In der dritten Folge der Mini-Serie zu HouseEurope! werden konkrete Projekte in den Fokus gestellt! Im Rahmen der interdiziplinären Master-Lehrveranstaltung Field Trips, setzten sich die Studierenden aus Architektur und Raumplanung mit konkreten Projekten aus dem Renovation Atlas von HouseEurope! auseinander. In ihren Beiträgen geben Sie einen Einblick in ihre Auseinandersetzungen und zeigen dabei, wie vielfältig die Blickwinkel und Aspekte von Bestandstransformation sein können.
Leonie Böhm, Laura Elisa Glatz, Anabel Neuner und Anna-Lena Rehfisch reisten nach Bordeaux zu den Gebäuden G, H und I in der Cité du Grand Parc, die von Lacaton & Vassal transformiert und um große vorgesetzte Loggien erweitert wurden. Sie warfen einen Blick in den Alltag der Bewohner:innen und untersuchten, welchen Einfluss die Transformation auf das Leben vor Ort hat.
Die Studierendengruppe rund um Edda Böhm, Matteo Stark, Franziska Wehle und Klara Weinhold reiste nach Brüssel und beschäftigte sich dort mit dem Thema Identität(en) im baulichen Kontext. Dafür besuchten sie das CIVA, das Architekturzentrum in Brüssel, sowohl an seinem alten Standort in Brüssel als auch am zukünftigen Standort im ehemaligen Citroën-Werk, das derzeit umgebaut wird.
Eine zweite Gruppe, bestehend aus Cristina Alexa, Max Ganser und Viivi Huusko, reiste ebenfalls nach Brüssel zum COOP nach Anderlecht. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Mühle direkt am Kanal, die zu Arbeitsplätzen, Museum und Café umgebaut wurde. Die Studierenden setzten sich mit Fragen der Zugänglichkeit, der neuen Nutzung und Nutzer:innen sowie dem Mehrwert auseinander, den ein solches Gebäude für Stadt und Quartier bringen kann.
In Kopenhagen untersuchten Hannah Speer, Teodora Boneva, Anastasia Khabarova und Jan-Christian Benk das Wohngebäude Frikvarteret im neuen Stadtteil Nordhavn. Sie beschäftigten sich mit dem Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit und damit, welchen Einfluss die Transformation von Bestandsgebäuden auf Stadtentwicklungsziele hat und haben kann.
Die Studierenden Laura Sandner, Elisabeth Schröer und Michele Siladji befassten sich mit dem Mataderoin Madrid, einem ehemaligen Schlachthof, der zu einem Kulturareal umgewandelt wurde. In ihrer Arbeit untersuchten sie die stadtpolitischen Dynamiken, die zum Leerstand einer der zentralen Hallen auf dem Areal führten, und wie es dazu kam.
Nach Rijeka, die Kulturhauptstadt Europas 2020, reisten Angelika Bauer, Anja Berlinger, Lucienne Trummer und Valentina Gruber. Dort setzten sie sich mit der kulturellen Transformation der Stadt auseinander – vom Industriestandort zur Kulturhauptstadt – und den Herausforderungen, die dies für das Areal des Benčić-Komplexes mit sich bringt.
HouseEurope! ist eine parlamentarische Bürgerinitiative auf europäischer Ebene. Ihr Ziel ist es, den Abriss von Gebäuden zu reduzieren und stattdessen Sanierung, Wiederverwendung und Umbau zu fördern. Dahinter steht die Überzeugung, dass der Gebäubestand nicht nur eine ökologische Ressourcer ist, sondern auch eine kulturelle und soziale.
Diese Folge ist Teil einer Mini-Serie zur Initiative HouseEurope!, kuratiert von Madlyn Miessgang und Verena Konrad. Alle Informationen zu HouseEurope! sowie die Möglichkeit der Unterzeichnen, finden Sie unter: https://www.houseeurope.eu
Credits Podcast
Folge #38
Konzept und Moderation: Madlyn Miessgang, Verena Konrad
Aufnahme, Audio und Schnitt: Lisa-Marie Kramer, Madlyn Miessgang, Nico Schleicher
Titelbild: Gruppe Bordeaux, Field Trips 2025
ZUKUNFT STADT Podcast Produktion: Lukas Bast, Larissa Benk, Lisa-Marie Kramer, Lena Hohenkamp, Madlyn Miessgang und Nico Schleicher
Intro Musik: Jakob Kotal
Der Podcast ZUKUNFT STADT ist ein Projekt der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien. Produziert wird dieser in einer Kooperation des future.lab mit dem Forschungsbereich Örtliche Raumplanung der TU Wien.