Épisodes

  • Sind wahre Rebellen heute bei der Jungen Union, Jan Fleischhauer? (reupload)
    Apr 6 2026

    Frohe Ostern! Wir genießen die Feiertage mit unseren Liebsten und gehen es deshalb etwas ruhiger an – von daher gibt es diese Woche den Reupload unserer LIVE-Aufnahme mit Jan Fleischhauer aus dem September 2025. Gute Unterhaltung!

    30 Jahre hat Jan Fleischhauer beim Spiegel geschrieben — als einziger, der offen zugab, FDP zu wählen. Erst galt er als exzentrisch, dann als verrückt. Heute nennt er sich selbst reaktionär.

    Fleischhauer sieht Deutschland gespalten: Nicht zwischen links und rechts, sondern zwischen einer Mehrheit, die sich ohnmächtig fühlt, und einer schrumpfenden Elite, die bestimmt, wie gedacht werden soll. Die Linke habe verlernt zu streiten — und merke es nicht einmal.

    Warum er Nius absagte, obwohl sie ihn wollten. Warum ihn Charlie Kirk fasziniert. Und warum der NDR nach dem Fall Julia Huss die falsche Lektion zieht.


    Auch in diesem Jahr könnt ihr uns ein paar Mal in Person sehen. Der erste Termin ist mit Ulf Poschardt am 25. April beim "taz"-Lab. Die Tickets findet ihr hier: https://taz.de/taz-lab/tickets/!v=5db114a5-5a56-4ea2-81ab-f4c2c3a38750/

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    Heute an den Mikros: Dominik Steffens

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    Foto: Superbass

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    57 min
  • Ulmen/Fernandes: Gilt die Unschuldsvermutung nicht mehr, Jenni Zylka? (118)
    Mar 30 2026

    Christian Ulmen nannte sich selbst den Prototypen des feministischen Mannes. Jenni Zylka sagt: Wer einem das extra sagen muss, dem glaubt sie nicht. Die Berlinale-Kuratorin sieht im Fall Fernandes kein neues Phänomen, sondern ein altes Muster. Es geht nie um Sexualität. Es geht um Macht.

    Was Täter weltweit eint, ist das Geschlecht. Nur Männer haben die Wahl, so Zylka. Aber Männerhass? Totaler Blödsinn, sagt sie, kontraproduktiv.

    Zentral in der Debatte ist auch die Unschuldsvermutung. Für Zylka ist klar: Dem Rechtsstaat müssen wir vertrauen – trotz Solidarität mit Opfern.


    Zum Buch von Jenni Zylka: https://amzn.eu/d/05Ei1n47


    *Korrektur: In Neukölln ist ein türkisch-kurdisches Mädchen von mehreren arabischen Jugendlichen vergewaltigt worden. Das haben wir falsch erzählt. Die Details könnt ihr hier nachlesen: https://www.tagesspiegel.de/berlin/mutmassliche-vergewaltigung-in-neukollner-jugendklub-das-dokument-das-vertuschung-und-rucksichtnahme-auf-verdachtige-belegt-15396549.html

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    Heute an den Mikros: Dominik Steffens

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    1 h et 5 min
  • Judenhass bei der Linken: Warum verfolgt dich deine Szene, Nicholas Potter? (117)
    Mar 23 2026

    Fahndungsplakate in Berlin. Mordaufrufe in sozialen Medien. Sargmontagen. Die Täter? Kamen von links. Nicholas Potter schreibt für die “taz”, bezeichnet sich selbst als links – und wurde nach einem Besuch im Kibbuz Be'eri zur Zielscheibe einer koordinierten Hasskampagne.

    Potter warnt vor einer “neuen autoritären Linken”, die antisemitisch ist, Gewalt legitimiert, sich progressiv gibt, aber Terror und Diktaturen pusht.

    Was ist aus einer Linken geworden, die einst Aufklärung, Solidarität und Pressefreiheit wollte. Was bedeutet ihr Schwinden für Deutschland?

    Zum Buch von Nicholas Potter: https://amzn.eu/d/0isJQfnP

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    Heute an den Mikros: Benjamin Scherp und Jan Feddersen

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    59 min
  • Lag die "Bild" mit "Refugees Welcome" falsch, Kai Diekmann? (116)
    Mar 19 2026

    *Transparenzhinweis: Benni arbeitet für die "Sport Bild".

    In der Flüchtlingskrise 2015 war Kai Diekmann als „Bild”-Chefredakteur für die Kampagne „Refugees Welcome" verantwortlich — und verteidigt sie bis heute. Die Fehler sieht er nicht in der Aufnahme der Flüchtlinge, sondern in dem, was später ausblieb: Steuerung und klare Erwartungen an Integration.

