In dieser zweiten Episode von Serious Mindset geht es um Deutschlands NS-Geschichte – und was sie mit Gehirnen macht, die sie nie selbst erlebt haben. Warum reagieren Menschen auf dieselbe historische Last so unterschiedlich? Warum fordern manche einen Schlussstrich, während andere sich in kollektiver Schuld verlieren? Die Antwort liegt tiefer, als wir denken: in der Amygdala, in epigenetischen Veränderungen über Generationen – und in der Art, wie Nationalstolz und Schuld im Gehirn verarbeitet werden. Wir schauen, was die Neurowissenschaft dazu sagt, welche gesellschaftlichen Muster daraus entstehen – und welche evidenzbasierten Werkzeuge helfen, diesen Kreislauf zu durchbrechen, bis hin zu konkreten Alltagstools, die für jeden funktionieren.
Aus der Forschung, die dieser Episode zugrunde liegt:
— Rachel Yehudas FKBP5-Studie an Holocaust-Überlebenden und ihren Nachkommen – epigenetisches Gedächtnis des Traumas (Biological Psychiatry, 2016)
— Isabelle Mansuys transgenerationale Traumaforschung an der ETH Zürich – Übersicht über die Forschungsarbeiten und Methoden
— Mansuy Lab: Transgenerationale Weitergabe von Trauma-Effekten bis zur 4. Generation im Mausmodell (Environmental Epigenetics, 2018)
— Kazarovytska & Imhoff 2022: Kollektiver Narzissmus als stärkster Prädiktor für Schlussstrich-Forderungen – drei Studien, N = 1.383 (European Journal of Social Psychology)
— Harald Welzer: „Opa war kein Nazi" – Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis (Fischer Verlag, 2002)
Produziert von Deuxmille. Recherche und Skriptentwicklung mit Unterstützung von KI.