Épisodes

  • 🧠🔍 Folge 3: Gedankenlesen per Hirnscanner – Staffel 1 „Kaleidoskop der Wissenschaft“
    Feb 8 2026

    Wie nah sind wir wirklich daran, Gedanken aus dem Gehirn auszulesen?


    In Folge 3 unseres neuen Formats „Kaleidoskop der Wissenschaft“ diskutieren Experten, warum Hirnscanner Fortschritte machen – aber auch, warum Gedankenlesen nicht einfach ist: Jede Person ist einzigartig, die Dekodierung erfordert Trainingsdaten, und der Kontext unserer Sprache in der Community spielt eine zentrale Rolle.


    Wir werfen einen Blick auf:

    • Basale Dekodierung von Gehirnaktivität mit Machine Learning

    • Grenzen des Gedankenlesens bei komplexen Inhalten

    • Philosophischer Externalismus: Wie Sprache und Gemeinschaft Bedeutung prägen

    • Ethische Fragen: „Adversarial Mind Reading“ und Schutz der Privatsphäre


    Dieses Kaleidoskop wissenschaftlicher Perspektiven zeigt: Gedankenlesen ist spannend, aber noch lange keine Science-Fiction, die alles aus uns herauslesen kann.

    📺 Jetzt ansehen auf YouTube: https://youtu.be/3p96qQQkUE8


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    9 min
  • #37 Bewusstsein verstehen - Zoomposium mit Lukas Kob
    Jan 17 2026

    Ein Interview über Bewusstsein, Strukturalismus und Künstliche Intelligenz


    1. Viele Menschen erleben Bewusstsein als etwas Selbstverständliches. Sie hingegen untersuchen es mit einem strukturalistischen Ansatz.


    • Warum ist es wichtig, Bewusstsein nicht einfach als gegeben hinzunehmen, sondern wissenschaftlich und philosophisch zu analysieren?


    • Sie arbeiten an der Schnittstelle von Philosophie und Neurowissenschaften: Was können neuronale Aktivitätsmuster über Bewusstsein aussagen – und wo liegen ihre Grenzen?


    2. In Ihrem Artikel „Exploring the role of structuralist methodology in the neuroscience of consciousness“ (2023) argumentieren Sie, dass Bewusstseinszustände nicht isoliert, sondern nur über relationale Strukturen verstanden werden können.


    • Können Sie die Grundidee des strukturalistischen Ansatzes kurz erläutern? Was ist mit relationalen Strukturen gemeint, und wie versteht der Strukturenrealismus Bewusstsein?


    • Wie erklären Sie den Begriff des „neuronalen Korrelats des Bewusstseins“ (NCC), und welchen Beitrag leistet der Strukturenrealismus zu seiner Identifikation?


    • Inwiefern hilft dieser Ansatz, NCCs präziser zu bestimmen?


    3. Klassische Kontrastanalysen stoßen oft an Grenzen, wenn subjektive Erfahrungen direkt mit neuronalen Aktivitäten verglichen werden. Sie schlagen stattdessen strukturalistische Methoden vor:

    „Methodological structuralism … seeks to identify neural correlates of consciousness by mapping phenomenal similarity relations onto neural similarity relations.“


    • Welche Vorteile bietet dieser Ansatz für die empirische Bewusstseinsforschung?


    William James beschrieb Bewusstsein als die „Summe aller Erfahrungen“.


    • Wie kann der Strukturenrealismus helfen, diese subjektive Dimension philosophisch fundiert und empirisch überprüfbar zu erfassen?


    Zugleich schreiben Sie:


    „Structuralism provides a comprehensive description of the neural encoding of content, but it is inadequate for fully explaining conscious experience.“


    • Welche methodischen Herausforderungen ergeben sich bei der Quantifizierung struktureller Ähnlichkeiten zwischen Erleben und neuronalen Aktivitätsmustern?


    4. Angesichts aktueller Fortschritte in KI und der Forschung an organoiden Mini-Gehirnen stellt sich die Frage nach Anwendungen strukturalistischer Bewusstseinsforschung in künstlichen Systemen. Ihr Ansatz ist besonders relevant für die „computational phenomenology“, die versucht, qualitative Erfahrungen formal zu modellieren:


    „Contents could be processed in a silicon-based system and the consciousness of those contents in an artificial organoid.“


    • Welche Perspektiven eröffnet Ihre Forschung für die Entwicklung von „artificial consciousness“, also Systemen, die Bewusstseinsstrukturen nicht nur simulieren, sondern nachvollziehen könnten?


