Épisodes

  • SOC oder CDC? Warum KI keine klaren Verantwortlichkeiten ersetzt
    Oct 26 2026
    Es ist zwei Uhr morgens. Ein ungewöhnlicher Login, auffällig viele Downloads und die Frage: Ist das ein Angriff? Wer darf jetzt eingreifen? Und was passiert, wenn ausgerechnet die Gegenmaßnahme den Betrieb lahmlegt?In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ sprechen Nico Freitag und Ann-Katrin Lange mit Lora Schedlik von CANCOM darüber, was ein Security Operations Center leisten kann, wie sich die Leistungen in einem Cyber Defense Center erweitern und welche Rolle KI dabei spielt. Im Mittelpunkt stehen Menschen, Prozesse und die Entscheidungen, die Unternehmen vor dem Ernstfall treffen müssen.Lora ist seit mehr als zehn Jahren in der Cybersecurity unterwegs. Im Gespräch erzählt sie von ihren Stationen in Security Operations, Architektur, regulatorischen Themen und DevSecOps sowie ihrer Rückkehr in das SOC- und CDC-Umfeld. Sie bringt die Perspektive eines Dienstleisters mit, der technische Erkenntnisse mit den Anforderungen und Abläufen seiner Kunden zusammenbringen muss.Schon beim Einstieg wird deutlich: Ein externer Dienstleister kann nur dann sinnvoll unterstützen, wenn die Grundlagen stimmen. Welche Systeme gibt es? Welche Anwendungen sind für das Geschäft kritisch? Wer ist erreichbar und wer darf welche Entscheidung treffen? Ein 24/7-Monitoring hilft nur begrenzt, wenn nachts niemand auf Kundenseite Verantwortung übernehmen kann und mögliche Reaktionen nicht vorher vereinbart wurden.Besonders anschaulich erklärt Lora die Priorisierung mit einem Einbruchsszenario: Weiß jemand nur, wo das Haus steht, schaut er bereits durchs Fenster oder befindet er sich schon im Wohnzimmer? Das Bild macht die unterschiedliche Dringlichkeit greifbar. Für die tatsächliche Einordnung braucht das SOC aber den Geschäftskontext und den Schutzbedarf des Kunden. Auch bewusst akzeptierte Risiken müssen bekannt und dokumentiert sein.Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich um KI. Sie kann dabei helfen, Zusammenhänge in historischen Daten zu erkennen, Analysen zu beschleunigen und Routineaufgaben zu erleichtern. Gleichzeitig diskutieren die drei, warum das keine saubere Datenbasis, verlässliche Prozesse oder kritisches Denken ersetzt. Wenn es um die Verifikation eines verdächtigen Zugriffs oder die Folgen eines Eingriffs in die Produktion geht, bleibt menschliches Urteilsvermögen entscheidend.Dazu kommen Threat Intelligence, Schwachstellenmanagement und Incident Response. Lora beschreibt, warum ein eingespielter Patch allein noch nicht jede Frage zu einem möglichen früheren Angriff beantwortet. Entscheidend ist auch, welche Spuren vorhanden sind, was tatsächlich beobachtet wurde und ob weiter untersucht werden muss. Die Folge zeigt, wie eng Prävention, Erkennung und Reaktion zusammenhängen.Auch die Perspektive der Geschäftsführung kommt zur Sprache: Woran erkennt man, ob das SOC gute Arbeit leistet? Reaktionszeiten und bearbeitete Meldungen sind relevant, beantworten aber nicht automatisch die Frage nach dem Nutzen. Lora erklärt, warum nachvollziehbare Berichte über konkrete Prüfungen, erkannte Risiken und durchgeführte Analysen mehr Orientierung geben können als eine reine Aufzählung von Tickets.Zum Schluss geht es um Datenmengen und Kosten. Nur weil Logs in einem SIEM liegen, werden daraus noch keine wirksamen Erkennungen. Dafür braucht es passende Use Cases, Detection-Regeln und die richtigen Datenquellen. In der Schnellfragerunde diskutieren die drei unter anderem Eigenbetrieb, externe und hybride Modelle, die Zukunft von Analysten und die Frage, wer nachts über einen Produktionsstopp entscheiden darf.Im Gespräch geht es unter anderem um:Wie SOC-Leistungen in ein umfassenderes Cyber Defense Center eingebettet werdenWarum Asset-Übersicht und Sichtbarkeit die Grundlage der Überwachung bildenWelche Systeme und Anwendungen besonderen Schutzbedarf habenWeshalb Eskalationspfade und Entscheidungsbefugnisse vorab geklärt werden müssenWas 24/7-Monitoring ohne erreichbare Ansprechpartner leisten kannWelche Voraussetzungen Unternehmen für die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister brauchenWie Prioritäten anhand von Geschäftskontext und Dringlichkeit entstehenWarum ein Alert zunächst geprüft werden muss, bevor daraus ein Incident wirdWie technische Analysen die Dokumentation und Meldung von Vorfällen unterstützen könnenWie mit bekannten, bewusst akzeptierten Risiken umgegangen wirdWo KI Analysten entlasten und die Auswertung beschleunigen kannWeshalb KI-Ergebnisse nachvollziehbar sein und hinterfragt werden müssenWarum Threat Intelligence und Incident Response eng zusammenarbeitenWelche Rolle Social Engineering und persönliche Verifikation spielenWelche Kennzahlen dem Management tatsächlich Orientierung gebenWarum gespeicherte Logs noch keine wirksame Angriffserkennung bedeutenWie Detection Use Cases die Auswahl relevanter Datenquellen beeinflussenWas für externe oder hybride Betriebsmodelle sprichtWarum Tools, Menschen und Prozesse gemeinsam betrachtet werden ...
