Épisodes

  • Ungeschminkt #13 mit Marlene Streeruwitz
    Oct 15 2026
    Marlene Streeruwitz trat in den späten 80er Jahren mit Hörspielen und Dramen in eine von Männern beherrschte Kulturwelt ein - als eine Frau die politisch schreibt, denkt und spricht. Ihre Stücke wurden an den großen deutschsprachigen Bühnen uraufgeführt und forderten regelmäßig den Theaterbetrieb heraus. Denn Frau Streeruwitz untersucht seit je die Kontinuität der Machtverhältnisse in denen Frauen herabgewürdigt werden und wo patriarchalische Strukturen regieren, denn wo politische Zustände sprachlos machen, erhebt Marlene Streeruwitz ihre Stimme. Hannes Hametner spricht mit Marlene Streeruwitz über ihr Leben und ihr Werk, mit dem sie sich seit über vierzig Jahren für feministische Positionen stark macht und gegen Nationalismus, Patriarchat und Diskriminierung anschreibt, sowie darüber, wie es gelingt, jenen Menschen und Positionen eine Stimme zu geben, die im repräsentativen Kulturbetrieb - und damit auf vielen Bühnen - unsichtbar sind. Marlene Streeruwitz, in Baden bei Wien geboren, studierte Slawistik und Kunstgeschichte und begann als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen. Für ihre Romane erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter zuletzt den Bremer Literaturpreis und den Preis der Literaturhäuser. Ihr Roman »Die Schmerzmacherin.« stand 2011 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschienen der Roman »Flammenwand.« (Longlist Deutscher Buchpreis 2019), die Breitbach-Poetikvorlesung »Geschlecht. Zahl. Fall.« (2021), der Roman »Tage im Mai.« (2023), die Essays »Handbuch für die Liebe.« und »Handbuch gegen den Krieg.« (2024). Zuletzt erschien der Roman »Auflösungen.«, der auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis 2025 stand.
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    1 h et 35 min
  • Ungeschminkt #12 mit Michael Maertens
    Sep 16 2026
    Michael Maertens ist einer der prägnantesten Schauspieler seiner Generation und war, bevor er 2009 festes Ensemblemitglied an der Burg wurde, auf allen großen Bühnen im deutschsprachigen Raum zu Hause. Ob er Figuren von Shakespeare, Ibsen, Karl Kraus spielt oder Alexej Nawalnys „Briefe aus dem Gefängnis“ liest, Maertens lotet den existentiellen Kern seiner Figuren aus und balanciert spielerisch immer auf der Grenze zwischen Tragödie und Komödie. Hannes Hametner spricht mit Michael Maertens über seine Herkunft aus einer Theaterfamilie, seine prägenden Rollen, Regisseure und Stationen und darüber, wie es ihm gelingt, immer wieder neu zu dem komischen und absurden Kern des Menschlichen vorzudringen. Michael Maertens, 1963 in Hamburg geboren, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München. Engagements führten ihn ans Schillertheater nach Berlin, an das Deutsche Theater Berlin, die Münchner Kammerspiele und das Berliner Ensemble. Ab 2001 war Maertens festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum. Seit der Spielzeit 2002/03 war Maertens außerdem als regelmäßiger Gast an der BURG zu sehen und ist seit der Spielzeit 2009/10 festes Ensemblemitglied. 2005 wurde ihm der Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Bester Schauspieler“ (geteilt mit Nicholas Ofczarek) verliehen, 2023 erhielt er den Nestroy in derselben Kategorie ein weiteres Mal. 2017 wurde Michael Maertens mit dem Berufstitel "Kammerschauspieler" ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit am Theater ist er regelmäßig in Film- und TV-Produktionen zu sehen.
