Épisodes

  • Ungeschminkt #5 mit Annette Beaufaÿs
    Jan 19 2026
    Annette Beaufaÿs ist eine Künstlerin mit Managertalent. Sie schuf Kostüme für über 120 Produktionen für den Zirkus, die Oper, den Film und stattete den Opernball sowie das Neujahrskonzert aus. Mit André Heller und Michael Haneke verbindet sie eine langjährige Arbeitsfreundschaft. Sie war die Herrin über 250.000 Kostüme und leitet die Kostümwerkstätten von Art for Art, dem Generalausstatter der Bundestheater mit über 100 Mitarbeitern. Hannes Hametner spricht mit Annette Beaufaÿs über Mode, die Kunst des Kostüms, die Wichtigkeit von Handwerk und über das Wien der 70er Jahre. Annette Beaufaÿs wurde am 1. April 1949 als Tochter des Primararztes Dr.med habil Josef Beaufaÿs und Martha Beaufaÿs, geb. Schillings in Arnsberg/Westfalen geboren. Nach dem plötzlichen Tod des Vaters übersiedelte die Familie nach Wien, wo Annette Beaufaÿs von 1965 -1970 die Modeschule Hetzendorf besuchte. Die erste Berufserfahrung im Bereich der Mode sammelte sie als Modefotostylistin für die Werbung in Wien. Da es zu dieser Zeit sehr schwer war, in Wien im Bereich der Mode vorwärtszukommen, ging sie 1972 nach Australien. Dort verdiente sie als Modedirectrice in Sydney das nötige „Kleingeld“ für die Eröffnung der eigenen Boutiquen "Lilli Pilli" in der Bäckerstraße und „Nikita“ in der Sonnenfelsgasse. Das war 1973, zu einer Zeit, als es in Wien noch keine „schrägen“ Läden gab. Dort war es auch, wo die Karriere in Gestalt André Hellers in ihr Leben trat. Er überredete sie zu ihrer ersten Arbeit 1976 als Kostümbildnerin für „Circus Roncalli“ als Mitarbeiterin des österreichischen Malers Hubert Aratym. Es folgten weitere Arbeiten mit André Heller für „Flic Flac“, „Begnadete Körper“, „Feuertheater“ und „Magneten“. Noch heute gilt André Heller als ihr künstlerischer Mentor. Für das Theater und den Film wurde sie 1981 von Michael Haneke, dem berühmten österreichischen Regisseur als Kostümbildnerin entdeckt, für den sie neben einigen Theaterstücken unter anderen auch den Film „Wer war Edgar Allen“ und „Die Klavierspielerin“, sowie Haneke's erste Operninszenierung „Don Giovanni“ in Paris ausstattete. Sie war als freischaffende Kostümbildnerin für über 120 Produktionen in Theater, Oper, Film und Fernsehen in Europa, Japan und China verantwortlich. Hier arbeitete sie mit Regisseuren wie Axel Corti, August Everding, Dietmar Pflegerl, Elke Lang und in den letzten Jahren sehr verstärkt mit Philippe Arlaud, aber auch immer wieder mit André Heller, mit dem sie drei große Projekte mit Jessye Norman verwirklichte. Annette Beaufaÿs hat sich vor allem mit ihren Arbeiten für das Neujahrskonzert, den Opernball und Produktionen in der Staats- und Volksoper, sowie bei den Bregenzer Festspielen im österreichischen Kulturbetrieb einen Namen gemacht. Seit 1993 war Annette Beaufaÿs Leiterin der Kostümabteilung der österreichischen Bundestheater. Seit September 1999 sind die Bundestheater ausgegliedert und die Kostümabteilung als ein Profit Center in der ART for ART Theaterservice GmbH ein eigenständiger, wirtschaftlich ausgerichteter Betrieb. Annette Beaufaÿs war auch Leiterin der Marketingabteilung von ART for ART und hat in dieser Funktion dem Unternehmen zu einem starken eigenen Profil verholfen. Außerdem unterrichtet sie Kostümkunde am Konservatorium Wien. Am 23. Jänner 2008 wurde ihr von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied der Berufstitel Professor verliehen. Seit 1. September 2013 genießt Annette Beaufaÿs den wohlverdienten Ruhestand.
    Afficher plus Afficher moins
    1 h et 22 min
  • Ungeschminkt #4 mit Stefan Bachmann
    Dec 20 2025
    Stefan Bachmann ist ist nach Stationen in Zürich, Berlin, Basel, Köln ganz in Wien angekommen und seit der Spielzeit 2024/25 Intendant des Wiener Burgtheaters. Die erste erfolgreiche Spielzeit liegt hinter ihm. Der Zuspruch wächst. Das große Jubiläum „250 Jahre Burgtheater“ fällt in seine zweite Spielzeit. Als Intendant agiert er umsichtig. Als Regisseur sucht Stefan Bachmann die großen Themen und Stoffe, wie Daniel Kehlmanns „Tyll“ oder Reinald Götz´ Epochenroman „Johann Holtrop“. Oft verbindet er sie mit fulminanten Bühnenräumen, die seinen Schauspielerinnen höchste Spiel- und Wortkunst abverlangen. Hannes Hametner spricht mit Stefan Bachmann über frühe Erfolge, die Besonderheit Wiens als Theaterstadt, über die Traditionen des Burgtheaters, seine Lust an großen epischen Stoffen und über seine Pläne für die Burg.
