Couverture de 5 Minus

5 Minus

5 Minus

De : Dr. Laura Dalhaus
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À propos de ce contenu audio

5 Minus - Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel. Das Gesundheitssystem kollabiert und das hat Konsequenzen. Darüber spreche ich mit Menschen, um Ideen und Lösungswege zu entwickeln. Denn Politik hat leider in den letzten 20 Jahren bewiesen, dass sie es aus unterschiedlichen Gründen nicht kann. Wir starten einen Versuch. https://linktr.ee/LauraDalhausCopyright 2026 Dr. Laura Dalhaus Hygiène et vie saine Maladie et pathologies physiques Sciences sociales
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    Épisodes
    • Gesundheitssystem vor der Insolvenz? | Laura Dalhaus zum aktuellen Stand
      Jan 21 2026

      Die erste Solofolge in 2026! Auch Laura hat einige Vorsätze, die sind ihre persönliche Verantwortung. In der Politik gibt es allerdings Menschen mit mehr Verantwortung – schauen wir uns an, ob sie diese auch annehmen!

      Immer mehr Arbeitskreise und Kommissionen gegründet, wir haben aber kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem.

      Ein Lösungsansatz wäre eine Ausrichtung an Bedarf, nicht an Bedürfnissen.

      Wir hängen aber weiterhin im Silo-Denken fest, sonst würden sich einige Facharztverbände nicht gegen das Primärarztsystem wehren.

      Union und SPD fordern jetzt mutige Strukturreformen. Die CSU allerdings möchte die telefonische Krankschreibung abschaffen – damit die Leute mit Norovirus wieder in den Praxen sitzen?

      Frau Machalet will auf Prävention zur Kostensenkung setzen. Das ist ne super Idee, bis das aber greift, sind wir eine Generation weiter.

      Eine Praxisgebühr ist auch keine Strukturreform. Es gibt viel wichtigere Fragen.

      Die Krankenkassen wollen jetzt selbst steuern. Laura betont noch einmal: Der Arztberuf ist ein selbstständiger Beruf. Wenn die Krankenkassen in die Terminsteuerung eingreifen, sind die Kriterien der Selbstständigkeit nicht mehr gewährleistet. Und dann sind Sozialversicherungsbeiträge für Ärzte fällig.

      Dahinter steckt die anmaßende Unterstellung von Krankenkassen, dass Haus- und Fachärzte die falschen Patient:innen versorgen.

      Besonders teuer sind auch die Kliniken. Die machen nämlich super viel stationär statt ambulant. Die ambulante Medizin ist unterfinanziert, so z.B. Mandeloperationen. Die könnte man einfach ambulant machen, in den Niederlanden passiert das zu 87%, in Deutschland nur zu 19%.


      Morbi-RSA ist ein morbiditätsbedingter Risikostrukturausgleich. Das heißt: Krankenkassen, die viele Kranke und Alte versorgen, sollen mehr Geld bekommen als diejenigen, die hauptsächlich Gesunde und Fitte versorgen. Dieses Geld kommt aus dem Morbi-RSA.

      Laura findet es sinnvoll, diesen abzuschaffen, er sorgt für noch mehr Bürokratie.


      Uns droht eine Systeminsolvenz.

      Trotzdem haben die Krankenkassen irgendwie noch viel Geld, die Energie-BKK zahlt ihren Versicherten beispielsweise Geld für die Messung der Intima-Media-Dicke – für Laura eine völlig sinnlose Untersuchung ohne eine Verdachtsdiagnose.


      Die Kassen haben eine Dreifachverwaltung: Landesverband, Bundesverband und den GKV-Spitzenverband. Das könnte man vereinfachen und dadurch Geld sparen. Auch die Werbekosten zu streichen hat ein Einsparpotential von 100 Millionen Euro jährlich.


      Die Wartezeiten sind auch immer wieder ein Thema. Minister Philippi möchte einfach mehr KI einsetzen – nur wer zahlt das denn?


      Die Gebühren für Rettungsfahrten werden nun zurückgezogen. Vorerst. Bis Ostern soll es eine feste Regelung geben.


      Der MD fordert die Offenlegung von Behandlungsfehlern. Natürlich sind diese ein riesiges Problem. Doch wir müssen uns ehrlich machen, warum diese Behandlungsfehler passieren!

      Laura regt sich tierisch darüber auf. Die Arbeitsbedingungen mit 2-Minuten-Medizin und 24h-Diensten sind unmenschlich, gleichzeitig wird mit dem Finger auf Ärzte gezeigt.


      Abwarten ist keine Option. Eine mögliche Lösung wären Primärversorgungszentren, in denen Medizin, Pflege, Sozialarbeit und Psychotherapie vereint sind. Laura würde so etwas wirklich gerne leiten!

