Episode 25 (deutsch) mit Dr. Messan TOSSA
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Gast dieser Folge (deutsch) ist der Germanist und Philosoph Dr. Messan TOSSA, der am Staatsarchiv von Togo beschäftigt ist. Er verteidigt das Erbe der europäischen Aufklärung aus dem 18. Jahrhundert, trotz des von ihm benannten rassistischen Gehalts der Philosophie von Immanuel Kant und anderen zeitgenössischen Stimmen. Dr. Tossa betrachtet die Weiterarbeit am Projekt der Aufklärung als offenen Prozess mit globaler Reichweite. Als Gastwissenschaftler am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) hat er zum Schicksal von afrikanischen „Hofmohren“ in deutschen Territorien zum Zeitpunkt der Aufklärung geforscht. Dr. Tossa schildert die heutige Erinnerung in Halle an den afrikanisch-stämmigen Philosophen Anton Wilhelm Amo, der im 18. Jahrhundert an der dortigen Universität und anderen Orten gewirkt hat. Er weist auf die Fortdauer kolonial-rassistischer Denkweisen in der deutschen Gesellschaft hin und setzt sich dafür ein, dass es neben der Restitution von kolonial angeeignetem Raubgut und menschlichen Gebeine um epistemische Veränderungen geht, die die Gleichwertigkeit aller Völker im Blick haben.