Couverture de Wem dient die KI? Über Chancen und Risiken in der weiteren Entwicklung von künstlicher Intelligenz

Wem dient die KI? Über Chancen und Risiken in der weiteren Entwicklung von künstlicher Intelligenz

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Wem dient die KI? Dieser Frage stellen sich im Café & Kino HEIMAT in Morbach drei ausgewiesene Experten – und ChatGPT als virtueller Gesprächspartner. Prof. Dr. Karl Hans Bläsius, langjähriger Informatikprofessor an der Hochschule Trier und Autor zu KI und Krieg, bringt die wissenschaftliche Perspektive und den Blick auf Risiken bis hin zur Superintelligenz ein. Prof. Dr. Rolf Linn, ebenfalls mit Informatik-Hintergrund und heute in der Gemeinwohl-Ökonomie aktiv, fragt danach, wie Technik dem Menschen und einer fairen Wirtschaftsordnung dienen kann. Manfred Igel, ehemaliger Bankmanager, Unternehmer und GWÖ-Berater, verbindet wirtschaftliche Praxis mit Fragen nach Verantwortung, Werten und Gemeinwohl. ChatGPT antwortet live, wird kritisch hinterfragt und darf ausdrücklich widersprochen werden. Auch das Publikum mischt sich ein. Am Ende stehen erste „Morbacher Thesen“ für einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Ein Live-Podcast-Experiment über Technik, Macht, Werte – und die Frage, welche Zukunft wir mit KI gestalten wollen. AUSZUG aus dem "Morbacher Thesen" die aus dem Podcast erarbeitet wurden mit dem Leitgedanken: KI soll dem Menschen dienen. Je größer ihre Wirkung, desto stärker müssen menschliche Kontrolle, Transparenz und Verantwortung sein. Präambel Künstliche Intelligenz ist keine Naturgewalt, sondern eine von Menschen entwickelte und eingesetzte Technologie. Sie eröffnet große Chancen, kann aber auch bestehende Ungleichheiten, Machtkonzentrationen, Manipulation und militärische Risiken verschärfen. Aus dem Morbacher KI-Gespräch ergibt sich deshalb ein gemeinsamer Kern: Fortschritt braucht Grenzen, Kooperation und die klare Vorrangstellung menschlicher Würde, Verantwortung und Urteilsfähigkeit. 1. Der Mensch bleibt Maßstab und Zweck. KI darf Menschen unterstützen, aber nicht Würde, Freiheit, Sicherheit oder Selbstbestimmung einem vermeintlich effizienteren Ziel opfern. Der Mensch darf niemals zum bloßen Mittel für ein KI-Ziel werden. 2. Je größer die Wirkung, desto stärker die Kontrolle. Bei Entscheidungen mit großen, irreversiblen oder lebenswichtigen Folgen müssen menschliche Kontrolle, Transparenz, Widerspruchsmöglichkeiten und Verantwortlichkeit besonders hoch sein. 3. Über Leben und Tod entscheidet ein Mensch. Militärische Systeme, insbesondere autonome Waffen und nuklear relevante Entscheidungsprozesse, dürfen keine vollautomatisierten Letztentscheidungen über Leben und Tod treffen. Meaningful Human Control muss praktisch wirksam sein, nicht nur formal bestehen. 4. Zielerreichung steht nicht über Sicherheit. Ein KI-System darf gesetzte Regeln, Schutzmechanismen oder Rechte nicht allein deshalb umgehen, weil dies die Zielerreichung erleichtert. Sicherheit und Schadensvermeidung müssen Vorrang vor bloßer Effizienz haben. 5. Hochrisiko-KI braucht verpflichtende Prüfungen vor dem Einsatz. Wie bei Arzneimitteln oder sicherheitskritischer Technik sollten besonders leistungsfähige Systeme vor breitem Einsatz nach klaren Standards geprüft, auditiert und – wo erforderlich – zugelassen werden. WEITERE THESEN FOLGEN AUF DER HOMEPAGE VOM CAFE + KINO HEIMAT IN MORBACH
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