      Eine weitere Diskussion, die wir führen müssen ist, was eine solidarische Versorgung dauerhaft leisten kann.


      Zum Abschluss möchte Laura nochmal über Jens Spahn sprechen. Seine Verfehlungen müssen in den Vordergrund gerückt werden. Er hängt außerdem bei Nius und Peter Thiel drin. Kein Politiker hat so einen volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet wie er.



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      48 min
    • Zwischen Haftung und Heilkunde – wie blickt ein Jurist auf das Gesundheitssystem? | Hendrik Hörnlein
      Jan 14 2026

      Regresse, Schmerzensgeld und die neue GoÄ – das sind Themen, die in der Medizin mal von einem Juristen beurteilt werden sollten!

      Deswegen hat Dr. Laura Dalhaus für die neue Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ Hendrik Hörnlein eingeladen, einen Medizinjuristen, der neben der Arbeit in seiner Kanzlei auch Healthcare Compliance Officer ist.

      Eigentlich sind Ärzte und Anwälte sich oft gar nicht so grün. Doch Hendrik findet auch, dass das Gesundheitswesen stark überreguliert ist. Wenn er von einem Arzt eine Frage bekommt, muss er sich zunächst durch zig gestufte Gesetze und Verträge wühlen.

      Er erklärt, dass im Vergleich zu früher mehr geklagt wird, diese Tendenz ist allgemein in der Gesellschaft aber gestiegen. Die Schadenssummen sind aber im Verhältnis zu denen in anderen Ländern eher gering. Es gibt in Deutschland den Schadensersatz, bei dem bekommt das ersetzt, was man verloren hat, auf der anderen Seite gibt es noch das Schmerzensgeld, was sich viele Leute ganz hoch vorstellen – ist es aber gar nicht.

      Laura greift das Urteil gegen Professor Volz auf, der einen geplanten und medizinisch notwendigen Schwangerschaftsabbruch nicht durchführen durfte, weil der kirchliche Träger ihm das untersagt hatte. Vor dem Arbeitsgericht verlor er, weil der Arbeitgeber die Behandlung bestimmen darf. In Laura’s Augen spricht das gegen die Therapiefreiheit.

      Hendrik erklärt das Urteil und dass sich das Gericht sich mit der Komplexität der Sondersituation und der Religionsfreiheit nicht genug auseinandergesetzt habe. Dazu kommt, dass sich der kirchliche Träger in die Nebentätigkeit von Herrn Volz eingemischt hat.

      Ein weiteres Urteil, das Laura und Hendrik besprechen, sind die Regresse gegen einen Kardiologen, der Rezepte nicht mit einem Kugelschreiber, sondern einem Stempel unterschrieben hat. Hendrik erklärt, wie komplex die Gesetzesgrundlage hierfür ist.


      Weiter geht es mit dem Thema MVZs und der Haftung. Denn wenn Regresse entstehen, dann haftet Laura in ihrer Praxis selbst. Doch wer ist bei den MVZs, vor allem den kommunalen, die Person, welche die Haftung übernimmt?

      Laut Hendrik kommt es auf die zivilrechtliche Gestaltung an.


      Laura erzählt von der neuen GoÄ (Gebührenordnung für Ärzte), über die unfassbar viel diskutiert wurde, u.a. beim Deutschen Ärztetag. Für Hendrik ist es ein Armutszeugnis, wie das gelaufen ist, denn das letzte Mal wurde die GoÄ 1982/83 vollständig reformiert. Die Absurdität war, dass die Bundesregierung nichts gemacht hat, bis die Ärzteschaft sich mit den Kostenträgern für einen Entwurf geeinigt hat.


      Gesundheitsministerin Nina Warken hat eine neue Finanzkommission gegründet, die bis 2027 Vorschläge erarbeiten will. Laura hat langsam die Hoffnung auf eine Revolution des Systems verloren. Für Hendrik stellt sich die Frage, ob wir das Monstrum an Bürokratie irgendwie abbauen können.


      Brauchen wir mehr Steuerung? Wir haben immer mehr Spezialisten, gleichzeitig in der Stadt eine hohe Dichte an Ärzten – auf dem Dorf viel zu wenig.

      Brauchen wir hier mehr Steuerung oder würde sich das dann zu einem staatlichen Gesundheitssystem entwickeln analog Englands? Laura ist zwiegespalten.

      Hendrik erklärt, dass die Bedarfsplanung eigentlich diese Steuerung darstellt.

      Menschen werden aber immer älter und komplex kränker, deswegen sehen immer mehr Player die Möglichkeit, Geld im System zu verdienen – beispielsweise Kaufland und dm. Die enge Betreuung sieht Laura allerdings nur in der Betreuung vor Ort.

      Das, was Kaufland macht, ist eine Form von Telemedizin, das findet Hendrik eigentlich eine positive Sache. Doch ist es Heilkunde und somit erlaubt? Dazu läuft gerade ein Prozess.

