Épisodes

  • Onlinebetrüger werben mit Bundesräten
    Jan 22 2026

    Finanztipps für «passives Einkommen» – angeblich von Bundesrätin Karin Keller-Sutter oder anderen prominenten Köpfen – sind aktuell eine weitverbreitete Betrugsmasche. Bundeshausredaktor Othmar von Matt erklärt, wie gefälschte «Medienartikel» mit bekannten Logos Vertrauen schaffen und Nutzerinnen und Nutzer dazu bringen sollen, sich zu registrieren und mindestens 250 Franken zu überweisen. Die Plattformen und «Pressekonferenzen» sind frei erfunden – wer zahlt, verliert sein Geld. Hinter den Anzeigen steht vermutlich international organisierte Kriminalität. Was hilft: skeptisch bleiben, nicht klicken, nicht zahlen, Anzeigen melden.

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    14 min
  • Der US-Präsident am WEF: Wie viel Schaden richtet Donald Trump an?
    Jan 21 2026

    In der Weltpolitik bahnt sich gerade ein historischer Umbruch an: Donald Trump stellt mit seinen Ansprüchen auf Grönland die westliche Partnerschaft zwischen Europa und den USA grundsätzlich in Frage. Nun kommt er ans WEF in Davos, wo auch die Staatschefs der grossen europäischen Mächte vertreten sind. Raufen sich die Mächtigen nochmal zusammen - oder bricht der Westen auseinander, wie das der Schweizer Verteidigungsminister Martin Pfister befürchtet?

    Heikel wird Trumps Besuch auch für die Schweiz: Wie CH Media publik gemacht hat, will der US-Präsident die Eidgenossenschaft im umstrittenen Friedensrat für Gaza dabeihaben. Das Aussendepartement von Ignazio Cassis prüft das unerwünschte Angebot - wohl vor allem, um Zeit zu gewinnen. Doch wie viel Geduld hat Trump mit Bern?


    Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» sagt Patrik Müller, Chefredaktor von CH Media, am Tag vor dem Besuch des US-Präsidenten: «Trump ist wie eine dunkle Gewitterwolke, die sich auf Davos zu bewegt.»

    Lesen Sie hier mehr zum Thema:

    • «Er wird am WEF alles auf den Kopf stellen»: Davos zittert vor Trump
    • Flugzeug mit Operationssaal und «The Beast»: Trumps Tross – so reist der US-Präsident ans WEF nach Davos

    Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:

    Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler

    Host und Produzent: Stefan Bühler

    Gast: Patrik Müller

    Kontakt: podcast@chmedia.ch

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    19 min
  • «Wir fühlen uns ausspioniert»: Radarwarner im Visier der Polizei
    Jan 20 2026

    Radarwarnungen auf Facebook sind in der Schweiz seit Jahren verboten – trotzdem boomen entsprechende Seiten mit zehntausenden Followern. Im Kanton Thurgau hat die Polizei nun durchgegriffen und im Zuge der Ermittlungen umfangreiche Nutzerdaten von Facebook ausgewertet. Betroffene fühlen sich überwacht und fragen sich, wie weit Strafverfolgungsbehörden gehen dürfen.

    «Die wissen eigentlich alles, wenn sie wollen», sagt Ostschweiz-Reporter Raphael Rohner von CH Media im Podcast. Er erklärt, wie einfach es für Strafverfolgungsbehörden offenbar ist, bei Meta an detaillierte Informationen zu gelangen – und weshalb der eigentliche Schock für die Betroffenen weniger die Busse als vielmehr der tiefe Einblick ins private digitale Leben war.

    Welche Daten hat Meta tatsächlich an die Polizei weitergegeben? Ab wann macht man sich mit Radarwarnungen auf Social Media strafbar? Und wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Strafverfolgung und unverhältnismässiger Überwachung?

    Mehr Artikel zum Thema:

    • «Wir fühlen uns ausspioniert» – Kantonspolizei Thurgau durchleuchtet Facebook-Profile von Radar-Warnern
    • Deutsche Website publiziert Aargauer Blitzer-Warnungen – ist das illegal?
    • Blitzer-Warnungen auf Facebook: Aargauer verpetzen sich nicht

    Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:
    Hinter der Schlagzeile

    Host und Produzentin: Zoe Gwerder

    Gast: Raphael Rohner

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    14 min
  • Obligationen, die nie sicher waren: Der stille Vorsorgeskandal
    Jan 15 2026

    Viele Menschen sparen ein Leben lang für ihre Pension – und verlieren am Ende alles. Genau das ist Hunderten Anlegerinnen und Anlegern in der Ostschweiz und darüber hinaus passiert. Recherchen des St. Galler Tagblatts zeigen, wie mehrere Vermögensberater ältere Kundinnen und Kunden dazu brachten, ihr Vorsorgegeld in angeblich sichere Obligationen zu investieren. Versprochen wurden stabile Renditen von vier bis fünf Prozent. Tatsächlich entpuppten sich die Anlagen als hochriskant – und brachen mit dem Konkurs der beteiligten Firmen vollständig zusammen.

