Épisodes

  • »Ich bin das Leben!«
    Oct 22 2026

    Als Drittes bezeichnet sich Jesus als den Ursprung allen Lebens. Das gilt für die kleinsten Bakterien und Milben bis hin zu den riesigen Mammutbäumen oder Blauwalen. Auch wir Menschen verdanken einzig ihm unsere Existenz. In der Schöpfung können wir die milliardenfachen Ausgestaltungen des Lebens beobachten, erforschen und für zahlreiche Erfindungen nutzen. Doch was genau macht das Leben aus? Im Grunde wird uns erst nach dem Tod eines Lebewesens bewusst, was das Leben und vor allem dessen Verlust zu bedeuten haben.

    Die Bibel bringt das Leben an vielen Stellen mit Blut in Verbindung: Wenn das Blut einmal aus dem Körper herausgeflossen ist, ist das Leben vorbei. Aufgrund dieser Bedeutung war es den Juden auch verboten, Blut zu essen. Und wir alle sind darauf bedacht, eine blutende Wunde zu stillen und je nach Ausmaß das Krankenhaus aufzusuchen oder gar eine Blutspende anzunehmen.

    Doch nun sagt Jesus, dass er das Leben ist. Und ausgerechnet er stirbt freiwillig am Kreuz von Golgatha und vergießt dabei all sein Blut und gibt sein Leben für uns hin. Warum? Wenn er das Leben ist, kann er es doch auch aus sich heraus stiften?! Deshalb wurde er auch aufgefordert, mit seinen Fähigkeiten vom Kreuz herunterzusteigen. Doch Jesus wollte nicht nur für sich ein ewiges und unvergängliches Leben haben, sondern es allen Menschen zugänglich machen. Dazu musste er sterben, also die Strafe all unserer Fehler und der Boshaftigkeit der ganzen Welt tragen. Und er musste auferstehen, um den Kreislauf des Todes zu durchbrechen und ihn zu besiegen.

    Seither gilt dieses Angebot: Wer an diesen Jesus glaubt und leben möchte, erhält das ewige und unvergängliche Leben. Er wird Gottes Sohn, das personifizierte Leben, sehen.

    Hermann Grabe

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    9 min
  • »Ich bin die Wahrheit!«
    Oct 21 2026

    »Was ist Wahrheit?«, fragte schon der römische Statthalter Pilatus, als er sich mit Jesus unterhielt und ihn schließlich verurteilte (Johannes 18,38). Tatsächlich ist Wahrheit oft nicht schwarz-weiß, sondern stellt sich uns in vielen Aspekten dar: Bei einem Prozess müssen zahlreiche Hintergründe und Faktoren bedacht werden, die zu der Tat geführt haben. Eine Aussage ist wahr, wenn sie mit der Realität korrespondiert – oder nur, wenn der Sprecher das so wahrnimmt?

    Jesus Christus behauptet, die Wahrheit selbst zu sein. Demnach gibt es keinerlei Wahrheit außerhalb von ihm. Zu dieser Wahrheit gehört auch, dass er der Schöpfer der Welt ist. So steht in Kolosser 1,16: »Alle Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen.« Alles, was wir sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken und berechnen können, gehört zu dem, was Christus, die Wahrheit selbst, uns zugänglich gemacht hat.

    Kosmologen, Geologen, Biologen, Physiker, Chemiker, Historiker, Theologen und andere Wissenschaftler dringen immer tiefer in die Geheimnisse der sichtbaren und der unsichtbaren Schöpfung ein. Alle behaupten, der Wahrheit auf der Spur zu sein. Das zeigt, dass Jesus eine umfassende Wahrheit ist: Er ist nicht reduzierbar oder erklärbar. Er ist nicht nur Mensch, sondern zugleich Gott. Er ist als Schöpfer nicht nur der Anfang, sondern als regierender König auch das Ende. Er ist allumfassend, ewig, allmächtig.

    Wenn wir uns die Wahrheit von Jesus Christus auf diese Weise vor Augen führen, entdecken wir immer mehr Superlative. Wir kommen ins Staunen darüber, dass dieser große Gott sich tatsächlich für uns Menschen interessiert – ja, noch mehr: dass er uns unendlich und unbegreiflich liebt. Diese Botschaft ist so wunderbar: Jesus liebt dich! Er ist auch für dich auf die Welt gekommen. Und er sucht auch nach dir.

