Épisodes

  • Chancen und Grenzen öffentlicher Emotion: Zur Lage der politischen und sozialen Kultur in den USA
    Feb 8 2022
    „Das Sentimentale ist nicht nur der Stoff, aus dem gute Geschichten sind, sondern auch ein Register der Inszenierung von Macht. So entfalten die sentimentalen Szenarien auch im politischen Diskurs eine besondere Dynamik und lassen sich zur Affirmation bestehender Machtverhältnisse instrumentalisieren“ schreibt Heike Paul in ihrem Buch „Amerikanischer Staatsbürgersentimentalismus“, welches 2021 erschienen ist. In dieser Podcast-Episode von Siblers DenkRäume spricht Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler mit der Kulturforscherin Prof. Dr. Heike Paul über Chancen und Grenzen öffentlicher Emotion. Anlass ist die Lage der politischen und sozialen Kultur in den USA, aber auch andere Orte, an denen man sentimentale Muster erkennen kann und untersuchen muss. Öffentlich dargelegte Gefühle sind nämlich kein rein amerikanisches Phänomen mehr. Mit der wachsenden Rolle von sozialen Medien scheinen sie zu einem universalen Code geworden. Prof. Dr. Heike Paul ist Lehrstuhlinhaberin für Amerikanistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Direktorin der Bayerischen Amerika-Akademie. Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren führten sie nach Cambridge, Toronto und Hanover, 2020 wurde sie als Fellow ins Thomas-Mann-Haus nach Pacific Palisades in Kalifornien berufen. 2018 erhielt Heike Paul einen Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft und 2021 den Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.
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    27 min
  • Diagnose lebenslang – Im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes
    Jan 11 2022
    In dieser Podcast-Episode von „Siblers DenkRäume“ geht es um eine der am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten der Welt: Den Typ 1 Diabetes. Er ist die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern und jungen Erwachsenen und eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern. Typ 1 Diabetes ist eine Autoimmun-Krankheit, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht heilbar ist. Das eigene Immunsystem greift hierbei die körpereigene Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse an und zerstört die insulinproduzierenden Zellen. Menschen mit Diabetes Typ 1 sind lebenslang auf das Spritzen von Insulin angewiesen. Was löst Diabetes aus? Gibt es eine Früherkennung? Können wir Typ 1 Diabetes gar verhindern? Welche Fortschritte gibt es in der Behandlung? Diese Fragen stellt Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler in dieser Podcast-Episode der international renommierten Diabetologin Prof. Dr. med. Anette Ziegler. Anette Ziegler ist Direktorin des Instituts für Diabetesforschung (IDF) am Helmholtz Zentrum München und Inhaberin des Lehrstuhls für Diabetes und Gestationsdiabetes am Klinikum rechts der Isar der TU München. Sie forscht zur Autoimmun-Diabetes, ihr Ziel ist eine Welt ohne Typ 1-Diabetes. Diesem Ziel kommt Anette Ziegler näher, indem sie in Erhebungen wie der Babydiab- und der Fr1da-Studie unter anderem die Umweltfaktoren für die immunbedingte Zerstörung der ß-Zellen in Kindern untersucht und Wege sucht, Diabetes möglichst früh zu erkennen. Auch deswegen rät sie Eltern zu einem Antikörpertest beim Kinderarzt. Falls der Kinderarzt den Test nicht anbietet, kann man den Test auch direkt beim Helmholtz-Zentrum machen. Anette Ziegler setzt sich dafür ein, dass ein solcher Antikörpertest in die Regelversorgung aufgenommen wird: „Der große Vorteil des Screenings im Rahmen der normalen „U“-Untersuchungen bei Kindern ist, dass man den Diabetes erkennt, ehe er gefährlich wird, und die Kinder und Familien frühzeitig an das Diabetes-Management heranführen kann. Wenn wir die Krankheit früher erkennen, kann man in der ambulanten Therapie reagieren und diese Krankenhausaufenthalte verhindern“ appelliert Ziegler.
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    24 min
  • Plastik – Gefahrenstoff oder Problemlöser?