    Im Zentrum steht eine Liechtensteiner Firmengruppe namens Identec. Ursprünglich im Hightech-Bereich tätig, gründete sie immer neue Tochtergesellschaften, deren einziger Zweck offenbar darin bestand, über Obligationen frisches Geld zu beschaffen. Mit diesen Mitteln wurden frühere Renditeversprechen bedient – ein klassisches Ponzi-System, wie ein Rechtsgutachten festhält. Das eigentliche Geschäft habe kaum Einnahmen generiert, Liquidität sei praktisch nie vorhanden gewesen.

    Besonders brisant: Die betroffenen Anleger investierten nicht direkt, sondern über Vermögensberater, denen sie vertrauten. Auf Gläubigerlisten tauchten bestimmte Berater auffallend häufig auf – darunter Firmen aus der Ostschweiz. Trotz klarer Warnsignale wie dauernder Überschuldung oder fehlendem Cashflow sollen die Risiken nicht ausreichend geprüft worden sein. Als Beleg für die Seriosität wurden teils sogar PR-Artikel beigelegt.

    Noch problematischer: Nach einem zweiten Konkursfall – diesmal bei der Solarfirma Sun Contracting – wandten sich einzelne Vermögensberater erneut an ihre geschädigten Kunden. In Online-Seminaren wurde ihnen nahegelegt, weiteres Geld in ein neues Projekt zu investieren, um Verluste «Schritt für Schritt zurückzuholen». Für viele Betroffene wirkte das wie der Versuch, den Schock auszunutzen und nochmals Kapital zu beschaffen.

    Juristisch bleibt die Lage schwierig. Zwar können Forderungen im Konkursverfahren angemeldet werden, doch die Chancen auf Rückzahlungen sind gering. Wer rechtlich gegen Berater vorgehen will, muss Zeit, Geld und Nerven investieren. Die Recherchen zeigen vor allem eines: Wie verletzlich Menschen sind, wenn sie sich in Finanzfragen auf vermeintliche Profis verlassen – und wie gross der Schaden ist, wenn dieses Vertrauen missbraucht wird. (rar)

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    21 min
  • Migros, was ist los? Weshalb viele Regale derzeit leer sind
    Jan 14 2026

    Leere Gestelle, fehlende Markenprodukte und immer öfter der Hinweis «Lieferunterbruch»: Wer bei der Migros einkauft, merkt, dass sich etwas verändert hat. Hinter den Kulissen liefert sich der Grossverteiler harte Preisverhandlungen mit internationalen Markenherstellern – und geht dabei bewusst das Risiko ein, Kundinnen und Kunden zu verärgern.
    «Die Auslistungen zeigen, dass es der Migros ernst ist», sagt Wirtschaftsredaktor Benjamin Weinmann im Podcast. «Sie will günstiger wahrgenommen werden – darf dabei aber ihre Kundschaft nicht verlieren.»
    Warum legt sich die Migros gleichzeitig mit so vielen grossen Markenherstellern an? Welche Rolle spielen Aldi und Lidl im verschärften Preiskampf? Und kann diese Strategie für die Migros am Ende nach hinten losgehen?

    Artikel zum Thema

    • Leere Mayonnaise-Regale bei der Migros: Das steckt dahinter
    • Leere Regale: Jetzt legt sich Migros mit Top-Marken wie Pepsi und Toblerone an
    • Leere Schoggi-Regale: Zwischen der Migros und Lindt kommt es zum Eklat
    • Wo sind all die Dosen hin? Bei der Migros fehlt plötzlich Coca-Cola im Regal

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    [Hinter der Schlagzeile](https://www.aargauerzeitung.ch/podcasts/hinter-der-schlagzeile)

    Host und Produzentin: Zoe Gwerder

    Gast: Benjamin Weinmann

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    15 min
  • Crans-Montana: Warum wurde Jacques Moretti erst nach neun Tagen verhaftet?
    Jan 13 2026

    Zwei Wochen nach dem verheerenden Brand in der Bar Le Constellation in Crans-Montana mit 40 Todesopfern und 116 teils schwer verletzten jungen Menschen rückt die juristische und politische Aufarbeitung ins Zentrum.

