Couverture de Tiefgründig: Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau

Tiefgründig: Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau

Tiefgründig: Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau

De : Isabelle Armani
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Ich möchte Dich einladen mit mir in die Tiefen des Baugewerbes einzutauchen! In meinem Podcast "Tiefgründig" lenke ich den Fokus auf den oft übersehenen Infrastrukturbau und gebe den Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eine Bühne, um Impulse für eine nachhaltige Entwicklung zu teilen. Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Branche habe ich ein klares Bild davon, wo die Potenziale liegen und bin bestens vernetzt. Dieser Podcast ist deine Chance davon zu profitieren. Tiefbau ist anspruchsvoll, vielseitig und vielleicht sogar innovativer und nachhaltiger als Du denkst? Finden wir es gemeinsam heraus!Isabelle Armani Economie Science
Épisodes
  • 061 Bodenplatte ohne Beton: Wie Schaumglas werterhaltendes Bauen ermöglicht
    Oct 18 2026

    Helge Bo Flöge bezeichnet sich selbst als Baufluencer.

    Der Bauingenieur und Kommunikationsprofi, auch bekannt als Baufluencer Bo, zählt zu den profilierten Stimmen der nachhaltigen Bauwelt. Als Entwickler der zirkulären, betonfreien Urban Mining Bodenplatte zeigt er, dass gute Innovationen nicht nur technisch funktionieren müssen. Sie müssen verstanden werden, Vertrauen schaffen und die richtigen Menschen erreichen.

    Im Mittelpunkt steht eine Bodenplatte, die ohne klassischen Stahlbetonaufbau auskommt. Druckfeste Schaumglasplatten aus 100% Recyclingglas übernehmen dabei wesentliche Funktionen der konventionellen Konstruktion. Das Ergebnis ist ein Aufbau, der Ressourcen schont, Bauprozesse vereinfacht und sich am Ende seiner Nutzung nicht in ein kaum trennbares Gemisch verwandelt.

    Denn das Material bleibt, was es ist: rückbaubar, wiederverwendbar und kreislauffähig.

    Die Vorteile sind ebenso technisch wie wirtschaftlich:

    • bis zu 70 Prozent weniger CO₂ gegenüber einer konventionellen Stahlbetonbodenplatte

    • je nach Projekt bis zu 20 Prozent geringere Kosten

    • kurze und trockene Bauprozesse

    • kein Beton und kein XPS in der Bodenplattenkonstruktion

    • sortenreiner Rückbau und cradle to cradle circularity Gold zertifiziert

    Das Beste:

    Die Konstruktion wird objektbezogen geplant und statisch nachgewiesen. Besonders im Holzbau lässt sie sich in vertraute Abläufe integrieren. Das Neue liegt dabei weniger in komplizierten Verfahren als in der klugen Verbindung bereits vorhandener Materialien und Kompetenzen.

    Doch technische Plausibilität allein genügt nicht. Viele nachhaltige Lösungen scheitern nicht an ihrer Funktion, sondern daran, dass sie zu wenig bekannt sind, zu spät erklärt oder nicht von den richtigen Entscheidern aufgegriffen werden.

    Flöges Überzeugung lautet deshalb:

    Resonanz entsteht dort, wo Menschen aus Architektur, Industrie, Baupraxis, Politik und Finanzierung miteinander ins Gespräch kommen. Dort, wo aus einer technischen Idee ein gemeinsames Verständnis und schließlich ein gebautes Projekt wird.

    Dabei geht es nicht allein um Nachhaltigkeit. Es geht um Werterhalt. Ein Gebäude, das langlebig, rückbaubar und anpassbar ist, schont nicht nur Ressourcen. Es bewahrt auch materielle Werte, reduziert langfristige Risiken und eröffnet neue wirtschaftliche Perspektiven.

    Wie sieht dein Weg zu nachhaltigem Bauen aus? Wartest du noch auf Gesetze oder experimentierst du bereits?

    🎧 Hör jetzt rein und erfahre alles darüber, wie wir zukunftig Gebäude puzzeln und welche Anwendungsfälle es auch im Infrastrukturbereich gibt!