    Dec 16 2021
    Wenn wir an Plastik und Mikroplastik denken, denken wir heutzutage vor allem an Verpackungsmüll und verschmutzte Meere. Welche Auswirkungen haben diese Verschmutzungen auf unsere Umwelt und die in ihr lebenden Organismen? Welche Gefahren bergen diese Stoffe für unsere Gesundheit? Und sind die Meere wirklich so stark betroffen? Was können wir als Verbraucherinnen und Verbraucher dagegen tun? Prof. Dr. Christian Laforsch ist Zoologe und Ökologe und Inhaber des Lehrstuhls für Tierökologie an der Universität Bayreuth. Er beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit dem Thema Mikroplastik und war einer der ersten Autoren, die sich mit dem Problem des Mikroplastiks in Süßwasserökosystemen befassten. Er ist mit seinem Forschungsteam an einer Vielzahl von Mikroplastikprojekten beteiligt und koordiniert derzeit den weltweit ersten Sonderforschungsbereich zu Mikroplastik. In seiner Forschung untersucht Laforsch vor allem die Auswirkungen von Mikroplastik auf die Umwelt. Warum er auf tropischen Inseln forscht und wie seine Erkenntnisse sein Leben verändert haben, erfahren Sie in dieser Podcast-Episode „von „Siblers DenkRäume“.
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    29 min
  • KI in unseren Medien - Von der Bilderkennung zu Social Media
    Nov 25 2021
    Hat ein Mensch oder ein Computer den Text geschrieben, den ich gerade lese? Sperrt die Gesichtserkennung mein Smartphone wirklich zuverlässig, wenn ich es einmal irgendwo vergesse oder verliere? Antworten auf Fragen wie diese und weitere interessante Einblicke in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Medien gaben Franziska Schirrmacher, Doktorandin im Bereich Multimediasicherheit und Bildverarbeitung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), und Markus Kaiser, Professor für Praktischen Journalismus an der Technischen Hochschule (TH) Nürnberg Georg Simon Ohm Ende Oktober 2021 im neuen Deutschen Museum Nürnberg. Die Veranstaltung „KI in unseren Medien - Von der Bilderkennung bis zu Social Media“ war Teil der Veranstaltungsreihe „Siblers DenkRäume“, mit der Wissenschaftsminister Bernd Sibler mit Menschen in ganz Bayern über aktuelle gesellschaftsrelevante Themen wie Künstliche Intelligenz (KI) ins Gespräch kommen, ihre Anliegen an Wissenschaftler*innen weitergeben und gemeinsam Antworten suchen möchte. In dieser Podcast-Episode „Siblers DenkRäume“ LIVE-Spezial wird diskutiert, wie KI das Leben der Menschen beeinflussen wird oder bereits beeinflusst, vor allem um den Einsatz der wichtigen Zukunftstechnologie bei der Bilderkennung und im Journalismus.
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    59 min
  • Schwindet der soziale Zusammenhalt? – Wie beeinflussen soziale Faktoren unsere Volkswirtschaft?
    Oct 14 2021
    Für Ihr Projekt „Early Origins of Social Cohesion in Increasingly Diverse Societies“, kurz KIDS N GROUPS, hat die Würzburger Volkswirtschafts-Professorin Christina Felfe de Ormeño einen Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) in Höhe von zwei Millionen Euro eingeworben. Das Thema ist gesellschaftlich relevant: der schwindende soziale Zusammenhalt. Wie entsteht Gruppendenken in der Kindheit, welche Konsequenzen hat es für die Volkswirtschaft und für die Gesellschaft in zunehmend diversen Gesellschaften? Felfe de Ormeño untersucht, welche Rolle Eltern, Mitschülerinnen und Mitschüler, aber auch Lehrkräfte und Sozialisationsprozesse beim Entstehen von Gruppenpräferenzen spielen. Ein Ziel der geplanten Studie ist es, anhand eigens erhobener Daten zu ermitteln, ab wann und weshalb Kinder diskriminieren - oder eben nicht. Fragen nach dem sozialen Zusammenhalt unter den Herausforderungen einer immer diverser werdenden Gesellschaft, zwischen Personen, die sich nicht miteinander identifizieren können: diese Fragen stellt Felfe de Ormeño unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Dies auch unter dem Blickwinkel zu erforschen, was die Wissenschaft tun kann, um den gesellschaftlichen Zusammenhang zu fördern, das ist ihr ein wichtiges Anliegen. Felfe de Ormeño ist in Würzburg geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Abitur hat sie Kulturwirtschaft und Volkswirtschaft in Passau und an der Humboldt-Universität Berlin studiert. Ihre Promotion in Volkswirtschaft schloss sie 2008 an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona ab; danach forschte und lehrte sie als Assistenzprofessorin an der Universität St. Gallen. 2018 folgte sie dem Ruf auf den VWL-Lehrstuhl insbesondere Arbeitsökonomik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