    Hermann Grabe

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    6 min
  • »Ich bin der Weg!«
    Oct 20 2026

    Was denken wir über einen Menschen, der diese Aussage über sich selbst macht? Müssen wir ihn nicht für größenwahnsinnig und verrückt halten? Doch wenn wir uns den demütigen Wanderprediger aus Nazareth näher ansehen, scheint das nicht der Fall sein. Darum sollten wir eine dritte Möglichkeit in Betracht ziehen: Er hat die Wahrheit gesagt. Wenn wir das als Ausgangspunkt nehmen, so wird klar, dass auch alle anderen biblischen Angaben über Jesus Christus stimmen: Er kam aus dem Himmel zu uns in unsere verlorene Welt und hat durch sein Sterben und Auferstehen den Weg zum Himmel für uns frei gemacht. Und noch etwas wird deutlich: Da er als Einziger von Gott zu uns herabkam, ist er auch der einzige Weg, der dorthin führt.

    Jesu Aussage ist auch deshalb so provokant, weil sie unserem menschlichen Streben entgegensteht: Wir versuchen gern selbst, möglichst hohe »Leitern« hochzuklettern, um zur Vollendung, zum Himmel und zu Gott zu gelangen. Aber all diese Unternehmungen sind unzureichend, die Leiter ist immer zu kurz, weil sie nur so weit reicht wie unsere eigenen Kräfte. Dabei ist es einerlei, ob unsere Leiter in religiösem Eifer, gesellschaftlichem Engagement oder anderen Leistungen besteht. Wobei diese Dinge an sich gut sind – aber sie können uns eben nicht in den Himmel bringen.

    Jesus Christus hat uns den einzig zielführenden Weg nicht nur gezeigt, sondern ist ihn selbst vorangegangen. Ja, er hat ihn durch sein Kommen auf die Erde und sein Sterben am Kreuz überhaupt erst möglich gemacht. Er selbst führt uns aus unserer Verlorenheit heraus. Dieser Weg kann für jeden von uns heute schon anfangen, wenn wir Jesus Christus darum bitten. Dann nimmt er uns an die Hand und bringt uns in die himmlische Herrlichkeit.

    Hermann Grabe

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    5 min
  • Der Kochpulli
    Oct 19 2026

    Vor drei Jahren verließ mein frischgebackenes 18-jähriges Ich das elterliche Nest. Die Freiheit war verlockend, doch schnell merkte ich, wie sehr ich plötzlich auf mich allein gestellt war. Und dann kam die harte Realität: »Mama kocht ja nicht mehr für mich!« So begann ich – mehr schlecht als recht – mit dem Kochen und entdeckte bald schmerzhaft, dass Fettflecken kaum mehr aus der schönen Kleidung entfernt werden können.

    Es musste also eine Lösung her! Da keine Schürze zur Hand war, opferte ich spontan einen alten Pulli. Er war ohnehin längst aus der Mode und lag nur noch ungenutzt herum. Außerdem schützte er im Vergleich zur Schürze jeden Zentimeter meines Oberkörpers vor dem gefürchteten Fett. So wurde mein Kochpulli geboren – ein treuer Begleiter, der mir gute Dienste leistete, obwohl er nie wieder richtig sauber zu bekommen ist. Mein geliebter Kochpulli hat seither unzählige Kleidungsstücke vor ihren Fettflecken bewahrt.

    Dieser Gedanke erinnert mich an das größte Opfer, das Gott je für die Menschheit gebracht hat. Er hat seinen Sohn Jesus Christus gegeben, damit er die Strafe für unsere Sünden tragen konnte. So hat Gott einen Weg der Rettung geschaffen, der uns vor den »Fettflecken«, also dem ewigen Tod als Folge der Sünde, bewahrt. Jesus gab sein Leben freiwillig – jedoch nicht wie ein wertloser Pulli, sondern als der kostbare Sohn Gottes. Das ist damit zu vergleichen, wie wenn jemand einen teuren Anzug anzieht, um beim Kochen ein normales T-Shirt vor Fettflecken zu schützen. Aber genau das hat Gott für uns gegeben!

    Jesus traf von sich aus die Entscheidung für seinen eigenen Tod. Seine Entscheidung, für uns zu sterben, schenkt uns die Möglichkeit, unsere Sünden abzulegen und in seiner Reinheit zu leben.