    5. In „Methodological structuralism and the two-factor approach“ (2025) kombinieren Sie den Strukturalismus mit einem Zwei-Faktor-Modell: Relationale Strukturen liefern den Inhalt, ein zweiter Faktor verleiht Bewusstsein.


    „The crucial question … is whether the content encoded by DNNs could become conscious if a suitable consciousness-conferring factor interacted with it.“


    • Wie kann dieses Modell helfen, künstliche Systeme zu entwickeln, die nicht nur Verhalten imitieren, sondern die Struktur bewusster Zustände abbilden?


    • Ermöglicht Ihr Ansatz neue Kriterien, um zu beurteilen, ob eine KI wirklich bewusst ist oder lediglich bewusstseinsähnliches Verhalten zeigt?

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    1 h et 12 min
  • 🧠 Folge 2: Das Qualia-Problem – Staffel 1 Kaleidoskop der Wissenschaft 🔭
    Dec 16 2025

    Willkommen zurück bei „Kaleidoskop der Wissenschaft“auf dem YouTube-Kanal Zoomposium! 📽🌐

    Auch in der zweiten Folge bringen wir führende Expertenzusammen, die in kurzen, prägnanten Statements komplexe Fragen der Bewusstseinsforschung beleuchten – interdisziplinär, verständlich und auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Debatte.


    🎯 Folge 2: Bewusstsein im Fokus – Vertiefung zentraler Grundfragen

    In dieser Folge widmen wir uns einem der faszinierendsten undzugleich schwierigsten Themen der Philosophie und Neurowissenschaft:


    🟣 Was ist das Qualia-Problem – und können wir es wissenschaftlich lösen?

    Warum fühlt sich eine Sauerkirsche so an, wie sie schmeckt?
    Warum erleben wir Farben nicht nur als Lichtwellen, sondern alsetwas?
    Und lässt sich dieses subjektive Erleben – die berühmten Qualia – jemals vollständig in neuronale Prozesse übersetzen?

    Unsere Experten diskutieren u. a.:

    • Warum subjektives Erleben nicht einfach mit semantischem Gehalt von Gedanken identisch ist

    • Weshalb Neurowissenschaften zwar Korrelate des Erlebensfinden, aber das „Wie es sich anfühlt“ kaum erklären können

    • Wo die Grenzen empirischer Forschung zur 1.Person-Perspektive verlaufen

    • Ob es „kleine“ lösbare Qualia-Probleme gibt – etwa dieEinordnung neuer Sinneseindrücke in einen multidimensionalen Erlebnisraum

    • Warum das große Qualia-Problem möglicherweise prinzipiell unerreichbar für die Wissenschaft bleibt

    • Und weshalb Science-Fiction-Figuren wie Mr. Spock oder Commander Data helfen, zwischen Denken und Erleben zuunterscheiden

    Diese Folge zeigt: Das Qualia-Problem ist nicht nur einephilosophische Herausforderung, sondern berührt fundamentale Fragen nach der Natur des Bewusstseins – und nach den Grenzen wissenschaftlicher Erklärbarkeit.


    👥 Mit dabei sind renommierte Experten:

    • Konrad Körding – Computational Neuroscience & Bayes’sche Modelle

    • Patrick Krauß – Neurowissenschaften, KI und linguistische Kognition

    • Holger Lyre – Philosophie des Geistes, Bewusstsein & Wissenschaftstheorie

    • Achim Stephan – Affektivität, situierte Kognition & Emergenz

    Ihre Perspektiven formen erneut ein lebendiges, vielfältiges Bild – ein echtes Kaleidoskop der Wissenschaft.

    🎬 Bleiben Sie dran, abonnieren Sie den Kanal und klicken Sie auf den Link am Ende des Videos, um weitere Folgen der zweiten Folge nicht zu verpassen!

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    9 min
  • #36 Zoomposium mit Niels Birbaumer: „Mind-Uploading & BCI“
    Nov 28 2025

    In unserem neuesten Interview sprechen wir mit Prof. Niels Birbaumer, einem der Pioniere moderner Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCI).Seine Forschung ermöglicht es bereits heute, dass Menschen imLocked-In-Syndrom über Gedanken kommunizieren – und er denkt weiter: Neuroplastizität, Neurofeedback, Lernen, Emotionen und Bewusstsein verknüpft er zu einem umfassenden Bild der Funktionsweise des Gehirns.