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    24 min
  • Mit Quanten die Zukunft gestalten
    Sep 21 2021
    Quantenphänomene sind Effekte in der Quantenphysik, die durch Theorien der klassischen Physik nicht erklärt werden können. Die meisten Quantenphänomene zeigen sich nur unter speziellen Bedingungen und bei Messungen mit hoher Genauigkeit. Das Besondere an der Quantenphysik ist, dass man nicht nur die Zahl Null oder Eins in ein einzelnes Atom einschreiben kann, sondern beide gleichzeitig. Dies eröffnet unter anderem im Bereich der Quantencomputer der Wissenschaft völlig neue Möglichkeiten. Monika Aidelsburger ist Quantenphysikerin und erforscht eben diese Phänomene. Sie hat Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) studiert und arbeitete nebenbei am Max-Planck-Institut für Quantenoptik. Die 33-Jährige ist seit 2019 Professorin für künstliche Quanten­materie an der Fakultät für Physik der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und damit die jüngste Professorin der Universität. An der LMU leitet sie wiederum vier verschiedene Forschungsgruppen. Für den Aufbau ihrer Forschung hat sie 2018 einen der renommierten ERC-Grants gewonnen und zuletzt mit dem Alfried-Krupp-Förderpreis eine der am höchsten dotierten Auszeichnungen der deutschen Wissenschaftsszene erhalten. Im Moment arbeitet Aidelsburger an der Entwicklung einer neuen Platt­form, die die Quanten­simulation mit ultrakalten Atomen auf Phäno­mene aus dem Bereich der Quantenelektrodynamik und Teilchenphysik erweitern soll. Im Gespräch mit Wissenschaftsminister Bernd Sibler nimmt uns Monika Aidelsburger mit in die faszinierende Welt der Quanten und der neuen Möglichkeiten, die ihre Forschung für die Welt eröffnen kann.
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    26 min
  • Arbeiten und Leben im Zeitalter der Digitalisierung
    Aug 10 2021
    Wie müssen wir uns heute aufstellen, um in einer Welt, die sich stark und rasant wandelt, zukunftsfähig zu sein? Was bedeutet das in der Konsequenz für die einzelnen Menschen, aber auch für die Organisationen und das Personalmanagement in diesen Organisationen? Seit gut zwanzig Jahren beschäftigt sich Thomas Bartscher mit diesen Fragen insbesondere zum Thema „lebenslanges Lernen“ und erforscht, wie man dieses Lernen auch berufsbegleitend von Seiten der Hochschulbildung fördern kann. Thomas Bartscher ist Professor für Personalmanagement und Organisation, Innovations- und Transformationsmanagement, Arbeit und Digitalisierung an der Fakultät für angewandte Gesundheitswissenschaften der Technischen Hochschule Deggendorf. Die Notwendigkeit eines „selbstaktualisierten Lernens“ ist eine Anforderung, die mit der technologischen Entwicklung massiv auf die Arbeitswelt einwirkt. Wie gehen wir als Arbeitende damit um? Diese Themen beleuchtet das DenkRäume-Gespräch mit Wissenschaftsminister Bernd Sibler.
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    24 min
  • Wie Künstliche Intelligenz (KI) unsere Gegenwart und Zukunft positiv gestalten kann
    Jul 13 2021
    Wo kann uns Forschung zu Künstlicher Intelligenz (KI) im Leben helfen, wo könnte sie von größtem Nutzen für die Menschen sein? Elisabeth André ist Professorin für Informatik und Lehrstuhlinhaberin für Human-Centered Multimedia an der Fakultät für Angewandte Informatik der Universität Augsburg. Die Forschungsarbeit Andrés wurde bereits durch vielfache Auszeichnungen gewürdigt: Die Professorin ist Mitglied in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Academy of Europe. 2019 wurde sie von der Gesellschaft für Informatik (GI) zu einem der zehn prägenden Köpfe der deutschen KI-Geschichte gekürt. Für ihre Arbeiten zu multimodaler Mensch-Maschine-Interaktion wurde die renommierte Informatikerin zuletzt mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2021 ausgezeichnet, dem wichtigsten deutschen Forschungsförderpreis. Das Gespräch mit Wissenschaftsminister Bernd Sibler verschafft Einblick in die aktuelle Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz und in die Möglichkeiten, mit KI die Gegenwart und Zukunft positiv zu gestalten.
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    22 min