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    59 min
  • Cybersecurity als Wettbewerbsvorteil: Wie der Mittelstand ins Machen kommt
    Oct 19 2026
    Die IT soll alles absichern, neue Ideen möglich machen und gleichzeitig weniger kosten. Wenn ein Digitalprojekt dann stecken bleibt, steht schnell der vermeintliche Innovationsverhinderer fest. Aber liegt das Problem wirklich bei der IT oder fehlt dem Unternehmen das gemeinsame Fundament?In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ spricht Nico Freitag mit Sonna Barry darüber, wie Cybersicherheit im Mittelstand zum Wettbewerbsvorteil werden kann. Im Mittelpunkt stehen klare Prioritäten, belastbare IT-Strukturen, Lieferfähigkeit und die Frage, wie Geschäftsführung, Fachabteilungen und IT gemeinsam handlungsfähig werden.Sonna ist VP Business Development & Strategy bei secida und beschäftigt sich mit Cybersicherheit und IT-Infrastrukturoptimierung. Im Gespräch beschreibt sie ihre Erfahrung aus mehr als 20 Jahren im IT-Umfeld und dem Vertrieb komplexer Softwarelösungen. Ihr Schwerpunkt: technische Zusammenhänge so übersetzen, dass auch Geschäftsführungen daraus Entscheidungen ableiten können.Der Einstieg führt direkt in den Alltag vieler Mittelständler: steigende Kosten, knappe Ressourcen und immer mehr Anforderungen. Sonna plädiert dafür, zuerst zu verstehen, welche Expertise bereits vorhanden ist und wo Unterstützung fehlt. Entscheider müssen nicht jedes technische Detail selbst beherrschen. Sie brauchen aber verlässliche Informationen und Menschen, denen sie vertrauen können.Besonders konkret wird es beim Unterschied zwischen dokumentierter Vorbereitung und tatsächlicher Wiederherstellungsfähigkeit. Welche Systeme halten den Betrieb am Laufen? Wie lange dürfen sie ausfallen? Und wurde schon einmal geprüft, ob ein Backup wirklich wieder eingespielt werden kann? Diese Fragen lassen sich nicht allein in der IT beantworten. Fachabteilungen und Geschäftsführung müssen den betrieblichen Bedarf benennen, damit die IT die technischen Abhängigkeiten einordnen kann.Ein weiteres Beispiel: Ein Pilotprojekt funktioniert in einer kleinen Abteilung hervorragend und soll anschließend im ganzen Unternehmen ausgerollt werden. Erst dann fallen fehlende Schnittstellen, gewachsene Strukturen und Sicherheitsfragen auf. Sonna erklärt, warum frühe Einbindung der IT und ein tragfähiges technisches Fundament darüber entscheiden können, ob aus einer guten Idee ein nutzbarer Wettbewerbsvorteil wird.Auch Schatten-IT und selbst beschaffte Cloud-Dienste kommen zur Sprache. Statt nur nach Regelverstößen zu suchen, lohnt sich der Blick auf die Bedürfnisse dahinter: Warum haben Fachabteilungen eigene Lösungen aufgebaut? Welche Daten und Prozesse lassen sich sinnvoll zusammenführen? IT-Optimierung wird damit zugleich zur Prozessverbesserung und zu einer Aufgabe, bei der Mitarbeitende mitgenommen werden müssen.Bei der Erfolgsmessung geht es um greifbare Veränderungen: weniger Wartezeit, einfachere Anmeldungen, automatisierte Routineaufgaben und schnellere Prozesse. Besonders kritisch betrachtet Sonna widersprüchliche Anreize. Wenn Sicherheit verbessert werden soll, der Bonus aber ausschließlich an sinkenden IT-Kosten hängt, passen Ziel und Steuerung nicht zusammen.Zum Schluss rücken Lieferketten, Kundenvertrauen und Krisenkommunikation in den Mittelpunkt. Ein Wiederherstellungsplan hilft erst dann wirklich, wenn die Abläufe geübt wurden. Dazu gehören neben der Technik auch Entscheidungen der Geschäftsführung und die Kommunikation mit Betroffenen. Die Folge endet mit einer Schnellfragerunde und einem konkreten Einstieg: das Gespräch mit der eigenen IT suchen und ehrlich klären, was gut läuft, wo es hakt und welche Risiken Aufmerksamkeit brauchen.Im Gespräch geht es unter anderem um:Warum Cybersicherheit im Mittelstand mehr ist als ein zusätzlicher KostenblockWie Geschäftsführungen trotz begrenzter technischer Expertise entscheiden könnenWeshalb Vertrauen und verständliche Beratung den Einstieg erleichternWarum allgemeine KI-Ratschläge keine unternehmensspezifische Analyse ersetzenWo Compliance-Dokumentation und gelebte Sicherheit auseinanderliegen könnenWelche Fragen zu kritischen Systemen und Ausfallzeiten zuerst geklärt werden solltenWarum ein vorhandenes Backup noch kein erfolgreicher Wiederherstellungstest istWeshalb Geschäftsführung und Fachabteilungen die IT bei der Priorisierung brauchenWie Digitalisierungsprojekte zwischen Pilot und unternehmensweitem Rollout scheiternWarum die IT frühzeitig in neue Vorhaben eingebunden werden mussWie Schatten-IT und Cloud-Wildwuchs sichtbar gemacht werden könnenWelche Chancen in besser verbundenen Daten und Prozessen steckenWie Single Sign-on und automatisierte Routineaufgaben im Alltag helfen könnenWarum neue Ziele passende Kennzahlen und Anreize brauchenWelche Rolle Lieferfähigkeit und Sicherheitsnachweise für Geschäftsbeziehungen spielenWie transparente Kommunikation nach einem Vorfall Vertrauen erhalten kannWeshalb Notfallübungen auch Geschäftsführung und Fachabteilungen einbeziehen solltenWie Unternehmen vom ...
