Épisodes

  • Special: Gründen ohne Grenzen, Teil 3 Wenn Zugang der Schlüssel ist – Lucy Larbi über Black Culture und unternehmerische Sichtbarkeit
    Jan 14 2026

    „Alle kochen nur mit heißem Wasser.“ Für Lucy Larbi ist das mehr als ein Spruch – es ist ein Glaubenssatz, der ihre Arbeit als Unternehmensberaterin, Speakerin, Netzwerkerin und Co-Founderin von AiDiA prägt. In dieser Folge spricht sie mit Erdal über strukturelle Hürden für schwarze Gründer*innen, fehlende Repräsentation in der Startup-Szene und darüber, warum es nicht reicht, eingeladen zu werden – wenn man sich nicht gemeint fühlt.

    Mit AiDiA – dem Afrodeutschen Startup Pitch – hat Lucy ein Wirtschaftsnetzwerk ins Leben gerufen, das schwarzen Gründer*innen Zugang zu Kapital, Bühne und Community verschafft. Ihr Ziel: wirtschaftliche Teilhabe und Innovationskraft sichtbar machen – jenseits von Klischees, Tokenism und Alibi-Vielfalt.

    Doch Lucy ist nicht nur Netzwerkerin – sondern auch Unternehmerin: Gemeinsam mit ihrem Bruder hat sie Akan Afro Fusion gegründet, ein Restaurant, das westafrikanische Küche mit High-End-Gastronomie und Black Culture verbindet. Sie erzählt, wie aus einem Instagram-Burger ein professionelles Gastro-Konzept wurde – mit Businessplan, Bankgesprächen und 420 Quadratmetern Restaurantfläche.

    Die Folge ist eine Einladung, Unternehmertum neu zu denken: als Raum für kulturelle Selbstbestimmung, strategische Expertise und bewusstes Handeln gegen unsichtbare Barrieren. Lucy zeigt, wie politische Haltung und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehen – und warum Gründung mehr sein kann als ein Pitchdeck: nämlich ein Ort, an dem man sich zum ersten Mal wirklich gesehen fühlt.

    Über Lucy Larbi:
    Lucy Larbi ist Strategin, Zukunftsdenkerin und Expertin für Unternehmertum, Leadership und modernes Arbeiten. Als Gründerin von BOLDLY, AiDiA und dem Restaurant Akan Afrofusion setzt sie sich dafür ein, schwarze Selbstverwirklichung sichtbar zu machen und wirtschaftliche Strukturen zu verändern. Für ihr Wirken wurde sie u. a. mit dem EDITION F Award und dem Digital Female Leader Award ausgezeichnet.

    Instagram: https://www.instagram.com/stories/lucy_llonna_larbi/
    LinkedIN: https://www.linkedin.com/in/lucy-llonna-larbi-a027a8b4/
    Website: https://lucylarbi.de/

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    Joscha Grunewald

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    1 h et 10 min
  • Gründen ohne Grenzen Teil 2: Zwischen Inklusion, Innovation und Empathie – Die Gründungsgeschichte hinter der App fürs barrierefreie Kino.
    Nov 11 2025

    Als Seneit Debese vor über 13 Jahren die Idee für ihre App Greta & Starks entwickelte, ging es ihr nicht um Profit, sondern um Teilhabe. Inspiriert durch eine blinde Athletin, die sie für eine Reportage porträtierte, erkannte sie eine massive Lücke in der deutschen Kinolandschaft: Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen waren vom Kinoerlebnis ausgeschlossen. Dass es im 21. Jahrhundert in Deutschland keine technische Lösung gab, war für Seneit inakzeptabel – also entwickelte sie selbst eine.

    In dieser besonderen Episode von „Lost in Transformation – Gründen ohne Grenzen“ erzählt die Unternehmerin, wie sie als Alleinerziehende mit zwei kleinen Kindern, ohne Investoren und ohne technische Vorkenntnisse eine digitale Lösung schuf, die heute in 14 Ländern im Einsatz ist. Ihre App ermöglicht blinden und gehörlosen Menschen durch Audiodeskription, Untertitel oder Hörverstärkung ein selbstbestimmtes Kinoerlebnis – im Kino neben Freund:innen oder zu Hause beim Streamen.