    Themen im Fokus:
    Datenübertragung zwischenGehirn und Maschine: Können BCIs Gedanken nicht nurauslesen, sondern auch Informationen zurück ins Gehirn schreiben? 🔄
    Neuralink, BCI-Zukunft & Ethik:Welche Chancen und Grenzen gibt es für alltagstauglicheBrain-Computer-Interfaces? ⚖️
    Mind-Uploading & digitale Unsterblichkeit: Ist eine digitale Kopie wirklich dieselbe Person? Welche Auswirkungen hat das auf Identität, Medizin und Gesellschaft? 💾🤯
    Neuroplastizität & Lernen: Wie flexibel ist unser Gehirn ein Leben lang? Können Traumata oder Ängste gezielt verändert werden? 🧩
    Neurofeedback & Persönlichkeit: Welche Chancenund Risiken entstehen, wenn Menschen bewusst ihre Hirnaktivität steuern? 🎛️
    KI & neurobiologische Grundlagen: Können künstliche Intelligenzen Intuition oder Emotion entwickeln? Wie sicher ist der Einsatz in kritischen Bereichen? 🤖

    Dieses Gespräch verbindet Neurowissenschaft, Medizin,KI-Forschung und Philosophie – und zeigt, wie eng Gehirn undTechnologie heute schon miteinander verflochten sind.

    📽️ Interview: https://youtu.be/IS9J6_ICQnU

    📎Information: https://philosophies.de/index.php/2025/11/26/mind-uploading/

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    1 h et 4 min
  • 🧠 Folge 1: Was ist Bewusstsein ? - Staffel 1 Kaleidoskop der Wissenschaft 🔭
    Oct 3 2025

    🚀 Wir starten ein neues Format auf unserem YouTube-KanalZoomposium: „Kaleidoskop der Wissenschaft“


    In kurzen, prägnanten Interviews beantworten führendeForscher:innen große Fragen zu Bewusstsein, Geist undKünstlicher Intelligenz. 🧠 ✨🤖


    👉 Staffel 1 trägt den Titel:„Bewusstsein imZeitalter Künstlicher Intelligenz“

    🧠 Folge 1: Was ist Bewusstsein ?


    👥 Mit dabei sind u. a. Konrad Körding, Patrick Krauss,Holger Lyre und Achim Stephan.


    📽 Schauen Sie rein, abonnieren Sie den Kanal unddiskutieren Sie mit uns: https://youtu.be/2yBZzXMfbyw


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    14 min
  • #35 ZOOMPOSIUM mit Ulrich Krohs: Sind Qualia wissenschaftlich fassbar?
    Aug 10 2025

    Die Biologie des Bewusstseins, Naturphilosophie und künstliche Intelligenz

    In diesem Interview sprechen wir mit Prof. Dr. Ulrich Krohs, Professor für Philosophie an der Universität Münster mit Schwerpunkt Wissenschafts-, Natur- und Technikphilosophie sowie Philosophie der Biowissenschaften. Er forscht zur erkenntnistheoretischen Einordnung biologischer und technischer Systeme und zum Bewusstsein – Thema seines Buchs „Gehirn und Freiheit – Eine Naturphilosophie des Bewusstseins“. Im Fokus stehen Fragen zu Geist, Körper, Emergenz, KI und der Zukunft unserer Erkenntnisformen.

    1. Willensfreiheit – lösbares Problem oder Illusion?
      Ist das klassische Problem der Willensfreiheit prinzipiell lösbar oder ein Scheinproblem, entstanden durch sprachliche oder theoretische Missverständnisse?

    2. Reduktionismus, Emergenz und Strukturenrealismus
      In „Philosophie der Biologie“ (2005) und „Structure and Coherence of Two-Model-Descriptions of Technical Artefacts“ (2009) kritisiert Krohs den Reduktionismus und plädiert für einen Strukturenrealismus, in dem Funktionen als emergente Eigenschaften komplexer Systeme gelten.
      Ist Reduktionismus überholt? Bedeutet „Big Data“ in der KI-Forschung nicht ebenfalls modernen Reduktionismus, der Komplexität mit Kompliziertheit verwechselt? Könnte ein strukturenrealistischer Ansatz kognitive Phänomene oder gar künstliches Bewusstsein besser modellieren – und sollte man das wollen?

