Diese Folge ist wieder randvoll mit brisanten Themen, dass wir sie eigentlich mit einem Spanngurt sichern müssten. Jochen war bei den Podcast-Awards von Youtube und hat dort nicht nur berühmte Menschen getroffen, sondern auch vorzüglich gespeist. Anja erzählt von ihrem jüngsten Trash-TV-Salon im Deutschen Theater und berichtet vom absurden Looksmaxxing-Trend, bei dem sich bedenkliche Männer in Richtung „maskulinere Knochenstruktur“ optimieren – notfalls mit dem Hämmerchen.
Bevor sich unsere Hosts dann endgültig wieder tief in den Reality-Sumpf begeben, gibt’s einen ausführlichen Service-Block von Jochen: Empfehlungen von Bühne über Serien bis Musik, als kulturelles Gegenmittel, falls ihr merkt, dass euer inneres Gleichgewicht nach zu viel Trash-TV leise um Hilfe wimmert. Auch das Dschungelcamp wird noch einmal kurz final abgewickelt – das Nötigste zur Nachspiel-Show wird feste in Altpapier eingeschlagen und in die Verwertungsanstalt getragen. Deckel drauf, jetzt ist’s dann wirklich gut.
Außerdem: Anja räumt ein paar Missverständnisse rund um die Idee, eine Reality-TV-Akademie als Fernsehformat zu bauen, aus dem Weg, und teilt ihre Gedanken zur designierten Rektorin Désirée Nick, die leider schon vor Akademie-Eröffnung öffentlich ein wenig die Contenance verloren hat.
Dann geht es ans Kerngeschäft: Jochen und Anja sprechen über die Netflix-Doku „Reality Check: Inside America’s Next Top Model“ und arbeiten sich service-mäßig durch die größten Aufreger der dreiteiligen Produktion. Sie diskutieren die Frage, warum diese Doku beim Zuschauen auf so vielen Ebenen Störgefühle auslöst: Zuerst natürlich wegen der oft extrem problematischen Produktionsentscheidungen, aber auch wegen des Elefanten im Raum: Tyra Banks stellt eine 25. Staffel in Aussicht. Ist das hier echte Aufarbeitung? Oder eher Alibi-Reue, damit man anschließend wieder halbwegs frisch lackiert einfach weitermachen kann?
Sendepause Fehlanzeige ist ein Podcast von Ooohnscha und SchohSchoh
Produktion und Hosts: Anja Rützel und Jochen Schropp
Schnitt: Anne Kanzler
Cover: Miguel Martin und Markus Gisin
Jingle: Herwig Zamernik
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