    Hung Thanh Thai

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    5 min
  • Gott ist keine Illusion
    Oct 18 2026

    »Das christliche Leben meint eine persönliche Beziehung zu Gott im Hier und Jetzt. Ehrliche Zweifel sollen nicht unterdrückt werden. Die wirkliche Gefahr ist nicht der Zweifel, sondern die Weigerung, zu suchen oder zuzuhören.« Dieser Satz stammt von Francis Schaeffer (1912–1984), einem evangelikalen Theologen, in seinem Buch True Sprituality. In den USA geboren, wuchs er bei religiös eher liberalen Eltern auf. In der Jugendzeit beschäftigte er sich ernsthaft mit Glaubensfragen. Er war kein typisches »braves Kirchenkind«. Bei seinen Fragen halfen ihm die Bücher über die griechische Philosophie nicht wirklich weiter. So las er mit 17 Jahren erstmals die Bibel komplett durch und kam zum persönlichen Glauben an Jesus Christus. Nach dem Studium der Theologie ging er nach Europa und gründete 1955 die Lebensgemeinschaft LʼAbri in den Schweizer Alpen. Vorausgegangen war eine tiefe geistliche Krise. Deprimiert von der Heuchelei vieler Christen, aber auch von eigener innerer Dürre, überdachte er viele Glaubensthemen nochmals von Grund auf. Das führte ihn in eine neue Abhängigkeit von Gott und zu einem lebendigen Gebetsleben.

    Viele junge Menschen bekamen in LʼAbri entscheidende Impulse bei der Suche nach Zuwendung, Sinn und Orientierung. Schaeffer vermittelte einerseits echten Glauben, der jedoch andererseits auch intellektuell tragbar ist. Er betonte, dass es kein inhaltsloseres Wort gibt als das undefinierte Wort »Gott«. Gott ist keine Idee oder Projektion, keine Illusion. Biblische Wahrheit gründet sich nicht auf eine Idee oder das Wort »Gott«, sondern auf den Gott, der wirklich da ist.

    Wenn dieser einzigartige und persönliche Gott Wirklichkeit ist, dann ist die Tatsache, dass dieser Gott sich offenbart, von größter Bedeutung.

    Winfried Elter

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  • Sterben mit Gewinn?
    Oct 17 2026

    »Nichts ist umsonst, sogar der Tod, er kostet das Leben!« So in etwa weiß es der Volksmund zu berichten. Tatsächlich wird der Tod nicht mit Gewinn verbunden: Der Betroffene verliert sein Leben, und die Hinterbliebenen empfinden oft sehr schmerzhaft diesen Verlust. Denn der Tod ist das Ende jeder Beziehung. Wie ein scharfes Messer zerschneidet er alle Pläne und Träume. Mit ihm verliert alles seine Bedeutung. Was gestern noch wichtig war, hat im Angesicht des Todes keine Bedeutung mehr.

    Doch nun spricht der Apostel Paulus im Tagesvers davon, dass das Sterben für ihn Gewinn sei. Ist er ein frommer Spinner? Ein Fantast? Ein Fatalist? Nein, Paulus war alles andere: Er war ein Realist; aber einer, der über den Tellerrand unserer irdischen Erlebensmöglichkeiten hinaussehen konnte, weil er dem ewigen Gott und seinem Sohn Jesus Christus glaubte. Er kannte die Widrigkeiten, Nöte und Gefahren unserer irdischen Existenz sehr genau. Doch er wusste: Wenn ich sterbe, dann komme ich an einen Ort, an dem es wirklich nichts gibt, das meine ewige Existenz dort würde trüben können: kein Schmerz, keine Träne, keine Angst, kein Tod.

    Wow, was für eine Perspektive: Das, was uns naturgemäß riesige Angst macht, hatte für ihn den Schrecken verloren. Der Tod war für ihn verbunden mit der Aussicht auf eine ewige Herrlichkeit. Gerne würde er sofort das Hier mit dem Dort tauschen!

    Allerdings hatte diese großartige Erwartung eine Vorbedingung. Das macht auch Paulus deutlich. Denn das Sterben ist nur für den Gewinn, dessen Leben im Hier und Jetzt fest mit Christus verbunden ist. Ja, es gibt ein Leben ohne Christus. Aber dann ist das Sterben ein ewiger Verlust. Wer so stirbt, verliert endgültig jede Hoffnung auf Rettung.

