Couverture de Eva Menasse über ihren Roman "Alleinruhelage"

Eva Menasse über ihren Roman "Alleinruhelage"

Eva Menasse über ihren Roman "Alleinruhelage"

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„Wir dürfen uns nicht vom Überfluss der Probleme fertig machen lassen“, sagt Eva Menasse im DOMRADIO.DE Interview. In ihrem neuen Roman Alleinruhelage erzählt die Autorin von Liebe und Verlust, von Erinnerungen und Abschied. Die Ich-Erzählerin verkauft ihr Haus in der ostdeutschen Provinz. Damit lässt sie zwanzig Jahre ihres Lebens hinter sich – und begegnet noch einmal dem Glück und den Schmerzen, die sie mit diesem Ort verbindet.Doch Menasses Roman blickt weit über die privaten Abschiede hinaus. In dem Roman geht es auch um die Folgen der deutschen Wiedervereinigung und die unterschiedlichen Erfahrungen in Ost und West. Menasse erzählt von gesellschaftlichen Konflikten, die lange zu wenig Beachtung fanden. Zudem spielt der Roman in einer Zeit großer Herausforderungen. Da spiegelt sich der Klimawandel in der Natur, die das Haus umgibt. Bedrohlich sind auch das Erstarken rechter Kräfte und internationale Krisen.Bei aller Sorge um die Zukunft bleibt Eva Menasse zuversichtlich. Sie warnt vor apokalyptischem Denken, das Menschen lähmt, statt sie zum Handeln zu bewegen. Denn Veränderungen sind möglich, wie etwa das Verbot ozonschädigender FCKW gezeigt hat. Entscheidend ist, nicht zu resignieren, sondern politische Verantwortung zu übernehmen und konkrete Schritte zu gehen. Wir müssen nicht allein die Welt retten, aber wir können jeden Tag etwas tun. Menasses Botschaft: Das Leben bringt Verluste mit sich, doch solange wir leben, bleibt die Möglichkeit, dass sich etwas zum Guten wendet.
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