Épisodes

  • #248 (Aktivismus vs. Journalismus: Wo ist die Grenze?)
    Jun 4 2026
    „Ich versuche immer, möglichst objektiv auf die Dinge zu schauen. Irgendwann entwickle ich eine Meinung, aber ich habe keine Agenda“, sagt Markus Lanz. Er sei daher kein Aktivist, sondern Journalist. Auch Richard David Precht bezeichnet sich selbst nicht als Aktivist. „Ich habe natürlich eine Art philosophische Agenda, aber das sind keine Ideen, die irgendwo parteipolitisch in irgendeiner Form verankert sind.“ Was ist dann der Unterschied zwischen Aktivismus und Journalismus? Aktivisten betreiben keine Aufklärung, das Ergebnis stehe von vornherein fest, meint Precht und zitiert den Kabarettisten Volker Pispers: „Wenn man weiß, wo der Feind steht, hat der Tag Struktur.“ Warum scheint aktivistischer Journalismus trotzdem immer mehr zu werden? Das hat ökonomische Gründe. Immer weniger Geld der Zeitungen stammt aus Anzeigen, immer mehr stammt von den Lesern. Was bedeutet das für die Zukunft des Journalismus? Und wie sollten die Medien mit der AfD umgehen?
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    55 min
  • #247 (Bedroht KI unsere Kreativität?)
    May 28 2026
    „Nimmt KI uns Menschen die Kreativität?“ Das möchte Markus Lanz in dieser Folge von dem KI -Experten und Autor Andreas Loff wissen. Ganz im Gegenteil. „KI ist lediglich ein neues Werkzeug,“ meint Loff. Was bedeutet es dann, wenn man komponieren kann, ohne ein Instrument zu spielen? „Das ist Demokratisierung von Herrschaftswissen“, so Richard David Precht. Wo aber bleibt unser Reichtum an innerer Welt, die Lust am Verstehen und Denken, wenn die KI immer schneller und präsenter wird? Da hilft nur Bildung, die uns einerseits KI erklärt und außerdem zeigt, wie Denken und Kreativität ohne KI möglich ist, so Andreas Loff. Denn eins ist klar: Künstliche Intelligenz - die geht nicht mehr weg.
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    1 h et 5 min
  • #246 (Demokratie im Stresstest – Zeit für ein Update?)
    May 21 2026
    Friedrich Merz ist so unbeliebt wie noch kein deutscher Regierungschef vor ihm. Selbst Donald Trump rangiert im internationalen Vergleich vor ihm. Aber machen wir es uns nicht auch etwas einfach, alles, aber auch wirklich alles, was in diesem Land nicht funktioniert, bei ihm abzuladen? So einfach ist es nicht. Markus Lanz und Richard David Precht sprechen in dieser Folge über die verengten Gestaltungsspielräume der Politik und überlegen, wie wir das demokratische System so ausrichten können, dass sie wieder handlungsfähig ist. Wäre eine Minderheitsregierung beispielsweise eine Option?
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    1 h
  • #245 (MAGA-Bewegung: Was kommt nach Trump?)
    May 14 2026
    Donald Trump hat sich in eine Sackgasse manövriert. Im Iran führt der US-Präsident einen Krieg, den er nicht beenden kann. Teile der MAGA-Bewegung wenden sich von ihm ab. Markus Lanz reist derzeit für Dreharbeiten durch die USA, um einen Eindruck von einer möglichen Zukunft der MAGA-Bewegung ohne Donald Trump zu gewinnen. Er meint: „Wir erleben zunehmend eine Infantilisierung von Politik. Das ist Show. Ein riesiges Entertainment-Spektakel, das inszeniert wird.“ Dient diese Inszenierung möglicherweise dazu, von den Superreichen abzulenken, die in Florida auf privaten Inseln leben und kaum Steuern zahlen? Wird daran überhaupt eine Partei oder Bewegung etwas ändern? Richard David Precht vertritt die Ansicht, dass der Liberalismus keine überzeugende Antwort auf die Frage habe: „Was machen wir mit den gefühlten Verlierern und den realen Verlierern des Fortschritts?“ Daher werde die MAGA-Bewegung auch ohne Trump eine Zukunft haben.
