S2E12 - Die mit dem DU-Rucksack
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Sobald man offen über Nachhaltigkeit spricht, kommt sie fast automatisch: Die Frage nach dem eigenen Lebensstil.
Was machst du selbst?
Fliegst du noch?
Isst du Fleisch?
Wie nachhaltig ist dein Konsum?
Manchmal als ehrliches Interesse.Oft als Reflex.
Fast immer mit derselben Wirkung.
In dieser Folge geht es um den „Du-Rucksack“.
Um personal blaming, moralische Prüfungen und die merkwürdige Erwartung, dass man erst perfekt leben muss, um über Nachhaltigkeit sprechen zu dürfen.
Es geht um additive Nachhaltigkeit, bei der sich Konsum nicht verändert, sondern nur grün auflädt.
Um die Ironie, dass viele heute gefeierte Praktiken bei unseren Großeltern schlicht Alltag waren.
Und um die Frage, warum wir Verantwortung so zuverlässig nach unten delegieren.
Diese Folge ist kein Freispruch vom eigenen Handeln.
Aber sie ist eine Einladung, Maßstäbe zu klären.
Was bewirkt individuelles Engagement wirklich?
Und was wird ihm zugeschoben, weil Systeme unangetastet bleiben sollen?
Eine Folge über Verantwortung, Wirkung und die Frage, wer eigentlich welchen Rucksack trägt.
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