Épisodes

  • KI in der Ausstellung. Mit Laura Schuppli vom Stadtmuseum Aarau
    Dec 1 2025
    In dieser Episode spreche ich mit Laura Schuppli, Digitalkuratorin und stellvertretende Leiterin des Stadtmuseums Aarau. Das Museum hat 2024/25 eine vielbeachtete Ausstellung realisiert, in der Künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle in der Vermittlung spielte – und damit früh gezeigt, welches Potenzial innovative Technologien für museale Formate haben. Laura berichtet, wie das Team an die Konzeption heranging, welche Chancen sie in KI-gestützten Vermittlungsangeboten sahen und welche Fragen und Lernprozesse während der Umsetzung entstanden. Wir sprechen darüber, welche Voraussetzungen ein solches Projekt erfordert: von der internen Abstimmung über die Zusammenarbeit mit externen PartnerInnen bis hin zu praktischen Überlegungen rund um Vermittlung, Technik und Gestaltung. Laura gibt Einblicke, wie das Stadtmuseum Aarau den KI-Einsatz plante, welche Ressourcen dafür notwendig waren und warum das Projekt trotz seiner Komplexität so erfolgreich verlief. Laura Schuppli freut sich ausdrücklich über interessierte Nachfragen zum Projekt und gibt gerne Tipps und Hinweise, wie KI in der Ausstellung gelingen kann. Zu erreichen ist sie unter laura.schuppli@aarau.ch und im Stadtmuseum Aaarau. Feedback zur Folge? Bitte gern an info@niclas-toelle.de
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    58 min
  • Was wurde aus "Tindern im Museum"? Die Neuauflage der Ping! App am Badischen Landesmuseum mit Harriet Meyer
    Nov 4 2025
    Gibt es eigentlich die Ping! App noch? Im Jahr 2021, mitten in der Corona-Krise, erregte die Museums-App mit ihrem an Tinder orientierten Konzept, Museumsobjekte zu swipen und zu daten, einiges an Aufsehen. Während der Aufschlag in der Öffentlichkeit also zweifellos gelungen war, stellte sich für mich aber stets die Frage, wie sich die App langfristig schlagen würde. Funktioniert das Tindern mit Museumsobjekten oder ist das Ganze als alberner Gag längst verpufft? Das Badische Landesmuseum ist jedenfalls heute mehr denn je von der Ping!-App überzeugt und hat sie sogar noch weiterentwickelt. Aus der nativen App wurde eine Webapplikation, es gibt frische Inhalte an neuen Orten und die App wurde in ein ganz neues, partizipatives Konzept eingebettet. Mit Harriet Meyer, der Leiterin des Referats Digitale Vermittlung am Badischen Landesmuseum, konnte ich ein spannendes Gespräch über die neue Ausrichtung führen. Besonders gefallen hat mir dabei, dass die Ping! App nicht nur zur freien Nutzung, sondern eben auch zur offenen Weiterentwicklung zur Verfügung steht. Spätestens damit ist die App aus meiner Sicht so viel mehr als es der poppige Claim vermuten lässt. Feedback zur Folge? Bitte gern an info@niclas-toelle.de
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    44 min
  • Wie funktionieren digitale Ausstellungen? Mit Noreen Klingspor und Hanna Warth-Geraci vom Landesmuseum Württemberg
    Jun 6 2025
    Ich glaube, digitale Ausstellungen sind ein Nischenthema. So ganz neu sind sie nicht, und so richtig erfolgreich scheinen sie auch nicht zu sein. Jedenfalls würde heute wahrscheinlich niemand behaupten, dass digitale Ausstellungen mittelfristig ein Ersatz für den realen Museumsbesuch werden. Dennoch gibt es sie und sogar Google bietet mit Arts & Culture eine eigene Ausstellungsplattform an, ebenso wie die Deutsche Digitale Bibliothek und andere, und tatsächlich werden dort regelmäßig Ausstellungen publiziert. Zumindest die Nische scheint also gut zu funktionieren. Können digitale Ausstellungen vielleicht doch mehr, als man Ihnen zutraut? Und wenn ja, wie funktioniert das digitale Ausstellen? Noreen Klingspor und Hanna Warth-Geraci produzieren am Landesmuseum Württemberg fleißig solche „Scrollytelling“-Ausstellungen für Google und DDB, mit ihnen habe ich mich ausführlich darüber unterhalten, wann und für wen digitale Ausstellungen Sinn machen, wen und was man damit erreicht und wie man die Sache am besten angeht. Feedback zur Folge? Bitte gern an info@niclas-toelle.de (boris@niclas-toelle.de geht auch)
