Épisodes

  • "She was good" – Renee Nicole Good, erschossen von einem ICE-Beamten
    Jan 9 2026

    Renee Nicole Good war 37 Jahre alt, US-Bürgerin, in Colorado geboren, Mutter von drei Kindern. Am Mittwoch hat ein ICE-Beamter sie in ihrem Auto auf einer Straße in Minneapolis erschossen. Videos zeigen die Tat, die zu Protesten, Wut und Frustration in der Stadt geführt hat. Bürgermeister Jacob Frey sagte an die Einwanderungsbehörde ICE gerichtet: "ICE: Get the fuck out of here." Etwa 2.000 Beamte sind seit Tagen in der Stadt im US-Bundesstaat Minnesota im Einsatz.

    US-Präsident Donald Trump und seine Regierung verteidigen den ICE-Beamten, sprechen von Notwehr und einer "radikalen Linken", die die Arbeit der Behörde überall im Land behindern würde. Videoaufnahmen der Tat widerlegen diese Darstellung, Good bewegte sich in ihrem Wagen vom ICE-Beamten weg, nicht auf ihn zu.

    In einer Sonderfolge des US-Podcasts sprechen wir über die Tat, die politischen Reaktionen und diskutieren, ob dies ein Wendepunkt in der Debatte um die ICE-Einsätze in US-amerikanischen Städten sein könnte.

    Im "get-out": ein Gedicht von Amanda Gorman für Renee Nicole Good und die Netflix-Serie "Stranger Things".

    Der Podcast erscheint in der Regel jeden Donnerstag. Zudem gibt es Bonusfolgen für Abonnenten, die künftig einmal im Monat zu hören sind. Sie erreichen uns per Mail an okamerica@zeit.de.

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    35 min
  • "America First"-Imperialismus
    Jan 8 2026

    "Wir leben … in einer Welt, die von Stärke regiert wird, von Gewalt regiert wird, von Macht regiert wird." Das sagte einer der wichtigsten Berater von US-Präsident Donald Trump, Stephen Miller, in einem Interview mit dem US-Sender CNN. Das seien "die eisernen Gesetze der Welt seit Anbeginn der Zeit". Miller formulierte nach dem US-Einsatz in Venezuela eine neue außenpolitische Doktrin. In dieser Logik spielen internationale Regeln, Verträge oder moralische Grenzen keine eigenständige Rolle. Wer stärker ist, setzt sich durch. Dieser neue "America First"-Imperialismus verändert die Welt. Kommt nach Venezuela Grönland? Trump will auf jeden Fall nicht davon lassen, alles werde diskutiert, damit Grönland Teil der USA werde, heißt es aus dem Weißen Haus.

    Im US-Podcast sprechen wir über die aktuelle Lage in Venezuela, den Gerichtstermin von Nicolás Maduro in New York und darüber, ob die US-Regierung konkrete Pläne formuliert hat, wie sie in Venezuela weitermachen will.

    Außerdem sprechen wir über Europas Reaktion auf Trumps außenpolitische Übergriffe und welche Folgen die neue "Donroe-Doktrin" für die Welt haben könnte. Und wir blicken nach Grönland, wo die Mehrheit der Bevölkerung nicht zu den USA gehören möchte.

    Im "get-out": das Buch "Hamnet" von Maggie O‘Farrell sowie die Verfilmung des Romans von Chloé Zhao und das Buch "King of Ashes" von S. A. Cosby.

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    1 h et 15 min
  • Trumps Regime-Change ohne Zukunftsplan
    Jan 4 2026

    Monatelang hatte US-Präsident Donald Trump den Druck auf Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro erhöht. Parallel aber liefen auch schon verdeckt die Vorbereitungen für die Operation Absolute Resolve, die das US-Militär schließlich in der Nacht von Freitag auf Samstag ausführte. Ein Einsatz auf ausländischem Boden, der zur Festsetzung von Maduro und seiner Frau führte, die mittlerweile in New York sind, wo ihnen der Prozess gemacht werden soll.

    Trump bewertete den Einsatz als außergewöhnlichen Erfolg, sein Außenminister Marco Rubio sagte, es sei auch eine Botschaft an andere Länder und Regime. Juristisch ist der Einsatz der USA, über den weder der US-Kongress noch Verbündete vorab informiert waren, sehr umstritten, die Argumentationslinie der US-Regierung brüchig. Und politisch verändert Trump mit diesem Vorgehen mutmaßlich die regelbasierte Weltordnung, wie sie auch durch die UN-Charta nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges festgeschrieben wurde.

