Épisodes

  • Warum Putins Propaganda funktioniert | Propagandaforscher Dr. Roman Horbyk
    Oct 19 2026

    Dr. Roman Horbyk ist Forschungsdozent für Medien- und Kommunikationswissenschaft am neu gegründeten Institut für Slavistik und Osteuropastudien der Universität Zürich. Er ist zudem Gründungsdirektor des War Digital Sources Lab. Das Lab betreibt das Digitale Ukrainische Medienarchiv DUMA mit über einer Million Artikeln aus der Zeit des russisch-ukrainischen Kriegs.


    🎧 Hinweis zur Sprache

    Das Gespräch wurde auf Englisch geführt. Die deutsche Übersetzung wurde mit einer KI-Stimme erstellt und kann deshalb Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Wir bitten um Verständnis.


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    1 h et 27 min
  • Migration und Gewalt: Was die Daten wirklich zeigen | Kriminologe Dirk Baier
    Oct 16 2026

    Sind Migranten krimineller und wenn ja, warum? Kriminologe Dirk Baier erklärt, was die Daten zu Migration und Gewalt wirklich zeigen und welche Faktoren hinter den Zahlen stecken.

    Dirk Baier ist Professor für Kriminologie an der Universität Zürich und leitet das Institut für Delinquenz und Kriminalprävention an der ZHAW. Seit über 20 Jahren erforscht er mit grossen Befragungen und Statistiken, warum Menschen kriminell werden und wie sich Gewalt verhindern lässt.

    In diesem Gespräch geht es um die Frage, die die Debatte spaltet: Bestimmte Gruppen sind in Kriminalstatistiken überrepräsentiert, das bestreitet kein Kriminologe. Aber liegt das an Herkunft und Kultur oder an Alter, Geschlecht, Bildung und Lebensumständen? Baier erklärt, was die Kriminalstatistik misst und was sie verschweigt, welche Rolle Männlichkeitsnormen spielen und warum wir uns oft vor den falschen Dingen fürchten.

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    1 h et 4 min
  • Warum uns Wohlstand nicht glücklicher macht | Prof. Dr. Mathias Binswanger
    Oct 12 2026

    Warum macht uns mehr Geld nicht glücklicher? Ökonom und Glücksforscher Mathias Binswanger erklärt, warum Wohlstand zur Tretmühle wird und was uns tatsächlich glücklich macht.

    Mathias Binswanger ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz und einer der bekanntesten Ökonomen der Schweiz. In diesem Gespräch zeigt er, warum mehr Einkommen in Ländern wie der Schweiz die Menschen im Durchschnitt nicht glücklicher macht, obwohl die Reichen überall glücklicher sind als die Armen. Der Schlüssel: Menschen denken nicht absolut, sondern relativ.

    Anhand der vier «Tretmühlen des Glücks» erklärt er, wie Statusvergleiche, steigende Ansprüche, die Qual der Wahl und vermeintlich zeitsparender Fortschritt uns im Hamsterrad halten. Ein Beispiel: Trotz schnellerem Verkehr pendeln wir heute länger, obwohl kaum etwas so unglücklich macht wie der Arbeitsweg.

    Weiter geht es um den Wachstumszwang, der laut Binswanger nicht aus Gier, sondern aus dem System selbst entsteht, um Wachstum pro Kopf und Dichtestress sowie um seine These, dass künstliche Intelligenz uns keine Zeit spart, sondern vor allem die Bürokratie ausbaut.

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    56 min
  • Sucht verstehen: Warum Einsicht allein nicht heilt | Dr. med. Pauchard (Lecture)
    Oct 7 2026