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    1 h et 6 min
  • Harvest now, decrypt later: Die unterschätzte Gefahr für eure Daten
    Oct 12 2026
    Heute verschlüsselt heißt nicht automatisch, dass Daten auch in zehn Jahren noch geheim bleiben. Was passiert, wenn Angreifer Informationen bereits heute abgreifen und erst später entschlüsseln? Und wie schnell könnte ein Unternehmen seine Verschlüsselungsverfahren austauschen, wenn genau das notwendig wird?In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ sprechen Nico Freitag und Ann-Katrin Lange über Post-Quanten-Kryptografie, das Risiko „Harvest now, decrypt later“ und die Frage, warum Unternehmen sich mit der Zukunft ihrer Verschlüsselung beschäftigen sollten, bevor daraus ein akutes Problem wird.Dabei geht es bewusst um die unternehmerische Perspektive: Welche Daten müssen wie lange vertraulich bleiben? Wo steckt Kryptografie überhaupt im Unternehmen? Wer trägt die Verantwortung dafür? Und wie lässt sich ein weiteres Sicherheitsthema angehen, wenn IT und Geschäftsführung bereits mit Tagesgeschäft, KI und regulatorischen Anforderungen beschäftigt sind?Ein zentraler Gedanke zieht sich durch das Gespräch: Es reicht nicht, auf ein vermeintlich für immer sicheres Verfahren zu warten. Unternehmen müssen in der Lage sein, kryptografische Verfahren, Schlüssel und Zertifikate kontrolliert zu wechseln. Ann-Katrin beschreibt das mit einem einfachen Bild: Das Schloss soll sich austauschen lassen, ohne dafür die gesamte Tür ersetzen zu müssen. Genau darum geht es bei Kryptoagilität.Konkret wird die Diskussion bei der sogenannten Drei-Zeiten-Regel. Wie lange müssen Informationen geheim bleiben? Wie lange dauert eine Umstellung? Und welcher Zeitraum wird bis zu einem kryptografisch relevanten Quantencomputer angenommen? Diese Perspektive macht deutlich, warum ein zukünftiges Risiko bereits heute Entscheidungen auslösen kann – gerade bei Betriebsgeheimnissen oder langfristig schützenswerten Daten.Als praktischer Einstieg kommen Datenklassifizierung und Krypto-Inventur zur Sprache. Am Beispiel eines Krankenhauses zeigen Nico und Ann-Katrin, wie schnell sich die Fragen vervielfachen: Welche Daten liegen wo? Welche Systeme und Hersteller sind beteiligt? Wie werden die Informationen geschützt und wer kann Änderungen tatsächlich umsetzen? Eine Richtlinie allein beantwortet diese Fragen noch nicht.Auch aus der OT bringt Nico Beispiele mit. Zertifikate mit jahrzehntelanger Laufzeit wirken im Alltag bequem, verschieben aber die Frage, wie ein Austausch im Ernstfall funktionieren soll. Damit führt das Gespräch zurück zu Security by Design: Wechselmöglichkeiten müssen von Anfang an mitgedacht werden, statt sie erst unter Zeitdruck nachzurüsten.Zum Schluss geht es um Kosten, begrenzte Ressourcen und die Rolle externer Partner. Gerade Unternehmen, deren Kerngeschäft nicht die IT ist, brauchen einen realistischen Einstieg und klare Zuständigkeiten. Die Frage nach künftiger Verschlüsselung betrifft deshalb auch die Geschäftsführung: Sie muss Prioritäten, Budget und langfristigen Schutzbedarf zusammenbringen.Im Gespräch geht es unter anderem um:Was hinter „Harvest now, decrypt later“ stecktWarum langfristig vertrauliche Daten schon heute in die Planung gehörenWeshalb Betriebsgeheimnisse auch nach vielen Jahren noch wertvoll sein könnenWarum die Diskussion über Quantencomputer für Unternehmen oft schwer greifbar bleibtWas Kryptoagilität bedeutet und weshalb Austauschbarkeit so wichtig istWie die Drei-Zeiten-Regel Schutzbedarf, Migrationsdauer und Zukunftsrisiko verbindetWarum eine Krypto-Inventur ein konkreter erster Schritt sein kannWelche Rolle Datenklassifizierung für die Priorisierung spieltWie Abhängigkeiten von Software, Maschinen und Herstellern eine Migration erschwerenWeshalb Schlüsselverwaltung und Verantwortlichkeiten mit auf die Agenda gehörenWarum digitale Signaturen und die Prüfung von Echtheit ebenfalls relevant sindWas das Beispiel Krankenhaus über die Komplexität gewachsener Systeme zeigtWeshalb Verschlüsselung im Alltag häufig unsichtbar bleibtWelche Probleme sehr lange Zertifikatslaufzeiten im OT-Umfeld schaffen könnenWie Security by Design spätere Wechsel erleichtern kannWarum neue Anforderungen auf begrenzte Budgets und knappe IT-Ressourcen treffenWelche Rolle Dienstleister und externe Expertise für den Mittelstand spielenWeshalb Vorbereitung auf Post-Quanten-Kryptografie eine Führungsaufgabe istDer rote Faden der Folge: Unternehmen brauchen einen Überblick über ihre Daten und die eingesetzte Kryptografie und einen realistischen Weg, diese weiterzuentwickeln. Wer Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Wechselmöglichkeiten frühzeitig kennt, kann eine Migration planen, bevor Zeitdruck entsteht.Eine Folge für Geschäftsführungen, CISOs, IT- und OT-Verantwortliche, Informationssicherheitsbeauftragte und alle, die verstehen möchten, was Post-Quanten-Kryptografie für ihr Unternehmen bedeutet und wie ein sinnvoller Einstieg aussehen kann.____________________________________________👤 Mehr InformationenNico Freitag - LinkedIn ...
