Épisodes

  • Isabella M. Weber (2026): Antifaschistische Wirtschaftspolitik
    Oct 20 2026
    Eine Wirtschaft, in der Märkte und Preise bestimmen, wie sich das Leben der Menschen und die Natur entwickeln, führt zu Krisen und verletzt die Würde der Menschen, die sich dann dem Faschismus zuzuwenden drohen. Eine antifaschistische Wirtschaftspolitik erfordert eine kluge, nach Wirtschaftszweigen differenzierte sowie demokratische Kontrolle von Märkten und Preisen, die eine angemessene und bezahlbare Versorgung mit wichtigen Gütern und Dienstleistungen garantiert. Isabella Weber diskutiert in ihrem Buch diesen Zusammenhang und zahlreiche, vergleichsweise radikale Vorschläge, die an verschüttete linke Konzepte anknüpfen, die zu ihrer Zeit aber erfolgreich waren.
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    16 min
  • Rutger Bregman (2024): Moralische Ambition
    Oct 12 2026
    Wie viel bewirkt unser Engagement wirklich? Rutger Bregman stellt in seinem Buch „Moralische Ambitionen“ diese unbequeme Frage. Für ihn ist klar: Engagement muss die Ambition haben, tatsächlich etwas zu verändern. Dafür müssen sich Menschen zusammenschließen, Bündnisse bilden, Kompromisse eingehen und gesellschaftliche Mehrheiten gewinnen. Bregman liefert konkrete Vorschläge, wie aus Bewegungen handlungsfähige Bündnisse werden könnten und zeigt, wie Ideen, die heute noch unrealistisch sind, machbar werden.
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    15 min
  • Ingrid Robeyns (2026): Limitarismus
    Sep 28 2026
    Reichtum muss begrenzt werden. Das sagt die Ökonomin und Philosophin Ingrid Robeyns. Es geht ihr nicht um eine feste Grenze. Wichtig ist ihr, dass wir über extremen persönlich Reichtum neu nachdenken. Denn sie zeigt, dass er sich nicht rechtfertigen lässt. Seine Entstehung ist moralisch unverdient und fast immer mit schmutzigen Mittel verbunden. Er untergräbt er die Demokratie, betoniert Armut und befördert die Klimakrise. Robeyns plädiert dafür, die Strukturen in den Blick zu nehmen und zu verändern, die extremen Reichtum entstehen lassen.
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    17 min
  • Joseph Stiglitz (2025): Der Weg zur Freiheit
    Sep 14 2026
    Die neoliberale Ideologie freier Märkte hat Krisen, Ungleichheit und gesellschaftliche Polarisierung mit sich gebracht. Sie ist wissenschaftlich überholt und muss durch einen progressiven Kapitalismus ersetzt werden. Der kann eine gerechte Gesellschaft ermöglichen, indem Märkte kontrolliert und wirtschaftliche Macht begrenzt. So entsteht Freiheit für alle statt für wenige Reiche. Der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz beschäftigt sich mit den Verhältnissen in den USA, aber seine Kritik ist grundsätzlich.
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    14 min
  • Anne Rabe (2025): Das M-Wort
    Aug 31 2026
    Moralische Maßstäbe werden in der politischen Öffentlichkeit immer öfter als Schwäche gebrandmarkt. Sie werden einer vermeintlich „realistischen“ Politik gegenübergestellt. Für rechtsextreme Kräfte ist die Verachtung der Moral politische Strategie. Es gilt die Moral im Sinne einer Gleichwertigkeit und Gleichheit aller Menschen wieder zu stärken. Die Gravitationskraft der Moral erzeugen wir selbst und müssen sie immer wieder neu hervorbringen. Moralisches Handeln ist also kein Luxus, sondern Teil der Lösung für gegenwärtige Krisen.
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    15 min
  • Arlie Russell Hochschild (2025): Geraubter Stolz
    Jul 27 2026
    Wie gelingt es Donald Trump, Wähler_innen für sich zu gewinnen, deren materielle Lebensbedingungen sich durch seine Politik kaum verbessern werden? Arlie Russell Hochschild untersucht am Beispiel Kentuckys die Rolle von Scham- und Verlustgefühlen für die politische Stimmung in wirtschaftlich abgehängten Regionen. Dabei deckt sie auf, wie die politische Rechte diese Gefühle erfolgreich für sich nutzt. Eine überzeugende Analyse, die auch für progressive Akteur_innen Perspektiven für die Rückgewinnung gesellschaftlicher Mehrheiten bietet.
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    13 min
  • Hanno Sauer (2025): Klasse
    Jul 21 2026
    Unsere Klassenzugehörigkeit bestimmt unseren Beruf, unsere Freizeit, wie und worüber wir sprechen – kurz: unser gesamtes Leben. Für Hanno Sauer sind Visionen einer Gesellschaft ohne Ungerechtigkeiten illusorisch: Er untersucht, welche Vorstellungen von Klasse in der Gesellschaft vorherrschen, und deckt auf, worin sich unser Statuswettbewerb alltäglich äußert. Ein Buch, das insbesondere diejenigen zum Nachdenken anregen dürfte, die Ungleichheiten moralisch verurteilen, ihre eigene Rolle darin jedoch selten reflektieren.
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    12 min
  • Jonathan White (2024): In the Long Run
    Jul 21 2026
    Wie politisch über Zukunft nachgedacht wird, ist keineswegs neutral – ganz im Gegenteil: Seit den Revolutionen des 18. Jahrhunderts wird sie umkämpft, neu interpretiert und instrumentalisiert. Jonathan White untersucht die Bedeutung unterschiedlicher Zukunftsvisionen für die Politik und plädiert dafür, aktuelle Herausforderungen zwar nicht aus den Augen zu verlieren, Demokratie zugleich aber wieder langfristig zu denken. Eine wegweisende Theorie, die einen relevanten Beitrag zur Diskussion um die Zukunft der Sozialen Demokratie leistet.
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