Épisodes

  • Wem dient die KI? Über Chancen und Risiken in der weiteren Entwicklung von künstlicher Intelligenz
    Oct 12 2026
    Wem dient die KI? Dieser Frage stellen sich im Café & Kino HEIMAT in Morbach drei ausgewiesene Experten – und ChatGPT als virtueller Gesprächspartner. Prof. Dr. Karl Hans Bläsius, langjähriger Informatikprofessor an der Hochschule Trier und Autor zu KI und Krieg, bringt die wissenschaftliche Perspektive und den Blick auf Risiken bis hin zur Superintelligenz ein. Prof. Dr. Rolf Linn, ebenfalls mit Informatik-Hintergrund und heute in der Gemeinwohl-Ökonomie aktiv, fragt danach, wie Technik dem Menschen und einer fairen Wirtschaftsordnung dienen kann. Manfred Igel, ehemaliger Bankmanager, Unternehmer und GWÖ-Berater, verbindet wirtschaftliche Praxis mit Fragen nach Verantwortung, Werten und Gemeinwohl. ChatGPT antwortet live, wird kritisch hinterfragt und darf ausdrücklich widersprochen werden. Auch das Publikum mischt sich ein. Am Ende stehen erste „Morbacher Thesen“ für einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Ein Live-Podcast-Experiment über Technik, Macht, Werte – und die Frage, welche Zukunft wir mit KI gestalten wollen. AUSZUG aus dem "Morbacher Thesen" die aus dem Podcast erarbeitet wurden mit dem Leitgedanken: KI soll dem Menschen dienen. Je größer ihre Wirkung, desto stärker müssen menschliche Kontrolle, Transparenz und Verantwortung sein. Präambel Künstliche Intelligenz ist keine Naturgewalt, sondern eine von Menschen entwickelte und eingesetzte Technologie. Sie eröffnet große Chancen, kann aber auch bestehende Ungleichheiten, Machtkonzentrationen, Manipulation und militärische Risiken verschärfen. Aus dem Morbacher KI-Gespräch ergibt sich deshalb ein gemeinsamer Kern: Fortschritt braucht Grenzen, Kooperation und die klare Vorrangstellung menschlicher Würde, Verantwortung und Urteilsfähigkeit. 1. Der Mensch bleibt Maßstab und Zweck. KI darf Menschen unterstützen, aber nicht Würde, Freiheit, Sicherheit oder Selbstbestimmung einem vermeintlich effizienteren Ziel opfern. Der Mensch darf niemals zum bloßen Mittel für ein KI-Ziel werden. 2. Je größer die Wirkung, desto stärker die Kontrolle. Bei Entscheidungen mit großen, irreversiblen oder lebenswichtigen Folgen müssen menschliche Kontrolle, Transparenz, Widerspruchsmöglichkeiten und Verantwortlichkeit besonders hoch sein. 3. Über Leben und Tod entscheidet ein Mensch. Militärische Systeme, insbesondere autonome Waffen und nuklear relevante Entscheidungsprozesse, dürfen keine vollautomatisierten Letztentscheidungen über Leben und Tod treffen. Meaningful Human Control muss praktisch wirksam sein, nicht nur formal bestehen. 4. Zielerreichung steht nicht über Sicherheit. Ein KI-System darf gesetzte Regeln, Schutzmechanismen oder Rechte nicht allein deshalb umgehen, weil dies die Zielerreichung erleichtert. Sicherheit und Schadensvermeidung müssen Vorrang vor bloßer Effizienz haben. 5. Hochrisiko-KI braucht verpflichtende Prüfungen vor dem Einsatz. Wie bei Arzneimitteln oder sicherheitskritischer Technik sollten besonders leistungsfähige Systeme vor breitem Einsatz nach klaren Standards geprüft, auditiert und – wo erforderlich – zugelassen werden. WEITERE THESEN FOLGEN AUF DER HOMEPAGE VOM CAFE + KINO HEIMAT IN MORBACH
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    1 h et 35 min
  • Hermann Lewen ein Kulturmacher - der über Jahrzehnte unsere Region geprägt hat im Interview
    Sep 21 2026
    Hermann Lewen gründete das Mosel-Musikfestival und war 33 Jahre lang sein Intendant und schrieb Festivalgeschichte, die bis heute nachwirkt. Er machte Klöster, Kirchen, Burgen, Schlösser und Weingüter zu außergewöhnlichen Konzert-Orten. Baute das kommunale Mosel-Kino in Bernkastel-Kues auf und realisierte viele weitere Kulturprojekte entlang der Mosel. Wir sprechen mit ihm über den Mut, viel Leidenschaft für klassische Musik und etwas "Verrücktheit" auf seinem bisherigen Weg als Kulturmacher. Hörenswert sind auch seine unterhaltsamen persönlichen Begegnungen mit Künstlern aus der ganzen Welt. Weil Hermann Lewen immer wieder neue Ideen in die Tat umsetzt, reden wir auch über sein neuestes Projekt: "Machernbaroque". Viel Spaß beim Zuhören!