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    48 min
  • Zwischen Vibe Coding und Vendor Lock-in: Die neuen Risiken der Softwareentwicklung
    Oct 5 2026
    Ein eigenes CRM in zwei Tagen entwickeln, ein Abrechnungsprogramm selbst bauen oder mit einem Prompt die nächste App erstellen: KI macht vieles möglich, wofür früher ein ganzes Entwicklungsprojekt nötig war. Aber wird daraus automatisch gute Software? Und braucht es noch Softwareentwickler, wenn der Code von der KI kommt?In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ sprechen Nico Freitag und Ann-Katrin Lange mit Pierre Wilken über die Zukunft der Softwareentwicklung, die Grenzen von Vibe Coding und die Frage, wie Unternehmen neue Möglichkeiten nutzen können, ohne Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Verantwortung aus dem Blick zu verlieren.Pierre kommt selbst aus der Softwareentwicklung und dem Softwarebetrieb, hat unter anderem mit Kubernetes und Private Clouds gearbeitet und Unternehmen dazu beraten. Heute unterstützt er IT-Selbstständige und IT-Unternehmer beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihres Geschäfts und beschäftigt sich außerdem mit der sicheren Einführung von KI in Unternehmen.Seine Antwort auf die Einstiegsfrage fällt differenziert aus: Wer sich ausschließlich darauf konzentriert, Code zu erzeugen, wird sich verändern müssen. Wer dagegen versteht, welches Problem ein Kunde wirklich lösen möchte, gute Fragen stellt und tragfähige Lösungen entwickelt, bleibt gefragt. Pierre sieht KI vor allem als Beschleuniger für schnellere Feedbackzyklen. Ideen lassen sich früher ausprobieren und konkret zeigen, bevor Fachleute daraus eine belastbare Lösung entwickeln.Besonders konkret wird das Gespräch beim Unterschied zwischen Prototyp und produktivem System. Pierre findet es ausdrücklich gut, wenn Menschen ohne Entwicklungshintergrund eigene Ideen ausprobieren. Kritisch wird es dort, wo ein schnell zusammengebautes CRM plötzlich echte Kunden- und personenbezogene Daten verarbeitet. Ein funktionierender Bildschirm sagt noch nichts darüber aus, ob die Anwendung sicher betrieben werden kann. Deshalb geht es immer wieder um dieselbe Frage: Was kann im schlimmsten Fall passieren?Auch die wirtschaftliche Seite kommt nicht zu kurz. Eine selbst entwickelte Lösung verspricht eingesparte Lizenzkosten und Funktionen, die genau zum eigenen Unternehmen passen. Doch Wartung, Absicherung und die vielen zunächst übersehenen Anforderungen verschwinden dadurch nicht. Pierre erzählt außerdem offen, wie er früher selbst technisch spannende Werkzeuge eingeführt hat, deren Nutzen den zusätzlichen Aufwand im Nachhinein nicht rechtfertigte. KI kann auch diesen Effekt beschleunigen, wenn klare Ziele fehlen.Ein weiterer Schwerpunkt sind Abhängigkeiten von KI-Anbietern. Was passiert mit den eigenen Abläufen, wenn ein Modell deutlich teurer wird oder nicht mehr verfügbar ist? Die drei sprechen über Wechselmöglichkeiten, hybride Ansätze und die Bedeutung realistischer Ausfallszenarien. Dazu kommt die Frage, wie Open-Source-Projekte mit einer wachsenden Menge KI-generierter Schwachstellenmeldungen umgehen können, wenn hinter den Projekten weiterhin Menschen mit begrenzter Zeit stehen.Im letzten Teil geht es um die Weiterentwicklung von Fachkräften und Freelancern. Pierre spricht über Markt- und Zielgruppenverständnis, persönliche Sichtbarkeit und den Wert guter Fragen. Auch regulatorische Themen wie der Cyber Resilience Act und der Umgang mit Softwareabhängigkeiten kommen zur Sprache. Sein persönlicher Ansatz: Neue Anforderungen zunächst verstehen, ihre Bedeutung für das eigene Geschäft einordnen und daraus einen konkreten Plan machen.Im Gespräch geht es unter anderem um:Warum KI reine Codeproduktion verändert, aber echte Problemlösung nicht überflüssig machtWoran Kunden kompetente Softwareentwickler erkennen könnenWeshalb gute Fragen oft mehr über Expertise verraten als schnelle AntwortenWarum KI vor allem Feedbackzyklen und das Ausprobieren von Ideen beschleunigen kannWo die Grenze zwischen einem Prototyp und produktiver Software liegtWeshalb echte Kundendaten in schnell gebauten Eigenlösungen besondere Risiken schaffenWarum der Nachbau von CRM- und Abrechnungssystemen häufig unterschätzt wirdWie man Experimentierfreude fördert, ohne Sicherheitsrisiken zu verharmlosenWeshalb zusätzliche Tools und Agenten nicht automatisch einen wirtschaftlichen Mehrwert liefernWarum Führung ein klares Zielbild für den Einsatz neuer Technologien schaffen mussWelche Belastung KI-generierte Schwachstellenmeldungen für Open-Source-Projekte bedeuten könnenWie Abhängigkeiten von Modellen und Anbietern entstehen und warum Wechselmöglichkeiten wichtig sindWeshalb Softwareentwickler ihre Neugier behalten und weiterlernen solltenWie sich regulatorische Anforderungen in konkrete Aufgaben übersetzen lassenWarum Freelancer den Markt und die Probleme ihrer Zielgruppe verstehen müssenWelche Rolle Positionierung, Sichtbarkeit und Vertrauen bei der Kundengewinnung spielenWarum ein Security-Scanner kein Ersatz für Architekturverständnis und verlässliche Entwicklungsprozesse ...