    3. Computersimulationen als Erkenntnisinstrument
      In „A priori measurable worlds“ (2006) sieht Krohs Simulationen als „nicht-materielles Maßstabsmodell“, das den epistemischen Flaschenhals klassischer Beschreibungen dynamischer Prozesse umgehen kann.
      Welche Rolle spielen sie heute, etwa in der Computational Neuroscience? Können neuronale Modelle ein tieferes Verständnis des Gehirns ermöglichen – jenseits kausaler Modelle?

    4. Zustandsmodell des Bewusstseins – Naturalismus vs. Dualismus
      In „Gehirn und Freiheit“ beschreibt Krohs Bewusstsein als dynamische neuronale Prozesse, z. B. Synchronisation feuernder Neuronen.
      Kann dies die Lücke zwischen neuronaler Aktivität und subjektivem Erleben (Qualia) schließen? Wie funktioniert das Modell? Ist es instrumentalistisch oder strukturenrealistisch? Welche biologischen Eigenschaften muss ein System für Bewusstsein haben? Verbirgt sich hier ein neuer Dualismus im naturalistischen Gewand?
      Anschließend Diskussion der „4E“-Ansätze, besonders „Embodiment“ und „Embeddedness“.

    5. Multiple Realisierbarkeit – Neuromorphie und AGI
      Wenn Bewusstsein nicht an neuronale Substrate gebunden ist, stellt sich die Frage: Kann es auf anderen materiellen Grundlagen entstehen – etwa in künstlichen Systemen?
      Im Neuromorphic Engineering werden künstliche neuronale Netzwerke (KNN) und „spiking neuronal networks“ (SNN) entwickelt, die dem Gehirn nachempfunden sind.
      Erleben wir den Wechsel vom reduktionistischen „Supervised Learning“ hin zur Biologisierung der KI? Was bedeutet das für die Idee einer starken Allgemeinen Künstlichen Intelligenz (AGI)?
      Lässt sich Bewusstsein funktional simulieren? Gibt es Indikatoren für bewusste Zustände in künstlichen Netzwerken? Könnten Maschinen bereits Bewusstsein entwickelt haben – unbemerkt?

    Ein Gespräch über Philosophie, Biologie, Technik – und das, was uns als Menschen vielleicht auszeichnet: unser Bewusstsein.

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    1 h et 36 min
  • #34 Zoomposium mit Sascha Benjamin Fink: Vom Gehirn zum Geist und zurück - Auf der Suche nach dem neuronalen Korrelat
    Aug 9 2025


    1. Herr Dr. Fink, Sie sind Forschungsdirektor am Zentrum für Philosophie und KI-Forschung (PAIR) der FAU Erlangen-Nürnberg, Juniorprofessor am Center for Behavioral Brain Sciences in Magdeburg sowie Affiliate Professor an der University of Glasgow. Sie forschen zur Neurophilosophie – von neuronalen Korrelaten des Bewusstseins bis zur Manipulation des Geistes durch Pharmakologie oder neue Technologien.
      Wird der „heilige Gral“ der kognitiven Neurowissenschaften jemals gefunden? Oder steckt im „hard problem“ von David Chalmers womöglich schon ein dualistischer Konstruktionsfehler?


    2. In „A Deeper Look at the Neural Correlate of Consciousness“ (2016) argumentieren Sie, dass das „hard problem“ sich nicht falsifizieren lässt, da es kein „experimentum crucis“ gibt. Sie fordern ein „NCC2.0“, das zwischen „Token-“ und „Type“-Korrelaten unterscheidet und auf einer bijektiven Eins-zu-eins-Typ-Abbildung basiert. Ihr starker 4E-Ansatz besagt, dass Bewusstsein keine feste neuronale Basis hat und kein einzelner neuronaler Typ einem bestimmten phänomenalen Typ entspricht.
      Könnten Sie diesen Ansatz für unsere Zuschauer:innen noch einmal erläutern – vielleicht mit einem Beispiel?


    3. Darauf aufbauend entwickelten Sie einen strukturenrealistischen Ansatz, der diese Typ-Abbildung in eine neue Theorie des NCC2.0 überführt. Gemeinsam mit Holger Lyre und Lukas Kob veröffentlichten Sie 2021 in „Philosophy and the Mind Sciences“ den Artikel „A structural constraint on neural correlates of consciousness“. Sie beschreiben darin einen strukturellen Morphismus zwischen neuronalen Substraten und phänomenalen Räumen – den „neurophänomenalen Strukturalismus“.
      Gehen Sie davon aus, dass dieser direkte strukturelle Morphismus das Zuordnungsproblem löst, weil der phänomenale Strukturalismus diese Korrelation impliziert? Bedeutet dies, dass das Qualia-Problem entfällt, weil Qualia nicht zusätzlich repräsentiert werden, sondern bereits struktural enthalten sind? Können Sie dies am Beispiel der Farbverarbeitung verdeutlichen?


