Épisodes

  • Die mit Blasenschwäche, "den Anderen" und der Mehrheit
    Feb 16 2026

    Nachhaltigkeit steckt in einer Bubble. Eigentlich in vielen.

    Und diese Blasen reden erstaunlich viel übereinander, aber selten miteinander.

    In dieser Folge geht es um Abgrenzung und Anschluss.

    Um das ständige „wir“ und „die Anderen“.

    Um Nachhaltigkeit als Nerd-Thema.

    Um laute Minderheiten, die sich für Mehrheiten halten.

    Und um die stille Mehrheit, die eigentlich ziemlich klare Interessen hat: gesund leben, sicher leben, ein gutes Leben führen.

    Diese Folge fragt nicht, wer recht hat.


    Sondern warum Moral schlecht skaliert, Blasen dicht werden


    und Politik von vorgestern keine Antworten für heute liefert.

    Und sie endet dort, wo alles beginnt: hier. und jetzt.


    Keine Wohlfühlfolge.

    Keine Empörungsfolge.

    Aber eine, die verbindet, wenn man sie lässt.

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    44 min
  • S2E13 - Die mit der Hitze
    Feb 9 2026

    Hitze ist kein Wetter.
    Hitze ist ein Risiko für Wertschöpfung.

    In dieser Folge geht es ein kleines Beispiel für die Nutzung einer Klimarisikoanalyse. Nicht als Norm, nicht als Berichtspflicht, sondern als praktisches Denkwerkzeug. Wir nutzen Hitze als Einstieg, weil sie zeigt, wie Klimarisiken wirklich wirken: direkt, lokal und ohne Vorwarnung.

    Entlang der Wertschöpfung schauen wir uns an, wo Hitze Unternehmen trifft. In der eigenen Geschäftstätigkeit, in der vorgelagerten Lieferkette, in der Nutzung von Produkten und schließlich dort, wo Übergangsrisiken entstehen. Nicht abstrakt, sondern konkret. Nicht mit Szenarien, sondern mit Abhängigkeiten.

    Diese Folge ist hands on. Sie erklärt nicht Klimawandel, sondern Verwundbarkeit. Und sie zeigt, warum Klimarisikoanalyse weniger Zukunftsfrage ist, als viele denken.

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    31 min
  • S2E12 - Die mit dem DU-Rucksack
    Feb 2 2026

    Sobald man offen über Nachhaltigkeit spricht, kommt sie fast automatisch: Die Frage nach dem eigenen Lebensstil.

    Was machst du selbst?
    Fliegst du noch?
    Isst du Fleisch?
    Wie nachhaltig ist dein Konsum?


    Manchmal als ehrliches Interesse.Oft als Reflex.
    Fast immer mit derselben Wirkung.

    In dieser Folge geht es um den „Du-Rucksack“.
    Um personal blaming, moralische Prüfungen und die merkwürdige Erwartung, dass man erst perfekt leben muss, um über Nachhaltigkeit sprechen zu dürfen.

    Es geht um additive Nachhaltigkeit, bei der sich Konsum nicht verändert, sondern nur grün auflädt.
    Um die Ironie, dass viele heute gefeierte Praktiken bei unseren Großeltern schlicht Alltag waren.
    Und um die Frage, warum wir Verantwortung so zuverlässig nach unten delegieren.

    Diese Folge ist kein Freispruch vom eigenen Handeln.
    Aber sie ist eine Einladung, Maßstäbe zu klären.

    Was bewirkt individuelles Engagement wirklich?
    Und was wird ihm zugeschoben, weil Systeme unangetastet bleiben sollen?

    Eine Folge über Verantwortung, Wirkung und die Frage, wer eigentlich welchen Rucksack trägt.

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    39 min
  • S2E11 - Die mit der Entscheidung, die keine war
    Jan 26 2026

    Nachhaltigkeit soll wieder freiwilliger werden.
    Weniger Pflicht, weniger Vorgaben, mehr Einsicht.

    Und genau in diesem Raum wird ein Ansatz immer beliebter: Green Nudging.

    In dieser Folge geht es um sanfte Schubser, Entscheidungsarchitektur und darum, warum Gestaltung oft wirksamer ist als Argumente. Nicht durch Verbote oder Zwang, sondern durch Standards, Sichtbarkeit und das, was als normal gilt.

    Wir sprechen darüber,

    • warum Green Nudging so gut funktioniert

    • weshalb genau das problematisch sein kann

    • wie Verantwortung vom System auf Einzelne rutscht

    • wo hilfreiche Gestaltung endet und verdeckte Steuerung beginnt

    Anhand von Alltagsbeispielen, mit einem Augenzwinkern, aber ohne Bauchgefühl.
    Im Fokus steht eine einfache Frage:Wer entscheidet eigentlich, in welche Richtung geschubst wird?