    In einer Sonderfolge des US-Podcasts sprechen wir über den US-Einsatz, die politischen Folgen und diskutieren darüber, was Trump damit bezweckt. Die aktuellen nachrichtlichen Entwicklungen können Sie in unserem Liveblog verfolgen.

    Im "get-out": die kanadische Serie "Heated Rivalry" und die Netflix-Dokumentation "Cover-Up" über Seymour Hersh.

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    58 min
  • King Donald und Amerika, wie es ihm gefällt – der Jahresrückblick
    Dec 25 2025

    Donald Trump, der selbst ernannte Friedenspräsident. Der US-Präsident, der Amerika in ein "goldenes Zeitalter" führen will. Der Präsident, der in einem KI-generierten Video aus einem Jet heraus einen Haufen Scheiße auf das eigene Volk abwirft. Der Präsident, der Wladimir Putin den roten Teppich ausrollt und europäische Staats- und Regierungschefs wie Schulkinder vor sich im Oval Office Platz nehmen lässt. Trump hat sich im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit angeschickt, in hohem Tempo die Vereinigten Staaten und die Welt umzukrempeln.

    In der letzten Folge des Jahres blicken wir im US-Podcast zurück auf die prägenden Momente in den Vereinigten Staaten 2025 und vergeben Preise: von der Lüge des Jahres, den Demokraten und Republikanern des Jahres über die Serie des Jahres bis hin zum Hoffnungsmoment des Jahres. Wir sprechen nicht nur über Trump, sondern auch über Richterinnen, Nationalparkwächter, Zohran Mamdani, Gavin Newsom, Marjorie Taylor Greene und mehr.

    Im "Get-out": die norwegische Netflixserie "Weihnachten zu Hause" und der Netflixfilm "Jay Kelly" mit George Clooney.

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    1 h et 15 min
  • Amerikas neue Welt(un)ordnung
    Dec 18 2025

    In Berlin versucht Bundeskanzler Friedrich Merz, die Europäer im Zentrum der Verhandlungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine zu halten. Nach den Gesprächen zwischen der Ukraine und der US-Delegation gibt man sich optimistisch, auch US-Präsident Donald Trump äußert sich entsprechend. Ohne zu konkret zu werden. Bewegt sich tatsächlich etwas in den Ukraine-Verhandlungen? Darüber sprechen wir im US-Podcast.

    Außerdem: Am Ende des ersten Jahres von Trumps zweiter Amtszeit wird immer klarer, welche Ordnung der Präsident der Welt aufzwingen will. Dabei geht es ihm weniger um eine Reform der Weltordnung, sondern darum, dass er sie loswerden will. Im Zentrum der Neuordnung steht die Wiederbelebung der Monroe-Doktrin.

    Und: Trumps Reaktion auf den Tod von Regisseur Rob Reiner und seiner Frau Michele, die selbst einige Republikaner empört.

    Im Get-out: der Film Harry und Sally von Rob Reiner und die 100 besten Songs des Jahres, ausgewählt von Rolling Stone.

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    52 min
  • Jetzt hat es Europa schriftlich
    Dec 11 2025

    Deutlicher geht es nicht: Die Nationale Sicherheitsstrategie, die die US-Regierung von Donald Trump vergangene Woche veröffentlicht hat, kanzelt Europa moralisch ab. Europa, heißt es in diesem Papier, stehe vor der "civilizational erasure". Eine Auslöschung der eigenen Zivilisation, herbeigeführt durch Migration, Liberalismus, Bürokratie und Selbstzweifel.

    Erneut ein Schock im ohnehin angespannten transatlantischen Verhältnis. Auch von "kalter Dusche" oder "Scheidungspapier" war zu lesen. Doch kommt es wirklich so überraschend? Oder ist es nur eine Verschriftlichung dessen, was die Trump-Regierung Europa schon seit Monaten immer wieder signalisiert? Und wie ernst muss man das, was dort formuliert ist, nun nehmen? Wir diskutieren darüber im US-Podcast.

    Außerdem: Netflix hatte Ende letzter Woche eine Vereinbarung zum Kauf des Studio- und Streaminggeschäfts des traditionsreichen Hollywood-Studios Warner Bros. Discovery bekannt gegeben. Doch dann kam Paramount Skydance und ihr Besitzer David Ellison. Der will die Übernahme noch verhindern und machte ein Gegenangebot. In dem Kampf um Warner Bros. Discovery geht es nicht nur um eine Firmenübernahme. Es geht um die Zukunft des Kinos in den USA und auch die Frage, ob und wie der Präsident sich einmischen wird. David Ellison und sein Vater, Larry Ellison, sind eng mit Trump verbunden.