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    45 min
  • Wenn KI nicht nur antwortet, sondern handelt: Wer behält die Kontrolle?
    Sep 28 2026
    KI liefert Antworten, schreibt Code und übernimmt immer mehr Aufgaben. Je überzeugender die Ergebnisse werden, desto leichter gerät eine entscheidende Frage aus dem Blick: Verstehen wir noch, was die Systeme tun, und können wir erkennen, wenn sie falschliegen?In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ spricht Nico Freitag mit Marco Eggerling über den Schritt vom Chatbot zur agentischen KI, die Grenzen unseres Vertrauens und die Frage, wie Unternehmen aus technischen Möglichkeiten tatsächlich einen sinnvollen Nutzen ziehen können.Marco ist erneut im Podcast zu Gast. Er bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in IT und Informationssicherheit mit und berichtet von seiner aktuellen Tätigkeit bei UiPath, wo er sich mit EMEA und Asien beschäftigt. Im Mittelpunkt steht diesmal, wie unterschiedliche Modelle, Agenten und bestehende Automatisierungen zusammenarbeiten und welche Rolle der Mensch dabei behält.Zum Einstieg geht es um die Geschwindigkeit der Entwicklung und den eigenen Umgang mit KI. Marco erzählt, wie er verschiedene Modelle für unterschiedliche Aufgaben kombiniert und wie selbstverständlich selbst Menschen ohne technischen Hintergrund inzwischen mit Chatbots sprechen. Genau darin liegt aber auch eine Herausforderung: Eine Antwort kann schlüssig und überzeugend klingen und trotzdem falsch sein. Seine klare Aussage: KI ist keine „Truth Engine“.Im weiteren Gespräch wird es konkret: Was unterscheidet einen Chatbot von einem Agenten, der tatsächlich Aufgaben ausführt? Marco beschreibt das Zusammenspiel spezialisierter Agenten mit dem Bild einer Fußballmannschaft. Nicht jeder muss alles können. Entscheidend ist, dass Fähigkeiten, Aufgaben und Steuerung zusammenpassen. An Beispielen aus der Prozessautomatisierung und einer automatisch bestellten Pizza wird greifbar, was daraus entstehen kann und welche Zugriffe dafür erforderlich sind.Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Kosten und Abhängigkeiten. Nico hinterfragt, wie selbstverständlich wir KI inzwischen nutzen und was passieren würde, wenn ein genutztes Modell ausfällt, nicht mehr verfügbar ist oder deutlich teurer wird. Marco erläutert, wie die Orchestrierung verschiedener Modelle Abhängigkeiten reduzieren kann. Beide diskutieren, weshalb ein hoher Token-Verbrauch noch kein gutes Ergebnis bedeutet und warum Unternehmen vom gewünschten Resultat aus denken sollten.Auch beim Vibe Coding bleibt der Blick kritisch. Nur weil sich Software schnell erzeugen lässt, sind Wartung, Verständnis und Verantwortung nicht erledigt. Wer bestehende Unternehmenssoftware nachbauen möchte, muss mehr berücksichtigen als den ersten funktionierenden Prototyp. Ähnlich ist es beim Prompting: Viel Kontext und lange Eingaben führen nicht automatisch zu besseren Ergebnissen, können aber zusätzliche Kosten verursachen.Zum Abschluss geht es um spezialisierte Modelle, den Einstieg in KI, die Ausbildung von Nachwuchskräften und die Rolle der Unternehmenskultur. Marco spricht sich dafür aus, die Möglichkeiten aktiv zu erkunden und menschliches Urteilsvermögen weiterzuentwickeln. Nico betont, warum Unternehmen einen geregelten Umgang mit KI gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden gestalten sollten, bevor sich die Nutzung an ihnen vorbei etabliert.Im Gespräch geht es unter anderem um:Warum überzeugend formulierte KI-Antworten nicht automatisch richtig sindWie sich Chatbots und handelnde KI-Agenten unterscheidenWelche Rolle spezialisierte Agenten, Orchestrierung und menschliche Kontrolle spielenWarum bestehende Automatisierungen auch in agentischen Abläufen wertvoll bleibenWie ein Assistenzsystem eine Pizza passend zur Ankunft bestellen könnte und welche Daten es dafür benötigtWeshalb Unternehmen vom gewünschten Ergebnis aus planen solltenWarum möglichst viele verbrauchte Tokens kein sinnvolles Erfolgsmaß sindWie unklare Prompts und unnötiger Kontext Kosten verursachen könnenWeshalb KI-generierter Code weiterhin Verständnis, Prüfung und Wartung brauchtWelche Abhängigkeiten durch die Konzentration auf einzelne Modelle und Anbieter entstehenWie lokale Modelle, Alternativen und Failover-Mechanismen in die Überlegungen einfließenWarum KI zugleich eine Chance für das Geschäft und eine Aufgabe für das Risikomanagement istWie Nico und Marco die Grenzen von Guardrails und die Nutzung von KI auf Angriffs- und Verteidigungsseite diskutierenWeshalb synthetische Inhalte neue Fragen an die Verlässlichkeit von Wissen stellenWarum Nachwuchsausbildung und menschliche Expertise weiterhin gebraucht werdenWie Unternehmen Mitarbeitende beim Einstieg begleiten könnenWeshalb reine Verbote die Frage nach einem sinnvollen Umgang mit Schatten-KI nicht lösenWelche Entwicklung Marco bei spezialisierten Sprachmodellen und den Kosten von KI erwartetDer rote Faden der Folge: Der Wert von KI entsteht durch sinnvolle Ergebnisse, nachvollziehbare Abläufe und einen bewussten Umgang mit Risiken. Wer Agenten Aufgaben überträgt, muss weiterhin verstehen...