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    1 h et 31 min
  • Ungeschminkt #11 mit Philipp Hochmair
    Aug 26 2026
    Mit einer Sonderausgabe während der Salzburger Festspielzeit tritt die Reihe im August 2026 erstmals außerhalb des Theatermuseums in Erscheinung. Im Salzburger Marionettentheater spricht Hannes Hametner mit Philipp Hochmair über die Lebensrolle des „Jedermann“, die Leidenschaft zur Sprache, Verausgabung, die Freiheit des Spiels und ein rastloses Leben aus dem Koffer. Philipp Hochmair sprengt alle Grenzen. Als von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierter „Jedermann“ verbindet er die Intensität eines körpersprachlichen Hochseilakrobaten mit der schillernden Aura eines Rockstars. Mit seiner Präsenz, seiner Stimme und seiner Energie verwandelt er auch Texte von Kafka, Goethe, Schiller oder Stifter in kraftvolle Performances.
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    1 h et 11 min
  • Ungeschminkt #10 mit Lydia Haider und Ferdinand Schmalz
    Jun 16 2026
    Lydia Haider und Ferdinand Schmalz verbindet nicht nur das gemeinsame Geburtsjahr 1985 und das Aufwachsen in der österreichischen Provinz. Beide zogen nach Wien und sind unverwechselbare Stimmen der zeitgenössischen österreichischen Dramatik und Prosa. Die Dramen des in Graz gebürtigen Ferdinand Schmalz wurden unter anderem am Deutschen Theater Berlin und am Wiener Burgtheater uraufgeführt und erhielten zahlreiche Preise (darunter den Nestroy - Autorenpreis), sowie für seine Prosa den Ingeborg Bachmann Preis. Sein Stück „jedermann (stirbt)“ wagte erfolgreich die Erneuerung des Hofmannsthal´schen Jedermann-Mythos aus dem Geist der Gegenwart und des entfesselten Kapitals. Die in Steyr geborene Lydia Haider schleudert interpunktionslose Sprachkaskaden gegen die Allmacht des Patriarchats und befragte auch den Salzburger Mythos „Jedermann“ durch die Figur der Buhlschaft. Haiders Stücke wurden an der Volksbühne Berlin und in Wien uraufgeführt. Beide stehen mit ihrer Sprache in der österreichischen Schreibtraditionen von Jandl bis Jelinek und suchen Strategien des Widerstandes gegen die stereotypisierten Sprachschablonen der Gegenwart. Hannes Hametner spricht mit Lydia Haider und Ferdinand Schmalz über Österreich, über den Zustand der Theater aus Sicht der AutorInnen, über die Sprache im
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    1 h et 30 min
  • Ungeschminkt #9 mit Maria Happel
    May 19 2026
    Maria Happel ist eine der wandlungsfähigsten Schauspielerinnen gegenwärtig. Sie brilliert in Komödien ebenso wie in tragischen Stoffen. Mit ihrer markanten Stimme ist sie zudem eine der gefragtesten Sprecherinnen. Seit über 30 Jahren prägt sie mit ihren Auftritten die Inszenierungen des Burgtheaters. 2016 wurde sie ebenda zur Kammerschauspielerin ernannt. Seit Sommer 2021 lenkt sie erfolgreich die künstlerischen Geschicke der Festspiele Reichenau, die heuer ihr 100 Jubiläum feiern. Einem breiten Publikum ist sie aus Film und Fernsehen bekannt, wie der Soko Donau. 1999 wurde Maria Happel mit der Kainz-Medaille und 2003 mit dem Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ geehrt. 2005 wählte der ORF sie zur „Schauspielerin des Jahres“ im Bereich Hörspiel. Hannes Hametner spricht mit Maria Happel anlässlich des Muttertages über die Vereinbarkeit von Beruf und Mutterschaft, über fehlende Rollen für Darstellerinnen, über die Premiere von „Sant Falstaff“, über ihre Lebensrolle der Edith Piaf und über die Festspiele Reichenau.