    Diekmann hat die Krise nicht nur begleitet, sondern selbst Flüchtlinge aufgenommen. Er scheiterte daran. Sein Gast radikalisierte sich.

    Ein Gespräch darüber, was Boulevard darf, wieso die „Bild” die meisten Rügen vom Presserat bekommt und auch, wie Diekmann auf Reichelts „Nius” blickt.


    Zum Buch von Kai Diekmann: https://amzn.eu/d/05vBWdA7


    Heute an den Mikros: Benjamin Scherp und Dominik Steffens

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    1 h et 2 min
  • Wozu braucht es eine Ostdeutsche Allgemeine, Holger Friedrich? (115)
    Mar 16 2026

    Der Osten wird in deutschen Medien falsch dargestellt — davon ist Holger Friedrich überzeugt.

    Das wechselhafte Wahlverhalten dort sei kein Demokratieproblem, sondern eine rationale Antwort auf eine Politik, die den Kontakt zur Realität verloren habe.

    Der Verleger gründete deshalb die “Ostdeutsche Allgemeine”. Was steckt dahinter? Wir fragen ihn nach seinen Kontakten zu Russland und seiner Zeit als Stasi-Mitarbeiter. Ein Gespräch über Medien, Ostdeutschland und die Frage, wie man der ehemaligen SED-Spitze Egon Krenz dankbar sein kann.


    Heute am Mikro: Dominik Steffens

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    1 h et 24 min
  • #114 - Kann es einen friedlichen Islam geben, Hasnain Kazim?
    Mar 13 2026

    Liberale Gesellschaft trifft auf oft illiberale Religion

    Die Zahl der Muslime in Deutschland ist zwischen 2010 und 2021 von rund 3,3 Mio. auf bis zu 5,6 Mio. gestiegen (Pew Research Center 2017, BAMF 2021). Angesichts illiberaler islamischer Gesellschaften weltweit stellt sich die Frage nach dem Umgang mit dem Islam.

    Der Autor Hasnain Kazim wuchs in einem indisch-pakistanischen Elternhaus auf. Als Korrespondent in Islamabad und Istanbul erlebte er aus nächster Nähe, welche Gefahren die Verbindung von Politik und Religion bergen kann.

    Er kritisiert etwa, dass Mädchen früh zum Kopftuch gedrängt werden könnten und dadurch traditionelle Rollenbilder gefestigt würden. Zudem warnt er vor einer Gesellschaft, die Menschen in Gläubige und Ungläubige einteilt.

    Zum Buch von Kazim: https://amzn.eu/d/0bSWqrhl


    Heute an den Mikros: Benjamin Scherp und Dominik Steffens

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    1 h et 1 min
  • #113 - Für Frieden: Was müssen wir Russland zugestehen, Johannes Varwick?
    Mar 9 2026

    “Stark für den Frieden” – schlecht für die Ukraine?

    Vier Jahre nach dem russischen Angriff auf die Ukraine dauert der Krieg an – mit mittlerweile hunderttausenden Opfern. Angesichts der zurückhaltenden Unterstützung der USA rüstet Europa auf, um sich unabhängiger zu machen.

    Politikwissenschaftler Johannes Varwick will sich für Frieden stark machen und warnt vor „Kriegsrhetorik". Wenn der Westen die russische Perspektive nicht einbeziehe, drohe eine Eskalationsspirale.

    Für seine Einschätzungen wird Varwick regelmäßig scharf kritisiert und landete gar auf einer ukrainischen Liste sogenannter „Informationsterroristen". Er sieht sich als Beispiel für einen enger werdenden Meinungskorridor.

    Zum Buch von Varwick: https://amzn.eu/d/0gr2GzW8


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    1 h et 9 min
  • #112 - Ist unser Land wirklich so gespalten, Gilda Sahebi?
    Mar 2 2026

    Polarisierte Gesellschaft – nur eine Illusion?

    „Woke“ gegen „Faschisten“, „Antisemiten“ gegen „Genozid-Unterstützer“ – die Fronten zwischen politischen Lagern wirken verhärtet, der Ton ist moralisch aufgeladen, und die Gesellschaft scheint zutiefst gespalten.

    Doch das stimme so nicht, sagt Journalistin Gilda Sahebi. Die Debatten seien zwar stark polarisiert, doch in vielen zentralen Fragen lägen die meisten Menschen näher beieinander, als es oft dargestellt werde.

    Sahebi beschreibt Polarisierung als Machtinstrument: Bestimmte Akteure würden durch Feindbild-Erzeugung spalten. Die Profiteure davon seien am Ende immer Autoritäre, die nichts anderes anzubieten hätten.


    Heute an den Mikros: Benjamin Scherp und Dominik Steffens

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    Foto: Hannes Leitlein

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    1 h et 5 min