    Dr. med. Esther Pauchard ist Psychiaterin und hat über 18 Jahre in der Suchtpsychiatrie gearbeitet, stationär und ambulant. Ihr Schwerpunkt lag zunächst bei Alkohol und Beruhigungsmedikamenten, später vor allem bei illegalen Substanzen wie Heroin und Kokain sowie bei Mehrfachabhängigkeiten.In diesem Beitrag erklärt sie, was Sucht aus medizinischer Sicht überhaupt ist und warum die trockenen Diagnosekriterien allein wenig darüber verraten, wie Abhängigkeit im Alltag funktioniert. Anhand von drei anschaulichen Modellen zeigt sie, was im Gehirn passiert: das Gleichgewicht der Neurotransmitter, das erklärt, warum ein Entzug am Tag null noch längst nicht vorbei ist; das Bild vom Trampelpfad im Wald, das zeigt, warum Sucht auch eine tief eingeschliffene Gewohnheit ist; und das Belohnungssystem, das nicht durch Genuss, sondern durch Sehnsucht angetrieben wird und von Suchtmitteln regelrecht in Geiselhaft genommen werden kann.Ein zentraler Gedanke: Viele Betroffene glauben, die Sucht verschwinde, sobald sie deren Ursache verstanden haben. Warum das ein Irrtum ist und warum eine Abhängigkeit, einmal etabliert, ein Eigenleben entwickelt, ist eine der Kernaussagen dieses Beitrags.Sie gibt zudem einen Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten, vom medikamentös begleiteten Entzug über die Substitution, bei der die Schweiz eine Vorreiterrolle einnimmt, bis zu psychotherapeutischen Zielen wie Abstinenz, kontrolliertem Konsum und Schadensminderung. Dabei spricht sie offen darüber, welche Haltung es im Umgang mit Suchtkranken aus ihrer Sicht braucht: Sucht ernst nehmen als Krankheit, ohne Betroffenen jede Eigenverantwortung abzusprechen.Zum Schluss geht es um Prävention, Risikofaktoren und neue synthetische Substanzen sowie um eine Form der Abhängigkeit, die uns alle betrifft: das Smartphone und digitale Medien, besonders bei Kindern und Jugendlichen.Dieser Beitrag dient der Einordnung von Praxiswissen aus der Suchtmedizin und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung. Bei Suchtproblemen empfehlen wir, sich an eine Fachperson oder eine Suchtberatungsstelle zu wenden.Viel Freude mit der Folge!Gastvorschläge für zukünftige Swisslectures-Podcasts gerne in die Kommentare oder an info@swisslectures.ch

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    28 min
  • Der Grund, warum viele Erwachsene emotional nie ankommen | Trauma-Therapeut Gopal Norbert Klein
    Aug 3 2026

    Gopal Norbert Klein ist Trauma-Therapeut und Begründer der Methode "Ehrliches Mitteilen" sowie der Gruppentherapie-Methode "Floating". Er arbeitet seit über einem Jahrzehnt mit Menschen an der Frage, wie sie in vollständigen, ehrlichen Kontakt mit anderen Menschen kommen können.


    In diesem Gespräch sprechen wir darüber, warum unser Körper zwar erwachsen wird, unser Geist aber oft in alten Kindheitsmustern feststeckt. Wir beleuchten, wie sich in der frühen Bindung zu unseren Bezugspersonen Grundmuster im Nervensystem festsetzen, die unser gesamtes Erwachsenenleben unbewusst steuern, auch dann, wenn die ursprüngliche Belastung längst nicht mehr besteht.


    Ein zentraler Fokus liegt auf dem Unterschied zwischen Schocktrauma und Entwicklungstrauma. Gopal erklärt, warum die meisten unserer heutigen Herausforderungen nicht aus einzelnen einschneidenden Erlebnissen stammen, sondern aus einer kontinuierlichen, oft subtilen Beziehungserfahrung in der Kindheit, und warum selbst Menschen mit vermeintlich "guter Kindheit" davon betroffen sein können. Wir sprechen darüber, wie sich das in zwei grundlegenden Beziehungsmustern zeigt, dem Autonomietyp und dem Verschmelzungstyp, und wie beide auf ihre eigene Weise echte Nähe erschweren können.


    Wir diskutieren zudem, wie sich unverarbeitetes Entwicklungstrauma hinter gesellschaftlich anerkannten Verhaltensweisen wie Workaholismus und übersteigertem Ehrgeiz verbergen kann, warum spirituelle Praktiken wie Meditation die eigentliche Ursache aus Gopals Sicht manchmal nur umgehen statt lösen, und wie er den Zusammenhang zwischen Stress, Anspannung und emotionaler Erschöpfung aus Sicht der Nervensystem-Regulation einordnet. Ein besonderer Moment des Gesprächs ist die konkrete Erklärung seiner Methode "Ehrliches Mitteilen", mit der Betroffene lernen, innere Wahrnehmungen auszusprechen und dadurch echten Kontakt herzustellen.


    Dieses Gespräch dient der Einordnung persönlicher Erfahrungen und Praxiswissen aus der Traumaarbeit und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung. Bei psychischen Belastungen empfehlen wir, sich an eine Fachperson oder Beratungsstelle zu wenden.


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    1 h et 18 min
  • Was Kinder wirklich stark macht | Dr. Esther Pauchard (Lecture)
    Jul 27 2026

    Dr. med. Esther Pauchard ist Fachärztin für Psychiatrie und hat langjährige klinische Erfahrung mit psychischer Belastbarkeit und ihren Ursprüngen. Ihre Erkenntnisse verbindet sie mit ihrer eigenen Erfahrung als Mutter.