    Markus Majonica

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  • Gottlos
    Oct 16 2026

    Wenn Sie diese Zeilen lesen, ist es sicher schon veraltet, aber in den Jahren 2023 und 2024 gehörte es zu den beliebtesten Jugendwörtern: »gottlos«. Interessanterweise wurde das Wort sowohl für außergewöhnlich positive als auch für schockierend negative Dinge verwendet. Ein Burger konnte »gottlos lecker« sein, während ein Klassenbucheintrag »gottlos unfair« genannt wurde. Es ging dabei jedoch nicht wirklich um Gott, sondern um eine extreme Verstärkung.

    Als ich darüber nachdachte, fiel mir auf: Eigentlich ist diese inflationäre Verwendung des Begriffs gar nicht so unpassend. Denn wie der Tagesvers sagt, vermittelt die Bibel ein ganz klares Weltbild: Alles liegt im Bösen, alles ist von Natur aus erst einmal gottlos. Selbst die schönsten Momente sind – wenn sie ohne Gott erlebt werden – buchstäblich »gott-los«. Man kann ein ganzes Leben ohne Gott verbringen und noch nicht einmal darüber nachdenken. Da ist doch dieses Jugendwort tatsächlich auf so gut wie jede Situation anwendbar.

    Allerdings spricht die Bibel auch davon, dass am Ende der Gottlosigkeit der Tod und die ewige Verlorenheit stehen. Um uns daraus einen Rettungsweg zu schaffen, schickte Gott seinen Sohn Jesus auf die Erde, der auch unter dem Namen »Immanuel« (das heißt »Gott mit uns«) bekannt ist. Nur durch seine Anwesenheit hat er Gottes Wesen in seiner reinsten Form mitten unter die Menschen gebracht. Nichts mit seiner Person Zusammenhängendes war »gottlos«. Und auch wenn Jesus heute nicht mehr leibhaftig auf der Erde anzutreffen ist, will er jetzt noch genauso Teil unseres Lebens sein und es von der Gottlosigkeit befreien. Wer in einer Beziehung zu diesem unsichtbaren Jesus steht, der ist nicht mehr gottlos – denn Gott ist mit ihm!

    Jacob Ameis

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  • Wendepunkte
    Oct 15 2026

    Stille in Boston: Das neue Zeitalter wurden durch atemlose Stille eingeläutet. Im Hörsaal der Universität Boston hatte sich am 16. Oktober 1846 eine große Anzahl ehrwürdiger Doktoren versammelt, um dem angekündigten Wunder zuzusehen: einer Operation unter Narkose. Schon oft hatte man bis dahin versucht, Patienten durch Alkohol, Kräutertrunks oder Suggestion in einen bewusstlosen Zustand zu versetzen. Doch sobald der Chirurg den ersten Schnitt tat, zeigte ein markerschütternder Schrei, dass alles beim Alten geblieben war. Ab diesem Moment musste ein Chirurg vor allem eines sein: schnell. Amputationen wurden in weniger als zwei Minuten durchgeführt, länger konnten selbst die stärksten Helfer den sich windenden Patienten nicht fixieren. Doch als an diesem Tag William Morton an dem mit Äther narkotisierten Patienten den ersten Schnitt setzte, herrschte absolute Stille im Saal. Der erwartete Schrei blieb aus. Die versammelten Ärzte sahen sich staunend an. Ihnen allen war klar, dass sie Zeuge eines Wendepunkts waren: Der Schmerz war besiegt. Ein neues Zeitalter hatte begonnen.

    Ein Schrei auf Golgatha: Bevor der gequälte Mann am Kreuz sein Leben aushauchte, stieß er einen letzten, markerschütternden Schrei aus und sprach die Worte: »Es ist vollbracht!« Den betäubenden Trunk, der ohnehin nur wenig Wirkung gehabt hätte, hatte er abgelehnt. In vollem Bewusstsein hatte der Sohn Gottes die unsagbaren Schmerzen der letzten Stunden ertragen. Und auch das Gefühl der abgrundtiefen Verlassenheit, denn Gott musste sich in seiner Heiligkeit von seinem Sohn, der die Sünde der ganzen Welt trug, abwenden. Auch wenn es den meisten der Anwesenden nicht klar war: Dieser Schrei Jesu markierte eine Wende. Die Sünde, die Trennung von Gott war überwunden, ein neues Zeitalter hatte begonnen.

    Elisabeth Weise

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