In der Namib-Wüste, wo die Dünen direkt in den Atlantik fallen, entsteht gerade eines der größten Energieprojekte der Menschheitsgeschichte: Das Hyphen-Projekt,. Das Investitionsvolumen beträgt 10 Milliarden Dollar – fast so viel wie das Bruttoinlandsprodukt des ganzen Landes. Das Ziel: Grüner Wasserstoff, um die deutsche Industrie vor dem Kollaps zu retten,.
Doch wenn man an der Oberfläche kratzt, ist dies keine reine Zukunftsstory. Es ist eine Geschichte voller historischer Ironie, chemischer Paradoxe und kolonialer Geister.
In dieser Folge geht es mal weniger um Digitales, wir schauen etwas über den Tellerrand:
• Die Haber-Bosch-Schleife: Warum wir ausgerechnet ein über 100 Jahre altes Verfahren nutzen, das Deutschland einst zur Unabhängigkeit von Importen erfand, um uns heute abhängig von Importen aus einer ehemaligen Kolonie zu machen,,.
• Logistik der Vergangenheit: Warum die „Schiffe der Zukunft“ eigentlich nur alte Düngemittel-Tanker sind und wie Ammoniak zur Brücke über den Ozean wird,.
• Tatort Tsau//Khaeb: Das Projektgebiet war einst das koloniale „Sperrgebiet“ für Diamanten. Heute überschneidet sich die High-Tech-Planung mit Orten des Völkermords an den Herero und Nama. Wir beleuchten die Vorwürfe des „Grünen Kolonialismus“ und den Kampf um Shark Island,,.
• Echte Industrialisierung? Namibia will nicht mehr nur Rohstofflieferant sein. Wir analysieren den Plan der Regierung, Eisenerz und kritische Mineralien (Lithium, Seltene Erden) direkt vor Ort zu veredeln – Stichwort: Grüner Stahl,,.
Ist das der Beginn einer fairen Energiepartnerschaft oder die Wiederholung historischer Ausbeutung mit grünen Vorzeichen?
Hören Sie rein, wenn wir Physik, Geschichte und Geopolitik verbinden.
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