In dieser Episode ist Sven Liebrand zu Gast – Gastronom aus Leidenschaft und Kopf hinter dem Huckleberry’s in Bocholt, einem Ort, der für viele längst mehr ist als nur ein Café oder Restaurant. Jens Grotstabel spricht mit ihm über die Entstehung des Huckleberry’s, darüber, wie aus einer Idee ein Treffpunkt mit Charakter wurde – und warum Atmosphäre, Haltung und echtes Interesse am Gast oft wichtiger sind als große Gesten.
Sven erzählt außerdem von einer der herausforderndsten Zeiten für die Branche: der Corona-Phase. Statt Stillstand entstand Neues – mit „Huck you II“ setzte er ein Zeichen für Mut, Kreativität und Durchhaltevermögen in einer Phase, in der viele Betriebe ums Überleben kämpften. Dabei wird deutlich, wie er Gastronomie versteht: nicht als Bühne für Übertreibung, sondern als ehrliches Handwerk. Für ihn darf es eben auch mal das Einfache sein – denn auch ein schlichtes Brötchen mit guter Garnitur kann richtig lecker sein, wenn Qualität und Liebe zum Detail stimmen.
Was einen wirklich guten Gastronomiebetrieb ausmacht? Für Sven ist das keine Frage von Trends, sondern von Aufmerksamkeit: Wer vier Tage hintereinander da war, dessen Kaffee sollte man kennen. Es geht um Beziehung, um Wiedererkennen, um das Gefühl, nicht irgendein Gast zu sein. Ein weiterer wichtiger Punkt im Gespräch: die enorme Bedeutung niederländischer Gäste für die Bocholter Gastronomie – wirtschaftlich, aber auch kulturell prägend für die Stadt.
Darüber hinaus blickt Sven über den Tellerrand hinaus. Er teilt seine Ideen und Impulse für eine mögliche Neuausrichtung des Wochenmarktes und spricht darüber, wie Veranstaltungen wie der erste Bocholter CSD spürbar Leben, Vielfalt und neue Energie in die Innenstadt gebracht haben.
Eine Folge über Gastronomie als Begegnungsort, über Unternehmergeist in Krisenzeiten – und darüber, wie gute Betriebe dazu beitragen, dass Innenstädte lebendig bleiben.