    Seneit spricht offen über finanzielle Hürden, fehlende Netzwerke und das fehlende Selbstbewusstsein in der Anfangszeit. Sie reflektiert, wie strukturelle Barrieren – gerade für Menschen mit Migrationsgeschichte – nicht nur ökonomische, sondern auch psychologische Herausforderungen mit sich bringen. Und sie benennt, wie prägend ihre eigene Geschichte ist: als Tochter eritreischer Freiheitskämpfer, als Geflüchtete mit Kriegserfahrung, als Kind, dem früh beigebracht wurde, sich nicht auf Anerkennung von außen zu verlassen.

    Über Seneit Debese
    Gründerin und Geschäftsführerin der Greta & Starks Apps GmbH.
    Innovatorin // Unternehmerin // TEDx-Speakerin // Energy Leadership Business Coach // Trainerin

    Nach ihrem BWL-Studium und 15 Jahren in der Filmbranche entwickelte Senait 2014 die GRETA-App – ein Meilenstein in Sachen Barrierefreiheit im Kino. Ihre Technologie ist heute in 14 Ländern im Einsatz und richtet sich an 1,6 Milliarden Menschen mit sensorischen Einschränkungen, ältere Menschen und fremdsprachige Zuschauer:innen. Für ihre Arbeit wurde sie u.a. mit dem Creative Tech Award und dem Deep Tech Award ausgezeichnet.

    🔗 LinkedIn-Profil von Senait Debese

    🔗 gretaundstarks.com

    Infos zur Initiative „Gründen ohne Grenzen“ der Bertelsmann Stiftung
    In Deutschland schlummert ein großes, ungenutztes Gründungspotenzial – häufig ausgebremst durch strukturelle Hürden, Vorurteile und fehlende Netzwerke. Die Initiative Gründen ohne Grenzen will das ändern: Sie macht unterrepräsentierte Gründer:innen sichtbar, senkt Barrieren und setzt sich für mehr Diversität im deutschen Startup-Ökosystem ein.

    🔗 gruendenohnegrenzen.de

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    55 min
  • Gründen ohne Grenzen Teil 1: Zwischen Flucht, Klassismus und Kapital – Der ungewöhnliche Weg zum Gründer und Investor
    Sep 10 2025

    Sıddık Turhalli ist sieben Jahre alt, als er mit seiner kurdischen Familie aus politischen Gründen aus der Türkei nach Deutschland flieht. Die erste Station: ein Flüchtlingsheim in Rostock – zur Zeit von 9/11, in einer Umgebung voller offener Anfeindungen gegenüber Muslimen. Es folgen Jahre in einem Dortmunder Brennpunkt, in dem Bildung und Aufstieg alles andere als selbstverständlich sind. Und doch schafft Sıddık genau das – mit Disziplin und Neugier.

    Im Gespräch mit Erdal Ahlatci spricht Sıddık über seinen Weg durch ein System, das voller Hürden ist: von ALG-II-Sanktionen, die Bildung erschweren, über seine Gründung und fehlende Netzwerke in der akademischen und wirtschaftlichen Elite bis hin zum strukturellen Klassismus, der auch in der Start-up- und VC-Welt Alltag ist. Über die Dynamiken der Gründungsfinanzierung, das System der Warm Leads und die strukturelle Unsichtbarkeit migrantischer Gründer*innen. Über Craveys – sein Unternehmen, ein Snack-Start-up, das mit gerösteten und gewürzten Sonnenblumenkernen ein Produkt neu positioniert, das in Deutschland oft mit Armut assoziiert wird. Eine bewusste Entscheidung gegen den Mainstream und für kulturelle Selbstermächtigung.Und er spricht über seinen Widerstand dagegen – mit Taten.

    Sıddık ist nicht nur Gründer, sondern war auch Investor in der deutschen VC-Szene. Ein "Schwarzkopf" auf der Investmentseite, wie er selbst sagt – eine Seltenheit. Seine Erfahrungen dort zeigen, wie stark der Zugang zu Kapital durch Netzwerke, kulturelle Codes und einen „Similarity Bias“ geprägt ist: Investiert wird oft in jene, die den Investierenden ähneln – in Auftreten, Sprache und Selbstbewusstsein. Wer bescheiden kalkuliert oder seine Herkunft nicht versteckt, fällt durch das Raster.