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    51 min
  • Diskriminiert im Museum: Wie das Stadtpalais Stuttgart mit Hasskommentaren und Anfeindungen umgeht
    Feb 14 2025
    Im November 2024 veröffentlichte das Stadtpalais Stuttgart ein Video auf Instagram, in dem Direktor Torben Giese Anfeindungen und Hasskommentare gegen migrantisch gelesene MitarbeiterInnen des Museums anklagte. Ausgerechnet das hippe Stadtpalais mit seinen progressiven Ausstellungsformaten und der professionellen digitalen Präsentation erlebte nun, was viele Museen davor abschreckt sich stärker auf die sozialen Medien einzulassen. Wie schützt man die eigenen KollegInnen vor Shitstorms, Trollen und Beleidigungen, wenn man sich dermaßen in der digitalen Öffentlichkeit exponiert? Und wer beleidigt da überhaupt mit welcher Motivation? Um das zu erfahren, habe ich mit Feyza Dertsiz, Yannick Nordwald und Torben Giese vom Stadtpalais gesprochen. Das war eine prima Idee, weil in diesem Gespräch nicht nur sehr deutlich wurde, wieso es trotz allem sinnvoll ist, Zeit und Mühe in die sozialen Medien zu investieren, sondern auch, dass es sich bei den Anfeindungen eben nicht um ein rein digitales Problem handelt. Ich bin sehr gespannt auf das Feedback zu dieser Folge. Wie sind Eure Erfahrungen mit Hass und Vorurteilen in den sozialen Medien? Und habt Ihr es schon einmal bei Führungen erlebt, dass Kuratoren angegriffen oder beleidigt wurden? Lasst es mich wissen in einer Mail an info@niclas-toelle.de. Titelbild: ©Stadtpalais Stuttgart, Pressestelle Musik: snoozy beats- tokyo nights @FMA, CC-BY
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    53 min
  • The Darkest Files: Geschichte im Computerspiel mit Jörg Friedrich von Paintbucket Games
    Nov 28 2024
    Das Computerspiel "The Darkest Files" versetzt uns in die 1950er Jahre nach Frankfurt, wo wir als die fiktive Staatsanwältin Esther Katz in realen NS-Verbrechen ermitteln, Hinweise finden und Täterinnen und Täter vor Gericht bringen. Die Entwickler des Indie-Studios Paintbucket Games aus Berlin haben es sich unter dem Motto "Spiele mit Wirkung" zur Aufgabe gemacht, die Potenziale des Mediums als Kulturgut ernstzunehmen. Ihre Spiele beschäftigen sich mit Diktatur, Widerstand und Nationalsozialismus, für den Vorgängertitel "Through the Darkest of Times" haben sie bereits zahlreiche Preise erhalten. Mit Jörg Friedrich, einem der beiden Gründer von Paintbucket unterhalte ich mich in dieser Folge darüber, weshalb Spiele auf jeden Fall als Kulturgut zu betrachten sind, sich aber gleichzeitig viele Studios vor ihrer kulturellen Verantwortung drücken und dabei nicht nur gelegentlich Produkte mit fragwürdigen Geschichtsdarstellungen herauskommen. Besonders spannend an diesem Gespräch fand ich die Frage, welche Rolle Computerspiele für die Kulturvermittlung von Kultureinrichtungen spielen können. Dabei reden wir auch darüber, was Museen, Gedenkstätten und andere mitbringen sollten, wenn sie ein Computerspiel produzieren wollen (Spoiler: Geld. Aber nicht nur...). Übrigens: Das Spiel "SpecOps: The Line", an dem Jörg mitgearbeitet hat, ist nicht mehr ganz neu, war aber für die Deutsche Gamesbranche und für mich persönlich ein ganz wichtiger Meilenstein im Diskurs um Computerspiele als Kulturgut, weshalb ich ihn unbedingt auch darauf ansprechen wollte. Noch ein Wort in eigener Sache: Gerade für kleinere Kultureinrichtungen sind Computerspiele Projekte, die finanziell nicht ganz einfach zu stemmen sind. Aber es gibt andere Wege, mit digitalen Formaten Ihre Zielgruppen zu erreichen und Inhalte zu vermitteln. Schauen Sie doch mal auf niclas-toelle.de, ob Sie mein Angebot anspricht und schicken Sie mir eine Mail an info@niclas-toelle.de, gerne auch für Feedback zur Folge oder Hinweise, mit wem ich doch mal reden könnte.