    4. Das Verhältnis von Wahrnehmung und Wirklichkeit ist auch Thema Ihres Artikels „When seeing is not believing: A mechanistic basis for predictive divergence“ (2022). Sie entwickeln ein Modell des Predictive Processing, wonach Wahrnehmungs- und kognitive Vorhersagen aus derselben Inferenzhierarchie stammen und durch Top-down- und Bottom-up-Mechanismen approximiert werden. Diese Forschung ist relevant für KI-Entwicklung und Virtual Reality, die Sie im Rahmen von PAIR und dem SENSOR-Projekt in Glasgow erforschen.
      Wie weit ist das „Sensory Engineering“ für künstliche Agenten, die sich selbständig orientieren und handeln? Könnten senso-motorische, propriozeptive Ansätze mit Rückkopplung zum Entstehen einer Allgemeinen Künstlichen Intelligenz beitragen, indem sie – gemäß dem 4E-Konzept – Grundlagen für „Künstliches Bewusstsein“ schaffen? Was hieße das für die menschliche Wahrnehmung? Werden wir künftig noch klar zwischen virtueller und realer Wirklichkeit unterscheiden können – oder verändert Technologie unser Realitätsverständnis grundlegend?


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    1 h et 2 min
  • #33 Zoomposium mit Georg Northoff und Philipp Klar: Welt + Gehirn = Bewusstsein? - Teil 2
    Aug 8 2025

    Zoomposium mit Georg Northoff und Philipp Klar


    Thema: Welt + Gehirn = Bewusstsein? – Teil 2 – Philosophische Konsequenzen


    Informationen zu unseren Interviewpartnern:


    Georg Northoff studierte in Hamburg, Essen, Bochum und New York. Ab 1996 war er Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Magdeburg, habilitierte sich 1998 in Medizin und 1999 in Philosophie. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Magdeburg und Harvard. Seit 2009 ist er Inhaber des eigens für ihn geschaffenen Lehrstuhls für Geist, Gehirn und Neuroethik an der Universität Ottawa. 2021 wurde er Mitglied der Royal Society of Canada. Seine Forschungsschwerpunkte sind funktionelle Bildgebung zur Untersuchung von Emotionen, Neurobiologie, psychiatrische Erkrankungen, analytische Philosophie des Geistes, Neurophilosophie, Neuropsychoanalyse und Neuroethik.


    Philipp Klar studierte Psychologie und Neurowissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er arbeitet mit bildgebenden Verfahren wie fMRI und erforscht fraktale oder „scale-free“ Gehirndynamiken, die er auch in auditorischen und visuellen Stimuli wie Filmen untersucht. Er gehört zum Team von Georg Northoff und präsentiert im Interview Studien, die sich mit der Anpassung fraktaler Gehirnaktivität an Umweltstimuli befassen, um Bewusstsein bzw. Erleben zu ermöglichen.


    Inhalt des Interviews:

    „Welt + Gehirn = Bewusstsein? – Teil 2 – Philosophische Konsequenzen“


    Der zweite Teil des Interviews widmet sich der neurophilosophischen Interpretation der empirischen Befunde aus Teil 1 und deren Bedeutung für das Phänomen Bewusstsein.


    Zentrale Punkte:


    * Die Anpassung der Powerverteilung zwischen Gehirn und Umwelt findet vor allem in frühen sensorischen Regionen statt.


    * Die Temporo-Spatial Theory of Consciousness (TTC) beschreibt ein Alignment (Anpassung) zwischen Gehirn und Umwelt in diesen Regionen.


    * Die Integration der Informationen erfolgt in späteren Assoziationsarealen, das heißt, nicht das gesamte Gehirn spiegelt die Umwelt 1:1 wider.


    * Diese kontinuierliche Anpassung der Gehirndynamik an die sich ständig verändernde Umweltdynamik ist ein fundamentaler Mechanismus des Bewusstseins.


    Wie erleben wir unsere Umwelt?

    Wir enkodieren und matchen ihre Dynamik laufend in die eigene Dynamik unseres Nervensystems. Dieser Prozess stellt unseren Zugang zur Welt dar.


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    28 min