    Obwohl er selbst erst mit 23 von der Möglichkeit eines Stipendiums erfährt, gründet er ein eigenes Stipendienprogramm – eines der diversesten Deutschlands. Es schaut nicht auf Noten, sondern auf Lebensrealitäten.

    Diese Episode erzählt von einem, der den Aufstieg geschafft hat – ohne dabei zu vergessen, wo er herkommt. Über das Gründen ohne Zugänge. Das Investieren mit Haltung. Und über die Kraft, die entsteht, wenn man beginnt, sich selbst ernst zu nehmen – auch wenn es andere nicht tun.

    Diese Episode ist die erste von drei Folgen, die im Rahmen der Initiative „Gründen ohne Grenzen“ von der Bertelsmann Stiftung aufgenommen wurden. Ziel der Initiative ist es, mehr junge Menschen, mehr Menschen mit Migrationsgeschichte, mehr Frauen und mehr Menschen aus sozial benachteiligten Milieus zu ermutigen und zu unterstützen, den Schritt zu wagen, ihr eigenes Start-up zu gründen.


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    1 h et 16 min
  • # 21 Machtmissbrauch im System Arbeit – Warum wir alle Teil des Problems sind II mit Lena Marbacher
    Nov 26 2024

    „Wir brauchen keine Macht, um wertvoll zu sein – wir sind es einfach.“ – Über Machtmissbrauch, Selbstwert und den Weg zu gerechteren Strukturen

    „Wir brauchen keine Macht, um wertvoll zu sein – wir sind es einfach“, sagt Lena über Machtmissbrauch, Selbstwert und die Veränderung von Machtstrukturen, meine Gästin in dieser Episode. Lena hat das Buch Arbeit Macht Missbrauchgeschrieben, in dem sie zeigt, dass Machtmissbrauch kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem unserer Gesellschaft ist. Wir sprechen unter anderem über zentrale Themen ihres Buches und darüber, was nötig ist, um Machtverhältnisse gerechter zu gestalten.

    Im Gespräch diskutieren wir, ob Macht an sich problematisch ist oder ob das eigentliche Problem im Missbrauch von Macht liegt. Lena erklärt, warum unreflektierte Strukturen und ein duldendes Umfeld häufig die Voraussetzungen schaffen, die Missbrauch ermöglichen – und warum Veränderungen nicht nur auf individueller, sondern vor allem auf organisatorischer und gesellschaftlicher Ebene nötig sind.

    Das Thema hat auch eine persönliche Dimension für Lena: Ihre eigenen Erfahrungen mit Hierarchien und autoritären Strukturen haben ihr Interesse für die Dynamiken von Machtmissbrauch geweckt. Doch im Zentrum stehen die größeren Fragen: Wie können Organisationen Regeln und Prozesse schaffen, die Missbrauch verhindern? Welche Verantwortung tragen wir als Einzelne, wenn wir Missbrauch beobachten? Und wie können wir als Gesellschaft Macht weniger attraktiv machen?

    Wir sprechen außerdem über die Gefahren von sinnloser Arbeit, die Verantwortung von Organisationen, die Macht von Personenkult, geschlechterspezifische Dynamiken in Machtverhältnissen, die Bedeutung von bedingungsloser Liebe für den Selbstwert – und wie sie Menschen unabhängiger von Macht und äußeren Bestätigungen machen kann – sowie den Bystandereffekt, der Machtmissbrauch oft unbemerkt lässt.

    Eine tiefgehende Episode, die nicht nur die Mechanismen von Machtmissbrauch sichtbar macht, sondern auch zeigt, wie wir gemeinsam für gerechtere Strukturen sorgen können.

    Infos über Lena:

    Lena Marbacher ist Journalistin, Autorin und Unternehmerin. Ihr Buch Arbeit Macht Missbrauch erschien im Herbst 2024 bei S. Fischer. Zuvor war sie Co-Autorin des Spiegel-Bestsellers Unlearn Patriarchy mit einem Beitrag über Arbeit.

    Als Mitgründerin des Wirtschaftsmagazins Neue Narrative und einer selbstorganisierten Unternehmensberatung hat sie sich intensiv mit neuen Arbeitsformen beschäftigt. Heute spricht sie als Expertin über die Zukunft der Arbeit vor Politik, Wirtschaft und auf Konferenzen. Ihre Promotion absolvierte sie an der Bauhaus-Universität Weimar.