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    1 h et 25 min
  • Ungeschminkt #8 mit Lotte de Beer
    Apr 23 2026
    Seit September 2022 ist Lotte de Beer Direktorin der Volksoper Wien und damit die erste Frau an der Spitze dieses Hauses und an einem Opernhaus in Wien überhaupt. Künstlerisch baut sie Brücken zwischen Innovation und Tradition und entwickelt die Volksoper zu einem Zufluchtsort für Zuversicht. Mit außergewöhnlichen Inszenierungen wie „Lass uns die Welt vergessen“ hat sie während ihrer Leitungstätigkeit schon große Ausrufezeichen gesetzt und selbst sehr erfolgreich inszeniert, zuletzt Mozarts Zauberflöte. Hannes Hametner spricht mit Lotte de Beer über die Volksoper Wien, über die Verführung des Publikums, über Diversität und über die Aufgabe des Musiktheaters in unserer heutigen Gesellschaft.
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    1 h et 24 min
  • Ungeschminkt #7 mit Jan Philipp Gloger
    Mar 19 2026
    Jan Philipp Gloger startete im September 2025 seine Direktion des Volkstheater programmatisch mit der Inszenierung von Texten Jura Soyfers und ist nach Inszenierungen an der Volksoper und der Burg jetzt ganz in Wien angekommen. Als Regisseur ist er sowohl im Schauspiel, als auch in der Oper und der Operette erfolgreich, getreu seinem eigenen Credo: anspruchsvolle und zu gleich zugängliche Inszenierungen zu schaffen. Hannes Hametner spricht mit Jan Philipp Gloger über sein erstes Jahr am Volkstheater, seine Vorliebe für österreichische AutorInnen, über den neu geschaffenen Jura Soyfer Preis, über die Kraft des Lachens und drüber, wie es ist, in Wien angekommen zu sein.
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    1 h et 17 min
  • Ungeschminkt #6 mit Caroline Peters
    Feb 13 2026
    Caroline Peters Spiel ist ein Ereignis. Ob auf der Bühne oder im Film - die Schauspielerin ist eine Meisterin des ausdrucksstarken Spiels. Mühelos wechselt sie von einfühlsamen Betrachtungen zu furiosen Auftritten. Das Publikum schätzt ihr besonderes und genaues Spiel, mit dem sie sich in ihren Rollen in allen Genres bewegt. Mit sensibler Intelligenz und durch ihre wahrhaftiges Spiel gelingt es Ihr immer die ambivalenten Beweggründe ihrer Charaktere hervor zu bringen. Hannes Hametner spricht mit Caroline Peters über ihre Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit, die Zusammenarbeit mit René Pollesch und Simone Stone, über den Generationenwechsel am Theater und ihren ersten Roman „Ein anderes Leben“. Caroline Peters, 1971 in Mainz geboren, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken. Bereits während ihres letzten Studienjahres wurde sie von Andrea Breth an die Berliner Schaubühne engagiert. Es folgten Engagements an alle wichtigen deutschsprachigen Bühnen, das Schauspielhaus Hamburg, Köln und Zürich sowie an die Volksbühne Berlin und an das Burgtheater in Wien. Besonders in Zusammenarbeiten mit Barbara Frey, Dimiter Gotscheff, Karin Beier, Luc Bondy, Nicolas Stemann, René Pollesch und Simon Stone, prägte sie die Entwicklungen des Gegenwartstheaters maßgeblich. Mit der Spielzeit 2024/25 ist Caroline Peters erneut festes Ensemblemitglied an der BURG. Caroline Peters ist darüber hinaus aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, wie der Krimiserie «Mord mit Aussicht» oder Sönke Wortmanns «Der Vorname» bekannt und wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Adolf-Grimme-Preis (2007), dem Ulrich-Wildgruber-Preis (2012) und dem Bayerischen Fernsehpreis (2013). 2016 wurde sie mit dem Deutschen Schauspielerpreis als „Beste Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle“, 2018 und 2020 mit dem Nestroy-Theaterpreis geehrt. 2016 und 2018 wurde sie von der Fachzeitschrift Theater heute als "Schauspielerin des Jahres" ausgezeichnet. 2024 veröffentlichte sie ihren ersten Roman «Ein anderes Leben», der von der Presse und dem Publikum gleichermaßen gefeiert wurde.
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    1 h et 32 min