    Im Ausblick ordnen wir das Thema ein, verweisen auf Forschung und Praxis und benennen auch ein Projekt aus Bremen, an dem wir beteiligt waren. Die folgenden Links dienen als Einstieg und Vertiefung:


    Weiterführende Links und Quellen

    Green Nudging Projekt
    https://green-nudging.de/

    "Schubs mich nicht!" – Nudging als politisches Gestaltungsmittelhttps://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/258946/schubs-mich-nicht-nudging-als-politisches-gestaltungsmittel/

    Thaler, Sunstein: Nudge
    https://nudges.org/what-is-nudging/

    OECD- Tools and Ethics for Applied Behavioural Insights: The BASIC Toolkithttps://www.oecd.org/en/publications/tools-and-ethics-for-applied-behavioural-insights-the-basic-toolkit_9ea76a8f-en.html

    Keine einfachen Antworten.
    Aber bessere Fragen.

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    54 min
  • S2E10 - Die mit dem Maßnahmenfriedhof
    Jan 19 2026

    Maßnahmen gibt es genug. Wirkung deutlich weniger.


    In dieser Folge geht es um den Maßnahmenfriedhof:

    Warum Nachhaltigkeitsmaßnahmen sauber beschlossen, dokumentiert und berichtet werden und trotzdem kaum etwas verändern.


    Es geht um formale Korrektheit, Prüfung, Kontextualisierung ohne Konsequenz und die unausgesprochenen Kriterien, nach denen Maßnahmen wirklich ausgewählt werden.

    Und um die zentrale Frage, warum Maßnahmen oft Aufgaben bleiben, statt Entscheidungen mit Wirkung zu sein.


    Eine Folge über Organisationslogik, Verantwortung und den Unterschied zwischen Aktivität und Veränderung.

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    40 min
  • S2E9 - Die mit dem Ende der Komfortzone
    Jan 12 2026

    Die mit dem Ende der Komfortzone


    Günstige Energie.

    Stabile Lieferketten.

    Politische Verlässlichkeit im Hintergrund.


    Wir haben lange so getan, als wäre das der Normalzustand.


    In dieser Folge geht es um das Ende dieser Komfortzone.

    Nicht als plötzlichen Kollaps, sondern als schleichende Erkenntnis:

    Geopolitik ist kein Nachrichtenthema mehr. Sie ist betriebliche Realität.


    Wir sprechen über Macht, Energie und Abhängigkeiten.

    Über die aktuelle Weltlage Anfang 2026.

    Über fossile und digitale Komfortzonen.

    Und darüber, warum Nachhaltigkeit gerade ihre Unschuld verliert.


    Vor allem aber geht es um Unternehmen.

    Um operative Realität statt Strategiefolien.

    Um Entscheidungen statt Beruhigung.

    Und um die Frage, wie man handlungsfähig bleibt, wenn Bequemlichkeit keine Option mehr ist.


    Diese Folge liefert keine einfachen Antworten.

    Aber einen klaren Blick.


    Wir gehen weiter.

    Ohne Komfortzone.

    Aber mit offenen Augen.

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    53 min
  • S2E8 - Die mit den 90 Prozent
    Jan 5 2026

    90 Prozent weniger Treibhausgase bis 2040.
    Das klingt für viele nach Utopie, Ideologie oder Rechentrick.

    Blöd nur: Es ist gerechnet. Technisch machbar. Ökonomisch erklärbar.

    In dieser Folge geht es nicht um Hoffnung und nicht um Verzicht.
    Es geht um eine unbequeme Realität: Wir scheitern nicht an Technologie, sondern an Entscheidungen. Oder genauer: am Nicht-Entscheiden.

    Wir schauen darauf, wo die großen Emissionsminderungen herkommen könnten, warum sie politisch und wirtschaftlich ausgebremst werden und warum Unternehmen oft näher am Hebel sitzen, als sie selbst zugeben wollen.

    Diese Folge ist kein Appell.
    Sie ist ein Befund.

    Wenn 90 Prozent möglich sind, ist die eigentliche Frage nicht mehr, ob wir es können.
    Sondern warum wir so viel Energie darauf verwenden, so zu tun, als könnten wir es nicht.

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    31 min
  • S2E7 - Die mit dem Jahresende
    Dec 29 2025

    Die mit dem Jahresende

    2025 war kein Jahr für einfache Antworten.

    Politik hat gebremst, Standards wurden überarbeitet, Pflichten verschoben. ESRS, CSRD, CSDDD, EUDR - vieles wurde neu sortiert und als Entlastung verkauft.


    Diese Folge geht einen Schritt tiefer.


    Denn während Regulierung neu verhandelt wird,

    läuft die Realität ungebremst weiter. Naturkatastrophen, Klimarisiken, fragile Lieferketten und wachsende geopolitische Spannungen haben 2025 sehr deutlich gemacht: Weniger Regeln bedeuten nicht weniger Druck.


    In dieser Jahresendfolge ziehe ich keinen nostalgischen Rückblick, sondern eine ehrliche Linie von 2025 nach 2026.

    Es geht um politische Ernüchterung, um das, was wir wirklich gelernt haben und um die Frage, warum echte Nachhaltigkeit gerade jetzt wichtiger wird, auch dort, wo Regulierung schwankt oder zurückgenommen wird.


    Kein Jahresrückblick mit Glanz. Kein Abgesang auf Nachhaltigkeit. Sondern ein klarer, ruhiger Ausblick auf ein Jahr, in dem Verantwortung nicht delegiert werden kann.


    In dem Sinne: Guten Rutsch, alles Gute für 2026. Wir hören uns!


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    45 min