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    1 h et 19 min
  • Warum verließen Menschen aus dem Hunsrück und von der Mosel vor mehr 200 Jahren ihre HEIMAT?
    Aug 24 2026
    In diesem Podcast sprechen wir mit Dr. Gaby Küppers und Gert Eisenbürger über ihr aktuelles Buch zur Geschichte der Auswanderung von Mosel und Hunsrück vor mehr als 200 Jahren. Viele lebten damals in Armut und hofften auf ein besseres Leben in Brasilien. Warum gerade Brasilien? Was erwartete die Menschen dort? Wie wurde aus der Fremde eine neue Heimat? Und was können uns ihre Erfahrungen über die heutige Diskussion rund um die Migration mitteilen? Die Antworten gibt es von Gaby und Gert, die sich seit Jahrzehnten mit Lateinamerika beschäftigen und nun ihr gemeinsames Buch "MoselbrasilianerInnen" veröffentlicht haben. Direkt aus dem Café & Kino HEIMAT, dem Elternhaus des Filmemachers Edgar Reitz, der den Hunsrück-Auswanderern in seinem Spielfilm "Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht" in ein filmisches Denkmal gesetzt hat.
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    1 h et 8 min
  • Von Trier nach Ruanda - wie Hans Tilly mit Sport die Menschen auf zwei Kontinenten verbindet
    Jul 12 2026
    Der Trierer Hans Tilly engagiert sich seit vielen Jahren für die Partnerschaft zwischen Trier und Ruanda. Gemeinsam mit Moderator Thomas Vatheuer spricht er über Heimat, Freundschaft und die Kraft von Begegnungen. Freut Euch auf ein persönliches Gespräch über Menschen in Ruanda und darüber, wie aus einer persönlichen Begegnung erfolgreiche Projekte für junge Sportlerinnen und Sportler wurden. Wie sich aus einer Reise eine langjährige Sportbegegnung mit einem spannenden Jugendaustausch entstand. Bis heute setzt die Partnerschaft ein Zeichen für eine hoffnungsvolle Zukunft in Ruanda, um Armut zu lindern und Gewalt vorzubeugen. Für das Café Heimat ist dieses Gespräch etwas Besonderes: Aus einer langjährigen Freundschaft mit Hans Tilly entstand vor einigen Jahren der Impuls, Kaffee aus Ruanda kennenzulernen. Daraus entwickelte sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Somaho und Vania Nzeyimana – eine Partnerschaft, die bis heute besteht.
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    1 h
  • Auswandern: Vom Rhein ins Wallis – Bernd Schmellenkamp über Aufbruch und Ankommen
    Jul 1 2026
    Die Schweiz ist für viele Deutsche ein Sehnsuchtsort – und für Bernd Schmellenkamp ist sie seit drei Jahren ein neues Zuhause. Mehr als 600 Kilometer liegen zwischen Koblenz und dem Wallis, und seinem neuen Leben in Stalden. In dieser Sonderausgabe von „Heimat zum Hören“ sprechen wir mit Bernd über Aufbruch, Ankommen und die Frage, was Heimat eigentlich bedeutet, wenn man sie verlässt. Was nimmt man mit, wenn man geht? Was vermisst man? Und wie verändert sich der Blick auf die alte Heimat, wenn man in einem anderen Land neu beginnt? Ein Gespräch über Deutschland und die Schweiz, über Sehnsuchtsorte, Lebensentscheidungen und das Gefühl, endlich angekommen zu sein.
