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De : Michael Meyer Joshua Wygand
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Willkommen zum HANSA Podcast! Ab sofort sprechen wir im maritimen Talk mit interessanten Gästen über das, was sie und die Branche bewegt!© HANSA Economie
Épisodes
  • #137 Hendrik Hesse startet mit Ozean Engineering nach abh-Insolvenz neu durch
    Oct 12 2026
    Hendrik Hesse ist seit rund zwei Jahren als Co-Gründer und geschäftsführender Gesellschafter mit der Shipdesign-Firma Ozean Engineering am Markt aktiv. Er tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters, der in den 80er-Jahren mit zwei Partnern abh Ingenieurtechnik gegründet hatte. Diese Firma musste nach einer Insolvenz 2023 liquidiert werden. In der neuen Episode des HANSA Podcasts spricht Hesse darüber, wie er mit Ozean Engineering neue Wege geht. Hesse berichtet von einer »schweren Zeit« vor der Neugründung und Differenzen mit dem Amtsgericht. »Wir sind erstarkt aus der Situation hervorgegangen«, so der Co-Gründer. Ausführlich berichtet er von seinem eigenen Werdegang als »Nicht-Schiffbauer« und was seine Motivation war (und ist), eine Shipdesign-Firma in Emden aufzusetzen. Es geht um »familiäre Vorbelastungen«, Ferienjobs an Bord, Seeluft schnuppern und Rost klopfen, aber auch um Erfahrungen aus anderen Bereichen, die er jetzt alle in die neue Fima einbringen kann. Erst jüngst hat Ozean Engineering ein zusätzliches Büro in Hamburg bezogen, als Anlaufstelle für die dortigen Reedereien und Geschäftspartner. »Wir wollen hier präsenter sein«, sagt Hesse und spricht auch über den Standort Emden. Zu den Schwerpunkten der Firmen-Aktivitäten zählen nach wie vor Containerschiffe und MPP-Schiffe, bei denen er – zumindest in Deutschland –eine signifikante Nachfrage registriert. In beiden Segmenten sei man mit vorbereiteten Designs gut aufgestellt. Künftig will Hesse wie auch andere Shipdesigner proaktiver an den Markt gehen: Mit mehr Marktforschung und über Kooperationen mit Schiffsmaklern, die ihre Expertise aus der Praxis einbringen. »Wir versuchen, gute Beziehungen aufzubauen, zu den führenden Maklern im Hamburger Bereich, aber auch international.« Gespräche dazu werden geführt. Weiter ist Ozean Engineering an anderer Stelle: Im Rahmen der Schiffbau-Messe SMM in Hamburg wurde eine Kooperation mit einem indischen Partner besiegelt. Hesse sieht das ebenfalls als Teil der Weiterentwicklung. Im Gespräch geht er auf Details und seine Sicht auf Potenziale – aber auch noch bestehende Herausforderungen – des Schiffbau-Markts Indien ein, in dem in den letzten Jahren mehrere Reeder aktiv geworden sind, darunter auch deutsche Schiffseigner. Generell will Hesse die Firma – weg vom reinen Engineering-Dienstleister – zu einer »fully fledged design boutique« weiterentwickeln, »die auch operative Aspekte beim Reeder mit abdeckt«. Ein Beispiel: »Wir haben uns ganz früh auf die Fahne geschrieben, Technologien wie Künstliche Intelligenz, KI-Agenten und Large Language Models (LLMs) zu integrieren und haben eine eigene Software entwickelt«, sagt Hesse und spricht über ein »breiteres Mindset« sowie Algorithmen für die Dekarbonisierung der Flotte. In der Episode geht es außerdem um den „historischen“ Hintergrund der Firma, seinen persönlichen Werdegang als „Nicht-Schiffbauer“ in der Schifffahrt, Nachfrage-Trends seitens Reedereien, unterschiedliche Interessen von Reeder, Werft, Klasse & Co., Cargo Intake vs. Baupreis vs. Kraftstoff-Verbrauch, den Bedarf an „Mediation“ bei der Entwicklung eines Schiffs, die neue Kooperation mit Partnern aus Indien, besondere Projekte in Indonesien, Projekte im Marine- und im Fahrzeugbau, Shipdesign in Zeiten neuer Regulierung, Wulstbug, Stabilität & Co., Künstliche Intelligenz und ein selbstentwickeltes neues Tool, Schiffbau Indien und Lerneffekte für Reeder und Werften, Nuklear-Antriebe und Effekte für das Shipdesign.
