Épisodes

  • Nora Bossong spricht über ihr Buch "Welt mir anderen Mitteln"
    Oct 12 2026
    Für Nora Bossong ist der katholische Glaube ein Zuhause, das sie trotz aller Konflikte mit der Kirche nicht verläßt. Die Autorin erlebt den Messbesuch als Moment des Innehaltens, der sie aus dem Alltag herausholt. Auch das Gebet ist für sie eine Möglichkeit, sich neu auf Gott und andere Menschen einzulassen – selbst auf jene, mit denen sie im Streit liegt. Ihren persönlichen Glauben versteht Bossong als Geschenk und Entscheidung zugleich, das gepflegt werden will. Gott sei dabei keine fertige Antwort, sondern eine Frage, in die der Mensch hineinwachsen könne. Die Hoffnung auf eine jenseitige Gerechtigkeit bewahrt sie davor, angesichts von Unrecht zu verzweifeln. Ihr Glaube gibt ihr Kraft, im Hier und Jetzt zu handeln, ohne daran zu zerbrechen, dass sie nicht alles verändern kann.
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    15 min
  • Bodo Ramelow spricht über seinen Glauben, der ihm Kraft gibt
    Oct 12 2026
    Bodo Ramelow, evangelischer Christ und Vizepräsident des Deutschen Bundestages, begegnet dem Vatikan mit großem Respekt. Bei Besuchen in Rom hat er gelernt, eigene Vorurteile zu hinterfragen. Eine Begegnung mit Ordensschwestern, die in Afrika Aids-kranken Müttern helfen, machte ihm deutlich, wie schnell Kritik an kirchlichen Positionen zur Luxusdebatte werden kann. Sein Glaube ist für Ramelow eine Kraftquelle, die ihm gerade in dunklen Zeiten Halt gibt. Er ist überzeugt, dass Christsein und Sozialismus kein Widerspruch sein müssen. In seinem Buch „Nie den Glauben verlieren“, das er gemeinsam mit Nina Brunetto geschrieben hat, wirbt er für Mitmenschlichkeit und Solidarität. Religion ist für ihn mehr als Moral: Sie kann Hoffnung schenken und als Wächterin der Demokratie Freiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.https://www.droemer-knaur.de/buch/bodo-ramelow-nina-brunetto-nie-den-glauben-verlieren-9783963403750
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    13 min
  • Eva Menasse über ihren Roman "Alleinruhelage"
    Oct 12 2026
    „Wir dürfen uns nicht vom Überfluss der Probleme fertig machen lassen“, sagt Eva Menasse im DOMRADIO.DE Interview. In ihrem neuen Roman Alleinruhelage erzählt die Autorin von Liebe und Verlust, von Erinnerungen und Abschied. Die Ich-Erzählerin verkauft ihr Haus in der ostdeutschen Provinz. Damit lässt sie zwanzig Jahre ihres Lebens hinter sich – und begegnet noch einmal dem Glück und den Schmerzen, die sie mit diesem Ort verbindet.Doch Menasses Roman blickt weit über die privaten Abschiede hinaus. In dem Roman geht es auch um die Folgen der deutschen Wiedervereinigung und die unterschiedlichen Erfahrungen in Ost und West. Menasse erzählt von gesellschaftlichen Konflikten, die lange zu wenig Beachtung fanden. Zudem spielt der Roman in einer Zeit großer Herausforderungen. Da spiegelt sich der Klimawandel in der Natur, die das Haus umgibt. Bedrohlich sind auch das Erstarken rechter Kräfte und internationale Krisen.Bei aller Sorge um die Zukunft bleibt Eva Menasse zuversichtlich. Sie warnt vor apokalyptischem Denken, das Menschen lähmt, statt sie zum Handeln zu bewegen. Denn Veränderungen sind möglich, wie etwa das Verbot ozonschädigender FCKW gezeigt hat. Entscheidend ist, nicht zu resignieren, sondern politische Verantwortung zu übernehmen und konkrete Schritte zu gehen. Wir müssen nicht allein die Welt retten, aber wir können jeden Tag etwas tun. Menasses Botschaft: Das Leben bringt Verluste mit sich, doch solange wir leben, bleibt die Möglichkeit, dass sich etwas zum Guten wendet.
