Épisodes

  • MC 222: Evangelisation ohne Druck - wie falsch verstandene Bibelstellen uns von der guten Botschaft entfremden
    Jan 28 2026

    In dieser Episode setzt sich Martin Benz kritisch mit dem Thema Evangelisation auseinander. Er reflektiert seine eigene Vergangenheit als „leidenschaftlicher“ Missionar und analysiert, wie bestimmte theologische Denkmuster und Bibelstellen die Idee der Evangelisation in etwas Bedrückendes oder sogar Toxisches verwandeln können. Er plädiert für eine „ganzheitliche Evangelisation“, die den Menschen nicht als verdorbenes Missionsobjekt ansieht, sondern Gottes Liebe und die Schönheit des christlichen Lebensentwurfs in den Mittelpunkt stellt.

    Inhaltsangabe
    1. Einleitung & Buchprojekt: Martin Benz stellt sein neues Buch „Wenn die Kirche nicht mehr passt“ vor, das Ursachen für Entfremdung von der Kirche untersucht und „Zutaten“ für eine gesunde Kirche der Zukunft liefert.

    2. Persönliche Rückschau: Er berichtet von seinen Anfängen beim Missionswerk „Aktion in jedes Haus“ (AJH) und wie er später als Pastor hohen Evangelisationsdruck auf seine Gemeinde ausübte.

    3. Analyse toxischer Denkmuster:

      • Negatives Menschenbild: Kritik an der isolierten Nutzung von Bibelversen (z. B. Römerbrief), die den Menschen als rein „verdorben“ darstellen.

      • Weltablehnung: Warnung vor einer „Wir gegen die Welt“-Mentalität, die alles außerhalb des christlichen Kosmos als böse abwertet.

      • Moralischer Druck: Die Überforderung durch Sätze wie „Du bist die einzige Bibel, die Menschen lesen“.

      • Angst-Motivation: Kritik an der Vorstellung, man sei für das „Blut“ (die Rettung) anderer verantwortlich.

    4. Theologische Weichenstellung: Benz erklärt den Unterschied zwischen rein erlösungstheologischem Denken (Fokus auf Sünde) und schöpfungstheologischem Denken (Fokus auf die Gottebenbildlichkeit des Menschen).

    5. Alternative Vision: Vorstellung einer Mission als „gewaltlose Werbung für die Schönheit eines Lebenskonzepts“ (nach Fulbert Steffensky).

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    Das Transskript zur Folge findet sich ausschließlich auf www.movecast.de unter der jeweiligen Episode.

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    COOL R & B, EYE WONDER, Label: Sound Ideas, Album: Club Elements. License: Sound Effect My Bed of Roses, Label: Audio Hero, Album: Eternal Optimist, Alternate Versions: 3, License: Music Track

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    26 min
  • MC 221: Was ist mit Menschen, die sich nicht für Jesus entscheiden können?
    Jan 11 2026

    Ein Erlebnis mit einem schwerbehinderten Mädchen führt zu einer tiefen theologischen Auseinandersetzung mit der Erbsündenlehre, dem Schicksal unevangelisierter Menschen und der Hoffnung auf eine wundervolle Wiederherstellung.

    Zeitstempel
    • 00:00 – Intro

    • 01:00 – Seminarankündigungen „Bibelverständnis“

    • 04:10 – Begegnung mit dem schwerbehinderten Mädchen

    • 06:50 – Die Hoffnung auf Wiederherstellung (Lazarus-Motiv)

    • 10:15 – Die Grausamkeit der klassischen evangelikalen Dogmatik

    • 15:15 – Das Problem der Mündigkeit und des IQ-Schwellenwerts

    • 18:00 – Provokation: Abtreibung als „Rettungsweg“?

    • 20:40 – Allversöhnung als würdige Lösung Gottes

    • 28:30 – Persönliche Reflektion & Outro

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    Credits: Craig Riley - Mountain Morning

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    26 min
  • MC 220: Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben - ein neuer Blick auf einen altbekannten Vers
    Dec 29 2025

    In dieser Folge hinterfragt Martin Benz die oft exklusiv genutzte Bibelstelle „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Kaum ein Vers wird öfters zitiert, wenn Menschen auf eine Entscheidung für Jesus aufmerksam gemacht werden sollen. Er analysiert den Kontext des Gesprächs zwischen Jesus und seinen Jüngern und stellt die provokante Frage, ob die Errettung wirklich an einer menschlichen Willensentscheidung hängt oder ob Gott in Jesus bereits die gesamte Menschheit mit sich versöhnt hat. Er plädiert für ein Verständnis, das Jesus nicht als moralischen Wegweiser, sondern als die vollendete Tat Gottes sieht, die über menschliche Anstrengung und Willensstärke hinausgeht.

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    25 min
  • MC 219: Wenn Menschen ohne Gott nichts fehlt - Ein Gespräch mit Prof. Jan Loffeld
    Dec 14 2025

    Professor Jan Loffeld, Theologe aus Utrecht, diskutiert sein Buch "Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt", das die religiöse Indifferenz in der modernen Gesellschaft beleuchtet. Er beschreibt die dritte Phase der Säkularisierung als "Apatheismus", gekennzeichnet durch Gleichgültigkeit gegenüber der Gottesfrage, die nicht durch fehlende Argumente, sondern durch konkurrierende Lebenserfüllungsoptionen entsteht. Loffeld argumentiert, dass die Kirche oft versucht hat, sich übermäßig an eine humanistische Gesellschaft anzupassen, wodurch sie ihre unterscheidbare, transzendente Botschaft verlor und überflüssig wurde. Er plädiert dafür, dass die Kirche die Konturen des Evangeliums als alternatives "Counternarrative" klarer hervorhebt und die Souveränität Gottes respektiert. Trotz der Realität einer schrumpfenden Minderheitenkirche sieht er die Zukunft in einer Kirche, die das Evangelium als ihre wichtigste Ressource ernst nimmt.