      Laura regt sich besonders darüber auf, dass die Patient:innen mit den Ergebnissen alleine gelassen werden.



      Zum LinkedIn-Profil von Hendrik:

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      1 h et 1 min
    • Fachkräftemangel und Weiterbildung im Krankenhaus | Dr. Susanne Johna
      Jan 7 2026

      Wie steht es um die Aus- und Weiterbildung in Krankenhäusern? Was können wir gegen den Fachkräftemangel machen und lohnt sich Berufspolitik überhaupt?

      Darüber spricht Dr. Laura Dalhaus in der neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Dr. Susanne Johna, der Vorsitzenden des Marburger Bunds.

      Dieser vertritt vorwiegend die Belange von angestellten Ärzt:innen und somit auch einem Großteil der Krankenhausärzt:innen.

      Susanne Johna hat gerade bei einer Anhörung im Bundestag darüber gesprochen, dass in manchen Fächern die Weiterbildungsstellen verloren gehen. Ein weiteres Problem ist die Bürokratie:

      Angestellte Ärzt:innen müssen sich immer wieder neu von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, wenn sie den Job wechseln – ein unnötiger Akt.

      Als Hausärzt:in ist man immer sehr pragmatisch, sonst würde man den Alltag nicht schaffen, fehlenden Pragmatismus kann Laura deswegen gar nicht nachvollziehen.

      Auch Bereitschaftsdienste und Arbeitszeiterfassung sind ein großes Thema.

      Mit den Unikliniken gibt es jetzt einen Tarifvertrag, dass Arbeitszeiterfassung elektronisch sein muss, aber ein Teil der Kliniken macht das nicht. Auch die Bundesregierung will flexiblere Arbeitszeiten, da stellt sich aber die Frage: Was bedeutet überhaupt flexibel?

      Laura wird richtig wütend, wenn über steigende Behandlungsfehler gesprochen wird, gleichzeitig werden auch die Arbeitsbedingungen immer schlechter.

      Susanne Johna sagt dazu einen starken Satz: Nicht die Menschen sind das Risiko im System, sondern die Menschen sind der Sicherheitsfaktor im System.


      In der Folge mit Eli Inhester hat Laura herausgefunden, dass viele Bereitschaftsdienste nur zu 60% bezahlt werden, wie selbstverständlich wird aber durchgearbeitet.

      Susanne erklärt, dass man das nicht akzeptieren muss. Allerdings sind dann die Grenzen zum Schichtdienst fließend.


      Die beiden diskutieren auch über die Krankenhaus-Reform, durch die beispielsweise die spezialisierte Kinderheilkunde verschwindet. Dies ist ein systematisches Problem.


      Bei der Definition von Leistungsgruppen entsteht auch die Frage, wie viel Personal man benötigt. Dieses Personal muss allerdings auch ausgebildet werden.

      In anderen Ländern gibt es explizite Weiterbildungsstellen. Denn man kann Menschen in Ausbildung nicht als Vollzeitstellen rechnen – schließlich müssen sie noch lernen.


      Medizin ist unfassbar hierarchisch. Es kommen immer wieder Fälle ans Licht zum Thema Machtmissbrauch und schlechte Führungskultur. Auch Sexismus und Rassismus, sowie Homophobie sind hier Themen. Schockierend ist, dass Dinge gesagt werden, von denen man gehofft hat, dass sie nicht mal mehr gedacht werden.

      Junge Kolleg:innen kehren so dem System den Rücken. Beide sind aber überzeugt: Wir brauchen multikulturelle und junge Teams!

      Ein weiteres Thema ist eine fehlende Gleichbehandlung bei den Geschlechtern. Das Medizinstudium ist sehr weiblich, trotzdem sind die meisten Chefärzte männlich.

      Die beiden diskutieren auch über fehlende Kinderbetreuung. Das Thema ist einfach nicht gut gelöst in Deutschland.


      Selbst wenn wir jetzt mehr Studienplätze für Medizin haben, die Menschen aber dann nicht im System halten können, hilft das auch nicht.


      Susanne ist als Berufspolitikerin sehr engagiert, sie erklärt, dass man sich oft mit den kleinen Schritten anfreunden und manchmal auch verstehen muss, dass man Schlimmeres verhindert hätte.

      Laura ist teilweise resigniert, denn die Vorschläge aus der Ärzteschaft sind wissenschaftlich begründet – trotzdem passiert nichts. Ein Beispiel ist der Paragraph 218.


      Dr. Johna wünscht sich von der Bundesgesundheitsministerin Frau Warken besonders eine Stärkung des Bereichs Prävention. Das wird sich rechnen – nicht in einer Legislaturperiode – aber langfristig.

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      1 h et 7 min
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