Couverture de Heike Rädeker

Heike Rädeker

Heike Rädeker

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New York hat Kim Gordon, Montreal hat Melissa Auf der Maur: Berlin hat Heike Rädeker. Seit den frühen 90ern wandelt sie zwischen Indie und Alternative, Shoegaze und Noiserock. Zuerst mit dem Trio 18th Dye, später mit Evonike, Levent, Metal Ghost, Wuhling, 2 By Bukowski und gegenwärtig mit Voodoo Beach.

Manchmal auch als Kooperationspartnerin oder helfende Hand bei The Brian Jonestown Massacre, Mondo Fumatore und momentan als Elternzeitvertretung bei 24/7 Diva Heaven.

Rädekers Leben ist von Anfang an vom Wandel bestimmt. Mit vier zieht sie mit ihren Eltern 1973 von Dortmund nach Santiago de Chile, wo sie zur Schule geht, bis die Eltern sich trennen. Mit ihrer Mama geht es zu den Großeltern nach Dänemark, wo sie bald auf die passenden Freunde stößt, mit denen sie am Ende in einer Band ist.

18th Dye werden gar vom US-Indie Matador gesignt, nehmen mit dem legendären Produzenten Steve Albini (Nirvanas "In Utero") auf und gleich mehrere Sessions für BBC-DJ-Ikone John Peel. Rädeker überzeugt nebenbei in der Audition als Live-Bassistin für The Jesus And Mary Chain, muss wegen eigener Bandpläne allerdings absagen.

Als sie in Berlin sesshaft wird, bereichert sie fortan die dortige Indie- und DIY-Szene - kommt mit Booking-Agent Dirq Niemann zusammen, wird Mutter und verkauft eine Weile dänisches Mobiliar. Mittlerweile hat sie mit Guitar Repairs einen eigenen Shop, in dem die Super-Nerdin kaputtes Instrumentarium wieder flott macht. Ihr Gesellinnenstück ist ihr einzigartiger, sechssaitiger Custom-Bass.

Was den auszeichnet ist nur eine von vielen Geschichten und Anekdoten, von denen Rädeker berichten kann, denn sie hat das Musik-Business von diversen Seiten einmal durchgespielt und ist, man muss es so sagen, zu einer verdammten Legende geworden.

Eine geerdete, immer gut gekleidet, immer mit einer Story auf den Lippen. Viele, teils erstaunliche, lustige werden in gut zweieinhalb Stunden im Podcast "Der Soundtrack meines Lebens" ausgebreitet.

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