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    1 h et 5 min
  • Motivation statt Pflichtprogramm: Wie Menschen Lust auf Sicherheit bekommen
    Sep 21 2026
    Der Mensch ist das schwächste Glied.“ Ein Satz, der in der Cybersecurity ständig fällt. Aber was macht diese Botschaft mit den Menschen, die sich jeden Tag sicher verhalten sollen? Wer Mitarbeitenden immer wieder erklärt, dass sie das Problem sind, fördert womöglich genau das Gegenteil von dem, was eigentlich erreicht werden soll: Resignation statt Verantwortung.In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ sprechen Ann-Katrin Langeund Nico Freitag mit Lia Fey über Security Awareness, Motivationspsychologie und die Frage, wie aus verpflichtenden Schulungen wirklich sicheres Verhalten entstehen kann.Lia arbeitet in der Informationssicherheit, berät Unternehmen beim Aufbau von Informationssicherheitsmanagementsystemen und beschäftigt sich besonders damit, wie man Menschen für Sicherheit begeistert. Ihre klare Botschaft: Wer möchte, dass Menschen zuhören und mitmachen, muss ihnen ein nachvollziehbares Warum geben. Die eigene Familie, Kinder und Freunde schützen zu können, ist dabei oft ein stärkerer Antrieb als die nächste Compliance-Vorgabe.Zum Einstieg stellt Nico eine scheinbar einfache Frage: Warum klickt ein Mitarbeiter auf einen Phishing-Link, obwohl er weder dumm noch nachlässig noch unmotiviert ist? Lias Antwort: „Weil der Link gut war.“ Angreifer nutzen Neugier, Hilfsbereitschaft, Angst und Zeitdruck. Auch Menschen, die sich mit Sicherheit auskennen, können im falschen Moment darauf hereinfallen. Entscheidend ist deshalb auch, wie ein Unternehmen anschließend reagiert und ob Fehler ohne Angst gemeldet werden können.Im weiteren Gespräch wird deutlich, warum ein Training für alle selten zu allen passt. Wer in der Produktion kaum E-Mails nutzt, braucht andere Inhalte als jemand, der den ganzen Tag im Postfach arbeitet. Lia spricht darüber, wie Humor, persönliche Relevanz und die Beteiligung unterschiedlicher Abteilungen helfen können, Menschen besser zu erreichen. Statt Schulungen einfach vorzugeben, sollten Unternehmen auch diejenigen fragen, die bisher wenig damit anfangen können.Besonders greifbar wird die Diskussion beim Zusammenspiel von Technik und Verhalten. Ann-Katrin erzählt von einer E-Mail, die wegen restriktiver Sicherheitsregeln nicht weitergeleitet werden konnte. Die Lösung im Arbeitsalltag: ein Foto, verschickt über WhatsApp. Das Beispiel zeigt, warum Sicherheitsmaßnahmen auch praktikabel sein müssen und weshalb sich Menschen mit zusätzlicher Technik allein nicht aus der Gleichung nehmen lassen.Ein weiterer Schwerpunkt ist die Situation nach dem Fehlklick. Viele Phishing-Simulationen zeigen, woran man eine verdächtige Nachricht erkennt. Doch was passiert, wenn der Rechner plötzlich nicht mehr funktioniert und der Stress steigt? Nico, Ann-Katrin und Lia diskutieren, warum Meldewege, Notfallabläufe und die ersten Reaktionen genauso geübt werden müssen. Ein Plan auf Papier hilft nur begrenzt, wenn ihn im Ernstfall niemand anwenden kann.Im Gespräch geht es unter anderem um:Warum auch gut geschulte und motivierte Menschen auf Phishing hereinfallenWie Angreifer Neugier, Angst, Zeitdruck und Hilfsbereitschaft ausnutzenWeshalb die Botschaft vom „schwächsten Glied“ Resignation und Verantwortungsabgabe fördern kannWarum ein persönliches Warum mehr bewirken kann als eine reine Compliance-VorgabeWie Humor und Emotionen helfen können, Inhalte im Gedächtnis zu verankernWeshalb Awareness auch im privaten und familiären Umfeld relevant istWarum Produktion, Verwaltung und Führungskräfte unterschiedliche Inhalte brauchenWie Mitarbeitende an der Entwicklung ihrer Trainings beteiligt werden könnenWeshalb zu restriktive Schutzmaßnahmen unsichere Umwege begünstigenWarum Klickraten allein noch keine funktionierende Sicherheitskultur belegenWelche Rolle Melderaten und ein offener Umgang mit Fehlern spielenWeshalb regelmäßige Übungen und Micro-Learnings wichtiger sind als eine einzelne JahresveranstaltungWie Phishing-Simulationen mit passenden Schwierigkeitsgraden fördern statt frustrieren könnenWarum Simulationen keine Falle sein sollten, um Mitarbeitende bloßzustellenWas unter Stress nach einem Fehlklick passiert und wie sich die Reaktion trainieren lässtWie öffentlich verfügbare Informationen persönliche Angriffspunkte bei Führungskräften sichtbar machen könnenWarum Medienkompetenz und niedrigschwellige Lernangebote auch Kinder und ältere Menschen erreichen solltenWie KI und glaubwürdige Täuschungen die Herausforderungen weiter verändernWarum Motivation und gutes Systemdesign zusammengehörenDer rote Faden der Folge: Wissen allein führt noch nicht zu sicherem Verhalten. Menschen brauchen einen persönlichen Bezug, verständliche und praktikable Abläufe sowie die Möglichkeit, regelmäßig zu üben. Eine funktionierende Sicherheitskultur entsteht dort, wo Technik, Prozesse und Menschen zusammenspielen und Fehler gemeldet werden, statt aus Angst verborgen zu bleiben.Eine Folge für Geschäftsführungen, CISOs, ...
