Unter Druck
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Manchmal kommen wir in Situationen, denen wir uns nicht gewachsen fühlen. Wir sehen keinen Ausweg oder andere wollen etwas von uns, dass wir nicht geben können oder möchten. Wir fühlen uns angegriffen oder überfordert.
Was machen wir, wenn die Stimmung aufgeheizt ist? Wenn wir glauben, dass uns sowieso keiner mehr zuhört oder uns das Herz bis zum Hals schlägt.
Mir fällt die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin ein, die in Johannes, Kapitel 8 steht.
Jesus war im Tempel und das Volk kam zu ihm und er lehrte sie. Eine schöne, eine entspannte Situation. Und dann ändert sich die Szene komplett. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer bringen eine Frau, die man beim Ehebruch ertappt hat und stellen sie in die Mitte, präsentieren sie und konfrontieren Jesus mit Fragen: Mose hat geboten, solche Frauen zu steinigen, also ohne weitere Verzögerung zu töten. Was sagst Du?
In der Bibel steht auch, dass sie das sagten, damit sie etwas hätten, um ihn zu verklagen. Es geht also nicht um die Sache. Es geht auch nicht um die Frau. Sie ist nur Mittel zum Zweck. Ihre Geschichte soll dazu dienen, Jesus eine Falle zu stellen.
Ich kann spüren, wie die Stimmung kippt. Wie aus einer Lehrstunde eine todesbedrohliche Situation entsteht, wie viel Druck aufgebaut ist.
Und Jesus bückt sich nieder und schreibt mit dem Finger auf die Erde.
Wie kann mir dieses Beispiel helfen, wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle?
Ich muss nicht direkt reagieren. Ich muss die Sache auch nicht sofort lösen. Jesus zieht die Aufmerksamkeit weg von der Frau und nimmt sich die Zeit etwas völlig anderes, verspielt und nutzlos wirkendes zu tun.
Ich kann in meinem Kopf auch Jesus in den Fokus stellen. Atmen wir durch, wiederholen wir im Kopf eine Zusage Gottes, die uns einfällt. Übergeben wir im Gebet die Situation an Jesus. Wenn es möglich ist, schreiben wir den Zuspruch, der uns einfällt auf ein Blatt Papier. Oder wir malen den Liedvers, der uns ermutigen kann mit dem Finger auf unser Hosenbein.
Die Pharisäer und Schriftgelehrten in der Bibel geben nicht so schnell auf. Auch das werden wir erleben. Aber wir können durch den Fokus auf Jesus wieder freier atmen und wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geist uns unterstützt. Durch Ruhe, durch innere Gelassenheit oder auch durch die Wahl der richtigen Worte.
Jesus antwortet den Herausforderern schließlich: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Jesus gelingt es, mit diesem Satz weder selbst zum Angriffspunkt zu werden noch die Frau ungeschützt auszuliefern.
Ich bin mir bewusst, dass wir nicht in jeder Situation eine solche weise, schnelle und wunderbare Lösung erhalten werden. Aber wir haben immer die Chance den Druck herauszunehmen und uns an Gott auszurichten, nicht an unserer Schwachheit.
Eine gesegnete Woche wünscht Christine Sommer