Épisodes

  • #58 Die Frauen der Genies: Constanze Mozart & Katia Mann
    Mar 1 2026
    Was, wenn wir Geschichte jahrhundertelang aus einer Perspektive erzählt haben, die Zusammenarbeit unsichtbar macht? In diesem Podcast spreche ich über Constanze Mozart und Katia Mann. Zwei Frauen im jeweiligen Schatten des Genies. • Warum erzählen wir kulturelle Größe so gern als Einzelleistung? • Warum fällt es uns schwer, anzuerkennen, dass schöpferische Prozesse Beziehung brauchen? Vielleicht, weil Zusammenarbeit weniger heroisch wirkt?! Doch wenn wir genauer hinsehen, entsteht Kultur fast immer im Plural. Vielleicht ist es kein Zufall, dass wir uns so gern an Genies erinnern. Es beruhigt uns zu glauben, dass außergewöhnliche Leistungen aus außergewöhnlichen einzelnen Menschen entstehen. Doch wenn wir genauer hinschauen, entdecken wir etwas anderes. Die Partner, die den Rücken freihalten & stärken. Die Freunde, die Zweifel aushalten und stützen. Die Kollegen, die Strukturen schaffen und Orientierungshilfe anbieten. Die Eltern, die Möglichkeiten eröffnen und Wege bereiten. Die Menschen, die eben bleiben, wenn Projekte scheitern oder Lebensentwürfe ins Wanken geraten. Vielleicht besteht menschliche Größe nicht nur darin, etwas Einzigartiges zu erschaffen. Vielleicht besteht menschliche Größe eben darin, einem anderen Menschen zu ermöglichen, etwas zu tun, etwas zu bewirken. So dass wir nicht fragen: „Was bleibt von mir?“ Sondern, dass wir fragen: „Was kann durch mich bleiben?“ Vielleicht ist das eine der unterschätztesten Fragen unserer Zeit. Denn auch unser eigenes Leben besteht aus Beziehungen, aus gegenseitigem Tragen, aus unsichtbarer Zusammenarbeit, ja aus Kollaboration. Wenn dieser Podcast eine Einladung sein darf, dann vielleicht diese: Beim nächsten großen Werk, beim nächsten berühmten Namen, beim nächsten bewunderten Lebenslauf einen Moment länger innezuhalten …hinzusehen. Und zu fragen: • Wer hat hier eigentlich mitgewirkt? • Wer hat gehalten? • Wer hat geglaubt? • Wer ist geblieben? Denn manchmal steht wahre Bedeutung nicht im Licht. Sondern genau dort, wo jemand still dafür sorgt, dass das Licht überhaupt brennen kann. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
    Afficher plus Afficher moins
    41 min
  • #57 Podcast mit KI? Unser Podcast ist ein Konzentrat der Menschlichkeit!