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    53 min
  • Selbstständig in der Cybersecurity: Projekte finden, Preise setzen, Fehler vermeiden
    Sep 14 2026
    Die IT und insbesondere die Cybersecurity gelten als Branchen mit großem Fachkräftebedarf. Trotzdem ist der Einstieg kein Selbstläufer, weder für Quereinsteiger noch für Menschen, die sich als Freelancer selbstständig machen möchten.In dieser Sonderfolge von „Cybersecurity ist Chefsache“, gemeinsam aufgenommen in Frankfurt, sprechen Nico Freitag und Ann-Katrin Lange darüber, was beim Einstieg wirklich zählt. Ann-Katrin berichtet offen von ihrem eigenen Weg in die Selbstständigkeit und davon, welche Entscheidungen sie rückblickend anders treffen würde. Dazu gehört vor allem, nicht erst nach der Kündigung mit der Suche nach Projekten und der Vorbereitung des Geschäfts zu beginnen.Denn Selbstständigkeit besteht nicht nur aus der eigentlichen fachlichen Arbeit. Rechtsform, Versicherungen, Steuern, Geschäftskonto, Vertragsfragen, Preisgestaltung und Projektakquise gehören ebenso dazu. Wer diese Themen unterschätzt, kann schon zu Beginn unnötige Risiken eingehen.Ein weiterer Schwerpunkt ist der Quereinstieg in die IT. Nico und Ann-Katrin zeigen, warum vorhandene Berufserfahrung kein Hindernis sein muss, sondern zum entscheidenden Vorteil werden kann. Das Beispiel eines Lageristen macht es greifbar: Er begann damit, Abläufe und Systeme in seinem eigenen Arbeitsumfeld zu verbessern, baute dadurch praktische Referenzen auf und spezialisierte sich später auf die Weiterentwicklung von Lagersystemen.Im Gespräch geht es außerdem um die Frage, wie Freelancer ihr Kompetenzprofil formulieren, Projektreferenzen sammeln und auf Vermittlungsplattformen sichtbar werden. Die klare Botschaft: Ein halb ausgefülltes Profil und passives Warten reichen nicht. Wer ein Projekt sucht, muss den eigenen fachlichen Schwerpunkt verständlich darstellen, passende Ansprechpartner aktiv kontaktieren und in Kundengesprächen Kompetenz zeigen, ohne sofort eine komplette kostenlose Beratung zu liefern.Auch die finanzielle Seite kommt nicht zu kurz. Wie entsteht ein realistischer Stunden- oder Tagessatz? Welche Marge eines Vermittlers ist nachvollziehbar? Warum müssen Remote- und Vor-Ort-Sätze getrennt kalkuliert werden? Und weshalb können Reisen, Hotels und zusätzliche Arbeitstage ein vermeintlich gutes Projekt wirtschaftlich unattraktiv machen?Im Gespräch geht es unter anderem um:Warum Ann-Katrin ihren Start in die Selbstständigkeit rückblickend anders vorbereiten würdeWeshalb man idealerweise vor der Kündigung mit Projektakquise und Planung beginntWelche organisatorischen, steuerlichen und versicherungsbezogenen Aufgaben oft unterschätzt werdenWarum ein klares Kompetenzprofil wichtiger ist als eine beliebige Liste von IT-ThemenWie belastbare Projektreferenzen entstehenWeshalb Ehrenamt, interne Verbesserungsprojekte oder praktische Eigeninitiative den Einstieg erleichtern könnenWie ein Lagerist über die Automatisierung von Abläufen den Quereinstieg in die IT geschafft hatWarum man nicht allein deshalb Pentester werden sollte, weil der Markt gerade Pentester suchtWelche Rolle Leidenschaft, Spezialisierung und Durchhaltevermögen spielenWarum mehr Geld allein selten eine tragfähige Motivation für die Selbstständigkeit istWeshalb Work-Life-Balance im Freelancing nicht automatisch einfacher wirdWie Freelancer-Portale und Projektvermittler sinnvoll genutzt werden könnenWarum vollständige Profile, aktive Ansprache und gute Erreichbarkeit entscheidend sindOb der direkte Start in die Selbstständigkeit nach Ausbildung oder Studium sinnvoll istWie man Stunden- und Tagessätze realistisch einschätztWarum KI-Antworten keine verlässliche Marktpreisrecherche ersetzenWie Vermittlermargen, Reisekosten und Vor-Ort-Tage in die Kalkulation gehörenWeshalb zu viel „Free Consulting“ im Erstgespräch kontraproduktiv sein kannWie Mentoring typische Stolpersteine beim Quereinstieg und beim Start als Freelancer reduzieren kannWarum der Fachkräftemangel in der Cybersecurity nicht allein durch KI verschwinden wirdDer rote Faden der Folge: Ein erfolgreicher Einstieg in die IT braucht nicht zwingend den geradlinigsten Lebenslauf. Entscheidend sind ein glaubwürdiges Kompetenzprofil, praktische Referenzen, Eigeninitiative und eine realistische Vorbereitung. Wer sich selbstständig machen möchte, sollte nicht ins Leere springen, sondern Risiken früh erkennen und sich Unterstützung holen.Zum Ende kündigen Nico und Ann-Katrin an, ihr Wissen künftig stärker im Rahmen eines persönlichen Mentorings zu teilen. Das Angebot richtet sich an Menschen, die über Selbstständigkeit oder einen Quereinstieg nachdenken und sich bei Positionierung, Vorbereitung und Projektakquise Unterstützung wünschen. Weitere Einzelheiten sollen über die bekannten Kanäle folgen.Eine Folge für Quereinsteiger, Berufseinsteiger, IT-Fachkräfte, angehende Freelancer und alle, die über einen Wechsel in die Cybersecurity oder eine selbstständige Tätigkeit nachdenken.________________________________________________________________________...
