Épisodes

  • Change bei Fluchttieren: Was Führungskräfte von Wildpferden lernen können
    Apr 24 2026
    „In unsicheren Zeiten gewinnt nicht die lauteste Führung, sondern die vertrauenswürdigste.“ Was haben Wildpferde mit moderner Führung zu tun? Mehr, als man denkt. Beat Schori bringt eine Perspektive mit, die hängen bleibt: Change aus Sicht eines Fluchttiers. „Warum Pferde?“ – weil sie uns schonungslos zeigen, was in Teams oft fehlt: „Diese echte Verbundenheit … die Sicherheit gibt, klare Regeln, klare Kommunikation.“ Gemeinsam mit Thomas Piskor geht er der Frage nach, warum ein „Raubtier auf einem Fluchttier“ (aka Mensch auf Pferd) überhaupt funktioniert – und was das über Vertrauen in Organisationen verrät. Denn: „Pferde lügen nicht“ und „Vertrauen ist für mich so ein bisschen der Leimstoff für diese echte Verbundenheit.“ Klingt simpel, ist es aber nicht. Es geht um Nähe statt Hierarchie, Präsenz statt Ablenkung und die vielleicht unangenehmste Frage überhaupt: „Gehört die Führungskraft eigentlich zum Team – oder nicht?“ Während Pferdeherden das klar beantworten („Da geht nicht irgendwie die Leitstute abends raus…“), ringen wir in Unternehmen oft noch damit. Und dann wird’s praktisch: „Ich mach kein Meeting mehr ohne Check-in.“ Warum? Weil echte Verbindung nicht im Organigramm entsteht, sondern im Alltag. Im Zuhören. Im Erinnern. Im Dasein. Oder wie Beat sagt: „Es ist erstaunlich, was das mit Menschen macht.“
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    33 min
  • Vom Kindheitstraum zur Mission: Wie Claudia Kessler die erste deutsche Astronautin ins All bringen wollte
    Apr 10 2026
    „Wenn jemand sagt, das ist unmöglich, dann denke ich: Lass es uns doch erstmal probieren.“ Mit genau dieser Haltung hat Claudia Kessler nicht nur ihre eigene Karriere geprägt, sondern gleich eine ganze Bewegung angestoßen: die Mission, die erste deutsche Frau ins All zu bringen. In dieser Folge spricht sie gemeinsam mit Caroline Zielke über Träume, Widerstände und die Kraft, Dinge einfach selbst in die Hand zu nehmen. „Ich war 4 Jahre alt, als ich die Mondlandung gesehen hab – und von da an war klar: Ich will Astronautin werden.“ Was nach Kindheitstraum klingt, wurde zu einem Lebensthema. Doch der Weg war alles andere als einfach: „Es gibt in Deutschland keine Frau, die als Astronautin geeignet ist.“ – ein Satz, den Claudia nicht akzeptieren konnte. Ihre Antwort? Handeln statt hadern. Wir tauchen ein in eine Reise voller Mut und Konsequenz: von über 400 Bewerberinnen bis zur finalen Auswahl, von politischem Gegenwind bis zu gesellschaftlichen Bias. „Ich hab einfach eine Stellenausschreibung veröffentlicht – wir suchen die erste deutsche Astronautin.“ Ein Satz, der Wellen geschlagen hat. Dabei wird klar: Es geht um mehr als Raumfahrt. Es geht um Durchhaltevermögen („Das kann locker mal 10 Jahre dauern“), um mentale Stärke und um die Frage, wie wir mit Grenzen umgehen – echten und eingebildeten. „Ein Nein ist für mich kein Nein, sondern nur die Bestätigung, dass ich den richtigen Weg noch nicht gefunden habe.“ Und am Ende bleibt eine Perspektive, die größer ist als jede Mission: „Wir sind alle Astronauten auf dem Planeten Erde.“
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    22 min
  • Der Ingenieur mit zwei Fragen – und wie er damit Teams verändert
    Mar 27 2026
    „Wer bin ich – und warum bin ich heute hier?“ Mit diesen zwei Fragen beginnt Dr. Ralf Heller weltweit Workshops mit Führungskräften bei Bosch – und schafft damit in wenigen Minuten etwas, woran viele Organisationen scheitern: Vertrauen, Verbundenheit und echte Zusammenarbeit. Im Gespräch mit Stefan Bald erzählt der promovierte Maschinenbauingenieur, warum gerade in technischen Organisationen Rituale, Haltung und menschliche Begegnung entscheidend sind. Denn Produktionssysteme bestehen nicht nur aus Maschinen – „es bleiben immer soziale Systeme.“ Eine Episode über Führung, Transformation und die überraschende Kraft von drei Minuten Aufmerksamkeit.