    Während das Land am 9. Februar, dem nationalen Trauertag, der Opfer gedachte, fällte die Walliser Staatsanwaltschaft in Sitten einen ersten markanten Entscheid: Die Betreiber der Bar, Jacques und Jessica Moretti, wurden einvernommen. Jacques Moretti wurde anschliessend in Untersuchungshaft genommen, wegen Fluchtgefahr.

    Warum erfolgte die Verhaftung erst neun Tage nach dem Brand?
    Was ist über das Betreiberpaar bekannt?
    Welche Verantwortung tragen Gemeinde und Kanton bei Bewilligungen, Kontrollen und Sicherheitsauflagen?
    Und ist die Walliser Staatsanwaltschaft dieser ausserordentlichen Aufgabe überhaupt gewachsen?

    Im Podcast «Hinter der Schlagzeile» sagt Reporter Kari Kälin: «Die Staatsanwaltschaft Wallis sollte die Tür offen lassen, nötigenfalls Hilfe von Aussen anzunehmen.»

    Lesen Sie hier mehr zum Thema:

    • Einst an der Seite von Sacha Baron Cohen – heute im Zentrum der Ermittlungen: Wer ist Jessica Moretti?
    • Fatale Brände in Diskotheken: Die Ursachen sind fast immer die gleichen
    • Nach der Feuer-Katastrophe: Wenn sich Wut in die unermessliche Trauer mischt

    Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:

    Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler

    Host und Produzent: Stefan Bühler

    Gast: Kari Kälin

    Kontakt: podcast@chmedia.ch

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    24 min
  • Social-Media-Verbot spaltet die Gesellschaft
    Jan 8 2026

    Australien verbietet TikTok, Instagram und Snapchat für unter 16-Jährige – ein radikaler Schritt, der weltweit für Diskussionen sorgt. Doch schützt ein Social-Media-Verbot Kinder wirklich? Oder schafft es neue Probleme?

    Im Podcast spricht Raphael Rohner mit Alexandra Pavlovic, Chefin Social Media bei CH Media, über Risiken von Algorithmen, Fake News, Gewaltvideos und die wachsende Überforderung junger Menschen im Netz. Es geht um Medienkompetenz, Verantwortung von Tech-Konzernen, die Rolle der Eltern – und warum Verbote allein kaum die Lösung sind. Dazu kommen Stimmen aus der Bevölkerung, die zeigen, wie gespalten die Gesellschaft beim Thema Social Media ist. (rar)


    Lesen Sie hier mehr zum Thema:
    Australien greift durch – wäre ein Social-Media-Verbot auch in der Schweiz sinnvoll? – Eine Umfrage
    TikTok und Co.: Australien verbietet Social Media für Jugendliche – kann das gut gehen?

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    Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Raphael Rohner

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    24 min
  • Venezuela-Schock: Wie weit geht Trump noch?
    Jan 7 2026

    US-Präsident Donald Trump hat mit einer militärischen Kommandoaktion in Venezuela international für Aufsehen gesorgt. US-Spezialeinheiten nahmen den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro fest und brachten ihn in die Vereinigten Staaten. Der Eingriff markiert eine neue Eskalationsstufe in Trumps Aussenpolitik – und wirft Fragen über seine langfristigen Ziele auf.

    «Trump hat jetzt bewiesen, dass das nicht nur ein Papier ist, sondern dass er es wirklich auch beabsichtigt», sagt der US-Korrespondent von CH Media Renzo Ruf. Die Festnahme Maduros sei Teil einer Sicherheitsstrategie, die den Anspruch der USA untermauere, in der westlichen Hemisphäre notfalls auch mit militärischer Gewalt durchzugreifen.

    Was will Trump mit dieser Aktion erreichen? Wie geschlossen stehen seine Republikaner hinter dem Vorgehen? Und wie real ist die Gefahr, dass auch Grönland ins Visier der USA gerät – ein Territorium, das zu einer Nato-Macht gehört?

    Mehr Artikel zum Thema:

    • Trump: «In zwanzig Tagen oder zwei Monaten» – ist jetzt Grönland an der Reihe?
    • «Wir müssen realistisch sein»: Unter diesen Bedingungen will die US-Regierung weiter mit dem Regime in Caracas kooperieren
    • «Ich bin ein anständiger Mann», sagt Maduro vor US-Gericht – Trump will weitere Herrscher stürzen

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    Hinter der Schlagzeile

    Host und Produzentin: Zoe Gwerder

    Gast: Renzo Ruf

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    16 min