    • 00:00:05 - Baufluencer: Authentische Kommunikation im Bauwesen

    • 00:03:21 - Vom Beton zum Schaumglas: Nachhaltige Bodenplatten

    • 00:12:49 - Glasschaum im 300-Meter-Ofen

    • 00:14:53 - Betonfreie Bodenplatte mit Schaumglas

    • 00:20:26 - Schaumglasplatten als Alternative zur Betonplatte

    • 00:35:00 - Eigeninitiative statt Regulierungen im Bauwesen

    • 00:38:32 - Wissen vermitteln statt Messeglanz

    • 00:41:09 - Schaumglas-Bodenplatten revolutionieren den Bau

    • 00:55:44 - Schaumglas als günstige Alternative zur Betonplatte

    • 00:58:26 - Werterhaltendes Bauen statt Nachhaltigkeit

    • 01:01:43 - Nachhaltige Baustoffe in öffentlichen Ausschreibungen

    • 01:04:55 - Betonfreie Bodenplatte und nachhaltige Baustoffe

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    1 h et 11 min
  • 060 RoadPartner: Wie zwei Jugendfreunde die Beschaffung im Straßenbau digitalisieren [Werbung]
    Oct 11 2026

    Die Straßenbaubranche ist 2025 noch überraschend analog.

    Claas und Moritz, zwei Jugendfreunde mit unterschiedlichen Backgrounds, haben das erkannt. Der eine Bauingenieur, der andere Finanzexperte. Zusammen gründeten sie das Unternehmen Asphalt Partner und starteten nebenbei den Podcast "Road Talk", um ihre Branche transparenter zu machen.

    Das Kernproblem, das sie täglich auf Baustellen sahen: Bestellungen, Angebotsanfragen, Personalvermittlung – vieles läuft noch per Telefon und E-Mail. Dabei kostet jeder dieser Anrufe kostbare Arbeitszeit. Und Zeit ist Geld.

    Ihre Lösung:

    Roadpartner digitalisiert genau diese Prozesse. Eine B2B-Plattform, auf der Straßenbauunternehmen und Kommunen nicht nur Materialien, sondern auch Dienstleistungen und Maschinen buchen können. Kostenlos für Käufer, provisioniert für Anbieter.

    Aber hier die wichtigste Erkenntnis:

    Der größte Reibungspunkt war nicht die Technologie. Es war das Vertrauen. In einer konservativen, wenig digitalisierten Branche. Datenschutz, Preishoheit, Glaubwürdigkeit – diese Fragen mussten erst gelöst werden.

    Was sie überraschte:

    Selbst kleine Bauunternehmen wünschen sich keine Standardsoftware. Sie brauchen branchenspezifische Anpassungen. Also entwickelten sie eine passgenaue Branchenlösung, nicht ein Standardprodukt.

    Die nächste Innovation steht bereits in der Pipeline: Ein Marktplatz für Mitarbeiter, um Personalausfälle flexibel zu kompensieren. Ein alltägliches Problem mit großem Lösungspotenzial.

    • 00:00:00 Straßenbau trifft digitale Innovation

    • 00:06:14 Vom Bankier in den Straßenbau

    • 00:08:23 Die Gründung von AsphaltPartner

    • 00:10:07 Technik und Vertrauen aufbauen

    • 00:12:40 Einkaufsplattform für effiziente Beschaffung

    • 00:18:25 Zielgruppen und aktuelle Nachfrage im Straßenbau

    • 00:24:06 Zeitersparnis und Qualität durch strukturierte Prozesse

    • 00:25:39 Nachhaltigkeit in der Webseite bewusst zurückhaltend

    • 00:27:58 Nachhaltigkeit durch bessere Baustellenplanung

    • 00:30:59 Neutralität und Nachhaltigkeitsbewertungen im Marktplatz

    • 00:34:06 Marktplatz für Personalvermittlung im Bau

    • 00:37:08 Nachhaltigkeit im Straßenbau vorantreiben

      🎧 Hör rein und erfahre mehr darüber, wie transparent eine neutrale Plattform sein sollte und ob Nachhaltigkeitsbadges die Marktplatzposition gefährden oder bereichern.

      Diese Folge enthält Werbung durch Produktnennungen und wird unterstützt von meinem heutigen Gast und seinem Unternehmen. Vielen Dank!