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    29 min
  • #136: BBC-Chef Ulrichs: "Unfassbares Commitment der Reeder-Familie Briese"
    Sep 28 2026
    Der MPP-Weltmarktführer BBC Chartering aus Leer bastelt derzeit kräftig an der Modernisierung der Flotte. Insgesamt kamen und kommen über 50 Schiffe für mehr als eine Milliarde Euro dazu. Weitere Neubauten sind möglich, ebenso ein Ausbau der Bulk-Aktivitäten, sagt CEO Ulrich Ulrichs gegenüber der HANSA. Ulrichs spricht in der neuen Episode des HANSA PODCASTs exklusiv über seinen Blick auf die Entwicklung und „die DNA“ der ostfriesischen Schifffahrtsgruppe, Schiffstypen und -größen, (weniger) Charterschiffe und die Zusammenarbeit mit Tramp-Reedern, geopolitische Folgen für die MPP-Schifffahrt, die wachsende Bulker-Aktivitäten aus dem Büro in Hamburg, das „Commitment“ der Eigner-Familie Briese und Muskel-Emojis. „Wir fühlen uns stark und die Märkte haben sich in den letzten fünf Jahren gut entwickelt“, sagt der CEO und betont, dass Briese und BBC viel in die Zukunft der Gruppe und in Assets – sprich vor allem Schiffe – investiert haben. Wenn die letzten Neubauten der „Lakermax“-Serie abgeliefert sind, werden es allein von diesem Typ 21 Schiffe sein. Insgesamt sind in den letzten Jahren 40 Schiffe neu in die Flotte gekommen, zwölf weitere sind im Zulauf. Ulrichs geht im Gespräch darauf ein, wie die Altersstruktur jetzt ist und ob ein weiterer Flotten-Ausbau oder eine Flotten-Modernisierung geplant sind. „Wir haben mit dem Lakermax ein bestimmtes Segment bedient. Jetzt reden wir über die künftige Struktur der Flotte“, sagt er und spricht über die Vor- und Nachteile kleinerer oder größerer Schiffe. Weitere Aufträge sind jedenfalls durchaus denkbar. Man denkt über den „Schiffstyp der Zukunft“ nach, so der Manager, der in seiner Vita Stationen unter anderem bei der Rickmers-Linie und Zeaborn stehen hat. Man müsse bei allen Plänen derzeit aber bedenken, dass man mit Container- und Bulk-Reedereien konkurriere, Werftslots und nicht zuletzt Hauptmaschinen knapp seien: „Das ist mitunter schwierig und wir wollen natürlich auf Werfen bauen, die entsprechende Qualität liefern.“ Der Anteil der Charterschiffe ist zuletzt etwas geschrumpft, weil einige Third-Party-Owner nicht so viel neue Schiffe bestellt und ältere Einheiten verkauft haben. Dieser Trend könnte sich fortsetzen, sagt der BBC-Chef und spricht über Hintergründe der Entwicklung. Er erläutert zudem, wie er und BBC Chartering zum Geschäft mit Schiffen der 60.000-tdw-Klasse stehen, in das zuletzt mehrere Carrier investiert haben. Das Gespräch dreht sich auch um mögliche Allianzen in der MPP-Schifffahrt, wie sie immer mal wieder entstehen und wieder aufgelöst werden. BBC hält sich diesbezüglich traditionell eher zurück. Der CEO spricht über seine Sicht auf die Dinge und ob sich diese Sicht in den letzten Jahren geändert hat. Hinter dem Carrier BBC Chartering steht seit Beginn an die Leeraner Reedereifamilie Briese – mittlerweile in zweiter Generation geführt von Wilke Briese. Ulrich Ulrichs berichtet von großen Investitionen für über eine Milliarde Euro: „Das ist ein unfassbares Commitment der Familie. Gerade mit meiner beruflichen Historie weiß ich das sehr zu schätzen.“ Ein wichtiges Thema ist für ihn der kurze Draht zum hauseigenen technischen Management und den Bulker- und Shortsea-Aktivitäten der Briese-Gruppe, so der BBC-Chef mit Blick auf die verschiedenen Aktivitäten der Gruppe. In all den Überlegungen spielen der „Kern“ und die „DNA“ der Leeraner Schifffahrtsgruppe eine sehr gewichtige Rolle. Zu diesem Kern gehörten Bulker lange Zeit zwar nicht wirklich, oder nur am Rande. Nun aber wächst die Flotte sowie das Geschäft mit Massengutfrachtern, das BBC von Hamburg aus steuert – und zwar mit Charterschiffen, aber auch eigenen und neuen Frachtern. Und zwar nicht zuletzt auf Initiative von Wilke Briese. „Das Bulk-Geschäft entwickelt sich sehr gut und es ist ein Geschäft, das wir definitiv weiter machen wollen“, sagt Ulrichs und erläutert die Entwicklung der jüngeren Vergangenheit, begründet die Lage und ruft Bulker-Akteure zu einer Kontaktaufnahme auf.