    Buch
    Webseite
    Instagram
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    1 h et 30 min
  • #20 High Performance – Nur ein Buzzword oder nur falsch interpretiert? II mit Sebastian Klein
    Oct 9 2024

    Der Begriff „High Performance“ wird ständig von Menschen verwendet, die das unbedingt haben wollen, aber oft weiß niemand so recht, was eigentlich dahintersteckt. Ist das nur ein Buzzword und Bullshit-Bingo oder nur falsch interpretiert und umgesetzt?

    In dieser Episode tauchen Sebastian Klein und der Erdal Ahlatci in das vielschichtige Thema der High Performance ein. Was bedeutet High Performance wirklich und warum wird dieser Begriff in Unternehmen und Teams oft missverstanden oder missbräuchlich benutzt?

    Sebastian und Erdal diskutieren intensiv darüber, wie sich die Rollen in High-Performance-Teams verändern und welche Fähigkeiten Führungskräfte wirklich benötigen. Sie hinterfragen, ob Manager ohne praktische Erfahrung in ihrem Fachgebiet überhaupt in der Lage sind, echte Höchstleistungen zu fördern. Dabei werfen sie einen kritischen Blick auf gängige Motivationsstrategien und zeigen auf, warum intrinsische Leidenschaft langfristig nachhaltiger ist als kurzfristige Anreize.

    Ein weiterer zentraler Punkt dieser Episode ist die Organisationsstruktur und wie hierarchische Systeme sowie falsche Personalbesetzungen die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens beeinträchtigen können. Sebastian teilt persönliche Erfahrungen aus seiner Zeit als Unternehmer und betont die Bedeutung, auf den vorhandenen Fähigkeiten der Teammitglieder aufzubauen, anstatt ständig nach „A-Playern“ zu suchen. Erdal ergänzt, dass echte High Performance nur dann erreicht werden kann, wenn die Menschen im Unternehmen zufrieden sind, ihre Stärken nutzen und sich in ihrer Rolle wohlfühlen.

    Die beiden sprechen auch über die Wichtigkeit von Ehrlichkeit und klaren Zielsetzungen innerhalb eines Teams. Transparente Kommunikation über Unternehmensziele und individuelle Erwartungen ist essenziell, um eine authentische High-Performance-Kultur zu schaffen. Zudem beleuchten sie das Thema Work-Life-Balance und wie Teams Höchstleistungen erbringen können, ohne dabei die persönliche Gesundheit und Zufriedenheit zu opfern.

    Diese Episode ist spannend für alle, die daran interessiert sind, die Leistungsfähigkeit ihres Unternehmens authentisch und nachhaltig zu steigern. Sebastian und Erdal hinterfragen traditionelle Ansätze und präsentieren neue Perspektiven, die helfen können, Höchstleistungen in euren Teams zu erreichen.

    Mehr über Sebastian Klein:
    Sebastian Klein ist Psychologe, Unternehmer und Autor. Er hat unter anderem die Sachbuch-App Blinkist und das Magazin Neue Narrative gegründet. Er ist außerdem Teil von taxmenow, einer Initiative von Vermögenden, die sich für ein faireres Steuersystem einsetzt.

    neuenarrative.de
    linkedin.com/in/sebxklein/

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    1 h et 9 min
  • #19 Macht, Emotionen und Schwäche – Ungesunde Männlichkeit in der Arbeitswelt II mit Sho Tatai
    Sep 9 2024

    Wenn zwei Männer über ungesunde Männlichkeit sprechen…

    In dieser Episode reflektieren der Gast Sho Tatai und Host Erdal Ahlatci, was "ungesunde Männlichkeit" in der Arbeitswelt, im Alltag und in persönlichen Beziehungen bedeutet.

    Warum wird von Männern erwartet, immer stark zu sein und Schwäche zu verbergen? Und warum gilt es noch immer als unmännlich, Emotionen zu zeigen?

    Die beiden werfen einen Blick auf ihre eigenen Erfahrungen: Firmenfeiern, bei denen Alkohol fließt und die Stimmung kippt – wie schnell werden aus harmlosen Gesprächen sexistische oder rassistische Bemerkungen?

