Kunst, Kitsch und Kraftfelder: Kann eine Kunstfigur authentisch sein?
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In der letzten Folge ging es um das Plantschbecken der Authentizität. Heute springen wir eine Ebene tiefer: Wie passt das eigentlich zusammen, wenn man – so wie ich – eine Kunstfigur erschaffen hat? Kann Ian DeBay überhaupt echt sein, oder ist das alles nur ein künstliches Konstrukt in einem dunklen Kämmerchen?
Die Angst vor dem „K-Wort“Eines vorweg: Ich bezeichne das, was ich hier mache, nicht als Kunst. Ein ehemaliger Kollege sagte mal: „Kunst ist, was Scheiße ist.“ Aber selbst das trifft es nicht ganz. Das Wort „Kunst“ ist mir zu groß, zu überwältigend. Es macht mir Angst.
Während andere sich mutig Künstler nennen, habe ich es nur zum Content Creator geschafft (und das nicht mal bei Humboldt). Um mich zu schützen, habe ich Ian DeBay erschaffen. Ein Alias, ein Schutzschild, eine Maske.
Warum Ian DeBay existiertWarum ein Pseudonym? Ganz einfach:
- Schutz: Das Internet ist kein Streichelzoo. Ein Alias fängt den Hass ab, bevor er mein echtes Ich erreicht.
- Freiheit: Als Ian DeBay kann ich Dinge sagen, die ich mich im „echten“ Leben vielleicht nicht trauen würde (obwohl ich dort noch viel schlimmere Dinge tue).
Aber die Frage bleibt: Wenn Ian DeBay eine Erfindung ist, ist er dann unauthentisch?
Das künstliche Gespräch in der dunklen KammerHier sitzen wir nun. Ich in meiner dunklen Kammer, allein mit dem Mikrofon, und stelle mir dich vor. (Du siehst übrigens verdammt gut aus heute!)
Eigentlich ist diese Situation hier – so künstlich sie auch sein mag – viel authentischer als ein Treffen im echten Leben. Warum? Weil ich im realen Leben viel zu schüchtern wäre. Ich würde unpassend lachen, Plattitüden von mir geben und beschämt auf den Boden schauen.
In diesem künstlichen Raum hier habe ich mir einen Kokon gebaut. Mikrofon, Schnittprogramm, Firewall. Alles schützt mich vor dir. Und genau dieser Schutz erlaubt es mir, mein wahres Ich zu zeigen – inklusive der dunklen Facetten und der Tatsache, dass ich eigentlich ein „kleiner perverser Sack“ bin, der versucht, sein Inneres zu verstecken.
Ritterrüstung vs. Enterprise-SchutzschildAuthentisch zu sein bedeutet, sein Schutzschild herunterzufahren. Aber es gibt verschiedene Arten von Schilden:
- Die Ritterrüstung: Schweres Eisen, man sieht kaum noch, wer darin steckt. Das ist die klassische Verstellung.
- Das Enterprise-Kraftfeld: Das ist die Kunstfigur. Man sieht alles, man erkennt den Captain, aber die Laserstrahlen der Bösen prallen einfach ab.
Die Kunstfigur Ian DeBay ist mein unsichtbares Kraftfeld. Sie hilft mir, echt zu sein, ohne dabei völlig schutzlos zu verbrennen.
Links & HinweiseYouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@comedIAN_DeBay Abonniere meinen Newsletter: https://steady.page/iandebay/newsletter/sign_up E-Mail für Theorien, warum Frauen große Autos fahren: comedian@iandebay.com Podcast-Startseite: https://iandebay.com/die-zu-spaet-show
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