    Feb 25 2026
    Unser Podcast ist ein Konzentrat der Menschlichkeit! Heute ein eher sehr persönlicher Podcast zu mir und zu unserem Podcast „Töne & Temperamente – das wohltherapierte Klavier“ Warum? Weil gestern etwas passierte, das mich ins tiefere Nachdenken brachte und mir auch eine etwas unruhige Nacht bescherte. Was war geschehen? Ich wurde gestern gefragt, ob ich unseren Podcast von einer KI einsprechen lasse! Uff, das saß! Ja, diese Frage war zunächst schwer verdaulich und schließlich fühlte sie sich für mich wie ein Stich an, ein Stich der tief ging. Doch warum oder sollte ich fragen, wozu beschäftigt mich diese simple und vielleicht auch ehr unbedachte, schnell geäußerte …. auf jeden Fall ehr empathiebefreite Frage so sehr? Meine schnelle und sehr direkte Antwort darauf: Weil ich sehr viel Herz, Zeit und Liebe in unsere Podcast-Folgen stecke und KI mir diesbezüglich NIE in den Sinn gekommen wäre. Eben weil es uns auch um Liebe, auf jeden Fall um Musik-Vermitteln geht. Das Vermitteln von Musik, Philosophie und Psychologie und das (zumindest nach meiner Sicht und nach meinem Verständnis) kann KI nicht in der Tiefe, die wir Menschen anstreben. Vielleicht sollte ich sagen, das kann KI NOCH nicht. Doch eines kann ich mit Gewissheit sagen, sobald es KI kann, werde ich keine Podcasts mehr erstellen. Warum? Weil ich den Zuhörenden keine Mogelpackung anbieten möchte! Aber vor allem, weil ICH /weil WIR als Menschen wirken möchten. Denn unser Podcast stellt ein Konzentrat der Menschlichkeit dar, da er von und für Menschen erdacht, gespielt und erstellt wird. Für Andreas und mich gilt! Podcast mit KI? Bei uns nicht! À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
    Afficher plus Afficher moins
    20 min
  • #56 Rilke - Ein Leben zwischen Poesie, Existenz & Musik
    Feb 23 2026
    Mit unserem Podcast laden wir Sie in die Gedankenwelt von Rainer Maria Rilke ein. Einem Dichter, der wie kaum ein anderer die existenziellen Fragen des Menschseins in Sprache verwandelt hat. Zwischen Sehnsucht und Stille, zwischen Liebe, Tod und innerer Wandlung entfaltet sich Rilkes Leben als eine Reise zur eigenen Existenz. Wer war Rilke? Wie war Rilke? Wie begegnete er dem & seinem Leben und der Liebe? Der Podcast verbindet biografische Einblicke mit kurzen Bezügen zu 3 der bekanntesten Gedichte Rilkes: „Herbststage“ „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ „Der Panther“ Begleitet wird diese Reise von der Klaviersonate „Von der Straße“ von Leoš Janáček. Ihre eindringliche Klangwelt schafft einen Raum, in dem Rilkes Worte nachhallen und sich entfalten können. Und im Podcast erzählen wir auch von Rilkes Liebe zur Musik, besonders zu Mozart und wie sein Werk zu einem zentralen Bezugspunkt für die Existenzphilosophie des 20. Jahrhunderts wurde. Dieser Podcast lädt Sie ein, innezuhalten, genau hinzuhören und vielleicht einen neuen Zugang auch zu sich selbst zu finden. Wenn Sie Literatur schätzen, philosophische Tiefe suchen und sich von Sprache und Musik berühren lassen möchten, dann ist dieser Podcast eine Einladung an Sie. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
    Afficher plus Afficher moins
    41 min
  • #55 "T&T für Eilige": Zum Abschied von Helmuth Rilling
    Feb 14 2026