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    39 min
  • #135 Geopolitik, Resilienz, Service: „Großes Interesse an deutscher Flagge“
    Sep 14 2026
    Christian Bubenzer hat sich das Ziel gesetzt, ein Drittel der deutschen Handelsflotte unter die deutsche Flagge zu bringen. Der Einflaggungsmanager des Bundesverkehrsministeriums führt viele Gespräche mit Reedereien, die Aufmerksamkeit ist so groß wie viele Jahre nicht mehr. Auch die neue Schiffsbesetzungversordnung spielt dabei eine Rolle. Viele Reedereien, „die schon lange lange nicht mehr auf die deutsche Flagge gesetzt haben“ könne man mittlerweile überzeugen, berichtet Bubenzer exklusiv im HANSA Podcast. Bubenzer spricht über konkrete Zahlen an Schiffen mit Schwarz-Rot-Gold am Heck. Die Rede ist unter anderem von „langsamer Steigerung“ und „Steigerungsfähigkeit“. In den letzten zweieinhalb Jahren sei man mit dem Team der BG Verkehr und gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium „richtig durchgestartet“. Zentral sei ein intensiver Dialog mit Reedereien gewesen, aus dem eine lange Liste an Verbesserungswünschen in punkto Service, Bürokratie und Rechtslage entstand. „Von der Liste haben wir einiges abgearbeitet. Es kommt noch einiges." Ein Grund für das zunehmende Interesse ist laut Bubenzer auch die Geopolitik und die angespannte Sicherheitslage in einigen Seegebieten wie unter anderem der Straße von Hormus. „Wir leben in unsicheren Zeiten, da wird das Thema Flagge wichtiger“, berichtet er aus Gesprächen hinter verschlossenen Türen und geht auf die Themen „Resilienz eines Wirtschaftsstandortes“ und „Kernflotte für das Land“ sowie den Schutz deutscher Schiffe in Krisen- und Kriegsgebieten ein. Ein anderes wichtiges Thema – für Bubenzer eine der wichtigsten Verbesserungen – ist die Anpassung der Schiffsbesetzungsverordnung. Im Kern geht es darum, dass der Kapitän nicht mehr zwingend aus einem EU-Land kommen muss, wenn man die deutsche Flagge führen will. In der Podcast-Episode geht es um die Anforderungen und verschiedene Voraussetzungen, die dafür seitens der Reederei erfüllt werden müssen. Nicht zuletzt setzen Bubenzer und sein Team auf ein laufendes Markterkundungsverfahren unter der Federführung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie. Reeder werden befragt, ob sie eine Service-Agentur für die deutsche Flagge wollen – analog zu den Einrichtungen anderer internationaler Flaggen. Bubenzer spricht über mögliche Details eines One-Stop-Shops – und nicht zuletzt über die vieldiskutierte und seit Jahren von den Reedern geforderte „einheitliche Flaggenstaatsverwaltung“. Der Experte kündigt weitere Einflaggungen an und berichtet von Gesprächen mit vielen Reedereien: „Besonders freut uns, dass es uns zunehmend gelingt, Reedereien zu überzeugen, die schon lange, lange nicht mehr auf die deutsche Flagge gesetzt haben. Das ist ein gutes Zeichen.“ Nicht zuletzt dreht sich das Gespräch um konkrete Zahlen: Je nach Berechnungsweise ist die Zahl ausgeflaggter Schiffe mehr als drei oder fast sechs Mal so hoch wie die unter Deutschland-Flagge (es gibt eine neue Berechnungsmethode). Das sei „natürlich ein Punkt, der uns definitiv nicht zufriedenstellt“. Eine offizielle Zielmarke gibt es zwar nicht. Bubenzer spricht darüber, wann er zufrieden ist und nennt sein ganz persönliches Ziel: „ein Drittel der deutschen Handelsflotte unter deutscher Flagge“. Das müsse möglich sein. Hören Sie hier die komplette Episode. Der „Einflaggungsmanager“ Christian Bubenzer spricht darin außerdem über weitere Verbesserungen und Hausaufgaben für die Behörden, das große Argument „Kosten“ und der Vergleich zu anderen Flaggen, Schifffahrtsrecht und private Sicherheitsteams an Bord, Hoheitliche Aufgaben und Zusammenarbeit mit Klassifikationsgesellschaften, Imagewandel, Vorurteile und „Umparken im Kopf“, Ausbildung und Förderung, bessere Karrierechancen für deutsche Seeleute, Schiffstypen unter deutscher Flagge, Überzeugungsarbeit bei Tailwind, Tui Cruises & Co. sowie Rückenwind aus dem Verkehrsministerium.
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    30 min
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