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    21 min
  • Change is personal: Transformation im Berufsbildungswerk
    Mar 13 2026
    Letztendlich geht es darum, aus jungen Menschen, aus Leistungsempfängern, Arbeitnehmer zu machen und sie darin zu unterstützen, ein selbst bestimmtes Leben zu führen.“ – deutlicher kann man den gesellschaftlichen Auftrag eines Berufsbildungswerks kaum formulieren. In dieser Folge sprechen Viola Ploski und Jörg Trabold darüber, wie das SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd Ausbildung neu denkt. Mit dem CORE-Prinzip – „Handlungskompetenz durch das Zusammenwirken von Selbst-, Methoden-, Sozial- und Fachkompetenz“ – entstehen „in sich geschlossene Blöcke von 5 Wochen“, in denen Azubis genau wissen, „was sie in den nächsten 5 Wochen erwartet“. Theorie und Praxis? Kein Nebeneinander mehr. „Der Azubi erfährt ganz praktisch, dass da was zusammengehört.“ Möglich macht das unter anderem die feste „CORE Time – jeden Mittwoch von 7:30 bis 9:00 Uhr“. Eine Episode über Inklusion, klare Zielbilder und die Erkenntnis: „Change ist personal.“
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    28 min
  • Projektleitung & PMO: Das unsichtbare Erfolgsduo jeder Transformation
    Feb 27 2026
    „Ein Projektleiter ist nix ohne ein gutes P.M.O.“ Deutlicher kann man es nicht sagen. In dieser Folge sprechen Caroline Zielke (Projektleiterin) und Denise Kost (Consultant & PMO) darüber, was große Transformationsprojekte wirklich zusammenhält – und warum „unfassbar viel Dynamik“ nur mit klarer Orientierung beherrschbar ist. Denn Projektleitung heißt nicht nur planen. Die Hauptaufgabe? „Stakeholder Management – intern wie extern.“ Es geht darum, Risiken zu erkennen, „Meinungsmacher, die aus dem Nichts kommen“, einzubinden und Akzeptanz zu schaffen – „weil am Ende immer eine Veränderung steht.“ Und das PMO? „Da laufen alle Fäden zusammen.“ Es ist „die Spinne im Netz“, das „Rückgrat der Projektleitung“ und im Idealfall die Person, die „für jede deiner Fragen irgendwo ’ne Antwort“ hat.
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    27 min
  • Lean Management oder Prozessoptimierung oder …? Strategische Klarheit statt Methodenverwirrung
    Feb 13 2026
    Lean, agil oder Six Sigma – klingt nach Methoden-Bingo, ist aber in Wahrheit eine Frage von Haltung, Reifegrad und echtem Bedarf. Katharina Geistmann und Michael Habighorst räumen gründlich auf mit Buzzwords und Missverständnissen rund um Prozessoptimierung, Lean Management, Agilität und Six Sigma. Denn wie oft heißt es: „Wir wollen Lean einführen“ – und eigentlich ist gemeint: „Unsere Prozesse laufen nicht rund.“ Genau da setzen die beiden an. Sie erklären, warum Prozessoptimierung oft das ist, was Unternehmen wirklich brauchen und weshalb „Lean eine Management-Philosophie ist und keine Methodensammlung“. Es geht um Wertströme statt Silodenken, um Kundennutzen statt Excel-Erfolge und um die unbequeme Wahrheit, dass „ein Prozess keine Probleme lösen kann – das können nur Menschen“. Agilität wird eingeordnet, Six Sigma entmystifiziert und klar gesagt, warum „Kanonen auf Spatzen“ selten die beste Idee sind.
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    26 min
  • Ein Konflikt ist kein Problem – er ist ein unerfülltes Bedürfnis
    Jan 30 2026
    „Ein Konflikt ist kein Problem – er ist ein unerfülltes Bedürfnis.“ Mit diesem Satz bringt Iris Pfafferott auf den Punkt, warum so viele Teams aneinander vorbeiarbeiten – und was es braucht, um echte Teamstärke zu entwickeln. In dieser Folge nehmen Iris und Viola Ploski das Modell der 5 Dysfunktionen eines Teams von Patrick Lencioni unter die Lupe – ein Modell, das sie beide regelmäßig in ihrer Praxis einsetzen: „Es hat eine Klarheit und Einfachheit, die schwierige Themen wie Vertrauen, Verantwortung und Eitelkeiten besprechbar macht.“ Im Gespräch zeigen die beiden, wie aus Dysfunktionen funktionierende Teamprinzipien entstehen – etwa wenn fehlendes Vertrauen durch Offenheit ersetzt wird oder Konflikte endlich als Chance begriffen werden. Denn: „Ringen um die beste Lösung ist kein Streit – es ist Teamarbeit.“ Mit Beispielen aus echten Workshops und persönlichen Erfahrungen wird klar: Die fünf Ebenen des Modells sind keine Theorie, sondern echte Werkzeuge für mehr Klarheit, Wirksamkeit und Miteinander im Team.
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    23 min
  • Warum Verantwortung nur dort entsteht, wo Mitentscheidung möglich ist
    Jan 16 2026
    „Verantwortung übernimmt kein Mensch für Dinge, die er nicht selbst mitentschieden hat.“ Was macht Teams wirklich leistungsfähig? Nicht Strukturen oder Prozesse, sondern das Gefühl von Selbstwirksamkeit. In dieser Episode sprechen Viola Ploski und Stefan Bald darüber, warum viele Teams in Wahrheit nur Arbeitsgruppen sind – und was es braucht, damit echte Teamperformance entsteht. Im Mittelpunkt steht ein klares Menschenbild: Organisationen sind soziale Systeme. Veränderung gelingt dort, wo Menschen sich wirksam erleben, Verantwortung übernehmen und gemeinsam ein Ziel verfolgen. Anhand der Analogie eines Sinfonieorchesters zeigen die beiden, welche Rolle Führung in selbstwirksamen Teams spielt – nicht als erste Geige, sondern als Gestalterin von Raum, Orientierung und Zusammenspiel.
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    20 min