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    16 min
  • Constantin Lieb über seinen Kirchner Roman "Wildboden"
    Oct 2 2026
    In seinem Roman "Wildboden" schreibt Constantin Lieb über die Lebens- und Liebesbeziehung des Malers Ernst Ludwig Kirchner mit Erna Schilling. 1936 zogen die beiden ins Wildbodenhaus in der Nähe von Davos. "Die Welt befand sich in einer nicht zu übersehenden Schieflage, und so war auch sein Zustand scheinbar hoffnungslos und wankelmütig geworden", schreibt Lieb. 1937 organisieren die Nationalsozialisten die Ausstellung: Entartete Kunst in München: "Entartet. Zur Schau gestellt und verhöhnt. Sie bespucken uns", so erlebt Kirchner das und weiter heißt es in dem Roman: "Wenn ihnen das so leicht und widerstandslos gelang, was würde noch geschehen?" Im DOMRADIO.DE Interview erzählt der Autor, warum ihn die Geschichte des außergewöhnlichen Paares in schweren Zeiten so fasziniert. Constantin Lieb / "Wildboden" / Verlag Suhrkamp/Insel / 240 Seiten / 25 Eurohttps://www.suhrkamp.de/buch/constantin-lieb-wildboden-t-9783458646273
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    18 min
  • Shida Bazyar schreibt in "Die Lücken" über ein Gaumusterdorf
    Sep 12 2026
    Hermeskeil im Hunsrück war in der Nazi-Zeit ein Gaumusterdorf und eines der ersten Dörfer, die sich damals als "judenfrei" rühmten. Die Autorin Shida Bazyar, deren Eltern aus dem Iran fliehen mussten, ist in Hermeskeil aufgewachsen. Viele Jahrzehnte hat der Ort seine Vergangenheit verdrängt und verschwiegen. Jetzt erzählt Bazyar die Geschichte von Hermeskeil. In ihrem Roman "Die Lücken" heißt Hermeskeil Heimesbach. Der Roman stellt die großen Fragen: Wie war es möglich? Wer hat damals mitgemacht und warum? Und wie können wir verhindern, dass so etwas noch einmal passiert? Der Roman ist gerade jetzt brandaktuell – in Zeiten, in denen völkischer Nationalismus wieder populär zu werden scheint. Shida Bazyar / „Die Lücken“ / Verlag Kiepenheuer & Witsch / 500 Seiten / 25 Eurohttps://www.kiwi-verlag.de/buch/shida-bazyar-die-luecken-9783462005011
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    19 min
  • Elke Heidenreich schreibt Liebesbekenntnisse zu Schriftstellern
    Sep 11 2026
    "Die Gedichte von Gottfried Benn haben mich aus meinem Kinderschlaf aufgerüttelt und erwachsen gemacht. Ich habe erfahren, dass die Dichter mit ihren Worten einem ein rettendes Geländer bieten, wenn man nicht weiß, wo es weitergeht, denn Dichter können in Worte fassen, was wir alle erleben Schmerz, Kummer, Trauer, Verlust. Uns sind die Worte nicht so gegeben, das zu beschreiben aber Dichter können das - und dann fühlt man sich plötzlich verstanden und das hat mir immer geholfen, das jemand weiß, was Einsamkeit ist. Ich dachte, das wüsste nur ich, jetzt weiß das auch jemand anderes und kann es ausdrücken und das hilft, das tröstet", sagt Elke Heidenreich im DOMRADIO.DE Interview. Literatur öffnet für die Autorin und Literaturkritikerin die Welt, bildet Empathie und hilft, das Leben und seine Zusammenhänge zu begreifen. Sie vermittelt Wissen, Orientierung und geistige Entwicklung. Deshalb empfindet Heidenreich große Dankbarkeit gegenüber den Autorinnen und Autoren, die sie geprägt haben. Ihre Botschaft ist eindeutig: Man sollte nicht aufhören zu lesen, denn Literatur kann helfen, „durchzuhalten“ und die Welt mit größerer Offenheit zu sehen.https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/elke-heidenreich-ach-eine-fanfare-9783446288348-t-6065
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    17 min
  • Alexandra-Maria Pipos spricht über ihren Roman "Gib mir alles"
    Sep 7 2026
    In ihrem Roman „Gib mir alles“ läßt die Autorin Alexandra-Maria Pipos zwei Welten, zwei Kulturen aufeinandertreffen. Da ist die alte Welt, die katholische Welt, die rumänische Welt der in Rumänien geborenen Romanheldin Ioana und dann die Welt der New-Economy, der Agenturen, des Consulting-Managements. Ioana erkennt schmerzhaft die Grenzen dieser Welten, der alten und der neuen Welt. „Niemand ist hier frei. Niemand kommt hier raus. Ich starre weiter auf das Holzkreuz und suche nach Antworten zum Abschied“, denkt Ioana in dem Roman, eine Suche, die auch beim Leser lange nachhallt und die uns fragen läßt, wo stehen wir selbst, was ist für uns Heimat, Herkunft, Identität? Im DOMRADIO.DE Interview erzählt Alexandra-Maria Pipos auch, welche Rolle katholische Ikonen in ihrem Buch spielen.„Gib mir alles“ / Alexandra-Maria Pipos / Kiepenheuer & Witsch / 270 Seiten / 23 Eurohttps://www.kiwi-verlag.de/buch/alexandra-maria-pipos-gib-mir-alles-9783462012811
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    14 min
  • Milad Karimi schwärmt von der Schönheit des christlichen Glaubens
    Sep 4 2026
    Ein Zitat aus dem Buch von Ahmad Milad Karimi "Die Schönheit des Christentums / eine muslimische Liebeserklärung". „Meine Liebeserklärung beginnt mit einer Haltung. Mit dem Versuch, vor dem Fremden zu bleiben. In einer Aufmerksamkeit, die sich anrühren läßt, und in einer Offenheit, die das Eigene nicht preisgibt“. Professor Karimi hat ein ungewöhnliches, äußerst lesenswertes Buch geschrieben. Im DOMRADIO.DE Interview erzählt er, warum er als Muslim eine Liebeserklärung an das Christentum geschrieben hat und warum wir uns viel mehr von unserem Glauben erschüttern lassen sollten. Ahmad Milad Karimi / "Die Schönheit des Christentums. Eine muslimische Liebeserklärung" / Patmos Verlag / 110 Seiten / 12 Euro.
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    11 min