Couverture de Parastou Forouhar

Parastou Forouhar

Parastou Forouhar

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Verbotene Gespräche im Wohnzimmer, Besuche im Gefängnis und politische Schriften, die nach dem Lesen verbrannt wurden: Parastou Forouhar wuchs in Teheran in einer Familie auf, in der Widerstand, Menschenrechte und gesellschaftliche Verantwortung zum Alltag gehörten. 1991 kam die bildende Künstlerin nach Deutschland – auf der Suche nach Freiheit, zeitgenössischer Kunst und einem Leben außerhalb von Zensur und Überwachung. Im Café Exil spricht sie mit Shelly Kupferberg über die Ambivalenz des Exils zwischen Befreiung, Fremdheit und dem Verlust vertrauter Zusammenhänge. Sie erzählt von der Ermordung ihrer Eltern Parvaneh und Dariush Forouhar durch den iranischen Geheimdienst im Jahr 1998 und von ihrem jahrzehntelangen Einsatz für die Aufklärung des Verbrechens. Auch ihre künstlerische Arbeit ist eng mit Fragen von Erinnerung, Gewalt und Widerstand verbunden: Schönheit und Ornament treffen darin auf Verletzlichkeit und politische Unterdrückung. Ein Gespräch darüber, wie Kunst gegen das Vergessen wirken kann und warum die eigene Exilerfahrung den Blick auf gegenwärtige Fluchtbewegungen und die europäischen Grenzen verändert.
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