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    1 h et 8 min
  • „Jeder ist jemand“ – Reiner Engelmann über Auschwitz und das Erinnern für die Zukunft
    Jun 24 2026
    „Jeder ist jemand“ – dieser Satz zieht sich wie ein kraftvoller Gedanke durch das Gespräch mit Reiner Engelmann. Seit Jahrzehnten widmet sich der Autor und Zeitzeugenbegleiter der Erinnerungsarbeit. In seinen Büchern erzählt er von Menschen, die Verfolgung, Gewalt, Entrechtung und Auschwitz überlebt haben – und macht ihre Geschichten besonders für junge Leserinnen und Leser zugänglich. In dieser Folge sprechen wir mit Reiner Engelmann über die NS-Gewaltherrschaft, den Holocaust, seine Begegnungen mit Überlebenden und seine Studienreisen an Orte des nationalsozialistischen Terrors. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Erinnerungskultur heute gelingen kann: verständlich, berührend und ohne erhobenen Zeigefinger. Warum müssen wir uns auch heute noch mit dem Nationalsozialismus beschäftigen? Für Engelmann ist die Antwort klar: Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, um Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten. Ein bewegendes Gespräch über Menschlichkeit, Haltung, Empathie und die Bedeutung des Nicht-Vergessens.
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    58 min
  • "Unschuldig unter Doping-Verdacht" Gespräch mit Klippenspringerin Anna Bader aus Morbach
    May 10 2026
    Ein Schritt nach vorne. Der Blick nach unten. 20 Meter Tiefe. Und dann… der Moment, in dem alles still wird. Warum springt jemand freiwillig in die Tiefe? Herzlich Willkommen zu einer Sonderausgabe vom Podcast HEIMAT zum HÖREN. Mit 17 Jahren lernt Anna Bader in Jamaika das Klippenspringen und gehört schnell zu den Besten der Welt, sie ist mehrfache Europameisterin. Im September 2022 führt ein schwerer Unfall in der Schweiz zu einer Verletzungspause. Bei der Weltmeisterschaft in Doha im Jahr 2024 feiert Anna Bader ihr Comeback mit Platz sechs, als beste Europäerin. Doch ihre Geschichte in diesem Podcast endet dort nicht: Im September 2024 wird gegen sie eine 24-monatige Dopingsperre verhängt. Öffentlich wird der Fall aber erst am 22. April 2026 nach Abschluss eines sogenannten "Streitbeilegungsverfahrens". Im Rahmen dieser Vereinbarung mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der Nationalen-Anti-Doping-Agentur (NADA) wird festgehalten: Es gibt keine Anhaltspunkte für ein vorsätzliches Vorgehen. Über anderthalb Jahre lebt Anna Bader mit dieser Situation - ohne öffentlich darüber zu reden. Sie beginnt ihre Geschichte über das sportrechtliche System sowie die psychischen und existenziellen Folgen in einem Buch ("Aufgetaucht") aufzuschreiben. Im Podcast HEIMAT zum HÖREN, erzählt sie ihre Version von der persönlichen Aufarbeitung des Falls einer unabsichtlichen Kontamination, über die Angst vor der öffentlichen Reaktion und warum Sie jetzt die Initiative für Fairness im Sport und im Sportrecht gegründet: Für AthletInnen, die unverschuldet durch unberechtigte Dopingvorwürfe in Notsituationen geraten sind! Exklusiv in diesem Podcast gibt es eine Lesung von Anna Bader aus ihrem Buch, in dem Sie ihre Geschichte mit dem ungewöhnlichen Stilmittel der Satire präsentiert...
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    1 h et 12 min
  • Interview mit Inge und Peter Brucker vom Mali-Hilfe e.V. über mehr als 40 Jahre Hilfe für Menschen in Afrika
    Apr 13 2026
    In dieser Folge von HEIMAT zum Hören schauen wir nach Mali in Westafrika. Ein Land, das viele hier nur aus den Nachrichten kennen – oft im Zusammenhang mit Krisen. Doch Mali ist mehr als das. Wir sprechen mit mit Inge und Peter Brucker, dem ersten Vorsitzenden von Mali-Hilfe e.V. aus Longkamp im Hunsrück. Wir reden darüber, wie ihr gemeinsames Engagement für Mali entstanden ist, was es heißt, einem Land und den Menschen dort zuzuhören und wie Hilfe Brücken zur Selbsthilfe in einem der ärmsten Länder der Welt bauen kann. Wie konkrete Hilfe neue Perspektiven und eine Zukunft für die Menschen in Mali bieten kann. Wie es gelang mehr als 300 Projekte zu realisieren und viele Millionen Euro an Spendengeldern in eine nachhaltige Entwicklung zu investieren für Schulen, Kindergärten, Landwirtschaft- und Wasserprojekte sowie Entbindungsstationen. Wir machen Mali greifbar für alle Zuhörer und Zuhörerinnen - jenseits von Schlagzeilen. Wir reden aber auch über Konflikte und Krisen in einem Land in dem nur jeder zweite Einwohner Lesen und Schreiben kann.
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    1 h et 5 min