Épisodes

  • Warum ist Grönland seit Jahrhunderten so begehrt?
    Jan 14 2026
    US-Präsident Donald Trump will Grönland übernehmen – und steht damit in einer historischen Tradition. Schon im 19. und 20. Jahrhundert gab es Überlegungen der USA, die eisige Insel zu kaufen. 1946 bot der US-Präsident Harry Truman sogar die stolze Summe von 100 Millionen Dollar in Gold. Dänemark, das Grönland seit dem 18. Jahrhundert als Kolonie verwaltete, winkte ab. Die Bevölkerung Grönlands, deren Vorfahren größtenteils vor Jahrtausenden aus Nordamerika eingewandert waren, hatte lange keinerlei Mitspracherecht. Wer sind die Grönländerinnen und Grönländer historisch betrachtet? Wie kam die Insel zu Dänemark? Und was machte die eisige und unwirtliche Insel durch die Jahrhunderte geopolitisch überhaupt interessant? Darüber sprechen David Rennert und Tanja Traxler in der aktuellen Folge des STANDARD-Podcasts Rätsel der Wissenschaft mit dem Historiker Marcus Gräser von der Universität Linz.
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    30 min
  • Replay: Wovon träumen Tiere?
    Dec 31 2025
    Können Tiere träumen? Wer mit Haustieren lebt, wird diese Frage wahrscheinlich mit Ja beantworten. Hunde, die im Schlaf wild japsen und die Pfoten bewegen oder Katzen, die schlafend auf der Couch scheinbar Mäuse fangen, erwecken jedenfalls den Anschein, intensiv zu träumen. Wissenschaftliche Nachweise für Träume bei Tieren zu erbringen, ist jedoch alles andere als einfach. Lange Zeit galt die Forschung dazu sogar als unwissenschaftlich oder irrelevant. In den vergangenen Jahren hat die tierische Traumforschung aber große Fortschritte gemacht. So zeigt sich etwa, dass die Schlafphasen zahlreicher Spezies denen von Menschen erstaunlich ähnlich sind. Am meisten und intensivsten träumen Menschen im sogenannten REM-Schlaf, in dem auch die Gehirnaktivität zunimmt. Inzwischen wurden REM-ähnliche Schlafphasen nicht nur bei vielen anderen Säugetieren entdeckt, sondern auch bei Vögeln, Fischen, Kraken und sogar bei Spinnen. Die Schlafphase allein beweist noch nicht, dass ein Tier auch tatsächlich träumt. Die Hirnforschung liefert aber immer mehr Hinweise darauf, was sich im tierischen Schlaf abspielt: Bei manchen Vögeln etwa gleicht die neuronale Aktivität im REM-Schlaf jener beim Fliegen oder Singen, bei Ratten sind wiederum dieselben Muster wie beim Lösen von Aufgaben im Wachzustand erkennbar. Träumen Vögel also vom Fliegen und Ratten von Labyrinthen? Durchleben Tiere auch Albträume? Und was hat es mit einem revolutionären Katzenexperiment aus den 1960er-Jahren auf sich, dass die Samtpfoten zu Schlafwandlern machte? Diesen Fragen gehen David Rennert und Tanja Traxler in der neuen Folge von "Rätsel der Wissenschaft" nach.
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    26 min
  • Warum konnte die Physikerin Marietta Blau in Österreich nie Karriere machen? | Inside Science
    Dec 17 2025
    Als 1937 von einem Hochgebirgsobservatorium nahe Innsbruck eine Serie unscheinbarer Fotoplatten zur Auswertung gebracht wird, ahnt noch niemand, dass damit ein neues Kapitel der Physik beginnt. Die Platten zeigen sternförmige Spuren – mehrere Teilchenbahnen, die von einem gemeinsamen Zentrum ausgehen. Es sind die ersten direkten Nachweise sogenannter "Zertrümmerungssterne": Kernreaktionen, ausgelöst durch hochenergetische Teilchen aus dem Weltraum. Das Experiment stammt von der Wiener Physikerin Marietta Blau. Gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Hertha Wambacher hat sie eine Methode perfektioniert, mit der Kernreaktionen erstmals direkt sichtbar werden. Diese fotografische Technik sollte zu einer Grundlage für die moderne Hochenergie- und Teilchenphysik werden. Doch während das Forschungsfeld regelrecht explodiert und schon wenige Jahre später neue Elementarteilchen entdeckt werden, wird Blau aus der Wissenschaft gedrängt – und weitgehend vergessen. In der ersten Folge von "Inside Science", einer Spezialausgabe des STANDARD-Podcasts "Rätsel der Wissenschaft", beleuchten David Rennert und Tanja Traxler das Leben von Marietta Blau und analysieren mit der Physikerin Francesca Ferlaino die Situation von Frauen in der Physik.
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    38 min
  • Wie verändern Gravitationswellen unser Bild vom Kosmos?
    Dec 3 2025
    Der 14. September 2015 ist in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen – auch wenn die Weltöffentlichkeit erst Monate später davon erfuhr. An diesem Tag registrierten die Detektoren des LIGO-Observatoriums in den USA ein Signal, das auf winzige Verzerrungen der Raumzeit hindeutete. Verursacht wurden diese Verzerrungen, wie sich später herausstellte, von einem atemberaubenden Phänomen: Es entstand durch die Verschmelzung zweier sehr massereicher schwarzer Löcher in rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Die Beobachtung war ein Meilenstein für die Wissenschaft: Es war die erste direkte Messung von Gravitationswellen, der erste direkte Nachweis verschmelzender Schwarzer Löcher und die Bestätigung einer zentralen Vorhersage in Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Dafür gab es nicht nur bald Nobelpreise, es war auch die Geburtsstunde der Gravitationswellenastronomie. Wie misst man Verformungen der Struktur von Raum und Zeit überhaupt? Und was können wir aus diesen Signalen über das Universum lernen? Darüber sprechen David Rennert und Tanja Traxler in der aktuellen Folge des STANDARD-Wissenschaftspodcasts "Rätsel der Wissenschaft".