    In Unternehmen stellt sich die Frage: Hilft es wirklich, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, wenn die Strukturen weiterhin von den gleichen, alten ungesunden Rollenbildern geprägt sind? Was passiert, wenn Leistung der einzige Maßstab für Wertschätzung ist und Themen wie mentale Gesundheit oder emotionale Offenheit auf der Strecke bleiben?

    Und warum fragen wir immer, warum Mädchen mit Puppen spielen, aber nie, warum Jungen nicht mit Puppen spielen? Dabei könnte genau das ihnen helfen, ihre Emotionen und Erlebnisse in Rollenspielen zu verarbeiten.

    Außerdem beschäftigen sie sich mit der Frage, warum Fußball und Nationalismus für viele Männer so stark miteinander verknüpft sind – und was das über unsere Vorstellungen von Männlichkeit aussagt.

    Es war ein tiefgründiges Gespräch, in dem offen über persönliche Erfahrungen gesprochen und gleichzeitig die Strukturen in Unternehmen hinterfragt wurden:
    Wie können wir eine Unternehmenskultur schaffen, in der alle gehört werden? In der Schwächen nicht als Makel, sondern als Teil des Menschseins verstanden werden?

    Sho Tatai beschäftigt sich schon lange mit diesem Thema, und man kann von ihm viel darüber lernen. Diese Episode ist für alle empfehlenswert, die sich mit dem Thema beschäftigen oder mehr darüber erfahren wollen.

    Weitere Infos über Sho Tatai:
    Sho Tatai ist ein Experte für Diversity, spezialisiert auf die Unterstützung von Unternehmen und Organisationen. Er verfügt über umfassendes Wissen in Coaching, Training, agiler Transformation und HR. Tatai ist bekannt für seine direkte Herangehensweise und das Bestreben, echte Diversität über das Verlassen der Komfortzone zu fördern. Er zielt darauf ab, eine Kultur des Zuhörens und Verstehens zu schaffen, um wertschätzende Zusammenarbeit zu ermöglichen.Sho Tatai ist ein Experte für Diversity, spezialisiert auf die Unterstützung von Unternehmen und Organisationen. Er verfügt über umfassendes Wissen in Coaching, Training, agiler Transformation und HR. Tatai ist bekannt für seine direkte Herangehensweise und das Bestreben, echte Diversität über das Verlassen der Komfortzone zu fördern. Mit dem Thema „ungesunde Männlichkeit“ beschäftigt er sich schon seit Jahren und gibt u.a. Workshops und Vorträge zu diesem Thema.
    Mit seiner Arbeit zielt Tatai darauf ab, eine Kultur des Zuhörens und Verstehens zu schaffen, um wertschätzende Zusammenarbeit zu ermöglichen.

    Webseite: https://shotatai.net/me/
    LinkedIn:

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    1 h et 3 min
  • #18 Führung ohne Titel - Warum die Struktur eurer Organisation über Erfolg und Misserfolg entscheidet II mit Human Nagafi
    Aug 14 2024
    "Ganz viele Menschen, die in der mittleren Führungsposition sind, sind Burnout-gefährdet, weil einfach das, was in dieser Rolle erwartet wird, teilweise gar nicht machbar ist." – Human Nagafi

    In dieser Episode sprechen wir mit Human Nagafi über die wahre Bedeutung von Führung und Leadership in modernen Organisationen. Human ist Gründer und Partner von 1789 Consulting und hostet selbst den Podcast "Corporate Therapy".

    Human erklärt, was Führung wirklich bedeutet: In kritischen Situationen für Klarheit sorgen und Lösungen anbieten, die von anderen akzeptiert werden. Führung ist nicht dasselbe wie die formale Vorgesetztenrolle. Effektive Führung erfordert weit mehr als nur formale Autorität und kann in unterschiedlichen Formen und Strukturen auftreten. Die Art und Weise, wie Organisationen entwickelt und strukturiert sind, spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg von Führung und Management. Anhand dieser Thesen haben wir folgende Fragen diskutiert und erläutert:

