Was passiert, wenn wir ein Event-Format nicht nur als „barrierefrei“ labeln, sondern Inklusion konsequent zu Ende denken? In dieser Folge nehmen wir Bachata-Partys als Beispiel und fragen: Wie verändert sich das Setup, wenn Rollstuhltanz nicht Sonderfall, sondern Normalfall im Design ist?
Unser Gast Obaid erzählt, wie aus einer Dance-Community während Covid erst Outdoor-Partys entstanden und daraus später ein internationales Bachata Beach Festival wurde. Von dort aus gehen wir ins konkrete Event-Design: Zugang ohne Treppen, geeigneter Boden, mehr Platz auf der Tanzfläche und die Rolle von Coaches, die die Bewegungslogik im Rollstuhl wirklich kennen.
Zum Schluss gibt’s wie immer den Song-Prompt, der die Folge auf einen Nenner bringt: Lebensfreude, Spaß, Zusammenkommen. Und wir sprechen darüber, welche Perspektiven noch fehlen und wen wir für eine zweite Runde einladen wollen.
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TL;DR
Inklusion ist nicht „eine Party nur für eine Gruppe“. Das wäre am Ende Exklusion. Der echte Shift passiert, wenn das Event so gebaut ist, dass Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen gemeinsam teilnehmen können.
Format-Shift-Frage
Was passiert, wenn wir Bachata-Partys so designen, dass Rollstuhltanz nicht Sonderformat, sondern integraler Teil des Setups ist?
Gäste & Hosts
- Gast: Obaid Rahimi - Plan My Festival (Unternehmer & Veranstalter, Aufbau einer Dance-Community bis zum Bachata Beach Festival)
- Hosts: Jan & Jasmin
Key Takeaways
- Inklusion heißt gemeinsam. „Nur für eine Gruppe“ wird schnell wieder Exklusion.
- Setup schlägt Label: Ein „barrierefrei“-Schild hilft nicht, wenn Details nicht funktionieren.
- Boden ist ein Showstopper: Rollstuhl braucht Grip und andere Anforderungen als Tanzschuhe.
- Platz ist nicht Kür: Auf der Fläche braucht es deutlich mehr Raum pro Person im Rollstuhl.
- Bewegungslogik ist anders: Dafür braucht es Coaches mit echter Rollstuhl-Erfahrung.
- Mindset-Startpunkt: „Was wäre, wenn ich in diesem Rollstuhl säße?“ verändert Entscheidungen sofort.