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    1 h et 1 min
  • MC 218: Glaube ich noch an den Teufel?
    Nov 30 2025

    In diesem Movecast geht es um den Teufel und das Böse. Martin Benz erklärt, dass er den Teufel und Dämonen nicht als personifizierte Wesen betrachtet. Diese Vorstellung stammt historisch eher aus den Pseudepigraphen des Judentums und führt zu erheblichen theologischen Problemen. Er bekräftigt jedoch seinen Glauben an die reale, metaphysische Macht des Bösen, das sowohl in individuellen Taten als auch in systemischen Strukturen wirkt. Biblische Begriffe wie "Teufel" oder "Dämonen" sind oft phänomenologische Metaphern für dieses Böse, wobei die Botschaft Jesu die Überwindung dieser Macht durch seine Kraft, Liebe und Auferstehung ist. Als eigentliche Ursünde identifiziert er jede Form der Entmenschlichung. Darum wird das Böse am besten durch Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit überwunden.

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    38 min
  • LC 10: Liebe, die Kinder zum Blühen bringt - Was eine Lehrerin samt Team durch eine Schule in Uganda bewegt
    Nov 21 2025

    Im Sommer 2025 waren wir als Familie drei Wochen in Uganda. Wir haben dort das Schulprojekt einer guten Freundin besucht. Vor Ort konnten wir miterleben, wie Liebe und Fürsorge das Leben ganz vieler Kinder zum Blühen bringt. Auch wenn man sich manchmal der Armut und dem Leid in der Welt gegenüber ohnmächtig fühlt, zeigt dieses Beispiel, wie der Traum von Menschlichkeit durch das Engagement einiger weniger Wirklichkeit werden kann. Die Geschichte von Heike Rabus und ihren Mitarbeitern hat uns fasziniert und wir wollen euch mit dieser Folge an dieser Faszination teilhaben lassen. Zum Gespräch eingeladen haben wir Heike Rabus und Christoph Rankers vom deutschen Verein Namataba.

    Mehr Informationen zur Schule in Namataba findest du hier: https://namataba.org/

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    58 min
  • MC 217: Allversöhnung - wozu dann missionieren und anständig leben?
    Nov 10 2025

    Immer wieder wird behauptet, dass Mission und Gehorsam unnötig werden, wenn die Allversöhnung stimmt. Wenn alle in den Himmel kommen, dann kann ich ja leben wie ich will und Evangelisation wird überflüssig. Aber genau das entlarvt ja nur die unzureichende und oft toxische Motivation, die hinter Evangelisation und Gehorsam stecken. Martin Benz und Martin Thoms gehen genau dieser Fragestellung nach und zeigen auf, warum gerade die Allversöhnung Mission und Ethik vom Kopf auf die Füße stellt.

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    33 min
  • MC 216: Die Schönheit eines nicht notwendigen Glaubens
    Nov 1 2025

    In diesem Movecast argumentiert Martin Benz beherzt für die Idee eines "nicht notwendigen Glaubens". Er kritisiert, dass der traditionelle Glaube die Liebe zu Gott erzwingt, indem er mit der Drohung einer Hölle arbeitet, was wahre Liebe und eine freie Entscheidung unmöglich macht. Stattdessen plädiert er dafür, Gott freiwillig um seines Wesens willen zu lieben, da dies die einzige Grundlage für eine ehrliche und aufrichtige Beziehung ist.

    Kernargumente:

    • Abschaffung des Droh-Szenarios: Die Allversöhnung nimmt die ewige Verdammnis und die Hölle als ultimatives Droh-Szenario vom Tisch.

    • Wahre Freiheit der Entscheidung: Eine Entscheidung für Gott ist nur dann wirklich freiwillig, wenn die Alternative (die Entscheidung gegen Gott) keine schlimmsten aller vorstellbaren Konsequenzen (wie die Hölle) nach sich zieht.

    • Liebe um Gottes willen: Wenn der Glaube nicht notwendig ist, um die Hölle zu vermeiden, sind Menschen befreit, Gott wirklich um seiner selbst willen zu lieben.

    • Ablehnung der "erpressten" Liebe: Der traditionelle Glaube erpresst die Liebe der Menschen, da sie Gott immer auf der "Hintergrundfolie einer ewigen Verdammnis" gehorchen, was der Grundlage einer aufrichtigen Beziehung widerspricht.

    • Fokus auf göttliche Attribute: Wahre Liebe entsteht durch die Faszination von Gottes Wesen und den in Jesus Christus geoffenbarten Attributen (Erbarmen, Güte, Zuwendung, Demut) – nicht durch die Angst vor Strafe.

    • Glaube ist Vertrauen, nicht Zustimmung: Glaube ist in erster Linie Vertrauen und nicht nur die gedankliche Zustimmung zu Dogmen. Dieses Vertrauen kann nicht entstehen, wenn die Basis der Beziehung ein Droh-Szenario ist.

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    15 min