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    39 min
  • 059 Rohstoffströme über Gewerke hinweg neu denken: regional, vernetzt, zirkulär
    Oct 4 2026

    Die Bauindustrie verursacht über die Hälfte des deutschen Abfallaufkommens und verbraucht mehr als 60 Prozent unserer natürlichen Rohstoffe. Klingt dramatisch? Das ist es auch. Gleichzeitig schlummert hier ein enormes Potenzial.

    Genau darüber spreche ich in der aktuellen Podcastfolge mit Ole Weber, der an am IWARU - FH Münster zu diesem Thema forscht.

    🫣 Die unbequeme Wahrheit:
    Eine 90-Prozent-Verwertungsquote klingt beeindruckend, ist aber Augenwischerei. Große Mengen landen in Verfüllungen, was kaum besser ist als Deponierung. Die echte Substitutionsquote durch Recyclingmaterialien beträgt nur etwas mehr als 10 Prozent.

    Das Kernproblem ist nicht die Technik, sondern die Kommunikation. Baustoffhersteller, Bauunternehmen, Planer und Recyclinganlagen verfügen oft nicht über die relevanten Informationen zur richtigen Zeit.

    Was sich ändern muss:

    ♻️ Selektiver Rückbau statt Massenabbruch
    Die Qualität von Recyclingmaterialien steigt drastisch, wenn sie beim Rückbau sorgfältig getrennt werden.

    ♻️ Regionale Denke statt globale Logistik
    Bei Transportradien über 40 Kilometern übersteigen die CO₂-Emissionen häufig bereits den Materialwert. Dezentrale Recyclinganlagen sind nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll.

    ♻️ Anreizmechanismen statt starre Quoten
    Öffentliche Ausschreibungen sollten Recyclingmaterialien bevorzugen. Praxisorientierte Regelwerke, die einfach umsetzbar und flexibel steuerbar sind, ändern mehr als starre Vorgaben.

    ♻️ Sekundärmaterialien als Rohstoffe denken, nicht als Abfall
    Sprache schafft Realität. Wer von „Demontage, Rückbau und Sekundärrohstoffen" spricht, verändert die Wahrnehmung.

    Die Chancen sind wirtschaftlich:
    Selektiver Rückbau sichert Wertströme und senkt Entsorgungskosten. Jede Region braucht ein strategisches Stoffstrommanagement, das ähnlich wie die kommunale Wärmeplanung funktioniert. Mit den richtigen Netzwerken zwischen Herstellern und Recyclingunternehmen können kreislaufwirtschaftliche Marktmechanismen in Gang gesetzt werden.

    Die Grundlagen existieren bereits. Wir müssen nur ins Handeln kommen.

    Wie nehmt ihr das Thema Kreislaufwirtschaft in euren Projekten an?

    🎧 Hört jetzt rein und erfahrt mehr über den aktuellen Stand der Forschung!

    • 00:00:07 - Bauabfälle als Rohstoffquelle nutzen

    • 00:02:25 - Bauschutt als größter Abfallstrom Deutschlands

    • 00:04:55 - Verwertungsquoten im Baubereich kritisch hinterfragen

    • 00:09:58 - Mineralische Stoffströme im Bauwesen

    • 00:13:12 - Transportentfernung und CO2-Emissionen bei Rohstoffen

    • 00:15:49 - Ineffizienzen in Baustoffverwertung und Recycling

    • 00:18:30 - Regionale Bewirtschaftung und Hoch- und Tiefbau

    • 00:22:15 - Zirkuläre Bauwirtschaft und Akteure der Wertschöpfung

    • 00:25:27 - Sprache schafft Realität: Ressourcen statt Abfall

    • 00:29:32 - Materialkataster und Stoffstromprognosen

    • 00:39:16 - Hotspots für Sekundärrohstoffe in Ballungsräumen

    • 00:42:30 - Transportdistanzen und Sekundärrohstoffe

    • 00:44:59 - Regionales Stoffstrommanagement und Sekundärrohstoffe

    • 00:48:45 - Stakeholder-Rollen im Kreislaufbau-Ökosystem

    • 00:51:25 - Netzwerke als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft


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