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    45 min
  • Döner und QR-Codes im Deutschen Fleischermuseum mit Museumsleiter Christian Baudisch
    Oct 17 2024
    Schorschi das Schwein ist eine Handpuppe, mit der Museumsleiter Christian Baudisch den Instagram-Auftritt seines Hauses bespielt. Außerdem dort zu sehen sind tonnenweise durchgedrehte Memes, die den Böblinger Döner Sonntag (BöDöSo) bewerben. Wer das Deutsche Fleischermuseum in Böblingen kennt, weiß, dass es sich hier nicht um ein altbackenes Schnitzelhaus handelt, sondern um ein subversives Kunst-U-Boot, in dem Comics, Musik und Gegenwartskultur genauso zu Hause sind wie die größte museale Sammlung von Fleischermessern der Welt. Dass das Museum nicht in der Breite seines Konzepts von Haxe bis Hochkultur auseinanderfällt, ist wahrscheinlich der Art zu verdanken, mit der Christian das Thema Fleisch ernst nimmt und es konsequent de- und wieder rekonstruiert. Dass er dabei jede Menge Spaß hat und diesen auch an sein Publikum weitergibt, wird in unserem Gespräch sehr deutlich. Deutlich wird aber auch, wie gut gerade kleine Häuser wie das Fleischermuseum mit wenig Budget und Personal digitale Werkzeuge nutzen können, um einen zeitgemäßen Museumsbetrieb zu ermöglichen. Dabei zeigt sich auch, wie wertvoll offene digitale Angebote wie die Sammlungsplattform museum-digital.de für ein kleines Haus wie dieses sind. Diese Folge ist mit einer knappen Stunde deutlich länger geworden als die 30-45 Minuten, die ich für den Podcast eigentlich einplane. Ich hatte beim Schneiden aber das Gefühl, dass man nicht über die digitalen Projekte des Fleischermuseums reden kann ohne erst dieses Haus und seinen Leiter kennenzulernen. Wer ohne Vorgeplänkel direkt über den Sammlungstransfer in Sammlung-digital und die Nutzung der Plattform als Alternative zu klassischen Beschriftungen erfahren möchte, kann gerne direkt zu Abschnitt 28:30 springen. Wer hingegen in erster Linie etwas über die Philosophie des Hauses erfahren möchte und weniger an digitaler Sammlungspräsentation interessiert ist, kann bis zu diesem Punkt hören und dann einfach abschalten. Ich empfehle allerdings die volle Stunde. Lohnt sich. Übrigens: Christian Baudisch ist mit seinem Hausmeister ziemlich allein am Fleischermuseum, dennoch hat er sich der Herausforderung der Digitalisierung gestellt und eine Strategie gefunden, mit der er sein Haus zeitgemäß voranbringt. Egal wie groß Ihr Haus ist - Sie können das auch! Schreiben Sie mir gerne eine Mail an info@niclas-toelle.de und besuchen sie meine Website niclas-toelle.de um sich mein Angebot anzuschauen. Und wenn Ihnen der Podcast gefällt, lassen Sie mir bitte eine freundliche Bewertung auf dem Portal Ihrer Wahl da, das hilft mir dann sehr!