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    30 min
  • Replay: Was passiert im Gehirn, wenn man stirbt?
    Nov 19 2025
    Was passiert, wenn wir sterben? So grundlegend diese Frage ist, so schwierig ist es, eindeutige Antworten darauf zu finden. Viele Faktoren beeinflussen, wie Menschen sterben und wie der Tod subjektiv erlebt wird. Diese Vorgänge wissenschaftlich zu erforschen ist aber alles andere als einfach. Physiologische Untersuchungen zum Vorgang des Todes bringen schwerwiegende ethische Fragen mit sich. Und Erfahrungsberichte von reanimierten Patienten liegen zwar zahlreich vor, stammen aber eben von Überlebenden. Wie aussagekräftig sind sie? In den vergangen Jahren konnte die Hirnforschung erstaunliche Einblicke in die neurologischen Prozesse des Todes gewinnen. So konnte die elektrochemische Entladungswelle, die das Gehirn Sterbender durchflutet, detailliert beobachtet werden. Dabei zeigte sich, dass dieser Vorgang, anders als lange angenommen, nicht unumkehrbar ist. Außerdem wiesen Forschende nach, dass die Hirnaktivität bei Sterbenden rapide ansteigen kann. Das könnte wiederum für Nahtoderfahrungen verantwortlich sein. Welche Funktionen haben diese Vorgänge? Sind Nahtoderfahrungen Teil eines neuronalen Notfallprogramms? Und was bedeutet das für die Reanimationsmedizin? Darüber sprechen David Rennert und Tanja Traxler mit dem Neurologen Jens Dreier (Charité Berlin) in der neuen Folge des STANDARD-Podcasts "Rätsel der Wissenschaft".
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    26 min
  • Was trieb die römische Weltwunderstadt Ephesos in den Untergang?
    Nov 5 2025
    Vor rund 2000 Jahren war Ephesos in der heutigen Türkei eine der wichtigsten Städte im Römischen Reich: Das Weltwunder Artemistempel lockte Pilger an, Gladiatoren kämpften im großen Theater, der Handel mit Öl und Wein florierte in der Küstenstadt. Heute liegen ihre Ruinen mehrere Kilometer vom Meer entfernt, im Gegensatz zu Rom wurde sie nicht von modernen Häusern überbaut. Ein Glück für die österreichische Archäologie, die hier seit 130 Jahren gräbt, aber auch ein Kuriosum. In der neuen Folge Episode des STANDARD-Podcasts "Rätsel der Wissenschaft" gehen David Rennert und Tanja Traxler gemeinsam mit Julia Sica den Gründen für Aufstieg und Niedergang der Stadt Ephesos nach. Grabungsleiter Martin Steskal vom Österreichischen Archäologischen Institut der Akademie der Wissenschaften erzählt vor Ort von Religion und Sklaverei im römischen Reich, wechselnden Businessmodellen der Metropole und der neuesten Entdeckung auf der populären Fundstätte.
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    23 min
  • Halloween-Special: Wer war Graf Dracula wirklich?
    Oct 22 2025
    Vor 300 Jahren erschütterte ein "Vampirfall" ein Dorf im Osten der Habsburgermonarchie – und bald ganz Europa. Das Wienerische Diarium, die spätere Wiener Zeitung, berichtete über die beunruhigenden Vorgänge in Kisiljevo: Ein verstorbener Bauer soll nach seinem Tod zahlreichen Dorfbewohnern erschienen sein und den Lebenden nachts das Blut ausgesaugt haben. Todesfälle häuften sich. Die Öffnung des Grabs brachte unerklärliche Phänomene ans Licht – und schon bald gab es neue Fälle. Die aktuelle Episode des STANDARD-Podcasts "Rätsel der Wissenschaft" folgt dem Aufstieg der Vampire von echten Gräbern und Seuchen bis nach Transsilvanien. Was steckt hinter dem Mythos Vampir, warum faszinieren die Blutsauger bis heute und wer war das historische Vorbild für Dracula? Diesen Fragen gehen David Rennert und Julia Sica mit Clemens Ruthner vom Trinity College Dublin nach.
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    23 min
  • Wie überleben Bärtierchen die extremen Bedingungen im All?
    Oct 8 2025
    Sie überleben enorme Hitze, extreme Kälte und können sogar ungeschützt die Bedingungen des Weltraums aushalten. Wenn es ungemütlich wird, pausieren sie einfach ihren Stoffwechsel und verbringen Jahre oder Jahrzehnte ohne Nahrung im Dornröschenschlaf. Bärtierchen sind die Superhelden der Tierwelt – kein anderes Tier ist derart resistent gegen Umweltstress. Die winzigen Tierchen, die kaum größer als ein Sandkorn sind und bei näherer Betrachtung tatsächlich ein wenig an pummelige, achtbeinige Bärchen erinnern, faszinieren Forschende seit Langem: Sie überdauern eisige Kälte, siedende Hitze, hohe Strahlendosen oder extreme Drücke. Experimente zeigen, dass die Winzlinge selbst nach mehreren Tagen ungeschützt im Weltraum wohlauf sind und gesunden Nachwuchs zeugen können. Aber wie ist das möglich? Welche physioligischen Tricks ermöglichen es den Bärtierchen, derartig extreme Bedingungen in ihren Resistenzstadien zu überleben, ist nach wie vor nicht vollständig geklärt.
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    22 min