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    1 h et 5 min
  • #244 (TikTok-Brain – wo bleibt unsere Aufmerksamkeit?)
    May 7 2026
    „Es gibt kaum einen Politiker, der so präzise wie Donald Trump verstanden hat, dass es in dieser Welt fast nur eine harte Währung gibt: Aufmerksamkeit“, so leitet Markus Lanz diese Folge ein, in der er mit Richard David Precht über die Ökonomie der Aufmerksamkeit diskutiert. Kommen wir in dieser atemlosen Welt noch dazu, einen Gedanken zu Ende zu denken? Kommt ein Völkerrechtsverstoß heute leichter, weil gleich der nächste Skandal unsere Aufmerksamkeit fordert? Und wie sieht es bei uns persönlich aus, wie lange hält die eigene Aufmerksamkeitsspanne? Wie können wir uns konzentrieren, wenn TikTok, Instagram, WhatsApp und Co. jeden Moment aufblinkt? Was bedeutet es für Kinder und Jugendliche, wenn sie an einem normalen Wochentag durchschnittlich 150 Minuten in sozialen Netzwerken verbringen?
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    51 min
  • #243 (Wie KI Kriege führt)
    Apr 30 2026
    „Was denkst du über die Rettung des Wals Timmy, Richard?“ Mit dieser Frage beginnt Markus Lanz die Folge, worauf Richard David Precht erwidert: „Wir sind ja als Deutschland selbst inzwischen eine Art gestrandeter Wal, der mühsam von Sandbank zu Sandbank schwimmt“. Obwohl das Medieninteresse am Wal groß ist, passieren zeitgleich bedeutsamere Dinge. Zum Beispiel nimmt die Relevanz von künstlicher Intelligenz im Krieg immer weiter zu. Der massive Angriff auf den Iran war nur möglich, weil KI im Vorfeld eine große Datenmenge ausgewertet hat. Welche Rolle spielt das US-Unternehmen Palantir und sein CEO Alexander Karp? Auf welche Dystopie steuern wir zu? Leben wir bald in einer Welt, in der KI-Drohnen autonom Menschen töten? Auch in Deutschland spielt die Nutzung von KI für militärische Zwecke eine wichtige Rolle. Aber wo bleibt die gesellschaftliche Debatte darüber?
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    59 min
  • #242 (Israels Regierung: Wie viel Kritik ist möglich?)
    Apr 23 2026
    Kritik an der Politik Israels gehört zu den schwierigsten Bereichen der deutschen Außenpolitik. „Es ist ein Dilemma“, meint Markus Lanz dazu. Auf der einen Seite besteht die moralische Verpflichtung, dem Volk Israels aufgrund der deutschen Geschichte beizustehen. Auf der anderen Seite stehen die Werte des Universalismus und das Eintreten für das Völkerrecht. Wie viel Kritik ist daher nötig und möglich? Richard David Precht fragt sich außerdem: „Warum sind wir heute nicht in der Lage, die Existenz und das Existenzrecht Palästinas anzuerkennen?“ Markus Lanz’ Fazit zum Schluss lautet: „Es muss möglich sein, die Netanjahu-Regierung zu kritisieren und gleichzeitig bereit zu sein, jederzeit für die Unversehrtheit von Jüdinnen und Juden hier in Deutschland einzutreten.“
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    54 min
  • #241 (Ungarn reloaded?)
    Apr 16 2026
    „Wir haben uns unseren Staat zurückgeholt“, jubelte der ungarische Wahlsieger Peter Magyar. Die Ära Orban ist vorbei. „Ein Erfolg, der auch durch die sozialen Medien möglich wurde“, meint Markus Lanz. „Die Demokratie hat gewonnen, man kann die Steine der Erleichterung plumpsen hören.“ Aber endet damit auch Orbans „illiberale Demokratie“? Was heißt das für die Wahl in Sachsen-Anhalt und die AfD? Richard David Precht bleibt skeptisch, ob sich mit Peter Magyar wirklich so viel ändert. „Wird er die Hoffnung seiner Wähler einlösen können oder wird er am Ende ein Orban 2.0?“ Ungarns Energie-Abhängigkeit von Russland wird dabei sicherlich eine zentrale Rolle spielen.
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    49 min