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    57 min
  • Die digitale Archivsprechstunde mit Kreisarchivar Marco Birn
    Jul 25 2024
    Archive haben bisweilen den Ruf, herausfordernde Orte zu sein, die sich Nutzern nicht einfach erschließen. Dass das ein Vorurteil der Vergangenheit ist, zeigt das Reutlinger Kreisarchiv unter der Leitung von Dr. Marco Birn. Auf gleich zwei ansprechenden Websites ermöglicht das Archiv hier nicht nur den Zugriff auf die Bestände, sondern präsentiert mit kultur-machen.de und unsere-burgen.de jeweils die Kultur- und Burgenlandschaft des Kreises. Wer diese Seiten besucht, merkt schnell, dass sich das Selbstverständnis dieses Archivs nicht auf die reine Aufbewahrung von Akten beschränkt. So prima das ist, ich muss gestehen, dass ich doch ein bisschen skeptisch war, als ich vor einiger Zeit vom Live-Angebot der digitalen Archivsprechstunde erfuhr. Gibt es wirklich Leute, die sich in Sprechstunden mit dem Archivar einloggen? Welche Zielgruppe wird damit erreicht und wie funktioniert dieses Format? Entsprechend verblüfft durfte ich erfahren, dass die Sprechstunde tatsächlich sehr gut funktioniert und sogar ein junges Publikum anspricht. Wie genau das gelingt und wie eine erfolgreiche digitale Kulturvermittlung für Archive aussieht erzählt mir Dr. Marco Birn in diesem sehr aufschlussreichen Gespräch. Dabei geht es auch um die Frage, wie die digitale Transformation die Arbeit am Archiv verändert und wie die Kolleginnen und Kollegen mit diesen Veränderungen umgehen. Ich freue mich sehr, dieses spannende Gespräch als tolles Beispiel für eine gute digitale Vermittlungsarbeit präsentieren zu können. Genauso freue ich mich auch über Feedback, Hinweise und Tipps, wie ich diesen Podcast verbessern kann. Schreiben Sie mir gerne eine Mail an info@niclas-toelle.de und wenn Ihnen der Podcast gefällt, lassen Sie mir bitte eine gute Bewertung auf dem Portal Ihrer Wahl da, das hilft mir dann sehr!
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    37 min
  • #keinRembrandt - mit Kristina Kraemer und Christopher Vila
    Jun 25 2024
    Das Netzwerk #keinrembrandt wurde vor einiger Zeit von Kristina Kraemer vom Stadtmuseum Waiblingen und Christopher Vila vom Heimatmuseum Egling gegründet. In dieser Folge rede ich mit den beiden MuseumsleiterInnen über die Potentiale und Herausforderungen kleiner und mittelgroßer Museen, Geschichten mit vorwiegend regionalem Bezug überregional zu erzählen. Interessant finde ich, wie sehr sich die ursprüngliche Idee, digitale Vermittlungsaufgaben im Netzwerk zu bündeln, zu einem Netzwerk weiterentwickelt hat, in dem sich kleine und mittelgroße Häuser gegenseitig bei technischen Herausforderungen unterstützen und gegenseitig weiterbilden. Doch die Kooperation hat wie immer ihren Preis, das Engagement in dieser Gruppe kostet Zeit und die, das wird im Gespräch sehr deutlich, ist in kleinen Häusern immer knapp. Ich bin angesichts der bereits erzielten Erfolge sehr zuversichtlich und gespannt auf die ersten Blogbeiträge und denke derweil an Rousseaus vielzitierte Hirschjagd, die uns seit jeher deutlich macht, dass man die großen Ziele nur gemeinsam erreichen kann. Wer also zusammen mit Kristina und Christopher auf die Jagd gehen oder einfach nur mal schauen mag, was die so machen: www.keinrembrandt.de lautet die Adresse des Projekts und auf Instagram findet man sie auch unter diesem Namen. Wie hat Ihnen die Episode gefallen? Kennen Sie interessante Projekte zur digitalen Kulturvermittlung, über die die Welt mehr erfahren sollte? Schicken Sie ihr Feedback und Anmerkungen gerne an die info@niclas-toelle.de Noch ein Wort in eigener Sache: Netzwerke sind sinnvoll, doch sie erledigen die anstehende Arbeit nicht von selbst. Homepage, social media, digitale Kommunikation, digitales Asset Management, Objektdaten, Wissensmanagement, in Ihrem Kulturbetrieb gibt es viel zu tun. Lassen Sie sich doch einfach helfen. Ich berate und ünterstütze sie aktiv bei Strategien, Projekten und digitalen Herausforderungen - schauen Sie doch mal rein unter niclas-toelle.de oder schreiben Sie gleich eine Mail an info@niclas-toelle.de
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    37 min