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    35 min
  • Awareness ist tot - warum Cyber-Trainings nicht wirken und Spielen besser schützt
    Sep 7 2026
    „Awareness ist tot.“ Eine provokante Aussage aber dahinter steckt eine Erfahrung, die viele Unternehmen kennen: Mitarbeitende klicken sich durch verpflichtende Web-Based-Trainings, beantworten die Fragen und erhalten ein Zertifikat. Ob sich ihr Verhalten im entscheidenden Moment tatsächlich verändert, bleibt oft offen.In dieser Folge von „Cybersecurity ist Chefsache“ sprechen Nico Freitag und Ann-Katrin Lange mit Florian Haacke und Marcus Schaper über die Grenzen klassischer Security-Awareness-Programme und die Frage, wie aus vermitteltem Wissen echtes, souveränes Handeln werden kann.Florian bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung als Sicherheitsverantwortlicher in DAX-Konzernen und unterschiedlichen Branchen mit. Seine zentrale These: Die Human Firewall beginnt nicht beim einzelnen Mitarbeitenden, sondern an der Spitze des Unternehmens. Wenn Geschäftsführung und Führungskräfte Cybersicherheit nicht sichtbar vorleben, wird das Thema auch in der Belegschaft nicht nachhaltig verankert.Marcus und Florian erzählen, wie aus ihren Erfahrungen im Energieumfeld die Idee zu „What the Hack!“ entstand. Statt Menschen allein vor ein weiteres Pflichttraining zu setzen, bringt das Serious Business Game Teams miteinander ins Gespräch. Die Teilnehmenden bewerten reale Situationen, diskutieren unterschiedliche Antworten, sammeln Spielvorteile und versuchen gemeinsam, einen Hacker zu stoppen.In der Folge bleibt es nicht bei der Theorie: Die Runde startet eine Live-Demo. Dabei wird sichtbar, warum der eigentliche Lerneffekt nicht allein in „richtig“ oder „falsch“ liegt. Er entsteht im Austausch, wenn Menschen ihre Entscheidungen begründen, andere Perspektiven kennenlernen und unter Zeitdruck zu einer gemeinsamen Lösung kommen.Im Gespräch geht es unter anderem um:Warum klassische Pflichttrainings häufig keine nachhaltige Verhaltensänderung auslösenWeshalb „Awareness ist tot“ nicht das Ende von Awareness, sondern das Ende überholter Methoden meintWarum angstgetriebene Schulungen Mitarbeitende eher zum Problem erklären, als sie zu stärkenWeshalb absolvierte Trainings und Phishing-Klickraten nur begrenzt etwas über Sicherheitskultur aussagenWarum die Human Firewall bei Vorstand und Geschäftsführung beginntWie „Tone from the Top“ die Haltung der gesamten Organisation beeinflusstWeshalb Security Ownership nicht einfach an einzelne Mitarbeitende delegiert werden kannWie haptische Erlebnisse und gemeinsame Übungen abstrakte Konzepte wie Security by Design verständlich machenWarum spielerisches Lernen auch im professionellen Umfeld eine ernsthafte Methode istWie „What the Hack!“ aus einer früheren Awareness-Initiative im Energiesektor entstanden istWarum Diskussion, Zusammenarbeit und Wiederholung für den Lernerfolg entscheidend sindWie Unternehmen eigene Kampagnen, Themen und Schwierigkeitsgrade in das Spiel integrieren könnenWelche Rolle aktuelle Angriffslagen, Ransomware, Phishing, Datenschutz und NIS 2 spielen könnenWeshalb die beste Lernerfahrung häufig in kleineren Gruppen mit ungefähr acht Personen entstehtWie physische, digitale, moderierte und KI-gestützte Spielvarianten funktionierenWas Serious Gaming leisten kann und welche technischen Sicherheitsprobleme es ausdrücklich nicht löstWarum eine starke Sicherheitskultur kein Single-Player-, sondern ein Community-Thema istDer rote Faden der Folge: Menschen sind nicht einfach „das Problem“. Sie sind ein entscheidender Teil der Sicherheitsorganisation aber nur dann, wenn Führung, Technik, Prozesse und Kultur zusammenspielen. Wissen allein reicht nicht. Menschen müssen Sicherheit erleben, besprechen, anwenden und wiederholen können.Eine Folge für Geschäftsführungen, Vorstände, CISOs, Security- und Awareness-Verantwortliche, Personalentwicklung, Compliance-Teams sowie alle, die Cybersecurity-Trainings wirksamer und menschlicher gestalten möchten.Hinweis: Die Vorstellung von „What the Hack!“ erfolgt aus Überzeugung der Beteiligten und ist keine bezahlte Werbung.____________________________________________👤 Mehr InformationenFlorian Haacke - LinkedIn ProfilWhat the Hack - SBG Gaming____________________________________________🎧 Reinschauen lohnt sich!🎙Podcast - Cybersecurity ist Chefsache: @cybersec_ist_chefsache🎙Podcast - Cybersecurity shall be C-Level priority: @cybersec_clevel_priority🎙Podcast - Die Zwei Auftrag: Cybersicherheit: @diezweicyberSchließe dich uns an, um tiefer in die Welt der digitalen Sicherheit einzutauchen.____________________________________________Du findest mich auf folgenden Social Media Kanälen:📸 Instagram: cybersec_ist_chefsache🕺 TikTok: cybersec_ist_chefsache🤝 LinkedIn - Nico: nicofreitag🤝 LinkedIn - Ann-Katrin: annkatrin📌 Kontaktaufnahme - Podcast: Cybersecurity ist Chefsache____________________________________________Deine Reise in die Welt der Cyber Security startet hier – ich freue uns darauf, mich mit dir zu vernetzen.
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    1 h et 11 min