    Im Get-out: die Netflix-Serie The Beast in Me mit Claire Danes und Matthew Rhys und George Clooney zu Gast bei New Heights, dem Podcast von Jason und Travis Kelce.

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    48 min
  • Die nächste Krise für den Kriegsminister
    Dec 4 2025

    Pete Hegseth hat als US-Verteidigungsminister bislang so ziemlich alles überstanden, angefangen bei seiner umstrittenen Nominierung für das Amt bis hin zu einem Gruppenchat, in dem geheime Details von geplanten Luftangriffen ausgetauscht wurden. Nun aber sieht sich Hegseth mit einem nächsten Skandal konfrontiert, von dem er sich eventuell nicht mehr erholen wird. Und der ein Schlaglicht auf die Außen- und Sicherheitspolitik dieser Regierung wirft.

    Hegseth soll laut einem Bericht der Washington Post den Befehl gegeben haben, alle Besatzungsmitglieder eines mutmaßlichen Drogenbootes in der Karibik zu töten. Demnach befanden sich elf Personen an Bord des Schiffes, von denen nur zwei überlebten. Diese wurden durch einen zweiten Angriff getötet. Der Kongress verlangt Aufklärung, die Opposition spricht von "Kriegsverbrechen". Im US-Podcast sprechen wir über den Fall und wie Donald Trump zu seinem Verteidigungsminister steht.

    Außerdem: Steve Witkoff ist erneut zu Gesprächen nach Russland gereist. Wie ist die Lage in den Verhandlungen um eine Waffenruhe in der Ukraine?

    Und: Donald Trump mischt sich in die Präsidentschaftswahl in Honduras ein und begnadigt Ex-Präsident Juan Orlando Hernández, der wegen Beihilfe zum Kokainschmuggel in den Vereinigten Staaten verurteilt worden war.

    Und dann noch Boulevard: Die USA diskutieren über die Journalistin Olivia Nuzzi und ihre bereits bekannte Affäre zu Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. Die Geschichte über Macht und Medien lebt neu auf durch ein Buch Nuzzis und Substack ihres Expartners Ryan Lizza.

    Im Get-out: der Film A Few Good Men (deutscher Titel: Eine Frage der Ehre) mit Tom Cruise und Jack Nicholson und die zehn besten Bücher des Jahres 2025, ausgewählt von der New York Times.

    Der Podcast erscheint in der Regel jeden Donnerstag. Zudem gibt es Bonusfolgen für Abonnenten, die künftig einmal im Monat zu hören sind. Die im November erschienene zweite Folge können Sie hier hören. Sie erreichen uns per Mail an okamerica@zeit.de.

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    58 min
  • Greene, Trump und die MAGA-Zukunft
    Nov 27 2025

    "Ich trete von meinem Amt zurück." Mit diesem Satz von Marjorie Taylor Greene hatte wohl kaum jemand gerechnet. Die Abgeordnete hatte sich von einer Trump-Loyalistin zur öffentlichen Kritikerin des US-Präsidenten gewandelt.

    Nun gibt sie Anfang 2026 ihren Sitz im Repräsentantenhaus auf. Ist das eine strategische Entscheidung? Und was sagt der Konflikt zwischen Greene und Trump über das Verhältnis des Präsidenten zu seiner Basis aus? Wir diskutieren darüber im US-Podcast.

    Außerdem: ein 28-Punkte-Plan, den sich die USA mit Russland ausgedacht haben, um den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zu beenden. Das hat nicht nur die Ukraine und Europa brüskiert, auch einige Republikaner wollten diesen Plan nicht mittragen. Wir analysieren, welche Rolle Außenminister Marco Rubio bei den Verhandlungen in Genf spielte und warum auch Steve Witkoff im Zentrum von Trumps Außenpolitik steht.

    Im Get-out: Tatiana Schlossbergs Text im New Yorker: A Battle with My Blood und die 75 besten Thanksgiving-Rezepte der Zeitschrift Southern Living.

    Der Podcast erscheint in der Regel jeden Donnerstag. Außerdem gibt es Bonusfolgen für Abonnenten, die künftig einmal im Monat zu hören sind. Die im November erschienene zweite Folge können Sie hier hören. Sie erreichen uns per Mail an okamerica@zeit.de.

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    54 min