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Opus NULL

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De : Guy Speyers Gerald Futscher
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Zwei Freunde ins Gespräch über neue klassische Musik, aktuelle Strömungen und die Welt, die sie umgibt. In entspannter Atmosphäre tauschen sie Gedanken, Entdeckungen und persönliche Perspektiven aus – neugierig, kritisch und mit Leidenschaft für Klang, Kunst und Zeitgeschehen. Der Podcast verbindet zeitgenössische Musik mit kulturellen, gesellschaftlichen und manchmal auch ganz alltäglichen Fragen und lädt dazu ein, Neues zu hören und Bekanntes anders zu denken.

© 2026 Opus NULL
Musique
Épisodes
  • Vier in einem – Iannis Xenakis und Tetras
    Oct 5 2026

    Was passiert, wenn Musik nicht mehr aus Melodien und traditionellen Formen entsteht, sondern aus Geometrie, Wahrscheinlichkeit und Klangmassen?

    In dieser Folge von OPUS NULL tauchen wir in die Klangwelt von Iannis Xenakis ein – einem Komponisten, Architekten und Mathematiker, der Musik radikal neu denken wollte. Von seiner Arbeit im Atelier von Le Corbusier über Metastaseis bis zu seinen stochastischen Kompositionsverfahren verfolgen wir die Frage, wie aus mathematischen und architektonischen Ideen Musik entstehen kann.

    Im Mittelpunkt steht Tétras für Streichquartett von 1983, geschrieben für das legendäre Arditti Quartet. Der Titel bedeutet auf Griechisch „vier“ – und tatsächlich behandelt Xenakis die vier Instrumente häufig wie einen einzigen, komplexen Klangkörper.

    Wir sprechen über Glissandi, Geräusche, Klangwolken und extreme Virtuosität, aber auch über Xenakis’ Vorstellung von musikalischer Form. Was bedeutet „Form“ bei einem Komponisten, der nicht in Sonaten, Fugen oder klassischen Themen denkt? Was sind „hors-temps“ und „en-temps“? Und wie können mathematische Strukturen, Wahrscheinlichkeitsmodelle und geometrische Formen überhaupt hörbar werden?

    Tétras wird dabei zu einem musikalischen Labor: Vier Instrumente verschmelzen, trennen sich wieder, erzeugen Klangmassen und verwandeln kontinuierlich ihre Parameter – bis aus Mathematik, Architektur und kontrolliertem Zufall eine Musik entsteht, die zugleich präzise konstruiert und überraschend lebendig wirkt.

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    35 min
  • Pierre Boulez und das Labor des Klangs
    Sep 1 2026
    Pierre Boulez und das Labor des Klangs


    In dieser Folge von OPUS NULL geht es um Pierre Boulez und sein Livre pour quatuor – ein Streichquartett, das mehr sein will als ein Streichquartett.

    Warum wollte Boulez nicht nur Tonhöhen, sondern auch Rhythmus, Dauer, Dynamik und Klangfarbe organisieren? Was passiert, wenn musikalische Ordnung so komplex wird, dass wir sie beim Hören kaum noch erkennen können? Und kann eine Musik gleichzeitig radikal rational und trotzdem voller Spannung und Ausdruck sein?

    Wir sprechen über Serialismus, Totalserialismus, offene Form und die Frage, ob ein musikalisches Werk überhaupt eine endgültige Form besitzen muss.

    Und dann führt uns die Geschichte von Boulez’ Streichquartett nach Paris zu IRCAM, dem von Boulez maßgeblich geprägten Zentrum für Akustik, Musik und Technologie. Dort treffen Komposition, Wissenschaft und Computertechnik aufeinander.

    Besonders spannend: Der Komponist Philippe Manoury war später an der Rekonstruktion des unvollendeten vierten Teils des Livre pour quatuor beteiligt.

    Kann man ein unvollendetes Werk Jahrzehnte später aus seinen musikalischen Strukturen rekonstruieren?

    Und wenn ein Computer irgendwann jeden Klang analysieren und berechnen kann.

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    50 min
  • Ordnung wird Klang
    Aug 1 2026

    Ordnung wird Klang

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    Mit KREUZSPIEL betritt Karlheinz Stockhausen musikalisches Neuland. In dieser Folge von Opus NULL werfen wir einen Blick auf das Werk, das der Komponist selbst als seine erste „wirkliche“ Komposition bezeichnete – ein Stück, in dem sich hohe und tiefe Töne kreuzen, Klänge zu Punkten werden und Musik nicht mehr als Melodie, sondern als Prozess gedacht wird.

    Was bedeutet eigentlich Serialismus? Warum löste ein nur zwölfminütiges Werk bei seiner Uraufführung einen Skandal aus? Und weshalb verbirgt sich mitten in dieser streng organisierten Musik ein überraschend singbarer Moment?

    Wir sprechen über die Entstehung von KREUZSPIEL, Stockhausens Arbeitsweise, den Einfluss Olivier Messiaens und darüber, wie aus einer einfachen Idee eines der Schlüsselwerke der musikalischen Avantgarde entstand.

    Eine Folge über Ordnung und Freiheit, Mathematik und Intuition – und über den Augenblick, in dem Musik beginnt, sich selbst zu bewegen.

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    49 min
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