    In diesem Vortrag erklärt Dr. med. Pauchard, was Resilienz und Selbstwirksamkeit wirklich bedeuten – und warum sie mit Unbeeindrucktheit oder Coolness nichts zu tun haben. Sie zeigt auf, wie sich das Erziehungsverständnis von Generation zu Generation verändert hat, und schildert ihre eigene Erfahrung als junge Mutter zwischen widersprüchlichen Erziehungsphilosophien. Anhand von Parallelen aus der Medizin – wie unser Bewegungsapparat und unser Immunsystem Belastung brauchen, um sich zu entwickeln – macht sie deutlich, warum auch psychische Widerstandskraft nur durch echte Herausforderungen entstehen kann.

    Ihre zentrale These: Die Aufgabe von Eltern ist es nicht, ihre Kinder durchgehend glücklich zu machen, sondern ihnen beizubringen, wie das Leben mit seinen Ecken und Kanten funktioniert. Und das gelingt nur, wenn Eltern auch an ihrer eigenen Belastbarkeit arbeiten.

    Dieser Vortrag spiegelt die fachliche Erfahrung und persönliche Einschätzung von Dr. med. Pauchard wider und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung.

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    12 min
  • Was Paare wirklich zusammenhält (und was sie zerstört) | Prof. Dr. Guy Bodenmann
    Jul 20 2026

    Prof. Dr. Guy Bodenmann gehört zu den weltweit einflussreichsten und wichtigsten Paarforschern. Seit über 30 Jahren untersucht er, wie Paare mit Stress umgehen, wie sie kommunizieren und was ihre Beziehungen langfristig widerstandsfähig macht. Ursprünglich aus der Stressforschung kommend, entdeckte er in einem Laborexperiment mit gestressten Paaren das Phänomen des dyadischen Copings – die Erkenntnis, dass Stress nicht nur individuell, sondern immer auch gemeinsam bewältigt wird.

    In diesem Gespräch sprechen wir darüber, warum Verliebtsein kein Garant für dauerhaftes Glück ist und weshalb selbst zufriedene Paare sich manchmal trennen. Prof. Bodenmann erklärt, wie Paare gemeinsam Stress bewältigen, warum Ähnlichkeit in einer Partnerschaft langfristig wichtiger ist als Gegensätze, und weshalb Kompetenzen wie Kommunikation, Grosszügigkeit und Flexibilität über das Glück eines Paares entscheiden.Ein zentraler Fokus liegt auf der Frage, warum rund zwei Drittel aller Scheidungen von Frauen initiiert werden – und warum Männer davon oft völlig überrascht werden. Wir sprechen zudem über gesundes Streiten, die Gefahr des stillen Nörgelns, den Einfluss der Herkunftsfamilie auf das eigene Beziehungsverhalten, wie Kinder eine Partnerschaft verändern, sowie über die Balance zwischen Nähe und persönlicher Freiheit in einer langfristigen Beziehung.

    Dieses Gespräch dient der wissenschaftlichen Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Beratung.

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    1 h et 38 min
  • Was glaubt Scientology wirklich? | mit Scientology-Sprecher Jürg Stettler
    Jul 12 2026

    Jürg Stettler ist Präsident der Scientology-Kirche Zürich und war viele Jahre der Sprecher von Scientology Deutschland, heute ist er der Sprecher von Scientology Schweiz. Seit Jahrzehnten steht er im aktiven Austausch mit Medien, Reportern, Kritikern und Universitäten – und hat sich im Vorfeld dieses Gesprächs verpflichtet, keine Tabuthemen auszuklammern.

    In diesem Gespräch sprechen wir darüber, was Scientology eigentlich glaubt – von der Vorstellung des Menschen als geistiges Wesen mit Körper und Verstand bis zur Frage, warum sich Scientology gegen den Begriff "Sekte" wehrt. Wir beleuchten die Struktur der Organisation, die Rolle von Gründer L. Ron Hubbard und weshalb in jedem Scientology-Zentrum bis heute ein Büro für ihn eingerichtet ist.

    Ein zentraler Fokus liegt auf den sogenannten OT-Stufen: Was es kostet, sie zu erreichen und warum die höheren Stufen streng vertraulich bleiben.

    Wir sprechen zudem über seinen persönlichen Werdegang zu Scientology sowie seine Rolle als Ansprechpartner für Kritiker und die Öffentlichkeit.

    Dieses Gespräch dient der Einordnung und dem direkten Nachfragen zu einer Organisation, über die viel spekuliert und wenig direkt gesprochen wird. Es stellt keine Bewertung oder Empfehlung dar.

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    2 h et 5 min