    Zum Abschied von Helmuth Rilling Es gibt Musiker, die beeindrucken durch Virtuosität, andere durch Charisma. Und dann gibt es jene, die durch eine Haltung wirken, durch eine lebenslange Treue zu einer Idee von Musik. Helmuth Rilling war ein solcher Mensch. Am 11. Februar 2026 ist Helmuth Rilling verstorben. Und mit ihm eine Stimme, die über Jahrzehnte hinweg die geistliche Musik Johann Sebastian Bachs, aber auch die Werke vieler anderer Komponisten, in die Welt getragen hat. Klar, glühend, präzise und zugleich zutiefst menschlich. Gute Reise, lieber Helmuth Rilling … Und vielleicht ist das das Schönste, was man über einen Musiker sagen kann: Dass seine Arbeit nicht endet, wenn er geht …sondern weiterklingt. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
    Afficher plus Afficher moins
    12 min
  • #54 "T&T für Eilige": Prosit Neujahr - Neujahrskonzert 2026 der Wiener Philharmoniker
    Jan 1 2026
    Das neue Jahr mit den Wiener Philharmonikern zu beginnen ist bei vielen Menschen Tradition. Denn der Start ins neue Jahr will gut überlegt sein. Und in diesem Jahr überzeugte die Übertragung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker aus dem Goldenen Saal des Musikvereins in Wien rundum. Zum ersten Mal stand der junge kanadische Dirigent Yannick Nezet-Seguin am Pult der Wiener - grandios. Nezet-Seguin sowie die Philharmoniker setzten auf Neuerungen, die bis weit ins 20. Jahrhundert hineinführten und auch Kompositionen von Komponistinnen standen auf dem Programm. Der Zugaben-Teil überraschte mit einem Dirigenten, der den „Radetzky-Marsch“ aus dem Mittelgang im Parkett dirigierte. Er tauchte ab ins Publikum und dirigiert das Klatschen zur Musik hautnah und damit auf eine ganz besondere, ansprechende und charmante Nähe & Weise. Bisher einzigartig! Die Idee zum Podcast entstand spontan - sehr spontan - da uns das diesjährige Neujahrskonzert ansprach, überzeugte und sehr berührte. Wir, d.h. Andreas und ich wünsche Ihnen PROSIT NEUJAHR und für 2026 Gesundheit, Zuversicht & Liebe. Sie wollen mehr hören? Auch zu unseren Programm-Ideen für das Jahr 2026? Na, dann ab in den Podcast ...😉 À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
    Afficher plus Afficher moins
    9 min
  • #53 "T&T für Eilige": Zwischen Revolution & Romantik - Schumanns Toccata C-Dur Op. 7
    Dec 22 2025
    Stellen Sie sich vor, Sie sind 20 Jahre alt, voller Träume, voller Energie und Sie setzen sich ans Klavier, um ein Stück zu schreiben, das alles kann: funkeln, toben, verzweifeln und triumphieren. Genau das tat Robert Schumann im Jahr 1830. Und das Ergebnis? Die Toccata C-Dur op. 7, ein Werk, das wie ein musikalisches Tagebuch seiner Jugend klingt: wild, poetisch und voller Überraschungen. Heute tauchen wir ein in dieses Meisterwerk und in die Welt des jungen Robert Schumann, der mit dieser Toccata nicht nur seine Fingerfertigkeit, sondern auch seine Seele auf die Tasten bannt. Ich habe mich für diesen Podcast dazu entschieden, erst das Werk und Schumanns-Leben rund um das Werk kurz vorzustellen und Ihnen, liebe Zuhörende, die Toccata in voller Länge (sie dauert ca. 6 ½ Minuten), im Anschluss an meine Worte zum Hörgenuss anzubieten. Das Jahr 1830 ist kein gewöhnliches Jahr ... es ist das Jahr der Juli-Revolution in Frankreich. Die Menschen gehen auf die Barrikaden, kämpfen für Freiheit und gegen die Restauration der alten Monarchien. Die Wellen schlagen bis nach Deutschland: Studentenverbände wie die "Burschenschaften" fordern Einheit und Demokratie, die Zensur wird strenger, die Stimmung ist elektrisch. Schumann, der in Heidelberg Jura studiert, ist mittendrin. Er liest die Schriften der jungen deutschen Dichter, hört die Geschichten von den Aufständen in Paris und spürt: Die Welt verändert sich. Und er will Teil davon sein. Doch Schumanns Revolution ist eine stille: Er setzt sich ans Klavier. Die Toccata wird zu seinem musikalischen Aufstand gegen die Konventionen, gegen die Erwartungen seiner Familie, gegen die Enge der bürgerlichen Welt. Die rasanten Läufe, die plötzlichen Stürme im Stück ... das ist nicht nur Virtuosität, das ist der Klang einer Generation, die nicht mehr warten will. Sie wollen mehr wissen und die Toccata hören? Na dann!!! Ab in den Podcast ... wir freuen uns auf Sie. 😉 Herzlichts & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