    • Was bedeutet Führung wirklich im Kontext von Unternehmensstrukturen?
    • Warum sind Menschen in mittleren Führungspositionen besonders gefährdet für Burnout?
    • Wie unterscheiden sich die Begriffe "Leadership" und "Führung" und warum werden sie unterschiedlich verwendet?
    • Welche Rolle spielt die formale Struktur in Unternehmen für die Effektivität von Führung?
    • Wie können Führungskräfte erfolgreich Entscheidungen delegieren, ohne ihre Autorität zu verlieren?
    • Welche Herausforderungen ergeben sich aus der Vermischung von Führung und formaler Vorgesetztenrolle?
    • Wie kann man Führungsaufgaben in Teams sinnvoll verteilen, um Überlastung zu vermeiden?
    • Warum ist es wichtig, Führungsstrukturen flexibel zu gestalten, um auf unvorhersehbare Situationen reagieren zu können?
    • Wie können Organisationen ein besseres Verständnis für die Fähigkeiten und Entwicklungen ihrer Mitarbeitenden fördern?
    • Kann Führung ohne formale Titel funktionieren?

    Falls ihr neugierig geworden seid und Antworten auf diese Fragen wollt, dann hört rein und entdeckt neue Perspektiven auf Führung und Leadership in eurer Organisation!


    Informationen über unseren Gast:

    Human Nagafi ist Managing Partner bei der 1789 Innovations AG und berät Fortune 500 Unternehmen, DAX-Konzerne sowie den Mittelstand in den Bereichen Organisationsstrategie, Corporate Governance und Operating Model Design. Zudem ist Human Co-Host des „Corporate Therapy Podcasts“, einem Format, das aus einer kritisch-managementorientierten Perspektive sämtliche Themen und Buzzwords aus der Managementwelt diskutiert.

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    • Corporate Therapy Podcast

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  • #17 Narzissmus in Organisationen – Die Rolle von Leadership, Team und Unternehmenskultur II mit Dr. Ramzi Fatfouta
    Jul 16 2024

    "Es braucht drei Sachen, damit Narzissmus sich in einer Organisation manifestiert: die narzisstische Führungskraft, das empfängliche Team und die Unternehmenskultur."

    In dieser erkunden wir die tiefen und oft gefährlichen Auswirkungen von Narzissmus im beruflichen, aber auch im privaten Umfeld.

    Dr. Ramzi Fatfouta, ein Experte, der über 10 Jahre über Narzissmus geforscht hat, erklärt, wie narzisstische Persönlichkeiten nicht nur von ihrem eigenen Charisma und ihrer Führungsstärke profitieren, sondern auch von der Dynamik und Kultur eines Unternehmens.
    Durch konkrete Beispiele und praxisnahe Tipps beleuchtet er, wie man Narzissmus frühzeitig erkennen und gegensteuern kann, bevor er großen Schaden anrichtet.

    Diese und weitere Fragen, die wir im Podcast besprochen haben:

    • Wie können Unternehmen narzisstische Persönlichkeiten bereits im Rekrutierungsprozess erkennen und vermeiden?


    • Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Entfaltung von narzisstischen Verhaltensweisen?


    • Wie können Teams sich vor den toxischen Einflüssen eines narzisstischen Vorgesetzten schützen?


    • Gibt es bestimmte Branchen oder Hierarchieebenen, in denen Narzissmus häufiger auftritt?


    • Welche Arten von Schäden können narzisstische Führungskräfte in einem Unternehmen verursachen?


    • Ist Narzissmus unabhängig von sozialer Herkunft und kulturellen Unterschieden?

    • Warum ist es wichtig, Narzissmus als systemische Herausforderung und nicht nur als individuelles Problem zu betrachten?

    Ramzis Wissen und Erfahrungen im Bereich Narzissmus sind unglaublich umfangreich und fundiert. Seine Perspektiven sind sehr hilfreich, um Narzissmus zu verstehen und sich davor zu schützen.

    Infos über den Gast:

    Dr. Ramzi Fatfouta ist als Experte für HR Diagnostics & Development Concepts bei einem großen, deutschen Unternehmen tätig und dozierte zuletzt als Professor für Wirtschaftspsychologie.
    Darüber hinaus publiziert er als ausgewiesener Narzissmusforscher und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Fachpublikationen und -vorträge zum Thema Narzissmus sowie der Dunklen Triade.
    Er hat Psychologie und Neurowissenschaft studiert mit anschließender Promotion & Habilitation in der Psychologie. Zudem ist er als systemischer Coach sowie Laufbahn- & Karriere-Coach ausgebildet und nebenher freiberuflich tätig.

    Links:

    Linkedin: https://www.linkedin.com/in/fatfouta/

    Webseite: https://www.fatfouta.de/

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