produktstrategie.** Ein Risikomanagementplan definiert Schweregrade, Auftretenswahrscheinlichkeiten und akzeptable Restrisiken – und beeinflusst damit direkt, was das Produkt kann und darf. - **Produktmanager sind Moderatoren im Spannungsfeld.** Zwischen risikoaverser Entwicklung und umsatzorientiertem Management braucht es jemanden, der Interessen ausgleicht und Entscheidungen auf eine gemeinsame Grundlage stellt. - **Nutzerrisiken sind das ureigene Thema des Produktmanagements.** Versehentliche Fehlbedienung, bewusste Regelabweichung, Missverständnisse durch die UI und vorhersehbare Fehlanwendung – diese vier Szenarien muss der Produktmanager aktiv mitdenken und in Anforderungen übersetzen. - **Ohne Risikoanalyse keine Marktzulassung.** Bei regulierten Produkten ist Risikomanagement keine Kür – und wer es erst kurz vor der Zulassung angeht, hat ein Problem. - **Früh rein, nicht warten.** Nutzerrisiken klären sich nicht am Schreibtisch. Echte Szenarien, echte Nutzer, echte Umgebungen – das beginnt schon im Design Sprint, nicht erst beim Usability-Test.
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    55 min
  • 053: 40 Jahre Produktmanagement: Erfolgsfaktoren, Methodenkritik und der Kern, der bleibt – mit Erwin Matys
    May 5 2026
    ## Text für Shownotes / Beschreibung **Inhalt der Episode** Erwin Matys und Bernadette von Wittern diskutieren, warum der Perspektivwechsel und das Verständnis von Interessen – nicht Positionen – die Kernkompetenz im Produktmanagement sind. Sie sprechen über das klassische Spannungsfeld: Produktverantwortung ohne Weisungskompetenz, über die technologiegetriebene Beschleunigung der letzten Jahrzehnte und darüber, was das für Fokus und Führung bedeutet. Ein zentrales Thema ist außerdem, warum technische Exzellenz allein keinen Markterfolg schafft – und warum KI im Marketing weniger eine Produktionshilfe ist als eine Nivellierungskraft, der man mit echter Einzigartigkeit begegnen muss. **Key Takeaways** - **Limits sitzen im Kopf, nicht im Umfeld.** Wer als Produktmanager etwas bewegen will, findet die größten Hindernisse oft in eigenen Glaubenssätzen – nicht in externen Rahmenbedingungen. - **Perspektivwechsel ist die Schlüsselkompetenz.** Wer versteht, was andere wirklich wollen – Kollegen, Stakeholder, Kunden – kann ohne Weisungsbefugnis führen und Konflikte über Interessen statt Positionen lösen. - **Signal vom Rauschen trennen.** In einer schneller drehenden Welt ist es die Aufgabe von Produktmanagern, nicht jedem Hype zu folgen, sondern den Fokus auf das Wesentliche zu halten und Teams immer wieder auf das gemeinsame Ziel auszurichten. - **Methoden sind Lernwerkzeuge, keine Kochrezepte.** Frameworks helfen dabei, ein Verständnis für Zusammenhänge zu entwickeln. Wer sie blind anwendet, verliert den Geist dahinter. Das Ziel ist eine internalisierte Kompetenz – keine ausgefüllte Vorlage. - **Technische Exzellenz ≠ Markterfolg.** Die Kette von technischer Qualität über Nutzen, Bedarf bis zum persönlichen Bedürfnis des Kaufentscheiders ist lang – und an jeder Stelle kann ein Produkt scheitern. Auch im B2B spielen persönliche Motive eine entscheidende Rolle. - **KI nivelliert den Markt – Einzigartigkeit wird zum Differenzierungsfaktor.** Wer KI nur zur Inhaltserstellung einsetzt, produziert Generisches. Die eigentliche Herausforderung ist, als Anbieter aus einer Wüste ähnlicher Angebote herauszustechen – durch echten Inhalt und sichtbare Einzigartigkeit. **Über den Gast** Erwin Matys ist Kommunikations- und Marketingberater für erklärungsbedürftige Produkte und beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit Produktmanagement und der Vermarktung komplexer Lösungen. Er begann seine Karriere als Produktmanager für ein technisches Softwareprodukt und machte sich früh als Trainer und Berater selbstständig. Sein „Praxishandbuch Produktmanagement", vor 25 Jahren erstmals erschienen und heute in der achten Auflage, gilt als Standardwerk in der deutschsprachigen Produktmanagement-Szene. Sein jüngstes Buch „Erklärungsbedürftige Produkte bewerben und verkaufen" ist Anfang 2025 erschienen. Hat dir diese Folge etwas mitgegeben? Dann abonniere den Newsletter des Produktmanagement Im.puls und erhalte regelmäßig Impulse direkt in dein Postfach. Und wenn du Fragen, Feedback oder ein Thema für eine künftige Episode hast – melde dich gerne bei Bernadette. Der Kontakt findet sich auf [productlounge.net](https://productlounge.net/). ## Links zu der Episode **Links zu Erwin Matys:** [https://www.matys.at](https://www.matys.at/) [https://praxishandbuch-produktmanagement.de](https://praxishandbuch-produktmanagement.de/) [https://matys.at/service/Erklaerungsbeduerftige Produkte.pdf](https://matys.at/service/Erklaerungsbeduerftige%20Produkte.pdf)
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    52 min