    Afficher plus Afficher moins
    14 min
  • #52 "T&T für Eilige": A Charlie Brown Christmas
    Dec 20 2025
    Kennen Sie das Gefühl, wenn Weihnachten eigentlich bald da ist, Sie aber noch gar nicht so richtig in der Weihnachtszeit und -Stimmung angekommen sind? Genau darum kommt unser Podcast zur rechten Zeit … Töne & Temperamente für Eilige Nr. 52: wo Jazz auf Weihnachten trifft und Nostalgie auf Swing! Denn kennen Sie das Geheimnis hinter dem berühmtesten Weihnachtsalbum aller Zeiten? Nein, es ist nicht Bing Crosby, Frank Sinatra oder Mariah Carey. Und auch nicht Weihnachtsmusik wie „Last Christmas“ oder „Feliz Navidad“. Es ist das Vince Guaraldi Trio mit „A Charlie Brown Christmas“. Der vielleicht schönsten Weihnachtsmusik, die je komponiert wurde … Also, wenn Sie dieses Jahr wieder mal in der Weihnachtsstressfalle stecken, zwischen Geschenke kaufen, Plätzchen backen und Verwandte bespaßen, dann nehmen Sie sich 35 Minuten Zeit, setzen Sie sich hin und lauschen in „A Charlie Brown Christmas“ hinein. Am besten mit einer Tasse heißer Schokolade, das Lächeln im Gesicht kommt bei uns dann stets von selbst. Denn manchmal braucht es nicht mehr als ein paar Klavierklänge, um uns daran zu erinnern, was Weihnachten wirklich ausmacht: Zusammensein, Wärme und die Gewissheit, dass selbst der größte Verlierer wie Charlie Brown am Ende nicht allein ist. Doch hören Sie mehr im Podcast … Schöne Weihnachten & à bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
    Afficher plus Afficher moins
    18 min
  • #51 Eine wörtliche Zeitreise in Bachs Weihnachtsoratorium
    Nov 21 2025
    Eine wörtliche Zeitreise in Bachs Weihnachtsoratorium (BWV 248) Wenn wir heute an Weihnachten denken, stellen sich viele von uns automatisch eine sehr bestimmte Stimmung vor: warme Lichter, geschmückte Bäume, der Duft von Zimt und Vanille, vielleicht Schnee, vielleicht Familientrubel, definitiv aber ein paar freie Tage. Weihnachten fühlt sich für uns nach einer Mischung aus Entspannung, Ritual und auch ein wenig Kitsch an. Doch wenn wir uns zurückversetzen in das Jahr 1734, als Johann Sebastian Bach sein Weihnachtsoratorium präsentierte, treffen wir auf eine Welt, die zugleich vertraut und fremd wirkt. Das Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bachs, das kurz auch WO genannt wird, ist der ungebremste Renner in der Advents- und Weihnachtszeit. Sechs Kantaten, die die Geschichte von Jesu Geburt, von den Hirten auf den Feldern bis zur Ankunft der Weisen aus dem Morgenland erzählen. Und da die Adventszeit wieder vor der Tür steht, Johann Sebastian Bach immer wieder fasziniert und uns Menschen auch interessiert, dachte ich mir, dass ich in diesem Podcast Bach und sein WO vielleicht einmal anders … also mehr in einer „geschichtlichen Darstellung“ anbiete. Also eben weniger Noten & Musik, sondern mehr WORTE. Ich dachte dabei an die Geschichte des Werks, die Zeit Bachs und das Wirken beider bis in unsere heutige Adventszeit. Also lassen Sie sich überraschen und genießen Sie beim Zuhören vielleicht eine Tasse duftenden und wohltemperierten Tee, Glühwein oder Punsch … Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Zuhören und eine wohltemperierte Adventszeit. À bientôt Claudia & Andreas Lutschewitz
    Afficher plus Afficher moins
    35 min