    Afficher plus Afficher moins
    1 h et 24 min
  • Ungeschminkt #3 mit Stefanie Reinsperger
    Nov 12 2025
    Stefanie Reinsperger ist endlich wieder in Wien. An der Burg verleiht sie dem Ringelspiel-Casanova „Liliom“ ihre Kraft und Zerbrechlichkeit. Mit ihrer eigenen Wut steigert sie „Elisabeth“ von Mareike Fallwickl in das Heute der Geschlechterkämpfe. Stefanie Reinsperger ist eben „ganz schön wütend“ und gibt dies offen in ihrem Buch kund. Weil die Verhältnisse so sind, wie Brecht es sagt und dessen Dramen sie am Berliner Ensemble spielt. Hannes Hametner spricht mit Stefanie Reinsperger über Spiel-Wut und Spiel-Lust, das Hinterfragen von Geschlechterklischees, über schauspielerische Verausgabung und darüber, wie es ist, wieder in Wien zu sein. Stefanie Reinsperger, geboren in Baden bei Wien, wuchs in London und Belgrad auf. Sie studierte Schauspiel am Max Reinhardt Seminar in Wien. Ihr erstes Engagement führte sie ans Schauspielhaus Düsseldorf. 2014/15 wechselte sie ans Burgtheater Wien und ans Volkstheater Wien. 2013 wurde sie mit dem Ensemblepreis des NRW Theatertreffens sowie mit dem Publikumspreis als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet. 2015 folgte eine Doppel-Einladung zum Berliner Theatertreffen mit "die unverheiratete" in der Regie von Robert Borgmann und "Die lächerliche Finsternis" in der Regie von Dušan David Pařízek. Seit der Spielzeit 2017/18 ist sie Teil des Berliner Ensembles. 2017 und 2018 spielte sie im Sommer bei den Salzburger Festspielen im "Jedermann" die Rolle der Buhlschaft. Seit 2022 spielt sie außerdem den Frosch in der "Fledermaus" von Strauß an der Wiener Volksoper. Stefanie Reinsperger wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet, u.a. in der Zeitschrift Theater Heute als Nachwuchsschauspielerin und Schauspielerin des Jahres, mit dem Nestroy Preis als Beste Nachwuchsschauspielerin, dem Dorothea Neff Preis als beste Schauspielerin und dem Romy Award. 2022 wurde sie zudem mit dem Helene-Weigel-Theaterpreis ausgezeichnet. Mit der Spielzeit 2024/25 kehrt sie als Ensemblemitglied an die BURG zurück. Stefanie Reinsperger steht regelmäßig vor der Kamera für Film und Fernsehen. Seit 2020 ist sie als Hauptkommissarin Rosa Herzog im festen Team vom Tatort Dortmund. 2022 veröffentlichte sie ihr Buch mit dem Titel „Ganz schön wütend“, eine Liebeserklärung und ein Appell an die weibliche Wut. Hannes Hametner, geboren 1971, wuchs in Leipzig auf. Er studierte von 1994 bis 1999 Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Er ist Regisseur und Dramaturg und lebt seit 2020 in Wien.
    Afficher plus Afficher moins
    1 h et 29 min
  • Ungeschminkt #1 mit Nils Strunk & Lukas Schrenk
    Sep 27 2025
    Gerade wurde der Burgschauspieler, Musiker und Regisseur Nils Strunk mit dem Elisabeth Orth Preis geehrt. Der ORF nannte ihn einen „Tausendsassa“, der für Bühnenfuror und ausverkaufte Vorstellungen sorgt. Die großen Erfolge an der Burg „Die Zauberflöte“ und „Die Schachnovelle“ entstanden gemeinsam mit dem Schauspieler und Autor Lukas Schrenk als Co-Regisseur. Als Erfolgsteam arbeiten die beiden an einem Theater, das Unterhaltung und Anspruch vereint, das spielerisch und mit Tiefgang das Publikum verzaubert. Hannes Hametner spricht mit Nils Strunk und Lukas Schrenk über Teamwork, künstlerische Freundschaft, die Verbindung von Schauspiel und Musik und darüber, mit welchen künstlerischen Absichten und Ideen sie das Publikum verzaubern. Eine Produktion vom Theatermuseum Wien Redaktion und Moderation: Hannes Hametner Foto: Volker Schmidt Aufnahme: Karl Horky (HORKYevent.at) Sounddesign, Schnitt & Mastering: Benjamin Ritter
    Afficher plus Afficher moins
    1 h et 32 min